Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 12 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 577 (sequence 45)
- Language
- German
- Belongs to
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" 577 — der Kreis dieser Freunde ziemlich eng ist, so hat Hr. St. bei der Herausgabe seiner ״Sammlung hebr. Aufsätze literar-historischen, philologischen, exegetischen und poetischen Inhalts" nicht geringe Schwierigkeiten zu überwinden. Gleichwol sezt er sein Unternehmen mit musterhafter Beharrlichkeit fort, von einer kleinen Schaar von Mitarbeitern treu unterstüzt. Die vorliegenden Hefte schließen sich ihren Vorgängern würdig an. Dem Inhalte nach haben vorzüglich die Aufsätze von Salomon Fränkel in Stanislau in Galizien nicht geringes Interesse. Fr. zeigt eine ausgebreitete Belesenheit im Thalmud und den Midraschim, und eine ausgezeichnete Gewandtheit in der Aufhellung der in diesen Schriftwerken enthaltenen historischen Daten. Wir werden noch oft Gelegenheit haben, seiner Forschungen zu erwähnen. Zu den schönsten Aufsätzen, die in neuhebräischer Sprache geschrieben wurden, gehört der Reisebericht von Dr. N. Friedländer (23, 57. 24, 75). Der Berichterstatter versteht die hebr. Sprache wie eine lebendige zu behandeln. Der Ln seiner Darstellung herrschende gesunde Humor macht seinen Bericht zu einer genußreichen Lektüre. Indem wir die Arbeiten Fränkel's und Friedländer's besonders hervorheben, haben wir durchaus nicht die Absicht, die übrigen Beiträge als werthlos zu bezeichnen. In unserem Berichte über die seit 1820 in Oesterreich erschienenen neuhebräischen Schriften, um deren Zusendung wir die geehrten Schriftsteller wiederholt bitten *), werden wir jedem derselben Gerechtigkeit widerfahren lassen. An diesem Orte gestatten wir uns, dem kundigen und fleißigen Herausgeber den Wunsch an's Herz zu legen, daß er haggadische Deuteleien und exegetische Spielereien, so wie unbedeutende Gelegenheitsgedichte gänzlich ausschließe. Die Poeten sollten sich nach dem Vorbilde der sefardischeu und italienischen Meistersanger an ein Metrum binden. Für die Aufsätze Ln Raschischrift möge Hr. Stern größere Lettern wählen LorresWndenz. Preßburg, November 1858. Geliebter Ben-Ehananja! Mit der Ab- Lieferung des nächsten Heftes ist dein erstes Jahr zu Ende. Da unmittelbar darauf dein zweites Jahr beginnt; will ich dich zu diesem Geburtsfeste begrüßen und dir meine besten Herzenswünsche darbringen. Du hast in deinem ersten Jahre viel Freundliches, aber auch manche unfreundliche Beurtheilung erfahren. Ich würde mit dem genialen Dichter dir zurufen: Wenn deine Schrift dem Kenner nicht gefällt, So ist es schon ein böses Zeichen; Doch wenn sie gar der Narren Lob erhält: * Dann ist es Zeit — sie auszustreichen. *) Ich bitte Hrn. St. um d. 1. 2. 4—13. Heft d. יכ״י