Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 10 (15.10.1860) 2. Hälfte
- Date
- 1860-10-15
- Page
- Seite 560 (sequence 32)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/2542917-2543076-2543089--1791-2545510- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
— 560 — liothek der Mädchen-Hauptschule und noch 15 Gulden, über welche er später verfügen wird. / Tokaj, im Oktober. In unserer Gegend will ein scharfblickender Thalmndist die Entdeckung gemacht haben, daß die gewöhnlichen Seidenknöpfe שעטנן enthalten. Die Entdeckung macht großes Aufsehen, und die Nachfrage nach Beinknöpsen steigt von Tag zu Tag. Ein ehemaliger Fischbeinfabrikant in W. sott im. Begriffe stehen, eine Beinknopffabrik zu errichten, und von dem ״Mainzer Israeliten" ist, wie ich aus guter Quelle vernehme, nächstens die Kundmachung zu erwarten, daß dessen Mitarbeiter und Korrespondenten beinerne Knöpfe tragen müssen. Spalato (Dalmatien), im September. Der im Winter des Jahres 1853 verstorbene hiesige Rabbiner Jakob Musafia hat eine handschriftliche thalmudische Enzyklopädie hinterlaffen, welche nach einem andern Plane als der Pachad Jizchak v. Lampronti gearbeitet, bis zum Buchstaben Lamed vollendet ist. Das Manuskript befindet fich in den Händen des Hrn. Abram Elija JesUrum hier. Vielleicht entschließt fich ein Gelehrter oder ein unternehmender Buchhändler, sich mit dem Hrn. Jesurnm in's Einvernehmen zu setzen. Kaschan, im September. Unsere Schule ist im Begriffe fich aufznlösen, obschon dieselbe während ihrer kurzen Dauer Ersprießliches leistete. Es soll, wie wir aus ficherer Quelle hören, an ihrer Stelle blos eine Religionsschule, in Verbindung mit einer hebräischen in's Leben treten, wo die israel. Kinder, welche die städtischen Schulen besuchen, in der Religion ihrer Väter und in der hl. Schrift im Urterte unterrichtet werden sollen. Wir bedauern tief diesen Fall, um so mehr, da gegenwärtig in Kaschau nicht einmal eine einzige uennenswerthe israel. Lehranstalt besteht. Was^ sollen jetzt die israel. Kinder hier machen. Sollen sie die christlichen Schulen besuchen, und schon in ihrer zartesten Jugend gleichgiltig gegen ihre angestammte Nation und heillose Zweifel gegen die einzige zuverlässige Führerin durch das stürmisch aufgeregte Meer des menschlichen Daseins eingeimpst erhalten; oder sollen sie wie im benachbarten Galizien mittelalterliches ans Geist und Körper nachtheilig wirkenden Winkelschulen besuchen? — Gebe Gott, daß diese Angelegenheit bald zum Segen der Gemeinde ihre Lösung finde. Inhalt. Eherechtliche Studien, vom Herausgeber (Fortsetzung). — Die Stellung der Aerzte im jüd. Atterthume, von Nabb. Fein. Literarische Anzeigen: Wörterbuch zu den fünf Büchern Moscheh, von Oberrabb. Dr.■SB. A. Meisel, besprochen vom Herausgeber. — Die mos.-rabb. Religionslehre, von Oberrabb. Hirsch ׳B. Fasset, besprochen von Dr. B—y. — Liederbnch für israel. Schulen, vom Lehrer Dr. Em. Hecht, besprochen von H. Zirndorf. — Beschneidungsfeier, von Dr. B. H. Auerbach, besprochen von Dr. Jost. — Die literarische Gerechtigkeit Dr. Geiger's in Breslau, vom Herausgeber. Korrespondenz (Ausland). Jerusalem. — Frankfurt a. M. Danzig. — Paris. (Inland.) Fünskirchen (Schluß.) — Beled. — Groß-Kanischa. — Körmend. — Szegedin. — Pest. — Tokaj. — Spalato. — Kaschau. Herausgeber und Redakteur: Leopold Low, Oberrabbiner in Szegedin. Druck von Sigmund Burger in Szegedin 1860.