Ben Chananja
- Journal
- Ben Chananja
- Volume
- 1 (1858)
- Issue
- 3 (1858)
- Date
- 1858-01-01
- Page
- Seite 143 (sequence 47)
- Language
- German
- Belongs to
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— 143 — unser Unternehmen dnrch Zusendung von Schriften, Verzeichnissen und Nachrichten zu fördern; die Herren S. D. Luzzato Prof, in Padua, I. Zedner in London, I. Benjakob in Wilna, G. Polak in Amsterdam, haben uns ihre freundliche Unterstützung zugesagt. 1. In sechster Auflage ist soeben bei F. Temzsky in Prag erschienen : ״Netib-Emuna. Biblischer Katechismus, ein Leitfaden beim Religionsunterricht der israelitischen Jugend. Von Dr. Wolsgang Wessely". — In dritter Anflage erschien: (E. Wüller'sche Buchhandlung in Fulda) ״Biblische Geschichte für die israelitische Schuljugend von Emanuel Hecht." — Unter der Presse befindet sich: ״Nichtandalustsche Poesie andalusischer Dichter. Ein Beitrag zur Kenntniß der Poesie des Mittelalters aus dem 11., 12. und 13. Jahrhundert. Von Dr. I. Kämpf". Das Werk umfaßt zwei Bände. Der erste Band enthält die deutsche Übersetzung der im zweiten Bande gegebenen Originalien. e. Die k. k. Akademie der Wissenschaften beschloß die Drucklegnng des Werkes: Das mosaisch-rabbinische Gerichtsverfahren und civilrechtliche Sachen. Von Hirsch B. Fasset, Oberrabbinen zu Gr.-Kanischa, Besitzer der k. k. österr. und fön. sächsischen großen goldenen Gelehrten-Medaille. Dem diesjährigen Berichte des jüdisch-theologischen Seminars in Breslau geht voran: ״Die westgothische Gesetzgebung in Betreff der Juden." cl. G. B. Eon solo in Ankona hat soeben das Leben Moses von Philo mit einer italienischen Übersetzung aus dem Jahre 1500 in eleganter Ausstattung herausgegeben. (Educ. Israel.) n. Herr Jakob Reifmann bittet in dem Wochenblatte ״Ha-Maggid" um Unterstützung zu einer von ihm beabsichtigten neuen Ausgabe der ״Chalachoth Gedoloth". Wenn das Unternehmen nach dem von Herrn R. entworfenen Plane zu Stande kömmt, wird dadurch eine bedeutende Lücke in der jüdischen Literatur ausgefüllt werden. ß. Der greise Rabbine zu Koritschan in Mähren ist nach langjährigem Leiden im 76. Jahre seines Lebens יתדו 'D יל□ ב (am 1. Feber d. I.) in Gott selig entschlafen '). Der Hingeschiedene konnte in den lezten Lebensjahren nichts mehr für die Gemeinde thun, denn er war krank, und in den letzten zwei Jahren des Augenlichtes beraubt. Er leuchtete aber als erhabenes Muster von Frömmigkeit und Demut seiuer Gemeinde vor. Noch weniger konnte die kleine Gemeinde von 50 Familien für ihn thun. An seinem Sarge hielten die Rabbinen zu Gaya, Austerlitz und Butschowitz Leichenreden. Das Nabbinat versteht nunmehr der Rabbitte zu Gaya. Die Gemeinde legt den besten Willen an den Tag, die hinterbliebene Witwe und ihre unversorgten Töchter zu unterstützen. *) Wie hat der Verewigte geheißen? Ked.