Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 2 (1859)
- Issue
- 5 (1859)
- Date
- 1859-01-01
- Page
- Seite 205 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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— 206 — kabbalistisches Studium bildet das דרך פקודיך von Zebi Elime-- lech Spira in Dynow in Galizien, Bemerkungen zu den 613 pentateuchischen Gesetzen enthaltend : ein Buch, das romantischen Predigern manche Ausbeute gewähren dürfte. Das שער היהודים^ welches vorzüglich der praktischen Kabbala gewidmet ist, und auf R. Jsak Loria zurückgeführt wird a3), ist das Vademecum hervorragender chaßidäischer Adepten. Als Antagonist der Chaßidäer in Ungarn machte sich bemerkbar: R. David b. Mel'r ha-Kohen, nach seinem Geburtsorte Friesen Hausen genannt. R. David war ein kenntnißreicher Mann, und in's Besondere ein gründlicher Mathematiker. Im Jahre 1797 gab er in Berlin eine Algebra in hebräischer Sprache heraus (כליל חשבון). Nach seiner Niederlassung in Ungarn betrieb er längere Zeit Weinhandel. Später wurde er Rabbiuats-Assessor in Sätor-Alja-Ujhely. Im Jahre 1820 gab er sein מוסדות תבל (Grundlagen der Welt) heraus. Dasselbe enthält: 1. Eine Darstellung des kopernikanischen Systems. 2. Eine versifizirte biblische Geschichte von der Weltschöpfung bis zur Sinaitischen Offenbarung. 3. Einen Beweis für den 11. Euklidischen Lehrsatz. 4. Eine Paränese an seine Nachkommen. In lezterer spricht er sich über die Ujhelyer Wunderkuren auf eine sehr verständige Weise ans, ohne jedoch die Wirksamkeit echter Amulete in Abrede stellen zu wollen. Einen gelehrten antichaßidäischen Gesinnungsgenossen hatte Frieseuhausen an Elias Rosenthal in Pest, dessen Vater, der vielverehrte Nafthali Rosenthal in Moor, der mit Moses Mendelssohn in Briefwechsel stand 24). Das Freundschaftsband 23) Herausgegeben von Löb Rapoport aus Brody. Lemberg, Poremba 1855. ") Nafthali, geb. zu Raab 1727, ging, nachdem ihn sein Vater Jsak im Thalmud vorbereitet hatte, 1740 nach Berlin, um sein Studium sortzusetzen. Hier lebte er mit dem um 2 Jahre jüugern Mos. Mendelssohn in freundfchäftlichem Umgänge. Nach seiner Rückkunft von der Jeschiba wurde er als anSgezeichneter Bachur der Schwiegersohn des reichen und angesehenen Joses Leipnik in Totis. Um 1750 übersiedelte Nafthali mit seiner Gattin Tscharna nach Moor. Leztere las die Bibel in der Ursprache, und wußte viele Stellen aus dem Thalmud geläufig zu zitiren. Sie starb am 4. April 1797; ihr Gatte am