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Ben Chananja · 1864-04-06 · 14 (6.4.1864) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Ben Chananja
Volume
7 (1864)
Issue
14 (6.4.1864)
Date
1864-04-06
Page
– (sequence 14)
Language
German
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לסף $0TT־ Welche Freude Unsere chassidischen Rebbes dieserhM empfinden , beweisen ihre Wunberkuren aus neuester Zeit, wenn auch dem Csengerer Rabbi, der als Doktor eine Rolle spielt, nicht alle Patienten, wie in Nyiregyhäza auf der Rabbiner- Versammlung, im, vorhinein für einen Besuch 10׳ fl. entrichten. ' " Archiv für Heschichle der 3uDm in Angnm. VII. Petition der ungarischen Juden im Jahre 1826. (In lateinischer und ungarischer Sprache unterbreitet.) Durchlauchtigster k. k. Erzherzog und Palatin des Königreichs Ungarn! - Durchlauchtige Würdenträger und Großen des Reichs! Löbliche Reichsstande! Unser gnädigster Herr, unsere wolwollenden Herren! Schon im Zähre 1791, zu einer Zeit, wo man in mehreren anderen Ländern Europas an die Erleichterung des Zustandes unseres gedrückten Volkes noch gar nicht dachte, haben die Reichsstände Ungarns bereits getrachtet, das Los der.Israeliten zu verbessern. Allein diese humane, der Zeit, in welcher wir leben, sowie der ungarischen Nation zum Ruhme gereichende Absicht konnte in Folge verschiedener innerer und äußerer Verhältnisse seitdem nicht in Vollzug gebracht werden. Unbewegliche Güter dürfen wir nicht in Pacht halten. Im Handel haben wir mit größeren Hindernissen zu kämpfen, als die übrigen Einwohner dieses glücklichen Vaterlandes. In mehreren Gegenden ist uns die Niederlassung untersagt. In der Ausübung von Handwerken begegnen wir vielen Schwierigkeiten. Die Aufzählung aller unserer Beschwerden würde eine lange Reihe bilden, und nur das Gefühl unseres Schmerzes erwecken. Wir wollen daher die großherzigen Reichsstände, mit einer ausführlichen Aufzählung nicht langweilen.' So viel ist jedoch gewiß, daß nach dem Zeugnisse der ungarischen Gesetze unser Los in Ungarn im zwölften uud sechzehnte» Jahrhundert ein besseres׳ war, als eS in der Gegenwart ist, und das mehrere beschützende Gesetze in Beziehung auf uns ihren wolthätigen Einfluß ververloren habe». Mit unauslöschlichem Danke erinnern wir ums an den Reichstag von 1791, dessen Sorgfalt sich auf die Bekenner aller Religionen in diesem Reiche erstreckte. Was die Weisheit und das Wohlwollen der Reichsstände anstrebte, wurde in Ungarn zwar verschoben, es wurde aber unserm Volke in anderen Ländern nützlich, wo ihre Lage seitdem verbessert wurde. Um unS zu nützlicheren Mitgliedern der bürgerlichen Gesellschaft zu bilden, begannen folgende Staaten unfern Zustand zu vebessern : .106׳ 306 |; DasWroßherzogthnnv Baden 1809:Preußen und! Mecklenburg 1812; Baiern 1813; Dänemark 1814.! Die richtige Benrtheilung menschlicher Angelegenheiten! scheint den Nimbus alter Jrrthümer uud Vorurtheile immer! mehr zu zerstreuen. Die Erfahrung hat gezeigt, daß wir weder unfähig zur Arbeit sind, noch träge, und daß es uns! nicht an Lust fehlt zu arbeiten, Handwerke und Wissenschäften zu betreiben, und zur Vertheidigung des Vaterlandes Waffendienste zu leisten. Wol wissen wir, daß bei dem gegenwärtigen Reichstage viele andere wichtige Gegenstände zur Verhandlung kommen werden, welche die Anfmerksamkeit in höherm Maße auf sich ziehen, als unsere Läge; wir wissen aber auch, daß alle Akten des Reichstages von 1791 zur Verhandlung kommen werden.*) Sollte es jedoch geschehen, daß jene Akten-Sektion, in welche unser Gegenstand gehört, bei diesem Reichstage nicht an die Reihe kömmt; so bitten wir in tiefster Unterthänigkeit die Reichsstände, unfern Zustand zu Herzen nehmen zu wollen, denn,unser Elend hat die höchste Stufe erreicht. Die Israeliten Ungarns sind sehr und vielleicht mehr verarmt, als die übrigen armen Landesbewohner. Die Regelung ihre^bürgerl. Verhältnisse könnte vielleicht mit einem andern zw berathenden Gegenstand in Verbindung gebracht werden. Mögen also die Neichsstände geruhen - uns in ihren wolwollenden Schutz zu nehmen, .unsere unglückliche Lage zu beheMM, unsere Lasten zu erleichtern , die Menschenxechre auWMf uns auszudehnett, und uns, wenn auch stufenweise, zu nützlichen Burgern des Vaterlandes zu machen. Der Segen Gottes und der auf die Blüthe des Landes abzielenhe Fleiß werden die gegen «ns ergriffenen . weisen . Maßregeln begleiten. Der Ruf unserer Dankbarkeit wird bis zu dem Herrn des Himmels dringen, dessen unerschöpfliche Güte alle Völker in ihren Busen aufnimmt. Wir fassen unsere Bitten nicht in gewisse spezielle Punkte zusammen. Wir setzen unser Vertrauen auf die Weisheit und das Wohlwollen der Neichsstände. Nur dann werden wir unsere Beschwerden und unsere Wünsche speziell vortragen, wenn die Reichsstande deren Auseinandersetznng anordnen werden, um dieselben zu prüfen. ״ Unterdessen gestatten wir uns , die Stände! Ungarns mit dem größten Vertrauen und der größten Unterthänigkeit darum zu bitten, denn wir kennen die Großherzigkeit und die tiefe Einsicht des! Herrn Erzherzogs (des Palatins) und der ungarischen Nation, und von ihnen allein erwarten wir unser ganzes Wohl, indem wir mit tiefster Unterthänigkeit und Verehrung bleiben Sr. k. k. Hoheit des Herrn Erzherzogs, der durchlauchtigen Würdenträger des Reiches,; der Stände uuterthänigste Diener Die Israeliten Ungarns. , , ׳ Preßburg, am 4. Februar,1826. *) Die Zudensragr wurde bei diesem Reichstage an eine Deputation gewiesen. R ed: Druck von Sigmund Burger in Szegedin.

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