Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 6 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 289 (sequence 49)
- Language
- German
- Belongs to
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— 289 — verhängte Leiden aufzunehmen? 6. Schilderung religiöser Zustände im heutigen Israel, und was in dieser Beziehung ihm obliege. 7. Ueber Mazzos. 8. Von der Möglichkeit und Heilsamkeit, Offenbarungen in uns zu erzeugen, die überlieferten selbst wieder und verwandte (?). 9. Was bleibt im Wandel der Dinge bestehen für uns. 10. Der Herbst. 11. Ueber die Freude. 12. Quäle dich nicht mit Sorgen! 13. Von unseren Festen und ihrer nachmaligen inneren Umwandelung. 14. Fortsetzung, von ziemlich gleichzeitigen anderen Umwandelungen. 15. Eine Tischa-beav-Predigt. 16. Ueber Tod und Trauergebräuche. 17. Ueber das Tempelweihefest, und Ermahnung zur Glaubenstreue. 18. Von dem Geiste Gottes im Menschen. 19. Die Haderwaffer. 20. Ueber die sögenannten dreizehn Middo's. 21. Warum Gott unverschuldete Leiden zülasse und zuweilen sogar verhänge. 22. Die Heimat. Frei von barocken Deuteleien, mit welchen üranche jüngere jüd. Kanzelredner der Gegenwart Effekt zu machen suchen, gehören vorliegende Predigten nach Inhalt und Ausdruck zu den edleren Erzeugnissen der jüd. Homiletik. Wir müssen es uns versagen, Proben anzuführen.- Aber junge Rabbiner! und Prediger werden uns ohne Zweifel Dank dafür.wissen, daß wir ihnen H.'s Predigten empfohlen haben. In einzelnen Stücken können wir dem, durch sein Geschichtswerk rühmlich bekannten gelehrten Verf. nicht beistimmen. So ist z. B. die Erklärung des 2 טובי B. M. 33, 19 als sprachwidrig zu betrachten, da der bibl. Hebraismus das syrische und thalmudische טיב nicht kennet. Daß sich der Verf. des שם המפורש ככתבו bedient, ist uns sehr aufgefalten. Zu der Eigenthümlichkeit des Hrn. Verf. gehört auch, daß er seine Zuhörer nicht in der zweiten, sondern in der dritten Person ״Sie" anspricht. Sollte dies in Deutschland allgemein üblich sein? — Neuestes aus Synagoge, Schule und Literatur. — Aus den uns zugekommenen Berichten entnehmen wir, daß in allen Synagogen des Vaterlandes der Beistand des Allmächtigen auf die Kriegesschaaren unseres erhabenen Kaisers und Herrn herabgefleht wird. — Am 14. April ist in Bischwiller eine Synagoge eingeweiht worden. Der Großrabb. Aron predigte französisch, der Rabb. von Schierhosen deutsch. (Lien d'Jsrael.) Ischl, Mai. Zum ersten Male wird dieses Jahr in dem hiesigen Kurorte eine jüd. Traiterie eröffnet. — Hr. Dr. S. Bäck ist von der Gemeinde in Schafsa (Mähren) zum Rabbiner gewählt worden. Wir wünschen der Gemeinde Glück zu der Aquisition dieses tüchtigen jungen Theologen. ,Der Rabbiner Nordmann in Hegenheim hat vor dem verflossenen Peßachfeste an die schweizerischen Gemeinden zn Neuchatel, Avenches und Dele- *