Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 3 (1860)
- Issue
- 1 (1860)
- Date
- 1860-01-01
- Page
- Seite 51 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
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— 51 — JTeueJles aas Sdjufc, Spagoge uuö Literatur. Wien, 25. Dezember. Die Gründung eines isr. Männergesang-Verernes in der Metropole der Monarchie unter dem erinnerungsreichen Namen ״Zion" gehört gewiß zu jenen schönen Vorzügen und Lichtpunkten, durch welche die Wiener Gemeinde allen andern voranleuchtet, und es ist nicht minder ein sprechender Beweis für die Tüchtigkeit des Vereines und seiner Leiter, wie für die Empfänglichkeit des Publikums, daß die mit zwölf Personen begonnene Gesellschaft dermalen bereits zu se chz ig mit wirk enden Mitgliedern erstarkt ist. Dieser Gesangverein mit seinem berühmten Vorsteher, Herrn Prediger Di׳. A. Jellinek, hat es stch zunächst zur Aufgabe gemacht, den synagogalen Gesang zu heben und zu fördern, den Ritus und die gottesdienstliche öffentliche Andachtsverrichtung unter Mitwirkung möglichst viel geschulter Männer aus dem Publikum, in der Art immer werthvoller und beliebter zu machen, daß dieser Ritus durch den Verein verherrlicht und anzieh ungskrästig wird; und in dieser Richtung hat auch der Gesangverein in seiner ersten Produktion an Chanukahabend gewirkt. Der neue Tempel in der Leopoldstadt faßte eine bei diesem Anlässe nie gesehene Anzahl Andächtiger, welche alle mit lebhaftem Interesse dem Recitativ des Kantors folgten, bis der Gesangverein mit dem von Herrn Prof. Julius Sulz er trefflich komponirten Chor: ״AI j’de Kohanecho hakkedoschim“ 1c. einfiel, und die Andächtigen in die feierlichste und gehobenste Stimmung versetzte. In der hierauf vom Hrn. Prediger Dr. Jellinek gehaltenen Rede, welche von dem Chanukahfeste natürlich Veranlassnng nahm, stellte der ausgezeichnete Redner mit meisterhafter Geschicklichkeit das Wirken eines Gesangvereines der einzeln verhallenden Stimme gegenüber, und indem er auf das einträchtige Handeln der Makkabäer hinwies, ermunterte er zu gleichem Zusammenhalten mit ste ts vereinten Kräften. Gestern Abend, den 24., hielt der Gesangverein die erste kleine Liedertafel. Der Hr. Vorsteher Di׳. Jellinek überreichte dem Chormeister I. Sulzer einen werthvollen Ring, mit dem Bedeuten, daß der Verein ihm gleichsam angetrant sei, dann weiters eine Uhr als symbolische Andeutung, daß auch der Verein stets werkthätig und im Gange sei. Unter Akklamation wurde dann die Drucklegung des von Hrn. Snlzer komponirten C'-ores beschlossen, worauf einige Mitglieder bei heiterem Male gesangliche und deklamatorische Vorträge hielten. H. L. Back. Reöhnitz, im Dezember. Hr. Friedrich Edler v. Schey hat sich durch die wohlthätigen Spenden, welche ec bei Gelegenheit seines letzten Besuches unseren wohlthätigen Anstalten zuwandte, ein bleibendes Denkmal in unserer Gemeinde errichtet. Groß-Kanifcha. Nach dem einstimmigen Beschlüsse unserer Gemeinde- Repräsentanz wird der selige Dr. Horschetzky bei הזכרת נשמות genannt werden. i