Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 6 (1863)
- Issue
- 14 (1.4.1863)
- Date
- 1863-04-01
- Page
- – (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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M 14, sechster Jahrgang. ->D^in, k\\ I. Jlprif 1S53. 3»de» Mittwoch trschtMl ei» Prn»»w^att«1l1-rt>»: Nanzjahng 7 fl., balbj.3 fl. LS kr., virrtrij. 8 fl. oft. W. Man adonnir» bei oflrn Pofl» itnttrn n. Duchhandlintgra de« 3a« 11 ab AuSloube«. Ijlt OtAWM. Wocfjeiififnü für jüdische &ljcofo!jic. find and. Redaktion in Gjks.ebut oder an Hrn. Jrtnj HJfljRfr in tfipiig ju senden. Die Llpaltige Pkiiijtilr wird mit Iv Nkr. - 8 Sgr. brrrchnrt. Herausgeber und Redakteur: ckB ^TW Obrrrabbincr zu Szrgrbia. Nkdaklion: 3 Kronru-Taffr. Potitzersche« Inhalt. Aron i§l,or,n Von Dr. Weil. — Statistik i.r jüdischen Gyinnastalschulrr. Don A. L. — AquilaS igidtlüberscpunq. Don Reh. Brüll. — Zkorrrsponderij. Aoslau!». BrrSlau (wenikindedtdliothtk. Bcujamius RcilkN). Breslau (RkligioiiSschnlt). Ztilitnd. Wien (Sozialk Stellung jüdischer Dorüelier). Pest (Deralliungen über die Statute»). Pest (YriedriiSwünsche). S;egediu (Li׳e»de).?euiberg (Rollischild« Epende). —?itrrärischer Kolbo. Don Radd. Lchnnedl und Mori; Altar. — Litcreirische?lttjeigen. Torres Predigt. Von Fr. Uilbeim. — Uebrr Carmclvs Wanderungen. Bon Dr. Wiener. - tjingrsendet. Inhalt der I. Beilage. Abdanliinq des Bester isr. Geiiitilideausichiiffce. (AemiIlchlS Schreiben der Oberbürgermeisters an Dr. Hirichlrr uud S. W. Schoßberger von Tornva. Slememtrprotololl. lZingabe au den Ctatlhalter). — Inserat. — Inhalt der 2. Beklage. Der Stk wor« ^iiünico. (Die Astistenz des Rabbiners, vtesuch der jüdischen Advokaten). Die Herren Abonnenten, die auf ein Vierteljahr prannmerirten, werden mn Erneuerung des Abonnements ersucht. 2 r 011 Chorin. Eine biographische Skizze von Dr. Weil. (Fortsedung.*) 20. Snbilarfdfrift. Ncisc nach Mähren. Diese Reformen — Eisenbahnfakm am Sabbath, Abkürzung der Trauerzeit um Dahingeschiedene, Orgelspiel in der Synagoge, — brachte Ehorin in seiner am Vorabende seines 7ck. Geburtstages vollendeten und unter dem Titel ״Jeled Sekunim" (K!ud deS hohen AlterS) 1H39 bei Strauß in Wien erschienenen kurzen Zubilarschrisl zur Sprache, welche auch einen Rückblick auf sein l'fbcn enthält. Die hier in Kürze fkizzirle» Thatsachen sind den freundlichen Lesern dieser Blätter auösührlicher erzählt worden, alS sie der Held derselben, der seine Skizze im Sommer tcS erwähnten ZahreS in Wien flüchtig zu Papier warf, erzählen konnte. Wir haben daher mir noch hervorzuheben. daß sich im Jahre 1827 wieder Wolken über EhorinS Haupte zusammenzogen. ״Ein Rabbi" erzählt Ehorin, ״unteuiahm eS, einen förmlichen Ausstand wider mich zu erregen. Er kam am 18. Drzember 1827, bewaffnet mit mehreren Briefen von Nabbinen, in denen die Erkommunikation aus den Gemeinden Israels über mich und Alle, die mir anhangen, ausgesprochen war. ES gelang ihm. viele unruhige Austritte zu veranlassen, bis eS der Gemeinde gelang, diesem Unfug durch die politische Behörde zu steuern. Der unberuseue Gast mußte die Stadl verlassen, ') S. » 3 Nr. 49. t. 3 Nr 8. 9. 11- 18. I und der Veranlasser dieses AttfirilltS, der milwirkende Vor, steher, wurde seine- Amteentsetzt." AlS Ehorin diese Episode auS seinem Leben nieder,! schrieb, war er 7^ Jahre all. Wo er in Wien erschien,! wurde ihm mit aller Ehrerbietung begegnet. Der alte in , Wien hochgeachtete H o fm annSthaI und selbst der ortho-! dore Lämmel zeichneten ihn auf verschiedene Weise auS.! Er konnte also nicht ahnen, daß ihm noch ein Angriff von! Seiten der Orthodoric bevorstehe, und zwar in seinem rige» 1 neu Geburtsland«'. Tie Veranlassung hierzu war folgende: Der Redakteur dieser Blätter, der zn sener Zeit alS .RabbinatS-Eandidat ln > Wien lebte, batte, dem Wunsche EhorinS entsprechend, zu dem ״Ieled Sekunim" eine Eiiileitung geschrieben (״Die Reform deS rabbinischen RitnS auf rabbinischem Stand, punkte"), und ein Eremplar dieser Schrift mit dem Bilde EhorinS und einem eigenhändigen Schreibe» desselben seinem Vater MoseS Löw in Ezernahora, einem in der Bibel, dem Thalmud und der nenhedräischen Literatur wohlbewanderten Manne, eingesendet, worauf von Letzterem eine Einladung zu einem Besuche erfolgte. Ehorin machte auch nach einigen Tagen die Reise nach Ezernahora. Er verband damit die Absicht, daS Grab seines Großvaters I e sa sa S D o n a t, nach einem seit vielen Jahren gehegten Wunsche, zu besuchen, waauch wirklich geschah. Der Besuch, den er bei dieser Gelegenheit dem BoSkowitzcr Rabbiner, Abraham Placzek, zu machen für passend fand, wnrde aber durch zwei junge Thalmudisten gestört, welche, nachdem Ehorin mit seinen Begleitern kaum Platz genommen hatte, daö Zimmer ,vüthknd überfielen, und unter dem Ausrufe: ״mit diesem Apikoreß will der Rabbi reden!" dem Gaste auS Ungarn deutlich genug zu verstehen gaben, daß er die Wohnung ihres Rabbiners mit keiner Gegenwart entweihe. Der Hausherr hatte gleich beim Erscheinen der Fanatiker die Flucht ergriffen. Viele BoSkowitzer waren von dem