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Der Israelit · 1937-02-04 · Heft 5 (4.2.1937) · page 15

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Journal
Der Israelit
Volume
78 (1937)
Issue
Heft 5 (4.2.1937)
Date
1937-02-04
Page
– (sequence 15)
Language
German
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4. Fjgfrnfe*' i1937_ Die FränKfüfti^ Woche- ' ■ v.';<■ Frau Julchen Birnbaum ■ Tief betrauert vom Gatten, und allen; die.sie kannten, ';iam vor ' einigen . »Wochen; Frau: Julchen ß i r n b a u m , die Gattin von Herrn Alexander Birnbäum, in allzüfrühem^ Alter 2Ur Ruhe. Als ^Tochter dßs -Unvergeßlichen "David Strauß ^"st, wurde sie in einer-Atmosphäre alt)udischeir Frömmigkeit, ein echtes Kind der R. v Hirsch-Schule und allezeit ,, der IRG. in Liebe zugetan, großgezogen. So stand sie auch später ihrem frommen Gatten zur Seite, so erzogt sie auch ihre Kinder, stets darauf bedacht, sie mit jüdischem Wissen auszustatten und mit tiefer G'ttesfoircht ZU durchdringen; Treue Sorge für Mann und Kdnder waren der Inhalt ihres. Lebens, neben" einem aus tiefstem .Herzen kommenden und mit Freude geübten Gemilus Ghessed, besonders wenn es sich' um verschämte Arme handelte. Manche arme Familie erhielt am Rüstetage zum Sabbat Lebensmittel ins Haus, ohne zu wissen, von wem sie kamen. Auch auf ihrem Krankenlager war sie noch darauf bedacht, daß diese Art von . Zdoko weiter geübt werde.. Eine betagte Mutter, der sie eine hingebungsvolle Tochter war, stand an der. Bahre. Keines von ihren Kindern traf ihr letzter Blick, denn sie weilen teils in Erez Israel, teils in anderen entfernten Ländern. Was sie an jüdischer Liebes und G'ttesfurcht -als Erbe, det Mütter mit in die Ferne genommne haben, wird sie «inen und ihnen 'die Kraft geben, diesen Geist in ihrem Leben und in ihren Häusern fortzusetzen. Ihnen, fwie dem Gatten und der ehrwürdigen - Mutter wird ihr not, beistehen. .trasah Verein Mekor Chajim. Im Rahmen der Sonntagnächmittag Vorträge, spricht diese Woche Herr Rabb. H. Mayer über „Die vier Parchiaus" direkt nach Mincho im Hörsaal (auch für Damen). . . , , - Sonntag abend, .8.30' Uhr, setzt Herr Dozent Dr. Biberfeld seine Vorlesung" über „Einführung in das jüdische Recht" im Zyklus der Jüdisch-wissenschaftlich eh Lehrkurse . fort fVereinslokal), Auch hierzu sind Gäste ■— Damen und Herren — willkommen. . „Die Mitteilungen". In der Besprechung der „Mitteilungen" für ehemalige Schüler usw. in jüngster Nummer wurde bei den „Nachruf en" . durch bedauerliches Versehen der Passus weggelassen, in dem der Herren Alfred. S c h w a r z s c h i 1 d und Siegfried N eu b erger b-XT gedacht wird. Die. diesen Männern gewidmeten Sätze in den „Mitteilungen" lauten:- „In weitesten Kreisen wurde da® Ableben des Herrn Alfred Schwarzschild betrauert. In vielen Vereinen betätigte er sich aktiv und fördernd, . ■ D e 't 1 s raeli t ■ Gemeinde hincL* Schulewar er zeitlebensaufs engste' ^vWbund^n';: ^Etn&A Rejhe. ' von Jahren gehörte er dem'' Schulfat <ieP'Samson tRäphael HirschsSthule und der Verwaltungskommission der Israelitischen Volksschule an. — Einen ihrer besten Freunde verloren Schule und Vereinigung durch das-Ableben des Herrn Siegfried- N'euberge-r. Der bescheidene Mann, vereinigte in sich ungewöhnliche Vorzüge des Charakter®. iEr ' leistete als langjähriger - -Vorsitzender des Elternbeiräte der Anstalt wertvolle Dienste . und vertrat sie würdevoll und-.wirksam in der Vers einigung der Frankfurter Elternbeiräte." Jüdisches Lehrhaus. Im Rahmen der „Samstagsvorlesungen" wird an» stelle der verhinderten Herren Justizrat Blau und Dr, Geiger Herr Dr. Erwin Adler sprechen über den „Aufbau der, gegenwärtigen Gemeinde", Samstag, den 6. Februar, 20.30 Uhr, Unterlindau 21. Karten. zu 50 Pfg. und RM: 1.— an der Abendkasse. Konzert Alexander Kipnis. In dem am Samstag, dien 13. Februar, im Saalbau stattfindenden Konzert singt Kammersänger Kipnis außer weltlichen Arien und Liedern auch eine Gruppe jüdischer Volkslieder. Es gelangen folgende ' jüdische Lieder zum Vortrag: 1. „Rosinen und Mandeln" .—■ „Wie der Jude singt" — „Der Fuhrmann" — „Freitag eif der Nacht". — Der Vorverkauf hat bereits begonnen und ist es ratsam, sich sofort Karten zu sichern. Verdes „Rigoletto" im Kulturbund. , Der Kulturbund brachte, im Zuge der von ihm geplanten Opernaufführungen, „Rigoletto" heraus. Diese Oper, (uraufgeführt 1851 und in 40 Tagen komponiert) schließt die erste Schaffensperiode Verdis ab. Man hörte im Kulturbund diese Oper in der sog. Konzertfassüng. Unsere Bedenken und Einwände über sog. Konzertfassungen von Opern haben wir ja bereits bei der Wiedergabe von Mozarts „Zauberflöte" geäußert. Die Aufführung zwingt zum Nachdenken. Wir anerkennen die Schwierigkeiten und die Notlage, in denen sich, der Kulturbund bei Opernaufführungen befindet. Wir billigen und begrüßen jedes Kompromiß, soweit . es. uns als einigermaßen künstlerisch vertragbar erscheint. Aber wir erheben, ebenso laut die Frage: Gibt es denn nicht einen gewissen Respekt und eine gewisse Achtung dem Kunstwerk und seinem Schöpfer gegenüber? Haben wir das Recht, uns über den Willen'' des Komponisten hinwegzusetzen, der nun mal eben eine Oper als Oper, und nicht als Konzertstück geschrieben hat? Die Aufführung selbst hatte hohes Niveau. .Vor Allem war die Titelpartie mit einem Sänger besetzt, der das Rückgrat der Aufführung bildete. Wilhelm G u t m a n n (früher Staatsoper .Berlin) lieh der Rolle seinen mächtigen und profunden Bariton. Dazu gesellte sich eine Beseelung der Partie, wie man sie selten hört. Ihm zur ■ ' .' ' ■. . ' _ Nr. 5 Seite 15 ■ Seite ebenbürtig die Gilda von Emmy L u ß h e i m e r- JiOsep h. Die Sängerin verfügt über einen sehr gut -durchgebildeten Koloratursopran. Richard Dresdner (Herzog von Mantua). konnte stimmlich nicht restlos befriedigen. Janko Kaufmann (Graf CapranoJv Hans Assenheimer (Graf von Mönterone), Lore Mi ch a e Ii® (Gräfin Caprano) wurden stimmlich und darstellerisch \ ihren Rollen voll und ganz gerecht. Die Chöre waren von Dr. Nathan E h r e n r e i c h sorgsam vorbereitet und klangen straff diszipliniert. Der Impuls der Gesamtaufführung ging vom Dirigentenpult aus. Generalmusikdirektor Prof. Jul. P r ü w e r bewies an diesem Abend erneut seinen Ruf als ausgezeichneter Opemdirigent. Mit sicherer Hand und souveräner technischer Beherrschung führte er an diesem Abend das Orchester zu einem Höchstmaß von Klangdiszäplin und Kultur. Alfred Kahn. Palestine & Orient Lloyd. Nächste Abfahrten: 1937: ab Marseille: > 12. Febr. Champollion an Haifa 18. Febr. 19. Febr. Providence an Haifa 25. Febr. 26. Februar Marietta Pacha an Haifa 4, März 5. März Champollion an Haifa 11. März 12. März Providence an Haifa 18. März 18. März Marietta Pacha an Haifa 26. März 26. März Sphinx an Haifa 1. April. ab Tri est. 10. Februar Gerusalemme an Haifa 15. Febr. 17, Februar Galilea an Haifa 22, Febr, 24, Februar Gerusalemme an Haifa 1. März. 3. März Galilea an Haifa 8. März 10. März Gerusalemme an Haifa 15, März 17. März Galilea an . Haifa 22. März 24. März Gerusalemme. an Haifa 29. März 31. März Galilea an Haifa 5. April.: ab Genua- 20. Februar Esperiaan Haifa 25. Febr. Sonderfahrten: 11. Februar ab Neapel mit 33 000 Tonnendampfer „Roma"; 16. Febr. an Haifa 26. Februar ab Genua mit 24 000 Tonnendampfer „Vulcania"; 15. März an Haifa. Mitgeteilt von: Palestine & Orient Lloyd, Frankfurt a. M., Steinweg 9. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro-Vortrag, Herr Karl Stern. Schabbos morgen nach Schluß der Synagoge: d»j»7, Herr R.-A. Dr. E. Posen. — nachmittags 3.30 Uhr im Vereinslokal, apy Herr Rabb, H. Mayer. -— nachm. 3.15 Uhr im Hörsaal: Chumisch mit Raschi, Herr Julius Lewin. N E U E R S C H I E N E N : EINFUHRUNG DIE JÜDISCHE GESCHICHTE Von Dr. PH. BIBERFELD Auf 70 Seiten werden in vier Kapiteln Grundfragen der jüdischen Geschichte behandelt, Material zur Chronologie geboten, das Zeitalter der Patriarchen und die religiösen Zustände im alten Israel geschildert. Es ist eine Einführung in die jüdische Geschichte, wie wir sie in unserer neuen jüdischen Literatur noch nicht besitzen. Hervorgegangen-aus Vorlesungen des Autors in der Thor a - Lehranstalt Jes chiw a zu Frankfurt a. M;, werden die Abhandlungen nun nicht verfehlen, einem großen Kreis suchender und ringender jüdischer- Menschen den Zugang zu den Grundwahrheiten der jüdischen Geschichte und des jüdischen Lebens zu sichern. Das Buch ist broschiert zum Preise von RM. 1.80. zu beziehen beim - ';. Verlag des Israelit und Hermon 1: Frankfurt a. M. - Schützenstraße 12 Tejefon 21084 - Postscheckkonto Erankfurt/M. 19802 VERSTREUTE FRUCHTE ()ntiöö invs) von Rabbiner Wolf S. Jacobson. Das Werk umfaßt in seinem deutschen Teile 130 Seiten und hat einen hebräischen Anhang, welcher sechs talmudische» bezw. halachische Abhandlungen über zum Teil aktuelle Themen enthält. Die 24 Abhandlungen des deutschen Teiles enthalten tiefschürfende Betrachtungen zu mehreren Wochenabschnitten und Festtagen, in einer gehobenen Sprache und leichtverständlichen Diktion, wie sie alle Veröffentlichungen des Verfassers auszeichnen. Die fünf Monographien über den Lubliner Raw, den Hamburger Oberrabbiner Dr. Spitzer, Dr. Leo Deutschländer, Rabbiner Dr. Meier Hildesheimer und Rabbi Beer Friedmann führen uns große Persönlichkeiten in einer Lebendigkeit und Eindringlichkeit vor Augen, daß wir uns noch einmal in ihrer Nähe sonnen. Es ist ein Buch voller Liebe und Wärme, ein Buch für jeden religiös eingestellten und wahres Judentum suchenden Menschen, der hier von einem heißen jüdischen Herzen angerührt und angeredet wird. Die Drucklegung des Buches ermöglichten Freunde des deutschen Keren Hathora, dem auch der Reinerlös zufließt. Das Buch ist in schönem Leinwandeinband zum Preise von RM. 2.75, zuzüglich 60 Pfg. Porto (bei Abnahme von 10 Exemplaren ein Freiexemplar) zu beziehen beim Landesdirektorium des Keren Hatorab H^r&^il,.^ M?'M'--$'

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