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Ben Chananja · 1858-01-01 · 12 (1858) · page 51

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Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
12 (1858)
Date
1858-01-01
Page
– (sequence 51)
Language
German
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dieses Buch durch die Ihnen zunächst liegende Buchhandlung gefälligst zur Ansicht erbitten und halten wir uns überzeugt, daß Sie es als werthen Hausfreund begrüßen werden. Lehrern, die das Buch in ihre Schulen einführen, steht ein Exemplar zu ihrem Gebrauch unentgeltlich zu Diensten; bei fester Bestellung von Parthien wird gern eine entsprechende Zahl von Frei-Exemplaren gewährt. Leipzig. Verlagshandlung von Friedrich Brandstetter. In demselben Berlage ist srrucr erschienen: Das Volk Israel u n t e r d e r Herrschaft der Könige. Ein Beitrag zur Einführung in die neueren Versuche einer organischen Auffassung der israelitischen Geschichte. V o n D1-. Elsensohr. Mit einer chronologischen Tabelle, einem Nerzeichniß der Bibelstellen und einer Karte von Palästina. Zwei T h e i l e. Groß Octav. 45V2 Bogen. Geheftet. Preis: 2 Thlr. 18 Ngr. Ueber dieses vorzügliche Werk sagen die ״Rheinischen Blätter für Erziehung׳ und Unterricht":! Wenn wir dem vorliegenden Werke einen streng- und echtwiffenschastlichen Charakter vindiciren, kraft dessen seine rein objective, in lückenloser Consequenz fortschreitende Betrachtung eine so wohlthuende und unverkümmerte Befriedigung gewährt, so ist das gewiß kein kleines Lob. Allein damit ist doch das Verdienst des Buches noch keineswegs zu seinem vollen Recht gekommen. Denn jener nrgesunde, frische, stärkende Lebenshauch, der uns hier gleich wie scharfe. Nerven stärkende Alpenluft anweht und Haupt und Herz erfrischt: der ist kein bloßes Erzeugniß der Wissenschaft. Noch viel weniger findet dieses eigenthümüche, ich möchte sagen, wnrzhafte Element seine Erklärung in der möglichst vollkommenen Diction, die jedem Begriff den votlkostimen adäquaten Ausdruck gibt und aller müßigen rhetorischen Phraseologie los und ledig, zugleich doch auch nichts weniger als dürr und trock/n ist, sondern durch eine höchst edle und unerschöpflich reiche Wahl des Ausdrucks auch den an strengwissenschaftliche Formen nicht gewöhnten Leser zu fesseln weiß und ihn, bevor noch das Gefühl der Ermüdung Ü;11 überkommt, zu neuer Geistesarbeit mit fortreißt. Dies Alles erklärt den merkwürdigen Zauber, den dieses Buch auf den Leser ausübr, nicht zur Genüge. Vielleicht kommen wir der Sache etwas tiefer auf den Grund, wenn wir daran erinnern, wie es zuweilen durch eine seltene Gunst des Himmels geschieht, daß sich in einer und derselben Person jener scharfe kritische Verstand, den kein noch so blendender Nimbus zu beirren vermag, mit dem warmen, tieft religiösen Gefühl eines noch kindlich reinen und wahrhaftigen Gemüths dergestalt vereinigt, daß beide in gegenseitiger Durchdringung ein einziges organisches Ganze bilden. Nur aus einer solch' glücklichen Ehe zweier gewöhnlich sich ausschließenden Prinzipien kann das vorliegende Werk entsprungen sein, und weil es nun, so geartet, den Drang nach Wahrheit und den Wissensdurst nicht befriedigt, ohne zugleich dem Herzen reiche Nahrung darzübieten; so darf man dieser Schrift Wohl in guter Zuversicht das Prognoftikon stellen, daß sie jedem nicht voreingenommenen Leser eine seltene nnd^ allseitige Genüge gewähren und zugleich auch den Interpreten der entgegengesetzten Schulen imponiren und Achtung abnöthigen wird. Druck von Gustav Bär in Leipzig.

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