Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 4 (1861)
- Issue
- 38 (20.9.1861)
- Date
- 1861-09-20
- Page
- Seite 326 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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326 bracht, vnd euch vff das Rathuß gelieffert, solt Ir mir widderumb eyn antwort geben, do ich vff Hab gewart, Do ist der SchultheS herab kommen vnd hat mit mir wöllen redden, do ist der Jude Gotschalk hindcr mir her gelauffen vnd mich mit dem halß angriffen, vnd hat mich wöllen würgen in meinem keyserlichen rechten vnd hat mir mein gewer abgebnnden vber SchultheS vnd Scheffen daS sie alle gesehen haben, wie der diebS boeswicht mit mir vmb hat gangen, das ich Hab müssen entreitten mit gewalt hat mich keyn recht wolten helffen, der Jude ist Amptmanu vnd Schottheö gewest vff das mal, so bith ich euch vms gotS willen vnd deS rechten willen Ir solt den Juden darzu halten, daS er mir mein Schiff vnd gescher kosten vnd schaden, daö ich zu Sankt gewer gelitten Hab mit gewalt vnd nit mit recht erkendt ist worden. Darumb beger ich das Ir mir den Jud darzu halt, das er mir mein Schiff vnd gescher betzal das er mir gekümmert hat, vnd mich cS quect gemacht sonder vrtel und recht, heruff mein schreiben beger ich vff daö aller batst antwort, wo nit so Wirt mich die nvtturft dazu zwingen, das ich muß thun als eyn verjagter des Rheinstromö vmb eyns Juden willen, Lieber SchultheS vnd Scheffen vnd alle bürger in S. gewer ich warn euch in trewen eö were mir leydt daö eynem bürger in gewer leydts soll geschehen vmb des Inden willen, dann ich vnd mein anhangl werden den Juden suchen Ihn vnd all sein geschlecht wo wir sie finden in Dorffer vnd in Stedten, vff Wasser vnd landt, soll keyner sicher sein vnd daö kindt in mntter leib, was Gotschalk dem Indens zu S. gewer zugehört, sun müder. Henßlein von Speir gotS freundt vnd aller bürger in S. gewer freundt vnd Gotschalk des Juden vnd seinS sohnö offenbar feindt, ich vnd mein anhangk wie vns Gott versamlet hat zu Hauff wolten wir den Juden suchen mit gott wie wir gedenken können. (Hier ist ein Galgen gewählt.) Damm geschrieben vff sambftagk vor Rintzel sontag Anno ect. 1548. Disser brieff gehört an SchultheS vnd Scheffen zu S. Gewer meinen gutten fründen zu Händen». Ul Anderer Fehde-Brieff eben desselben gegen gedachten Juden und den Zollschreiber zu St.-Goar. (1548 den 11. März.) Copia deS andern feindtöbriesfs. In gotS namen Amen, zuuor Schutheö vnd Scheffen Burgenmeyster vnd Rath zu St.-Gewer, es ist mein bith vnd beger zum dritten mahl, ob Ir mir den Juden nit darzu gehalten kundt, daö er mir mein Schiff vnd gescher widderumb zu St..-Gewer fielt in m. g. h. zolfreiungk, do er mirs gekümmert hat, vnd hat mir weib vnd mein kinder daruß getagt als wann sie Hunde weren gewest vnd hat mit meinem gutt gehandelt wie ein Diebser böswicht, der mich vmb mein Schiff und gescher hat bracht das mich kost Vi goltgt., darumb wil ich mein gutt kosten und schaden betzalt haben, daS ich verloren Hab sonder vrteyl vnd recht vff keyserlichen Rheinstrom. Zu dem andern beilag ich den zolschreiber, daö Ir Ihn dozu halt, das er mir mein fracht gelt Lr dater die er mir vff hat gehaben mein verdienten lohn schwcyß vnd blut das ich f. vnd h. schwerlich verzoll Han, vud iij iar langt mein gelt entporen Han, zu dem andern do mein weib mit vier kindern zu S. gewer in eynem hauß ist gewesen vnd hat vff mich gewart biß ich von Rotweil bin kommen, do ist mein Weib zu den zolschreiber gangen und hat von meinem gelt begert zu irer kinder leibs not das sie sich erhalten künde wie eyn from weib thun satt, do hat jr kein gelt künden werden, 0er zolschreiber der Ehrenreuber hat jr zugemut sie solt Ihm sein willen thun vnd sol kommen den obent vmb vij vhren, zu der hindersten thür jne vnd soll eyn krugk mit jr bringen, die woll er Jr wol weiuß geben, und soll durch die groß stöbe in daö klevn kemerleyn gan, vnd soll do vff Ihn warten biß er kom, so wölte er sie nit lassen, do hat mein weib gethan wie eyn from weib vnd den abent nit zu Ihm gangen vnd hat gewart biß den andern tagk do er am Rhein ist gangen vnd hat Widder umb gelt von Ihm begert, do hat er Widder sie gesagt, sie Hab Ihm nit gethan, was er sie bescheyden hat, so hett sie Ihm gehalten, was er sie bescheiden hat, so wolle er Jr gelt geben, Do ist mein weib von Ihm gangen mit schreien äugen vnd hat der beseersen vnd nachgengers fraven geilagt, wie er Jr gethan hat, do hont die zwey weiber des beseers fraw vnd des nachgengerö fraw Jr brot vnd hülff gethon, got dank Ihn Damit SchultheS vnd Scheffen bürgemeyster vnd Rath und alle bürger in S. gewer ist das mein notturfft die ich euch zuschreib wie mirs gangen hat sonder vrtel vnd recht, Schaden ist vor Lachen gutt, der Jud treibt mit seinem gutt viel vbermut, das soll Ihm thuu nimmer gutt, und all sein geschlecht will ich und mein anhangk suchen, mit gott wie mir gedenken konden Darumb lieben bürger warn ich euch vor schaden, das mir werden den Juden suchen vnd den zolschreiber wie mir könden gedenken, so lang ich mein kosten vnd schaden vnd mein verdienten lohn Widder Hab, wo mir der zolschreiber mein fracht gelt in zuei tagen nit zuschickt so sol er so wenig sicher sein als der Jude in hauß vnd hoff, wo ich und mein anhangk den Ehrenreuber finde» konden, der mich zu eynem sottdeckel hat wöllen machen, daS er nit zu wegen hat können bringen mit seinen boejen stücken. Er soll noch so manch wonde in sein leib kriegen, als er mir daler vff