Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 78 (1937)
- Issue
- Heft 36 (9.9.1937)
- Date
- 1937-09-09
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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9. September 1937 D' er Israelit Nr. 36 Seite 11 Vermischtes. Shomre Hadath. ' New York, 29, August. Der erst im Vorjahre gegründete Jugendverein Shomre Hadath hat im 'Berichtsjahre 5697 einen' erfreulichen Aufschwung genommen. Die Mitgliederzahl ist durch die ständige Zuwanderung junger orthodoxer Menschen aus Deutschland weiterhin angewachsen, was den Verein zu einem großzügigen Ausbau seines Programmes veranlaßte. Die bereits früher von einzelnen Mitgliedern unter der ehrenamtlichen Leitung von Mrs. Grace Hollander geleistete soziale Arbeit ist nun in den Händen von Miß Neil Z i f f vereinigt worden, die sich gemeinsam mit dem National Council of Young Israel vor allem um die Vermittlung von sabbatfreien Stellen für - Rabbiner Dr. Leo Jung deutsche Einwanderer bemüht. Nach einem unterm 20. August erstatteten Bericht hat Miß Ziff in den ersten 4% Monaten ihrer Tätigkeit etwa 75 sabbatfreie Stellen für insgesamt 300 Stellensuchende vermittelt und bemüht sich nun, geeignete Beschäftigungen für die nur während der Sommermonate augestellten Applikanten zu finden. Aus der sonstigen Tätigkeit des Vereins seien erwähnt: wöchentliche Gemoroh-T'nach und Dinim-Schiurim der Herren Rabbiner Dr. Jung, Dr, Hyamson, Lookstein und Margolis, ferner die im Winterhalbjahr veranstalteten 14 wissenschaftlichen Vorträge und Freitag- Abend-Zusammenkünfte in führenden jüdischen Häusern, sowie Melave-Malko-, Chanukah-, Purim- und Lag Beomer-Feiern, die zusammen mit zwei Ausflügen und einer Bootsfahrt das gesellige Programm des Vereins bildeten. Berlin, 5. Sept. Die Agudas Jisroel Berlin veranstaltet anläßlich der zehn Bußtage einen Vor* tragsabend: „Die Kenessio Gedaulo und ihre Teschuwo-Ruf e".' Redner: Rabb. Dr. H,. A. Cohn, Rabb. Dr. Michael Münk, am Sonnt äg, den 12. September, 19.45 Uhr, Siegmundshof 11 (Großer Betsaal). Budapest, 2. Sept. Die Jüdische Religionsgemeinde von S a r k a d feierte ihr hundertjähriges Jubiläum. An. den Festlichkeiten nahmen die Spitzen der Be- I hörden und Vertreter zahlreicher Organisationen j teil. Nach einer Gedenkfeier auf dem jüdischen j Friedhof und einem Festg'ttesdienst in der Synagoge j fand eine Jubiläumsgeneralversammlung der Gemeinde statt; Kowno, 2. Sept. Die Tageszeitung der revisionistischen Partei in Litauen, „Unser Moment", hat das Erscheinen eingestellt. Das Blatt war die einzige ausgesprochen revisionistische Tageszeitung in allen Ländern überhaupt. Personalien. Berlin, 1. Sept. Das seltene Jubiläum eines fünfzigjährigen Ehrendienstes als Baal Tokea begeht an diesem Rosch Haschono Herr Simon Seckbach, Berlin, der schon in frühester Jugend dieses heilige Amt in seiner Vaterstadt Frankfurt a. M. auf Schloß Grüneburg bei Baron Willi von Rothschild ausübte. Herr Seckbach benutzt noch heute das Schofar,'das ihm dieser als Anerkennung schenkte. Während der letzten Jahre wurde Herr Seckbach im Berliner Rabbinerseminar und in Synagogenvereinen sowohl als Baal Tokea als auch als Baal. Tefillöh gerne gehört. Möge der Jubilar sich noch viele Jahre dieser Mizwoh mit der gleichen Kraft und Inbrunst widmen können.! . Geroda, 3. Sept. Am v»d haben wir Moses Strauß zu Grabe gebracht, diesen edlen, charaktervollen und klugen Menschen, der als Wib seiner •~bnp allen Mitgliedern 'stets, mit Rat und Tat und Hilfe zur Seite stand und der jede freie Minute' seines Lebens die ganze Kraft seines Körpers und Geistes seiner nVnp widmete. In seiner mehr als dreißigjährigen Tätigkeit als ons der Gemeinde Geroda schuf er ein . neues ncosn ein nnapn xi'a und eine neue mpn und das alles zu einer Zeit, als dei* Verband Bayerischer Israelitischer Gemeinden seine segensreiche Tätigkeit noch nicht entfaltete. Aber er stellte nicht nur. ein ricoan rpn hin, er sorgte auch dafür, daß in ihr Tag für Tag gebetet wurde. Es ist sicher vor allem sein Werk, daß Geroda .eine vorbildlich fromme Gemeinde wurde und Blieb. Sein Beispiel riß die fibnp imit, wohl nie versäumte er einen G'ttesdienst, wenn seine Körperkräfte gerade noch ausreichten, daß er sich ins G'tteshaus schleppen konnte. So sorgte er für seine Gemeinde, so sorgte er als Kassier der Bezirksgemeinden Bad Kissingen für seinen Bezirk, so sorgte er auch für jedes einzelne Mitglied seiner Gemeinde. Er war der Freund und Berater jedes Einzelnen, an dessen Freude und an dessen Leiden er den regsten Anteil nahm. Wahrlich, solange noch eine jüdische Seele in Geroda haust, wird man von Moses Strauß sprechen und mit Stolz von ihm erzählen. Aber in der großen Arbeit für den vergaß er doch nie daran, daß der jüdische Mensch auch Pflichten gegen sich selbst hat, nämlich zu „lernen" In jeder freien Minute nahm er sein ">30 und lernte, und wenn ihm schon vor vielen Jahren der ~on- Titel verliehen wurde, so beweist das mehr als alle Ausführungen es vermögen, wie ernst er dies Lernen genommen hatte. Aus nah und fern waren die Freunde herbeigeeilt. Vor seinem Hause, in dem er seine segensreiche Tätigkeit entfaltet, sprachen der Lehrer der Gemeinde Geroda, Herr Kahn, der Sohn Lehrer Strauß, Mittelsinn, Herr Rabbiner Dr. Weinberg, Würzburg und der Schwiegersohn Lehrer K a t z in Frankfurt Worte des Dankes und der Erinnerung. Auf dem nnapn rva. das der Heimgegangene ja selbst geschaffen, widmeten ihm Nachrufe Herr Bezirksrabbiner Dr. Ephfaiin, Bad Kissingen für den Bezirk und den Verband, der Neffe Herr Hauptlehrer: A d 1 e r , München, für die Familie und Herr Herz, Mittelsinn, für die Gemeinde Mittelsinn. n~3Wri Die Frankfurter Woche. Verein Mekor Chajim. Diesen Sohntag nachmittag (12. September) um 6.30 Uhr, findet im Anschluß an den Mincho-G'ttesdienst in Schul ein S'lichäus-Vortrag im Hörsaal. Friedberger Anlage, statt. " Es spricht Herr Dajan Dr. E. Posen. Zu der Veranstaltung sind auch Damen herzlichst willkommen. Erholungsheim für israelitische Frauen und Mädchen Baden-Baden, Sitz Frankfurt a. M. Es ist '"beabsichtigt, das Erholungsheim für minderbemittelte israelitische Frauen und Mädchen, in schönster Lage Baden-Badens gelegen, im laufenden Jahre bis zum Oktober einschließlich offen zu halten. Anmeldungen sind zu richten an die Adresse des Heims, Baden-Baden, Werderstraße 24. Bevölkerungs-Bewegung in der Gemeinde Frankfurt? Die Israelitische Gemeinde in Frankfurt a. M. veröffentlicht in ihrem Gemeindeblatt eine statistische Uebersicht über die Bevölkerungsbewegung in der Gemeinde im Monat Juni. Hierbei sind die Zahlen über die Aus- und Binnenwanderung von besonderem Interesse. In dem genannten Monat zogen aus der Gemeinde insgesamt 430 Personen fort; im gleichen Monat des vergangenen Jahres waren es nur 223, im Jahre 1935 119. Von denjenigen, die aus der Gemeinde fortzogen, wanderten 196 (91 Männer und 105 Frauen) aus, im Juni 1936waren es nur 123 Personen. Von den Auswanderern waren. 101 (44 Männer und 57 Frauen) ledig; die Zahl der ausgewanderten Familien betrug 50 (47 Männer und 48 Frauen). 105 Personen (42 Männer und 63 Frauen) sind mit unbekanntem Ziele verzogen; es wird zu berücksichtigen sein, daß viele von ihnen ebenfalls ausgewandert sind. Nach Orten innerhalb Deutschlands sind 129 (1936: 77) Personen, verzogen. Einen U eberblick über die Binnenwanderung und die Konzentration der Juden. in den Großgemeinden vermitteln die Zahlen über die Zuzüge. Aus Orten innerhalb Deutschlands kamen insgesamt 328 Personen (1936: 235). Unter ihnen befanden, sich 153 Man- ner und 175 Frauen, 133 ledige Männer und 150 ledige Frauen; die Zahl der zugezogenen Familien betrug 27. ' .;. Geboren worden sind im, Monat. Juni 6 Kinder (1935: 5). Unter den Geburten befanden sich drei erste . Kinder und , drei dritte Kinder. Gestörben sind 28 Personen. Die Zahl der Eheschließungen ist gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 1935 zurückgegangen. Es sind nur 16 Ehen eingegangen worden, im Juni 1935 20, im Juni 1935 15. Vier Personen traten aus defc Gemeinde aus, eine trat wie-, der ein, . .. Familien-Nachrichten, Geburten: Eine Tochter, Dr. Löwenstein und Frau Lotte geb. Pfeuffer, Fulda, Florengasse 21 am ersten Tag Rosch Haschanah. Barmizwoth: Hermann, Sohn des Herrn Simon Stern und Frau Trude geb. Sichel, Fulda, Edelzellerweg 62. «nun naer- — Ernst, Sohn des Herrn Jakob Oppenheim und Frau Cilly geb. Kahn, Wiesbaden, Rückertstraße 1, 25. Sept. mao a-mn mv. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4.15 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. •— nachm. 4.15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, f»l8 *)öl\ Herr S. Schachnowitz. —vorm. 9 Uhr im Vereinslokal. Drnas pn, Herr R.A. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, inm, Herr J. Soffer. % Donnerstag nach Schul im Hörsaal; nJfrö-Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal: OpVin) mm, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Freitag morgens nach Schul, tavü, Herr R.-A. Dr, E. Posen. — abends 7 Uhr; (auch Donnerstag) im Lokal, «toi, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Sonntag, 12. September: Moritz Kallmann-Stiftung. Dienstag, 14. September: Isaac Rothschild-Stiftung. Donnerstag, 16. September: Moses Aumann-Stiftung- Donnerstag, 16. SeptemberiNaftaliSchwabacher-Stiftung Liwjath Chen. Der Vortrag fällt aus- Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Thora und Mussar. Herr Rabbiner J. Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim t"& Kiöi — Schabbos 18-19 Uhr a->-nr n^oa für Erwachsene. — Schabbos 17-18 Uhr für Jugendliche, D"n yan "iso — Schabbos 11-12 Uhr für Jugendliche niR Herr B. Rachelsohn, svma naera Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr- M. Schlesinger, rav 'aa für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos nach Mincho Amtszimmer des Rabbinates, Friedberger Anlage 4. Herr Dozent J. Ehrentreu. s?»lh mit a'wnsa, Sonntag 1 Stunde vor nrun rtan, Uhlandstr. 39. L Herr R.-A. Dr. E. Posen nsm msn, Schabbos 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. (Alle anderen Schiurim wie üblich.) Agudistische Frauenortsgruppe. Am Sonntag, den 12. September, abends 8.45 Uhr, wird' Frau Hulda Posen im Hörsaal, Friedberger Anlage 5, über ihre Eindrücke bei der Kenessio Gedaulo berichten. Gäste, Damen, willkommen. Droscho in der Jeschiwa. In der . Thoralehranstalt Jeschiwa (Friedberger Anlage) hält Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer nach Mincho einen halachisehen V o rt r a g. Gebetzeiten. naw T\2& Freitag abend 6.20 Samstag naasrn 6.50 Samstag morg. 8.00 Predigt Samstag nachm. 1.00 und 4.30 Samstag Abend 7.35 Wocheng'ttesdienst: Hauptminj'an in der Synagoge 5.30 * An G'ttesdienst anschließend: Lernen des D"n *ipa- Vereins im Hörsaal Nachmittags 6 00 Tefillinlegen am Morgen 5.10 1133 ÖV 4.45 Tjpb dt mir n^rnp 2.30 nss uv an» nnaa , 6.35 n^D nEPDjr 7 00 •»*ni 5.55 nnnw io.40 minn rm-np 11.45 pjoia 3.15 minn nxnp . 3.45 nnaa 5.50 n^y3 7.22 rnaw tra1» nyanx Wocheng'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6.30 . An den G'ttesdienst anschließend: Lernen des \ D,,H ipn-Vereins im Hörsaal Nachmittags 6.00 % Werkstätte fü r- Lederwaren E R H S T G R Ü N B A UM Kl. Eschenheimerstr. 10 Tel. 28462 ■Yl Anfertigungen ' Reparaturen jeder Art