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Der Israelit · 1937-03-18 · Heft 11 (18.3.1937) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 11 (18.3.1937)
Date
1937-03-18
Page
– (sequence 15)
Language
German
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18. März* 1937 D e r I s r a e 1 i t Nr. 11 Seite 15 Die Frankfurter Woche. . .. .0 ' ■ ■ ■ . ■ A : ■ Schlußfeier der Samson Raphael Hirsch-Schule. Die Feier findet Sonntag, den 21; März, vormitT ags 11 Uhr, in der Aula der Schule statt. Freunde ■nd Gönner der Anstalt sind herzlichst eingeladen. Ein Gedenktag für einen großen Frankfurter. Am Sonntag, den 9. Nissan (21. März) runden sich rei Jahrhunderte, seit dem Ableben von Rabbi uspho Hahn, dem Verfasser des ,;Jossef Omez". er „Jossef Omez", obwohl ein halachisches und u&sär=Werk für alle Zeiten und die ganze Diaspora, alt von jeher als spezielles Frankfurter Lehruch, weil der Verfasser, ein (Frankfurter Kind und mit allen-Fasern seines Herzens an seiner Vaterstadt hängend, .{fast in jedem Kapitel seines Werkes Klänge aus dem F r a n'k f u r t e r Ghetto mitshcwingen läßt und das Gesicht der Frankfurter Gasse deutlicher zeigt als alle zünftigen Geschichtsbücher. Den alten Frankfurtern war der „Jossef Omez" ein treuer Begleiter 'düVeh das Leben/ Das alte,, inzwischen vergriffene und unleserlich gewordene Werk erlebte vor einigen Jahren, dank der Stiftung der Familie Michaelzum ehrenden Andenken an ihren Vater Elie- Michael b"*! eine gute 'modern ausgestattete Neuauflage, und ein Jossef Omez Schiur im Mekor C h.a.) im erfreut sich zweimal in der Woche guter Beteiligung und großer Beliebtheit. Aus Anlaß des 300. Jahrzeitstages des „Jossef Omez" veranstaltet der Mekor Chajim am nächsten Sonntag nachmittag nach Mincho, 6.15 Uhr, im Hörsaale eine Gedenkstunde in Form eines . Vortragsabends', den unser Herr Rabbiner mit einer Ansprache einleiten wird. Den Vortrag über den Rabbi und sein Werk hält Herr Redakteur S. S c h a c h n o w i t z. Das Referat soll sich auch auf die Verhältnisse der Frankfurter Juden vor 300 Jahren erstrecken, sowie auf die Hintergründe und den Ausgang des Fettmilchaufstandes, unter dessen Eindruck viele Kapitel im ,<Jossef Omez" geschrieben sind. Eine rege Beteilgiung, auch von Damen, wird erwartet. Haggada- Vorträge. Der S'ibbatnachmittagsvorträg im L i w j a t h Chen, im Hörsaale Friedberger Anlage, 4.45 Uhr, hat „Aus der Haggada des Abarbahel" 2um Thema. Eine Stunde vor Nacht hält im M e k o r C h aj i m, im gleichen^Raume, Herr Rabbiner H. M e y e r einen H a g g a d a v o r t r a g. Moses Schnerb ^//ST« Eine markante und ungemein populäre Persönlichkeit schied aus unserem Kreise im" Alter von bald 74 Jahren mit Moses Schnerb. Wenn er auch in den letzten Jahren vom Geschäft und von der Oeffentlichkeit zurückgezogen lebte, behielt doch der Name Moses Schnerb seinen guten alten Klang, und wer ihn besuchte und mit dem vielfach und feingebildeten Manne sich unterhielt, ging bereichert von dannen. Aus Merzig kam Moses Schnerb, einer Gelehrtenfamilie entstammend, in ganz jungen Jahren hier* 1 her'und fand in der S. R. Hirsch-Gemeinde bald seine geistige Heimat. Viele Jahrzehnte war er'Teilhaber des Münzengeschäftes der Firma Leo Hamburger und er erreichte mit seinen natürlichen Gaben und seinem wissenschaftlichen Interesse bald den Ruf eines hervorragenden Sach- und Fachkenners auf diesem Gebiete. Er war in der Währung®- und Münzengeschichte der alten Welt so -bewandert, daß die von ihm an Interessenten erteilten Auskünfte sich zuwei» len unter der Hand zu erschöpfenden Referaten ausbauten. Aber der Kunstverständige und Kaufmann, der Thorakundige und der gehämmerte Jehudi besaß auch hervorragende m u e i ik a 1 i $,c h e Kenntnisse, die er. in den Dienst seiner Gemeinde und seiner Synagoge stellte. Lange Jahre führte er ehrenamtlieh den Dirigentenstab im Synagogenchöre der Israelitischea^Religionsgesellschaft, und er komponierte eine Reihe von Synagogengesängen zum Preise G'ttes, die sich durch Harmonie und Inbrunst auszeichnen und in unserer Synagoge sowohl, wie auch in anderen Gemeinden^;baM heimisch wurden. Aus einer harmonischen Seele|feam all das, was Moses Schnerb gab und (ät, auch "die liebenswürdige Art, mit den Menschen'- umzugehen und all das, was wir an ihm "0 schätzten. e^-i.jiii j \ Lehrer" H";*«! das "er mit der gleichgearteten, ihm t"e v -y ''tiet'ähren in den Tod vorangegangenen Gattin Setzung jn Wuchsen Kinder in einer feingeistigen und C a r 1;e b a ii§en Atmosphäre heran (der ältere Sohn vein^.. ... •>—:-——-—--————-- praktiziert als Arzt in Frankfurt und der jüngere, ber tätigt sich als Chemiker in Erez /Israel), die das geistige Erbe der Eltern hüten und * mehren. Viele ■durften Moses Schnerb ihren Freund nennen, und wir alle werden ihm ein liebes und ehrenvolles Andenken- ^bewahren. , rrasan Im Dienste der Kleingemeinden. Die Freie Vereinigung ist bereit, gegen Erstattung der Selbstkosten zwei Predigten für nos an lehrerlose Gemeinden oder auch an sonstige Interessenten abzugeben. Medikamente, die am nDD verwandt werden können. Die Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums e. V., Frankfurt a. M., Schwanenstr. 12, gibt auch in diesem Jahre die zusammengestellten Vorschriften für nos in einer Broschüre zum Preis yon 10 JPfg. für das Stück ab. Auch können vom Büro der Freien Vereinigung aus Anfragen über Medikamente, die nos gebraucht werden dürfen, gegen Beifügung des Rückportos beantwortet werden. Jüdischer Kulturbund. Als nächste Veranstaltung des Jüdischen Kultur- .bundes Rhein-Main finde tarn Samstag, den 20. März, abends 8 Uhr, im großen Saal des Saalbaues ein Orchester=Konzert unter Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Julius Prüwer statt. Der Solist des Abends ist Ernst Drucken, der Beethovens Violinkonzert spielt! Es werden nachstehende Werke gespielt: Felix Mendelssohn-Bartholdy. Ouvertüre „Die schöne1 Melusine",JLudwig van Beethoven: Violinkonzert op. 61 D-Dur, Franz Schubert: Symphonie C-Dur. „Wiener Abend" zu Gunsten der Jüd. Winterhilfe. Zu Gunsten der Winterhilfe dirigierte Max Neumann im Großen Saalbaü ein Konzert, das einen Querschnitt des Schaffen® Wiener Musiker aufzeigte. Wirksam wurde 'Neumann durch die Mitwirkung namhafter Solisten wie Kammresänger Wilhelm Guttä m ann (Berlin^, Edith E is e,n h e i m e r und Käthe .E111 i n g e r (Sopran), unterstützt. Eingeleitet wurde der Abend mit dem Türkischen Marsch von Beethöven. Die Solisten sangen Arien von Mozart, Brüll, Millöcker usw. und wurden am Flügel von Dr. Willy Salomen auf das Trefflichste begleitet. Neben der Ouvertüre zur „Schönen Galathe" von... Suppe, dem Donauwalzer von Strauß hörte man die selten gespielte Ouvertüre zu „Ein Morgen, ein Mittag, ein Abend" von Suppe, die wegen des schwierigen Cellosolos gefürchtet ist. Das von ■, Neumann geführte Orchester erreichte in klanglicher Hinsicht und in Spieldisziplin ein beträchtliches, künstlerisches Niveau. Der Abend kann als wohlgelungen bezeichnet werden. Alfred Kahn. Nächste Abfahrten nach Palästina. ab Triest: 24. März Gerusalemme an Haifa 29. März 27. März Marco Polo an Haifa 1. April 31, März .Galilea an Haifa 5. April. 7. April Gerusalemme an Haifa 12. April 10. April Marco Polo an Haifa 15. April 14. April Galilea an Haifa 19. April 21. ApTÜ Gerusalemme an Haifa 26. April 24. April Marco Polo an Haifa 29. April 28. April Galilea an Haifa 3. Mai. ab Genua: 20. März-Esperia an Haifa 25. März 24. März Roma (ab Neapel) an Haifa 29. März 3. Ap«l Esperia an Haifa 8. April 17. April Esperia an Haifa 22. April,- ab Marseille: 26. März Sphinx an, Haifa 1. April 2. April Providence an Haifa 8. April 9. April Mariette Pacha an Haifa 15. April 16. April Champollion an Haifa 22. April 23. April Providence an Haifa 29, April 30. April Mariette Pacha an Haifa 6.. Mai. Mitgeteilt von: Palestine & Orient Lloyd, Frankfurt a. M-, Steinweg 9. '■ t ^^^rr? a„ Familien-Nachrichten. Barmizwoth: Walter, Sohn d es Herrn Dr. Sigmund Selig, Chemiker, u. Frau Flora geb Stern, Frankf. am Main, Bäckerweg 32,11, Synagoge Hermesweg 7, y« nea r\sv. — Mordechai. Sohn des Herrn Schmuel Malow und Frau Dese geb. Staschewski, Frankfurt-M., Schützenstraße 9, rrnw rött. ' ' Verlobte: Meta Rothschild, Frankfurt a. M-, Elkenbachstr. 14 mit Josef Ludwig Stern, Dittlofsroda/ Bayern-Frankfurt a. M... März 1937. 70- Geburtstag: Sally Voremberg, Berlin- Tempelhof. 18. März. J Frankfurter Vereinskalender. V^ein Mekor Chajim. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: o*l?T. Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 4 Uhr im Vereinslokal, Mikro, Herr Rabb. H. Mayer. — nachm. 3.45 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. — nachmittags 6.30 Uhr im Hörsaal, iiHagodovortrag des Herrn Rabb. H, Mayer. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul» fm« sjor. Herr S. Schachnowitz, — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, onias ]M, Herr R.A. Dr. Schlesinger. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, mnj, Herr J. Soffer. — abends 6.15 Uhr im Hörsaal, „Zum 300. Todestage des Jossef Omez", Referat des Herrn S. Schachnowitz (auch ... Damen)- Montag (auch Donnerstag) nach Schul im Hörsaal i fWB- Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (auch Mittwoch) im Lokal : (pVin) «nm, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, WM, Herr R.-A- Dr. E. Posen. — abends 7 Uhr (auch Donnerstag! im Lokal, «1»*, Herr R.-A- Dr. E. Posen. -mtmv- 4» Jahrzeitsstiftnngen. Schabbos, 20, März: Salli Frankenthal-Stiftung. Dienstag, 23. März: Schlaumoh Simon Kallmann-Stift. Mittwoch, 24. März: Cart Kallmann-Stiftung. Mittwoch, 24. März: 'Jenny Ries geb. Sundheimer- Stiftung. Liwjath Chen. Sabbat nachm. 4-45 Uhr im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über: „Aus der Haggada des Abarbanel". Aguda» Jisroel-Ort^grappe. Thora and Massar. , ■ Herr Rabbiner J. Horovitz, Fichtestr. 5, Sonntag 9-10 Uhr, Dienstag und Donnerstag 20-21 Uhr für Baalebatim R'i «p -pm -an ">no. — Schabbos 11-12 Uhr für Jugendliche, noö 'rt rt-iK —, Schabbos 17-18 Uhr für Jugendliche D"H fsn ISO. ' Herr Dozent J. Ehren treu, »ain mit DW")SDt Sonntag nach nn?» rbsn, Uhlandstr. 39. Herr Rabbiner Mannes, ntt*a w% Schabbos 4 Uhr Hans Handwerkstr. 38. Herr R -A. Dr. E. Posen nwn msa, Sonntag 18-19 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, nnia .flara Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A. Dr. M. Schlesinger, raw 'm für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr und Schabbos nach Mincho Schwanenstr aße 12. Herr J. Sofer, »ai» «jt, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Isidor Weiß, (für Jugendliche), Sonntag 20-30- 21.30 Uhr, Dienstag 21-22 Uhr. Schabbos 16-17 Uhr, rsr mm. — Montag und Mittwoch 18-30-19.30 Uhr (für Baalebatim), k-i tp -aii "»aio.. — Für Kinder bis 16 Jahre, Montag und Mittwoch 15-16 Uhr, »rsn K33, Fichtestr. 5. Herr Zuntz, 0"n n^is, Sonntag nach nnnw, Rabbinatszimmer Friedberger Anlage 4. Der Schiur vor rt»in» unter Leitung des Herrn Zuntz (nums? 'm) findet um 5 45 Ubr, Montag bis Donnerstag im Hörsaal der I- R. G. statt. Gebetzeiten. 12 'B bnm nn» i Freitag abend 6.05 Samstag naasrn 6.50 Samstag morg. 8.00Predigt Samstag nachm. 1.00 und 4.30 Samstag abend 7.25 Wocheng 'ttesdienst: Hauptminjan in der Synagoge 6,30 2. Minjan 7,30 AnG'ttesdienstanschließend: Lernendeso«n *ipb- Vereins im Hörsaal, . Nachmittags 6.00 Tefillinlegen am Morgen 5.35 l|. Für das * h05iGrc*ßreinemachen sämtliche Putz-Artikel Drogerie, und fofo WOLFFIHG LEiCA-APPARATE Braubachstr. 7, Tel. 21317 ...von sovielen geschätzt -- von ebensovielen empfohlen - das sind die Seil eilel von HAUG & R EICH Frankfurt a. M. Kaiserstr. 21-23, I. Stock Verlangen Sie bitte Prospekte! Export-Abteilu'na \ Endzwanzigerin, stre ' zweri Herrn, evtl. Witwer m zulernen. 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Deutsche französ. u. engl, höhere Schulen am Platze'. Dr. Heinrich Cohen, Prag I, Veleslavfnova 4 Ein Inserat Im Israelit bringt immer Erfolg

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