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Ben Chananja · 1858-01-01 · 1 (1858) · p. Seite 47

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Journal
Ben Chananja
Volume
1 (1858)
Issue
1 (1858)
Date
1858-01-01
Page
Seite 47 (sequence 53)
Language
German
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— 47 — wohner desselben, deren Zahl sich auf 6986 Seelen bei einer Gesammtbevölkekuttg von 226,950 Seelen beläuft, folgender Maßen vernehmen: „Juden finden sich auch im kleinsten Dorfe. Viele derselben erwerben als Wirtshauspächter, Fleischhacker, Glaser und Kleinhändler kümmerlich ihr Brod. In der Gegend von Szil, Toponär, Koposvär, Vid, Esürgö, Nagy-Atäd, Marczali und Leugyetloti finden sich jedoch auch vermögliche Schaafwoltuud Knoppernhändler, Haus-, Feld- und Weingartenbesitzer. Ju neuester Zeit beschäftigen sich manche mit Gütervachtung. Sie bewähren auch hierin zu ihrem eigenen Nutzen ihren Fleiß und ihre Geschicklichkeit. Nicht minder giebt es unter ihnen auch geschickte Ärzte, die auch bei aristokratischen Familien praktiziren. Die ungarische Sprache ist allen jüdischen Einwohnern des Komitates geläufig." Den Paragraph über die Neligionsangelegenheiten schließt der Verfasser mit folgenden Worten: „Der israelitischen oder mosaischen Religion hängen alle Hebräer an, welche aus den einstmaligen 12 Stämmern zerstreut sind (!); sie wissen jedoch durch die Überlieferung, wer dem Stamme Levi oder dem Stamme Juda entsprossen ist. Wohnen in einem Orte nur wenige Familien, so übertragen sie die Erziehung der Kinder Privatlehrern. An Festtagen besuchen sie die nächste Synagoge. Eine solche hat jede israelitische Gemeinde. Die Gemeinden haben auch ihre Schulhäuser, und der Unterricht wird von geschickten Lehrern ertheilt. Den Grund, auf dem Synagoge und Schule stehen, haben die Gemeinden von den Obrigkeiten auf ewige Zeiten gekauft. An manchen Orten, wie in Toponär, Lengyeltüti, Szakäcsi, haben sie den Grund unentgeltlich erhalten." Die kleine Gemeinde zu Lengyeltoti, um welche sich der sel. Bernhard Löwensohn bedeutende Verdienste erworben hat, besitzt auch ein eigenes Spital. Zur Gründung desselben hat die sel. Baronesse Rothschild in Paris 200 fl. gespendet. Neuestes aus Synagoge, Schule und Literatur. Mako, 12. Dezember. Mit wahrer Freude theile ich Ihnen mit, daß die Gefahr, die das Leben unseres verehrten Rabbiuen Salamon Ullmaun bedroht hat, vorüber ist. Die ganze Gemeinde preist Gott dafür. Ohne Zweifel wird diese Nachricht auch in weiten Kreisen, wo unser Rabbiue als großer Thalmttdist bekannt ist, mit freudiger Theilnahme gelesen werden. Rechnitz, Mitte Dezember. Der Rabbiuatösitz der hiesigen Gemeinde, welche zu den ältesten Gemeinden Ungarns gehört, soll nächstens durch. Dr. M. Zipser, den gelehrten Rabbiuen zu Stuhlweißenburg, besezt werden. Fünfkiechen, 22. Dezember. Von den Bewerbern um das hiesige Nabbinat, mit welchem das Eomitatsrabbinat verbunden ist, hat bis zur Stunde noch keiner den Sieg davon getragen. In diesem Augenblicke herrscht bei uns die Neigung vor, den rühmlich bekannttzu Hr, U. Duschak, Rahhiuen zu Gaya in Mähren, hierher zu berufen,

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