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Der Israelit · 1936-01-23 · Heft 4 (23.1.1936) · page 14

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
77 (1936)
Issue
Heft 4 (23.1.1936)
Date
1936-01-23
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 Nr. 4 Der Israelit 23. Januar 1936 Tolessim und Tv Jlltla, Von der Freien Vereinigung iür die Interessen das Orthodoxien Judentums wird uns geschrieben: Fast täglich erhalten wir Gesuche von unbemittelten Eltern, Talessim und Tefillin kostenlos zu beschaffen. Wir bitten deshalb, da wo solche unbenutzt liegen, sie der Freden Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, Frankfurt a. M., Reohneigrabenstr. 10, zur Verfügung zu stellen. Ferner sind wir in der Lage, eine neuüberschriebene Sefer-Tauroh zu billigem Preise abzugeben. Für einen Interessenten suchen wir ein guterhaltenes Wilnaer Schaß billigst zu kaufen. Jüdischer Turnerbund E. V. JTB Frankfurt gegen Langenselbold 3 : 1 (0 : 0). Der Jüdische Turnerbund hatte am vergangenen Sonntag gegen den Jüdischen Sportverein Langenselbold anzutreten. Durch den sehr aufgeweichten Boden konnte sich in der ersten Halbzeit kein flottes Spiel entwickeln. Beide Stürmerreihen konnten die ihnen gegebenen Torchancen nicht ausnutzen. Ohne jegliches Torergebnis ging es in die Pause. Anders ging es in der zweiten Halbzeit. Der JTB, endlich an den Boden gewöhnt, konnte nun Angriff nach Angriff nach vorne tragen. Immer und immer bombardierte der sich in ausgezeichneter Form befindende rechte Flügel das gegnerische Tor. Die Verteidiger von Langenselbold wehrten gut ab, konnten jedoch nicht verhindern, daß der Mittelstürmer von JTB auf Vorlage von rechts unhaltbar das erste Tor schoß. Langenselbold drängte min eine kurze Zeitlang, jedoch war die JTB-Hintermannsohaft auf der Hut. Ein Strafstoß von 20 Metern auf das Langenselbolder Tor stellte das Ergebnis auf 2 : 0. Schließlich gab der gut leitende Schiedsrichter Walter (Hanau) auf jeder Seite einen gerechten 11 Meter und stellte so das Endergebnis auf 3 : 1. JTB-Jugend gegen Philantropin Jugend 8 : 1. Mit großer Ueberlegenheit konnte unsere Jugend gegen Philantropin ihr Spiel durchführen. Die gegnerische Mannschaft konnte sich gar nicht durchsetzen, denn die Spieler vom JTB waren durchweg in bester Form. JTB-Schüler gegen Philantropin Schüler 3 : 4. Ein abwechslungsreicher Kampf, den die.Philantropiner Schüler verdient gewannen. Den JTBem fehlte hauptsächlich die 'entschlossene Scbußkraft der Stürmer. Das Spiel wurde bis zum Schluß mit Eifer durchgeführt. Jüdisches Heilpädagogisches Seminar Frankfurt a.-M. Das neugegründete unter Leitung von Dr. med. Arnold Merzbach und Dr. med. Max Meyer stehende Het!pärlaj?og:sche Seminar wird am Montag, den 3. Februar, 20.15 Uhr, in der Religionsschule Hermesweg 7 eröffnet. Am Einiführungsabend spricht zuerst Gemeir.derabbiner Dr. Jacob Horovitz, sodann Prof. Curt Bondy über „Medizin und Pädagogik"; es haben lediglich izugelassene Seminarbesucher Zutritt. Im Winterl'ehrgang (8 Abendej> werden lesen: Dr. Meyer Montags 20.15—21 Uhr über „Psychopathologie des Kindes- und Jugendalters"; Dr. Merzbach Montags 21—22.15 Uhr über „Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter". Prof. Bondy, der Frankfurt verläßt, wird keine Vorlesung mehr halten; an seiner Steile hält Prof. Kantorowicz praktische Uebungen über Fürsorgearbeit :für Sozialbeamte ab. (Montag nachmittags 16.15—18.30 Uhr.) Für auswärtige Seaninarbesucher können Reisezuschüsse und Freibetten unter Umständen gewährt werden (diesbezügliche Anfragen an das Sekretariat, Frauensteinstraße 18), doch wird erwartet, daß die auswärtigen zuständigen Stellen den in Frage kommenden Teilnehmern auch ihrerseits1 Zuschüsse für die Reise gewähren. Ebenso erwartet die Zentralwohlfahrtsstelle, daß die auswärtigen Schulleiter in ihren Stundenplänen auf die Seminarbesucher weitgehend Rücksicht nehmen werden. Für den (zweiten) Sommerlehrgang, der auf dem ersten aufbauen wird, sind „Praktische heilpädagogische Uebungen" und eine Vorlesung über „Medizinische Psychologie" und „die Entwicklung des Kindes" vorgesehen. Israel Lorsch ^"T- Wenn ein Mensch von uns geht, der im öffentlichen Leben eine Rolle gespielt hat, dann sind die Spalten der Presse erfüllt von der umfassenden Wirksamkeit des Mannes, die sich der großen Welt dargeboten hat, man vergißt aber vielfach dessen zu gedenken, was das Heiligtum menschlichen Erlebens, Ziel alles menschlichen Streben» sein müßte: des persönlichen Verhältnisses des Menschen zu seinem Schöpfer, das unbemerkt ist von der Außenwelt, nur der allernächsten Umgebung sichtbar. Und wenn nun ein Menschenleben geendet, das zu kurz war, um einen Rang in der Oeffentlichkeit zu erhalten, das aber erfüllt war von nichts anderem als eben diesem Streben nach innerer Vollendung, nach Erreichung g'ttÜcher Nähe, soll da® ewige Buch jüdischer Chronik dieses Helden im G'tteskampf nicht vergessen. Wer Israel Lorsch, den Sohn des so früh dahingegangenen Klausrabbiners Dr. Lorsch ^"ST zu Frankfurt a. M., einen Enkel des alten Fuldaer 3~*> Dr. Cahn V'xt* kannte, das Kind, den Jüngling, der Zärtlichkeit und Güte selbst im Verkehr mit anderen, von unbeugsamef, ja grausamster Strenge im Kampf gegen sich, im Kampf für das einzige Ziel, das er seinem Dasein gesetzt: G'tt zu dienen, der wird den Schmerz de schwergeprüften Mutter begreifen, die darin_ Trost und Ruhe finden wird, das wenigen Müttern beschie den ist, ein Leben ihrem Schöpfer zu schenken, das so arm an Versündigung, so reich an n so gewesen ist, n"3«n Aus Rödelheim. Das seltene Fest der fünfzigjährigen Zugehörig keit zur Chewra Kedischo Rödelheim konnte kürz lieh Herr Hermann Hammel begehen. Aus diesem Anlasse wurde ihm vom Vorsitzenden der Chewra mit ehrenden Worten für seine treue und aufopfernde Tätigkeit im Dienste des Gemilus Chessed ein silberner Becher mit eingravierter Widmung überreicht. Dann ergriff der erste Vorsteher der Rödelheimer Gemeinde, Herr Heinrich Hammel, das Wort und beleuchtete in zu Herzen gehenden Worten das Wirken des Jubilars, das ein einziges Streben im Dienste der Nächstenliebe und der Erfüllung der g'ttlichen Gebote darstellt. Er erinnerte noch daran, daß der Gefeierte infolge seiner Frömmigkeit und seiner gediegenen Charaktereigenschaften schon im Alter von 18 Jahren für würdig befunden wurde, in die heilige Bruderschaft aufgenommen zu werden. Möge es dem Jubilar vergönnt sein, noch viele Jahre mit gleicher Tatkraft in den religiösen Kör perschaften zu wirken, als Vorbild für Andere und zum Segen der jüdischen Gemeinschaft. . Jn unferem Berlage erfchien foeben: ■wpy\ Ein jüdisch-geschichtlicher Wegweiser \ uon Rabbiner Dr. £. Breslauer Steif brofehiert 10 3 Seiten, Preis RR 2.50 Das Buch ift hmoifchen uon allen maßgebenden Jnftanzen als ein Arbeitsbuch für die reifere jüdifche Jugend und für denkende Juden überhaupt beftens empfohlen worden. £s hilft den Suchenden die jüdifche Gefchidtte mit jüdifchen Rügen zu lefen und fie als fittliche Rufgabe zu erfahren. Es bringt fruchtbare Befinnung über das öolus. Es Zeigt den Weg zur echten jüdifdien 6emeinfchaft ,und Kulturarbeit. £u beziehen durch alle befferen Buchhandlungen foune direkt durch den Uerlag Verlag des Israelit u. Hermon G.m.b.H. Frankfurt a. M. - Refhnrigrabenflrajje T Poftfcheckkonto Trankfurtmain Tlr. 19 8 0 2 Bei Rbnahme einer größeren Rnzahl uon Exemplaren durch üereine wird ein größerer Rabatt gewährt. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schluß der Synagoge im Hörsaal: Mikro-Vortrag, Herr Dr. Theodor Gutmann. Samstag morgens nach Schluß der Synagoge: o^'l, Herr R.-A- Dr. E. Posen- — nachmittags 3^2 Uhr im Vereinslokal, aj??'> Herr Rabb. Meyer. — abends 8.30 Uhr präz. im Vereinslokale, Hans Handwerkstr. 18, spricht Herr Rabb. Dr. Ansbacher, Wiesbaden über : „Der Ruf der Zeit". Sonntag nachm. 4.30 Uhr im Vereinslokale, Doppels i j u m- Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, faw *]0i» Herr S. Schachnowitz. — vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, oniax pa, Herr R. A. Dr. Schlesinger. — nach. 6 Uhr im Vereinslokal, (auch für Damen), „Haftauro", Herr Rabbiner H. Meyer. Montag (auch Donnerstag) morgens nach Schul: ruwa- Mitgliederlernen. Montag (auch Mittwoch) abends 7 Uhr im Vereinslokal, (tnna saa) Riaa, Herr Rabb. Dr. J. Breuer. Dienstag (auch Freitag) morgens nach Schul, nawa, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch) Donnerstag abends 7 Uhr im Vereinslokal, »naa, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Sonntag vorm. 9 Uhr im Vereinslokal, tnns, Herr J. Soff er. Jahrzeitsstiftungen. Montag. 27. Januar: Benny Benjamin-Stiftung. Donnerstag, 30. Januar: Julius M. Bier-Stiftung. Liwjath Chen. Samstag 41/4 Uhr nach Mincho im Hörsaal,,FrUdberger Anlage, Vortrag des Herrn Schachnowitz über; „Vom doppelten Seihen". Agudas Jisroel-Ortsgruppe, Thora und Mussar. Herr Gemeinderabbiner Josef Horovitz. '0ö siaa (für Baalebatim), Sonntag 9 Uhr, Dienstag und Donnerstag 19-20 Uhr. Fichtestr. 5. — Sabbat vorm. 11-12 Uhr (für Jugendliche) ö"n n")K, Fichtestr. 5. -- Die Mussarlehre des Rambam (für Jugendliche), ram 3.45 Uhr, ebenda. . Herr Rabbiner Mannes, Tan ni'awa, Sonntag nach. Mincho bezw. nach dem agadischen Vortrag des Rabbiners, Hans Handwerkstr. 38. Herr Dozent J. Ehrentreu, »ain mit n'ensa, Sonntag 20.30 Uhr, Uhlandstr- 39. Herr M. Feuerwerker, rr 'oa Kiaa (für Jugendliche) Sonntag und Dienstag 20-30 Uhr, Fichtestr. 5 D'Jpn für Jugendliche, Samstag 18 Uhr. — ~\m mm inaa (für Baalebatim), Montag und Mittwoch, 18-30-19.30 Uhr, ebenda. Herr R.-A. Dr. E. Posen offn rnxa, Sonntag ll3/4 Uhr, Wittelsbacher Allee 11. Herr B. Rachelsohn, STrrta nlPB Dienstag 20.30 Uhr, Sandweg 6 c. R.-A- Dr- M- Schlesinger, na«? 'm für Baalebatim, Mittwoch 20.30 Uhr, Schwanenstr. 12. Herr J. Sofer, '>av ep, täglich 12-13 Uhr am Sonntag 11-12 Uhr, jetzt Hans Handwerkstr. 18. Herr Zuntz, n«n miK, Sonntag nach n*nw, Sitzungszimmer der I. R. G« Der Schiur vor n^n» unter Leitung des Herrn Feuerwerker (rojraa? 'aa) findet um 6.15 Uhr, Montag bis Donnerstag im Sitzungszimmer der 'L R. G. statt. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Schabbos vorm. 1072 Uhr im Agudaheim Schwanen£ straße 12, Schiur des Herrn Julius Lewin, „Das Buch Es'ra". Gäste willkommen. Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 27. Januar abends 8.45 Uhr, wird Herr Dr. Jakob Katz, im Hörsaale, Friedberg.-Anlage 5 über: „Emigration als Lebensform" sprechen. Gäste, Damen, herzlich willkommen." ♦ms? :nn 12 ••wwajKiw anaB-fiVnn rraa '"Wiaan nsnan* v,r •ibiK nzbv 'ii inn inWnna 20«30 mwa tem 's p*»siaa :ü"j?nn nsan naoan ♦pna •pmn wia nan :nsi»n (•1»»rö?ina npaon :*mia Chug Iwri (Hebräischer Sprachklub). des Noar Agudati im Beth Cbaluz-Ffm.. Schwanenstr. 12 ' unter Leitung des Herrn Dr. Salomon Adler. Die nächste Arbeitsgemeinschaft findet Samstag, 25. Januar 1936, 20-30 Ühr pünktlich statt. Referent: Chawer Chajim Berisch Horowitz. Thema: "Was bedeutet uns Hachschara? (Fortsetzung) Gebetzeiten. kwi naw Freitag abend 4.40 Samstag naawn 7.00 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 100 u- 4.00 Samstag abend 6.00 Wochengottesdienst: Morgens 7.00 Nachmittags 4 30 Tefillinlegen am Morgen 7.08 Familien-Nachrichten. Geburten: Ein Sohn, Max Ansbacher u. Frau geb. Hirsch, Brüssel, Av. Chazal 198. — Ein Sohn, Leo Schnerb und Frau geh. Rosenthal, Rischon le Zion. Barmizwoh: Walter, Sohn des Herrn S- Siegel und Frau Friedel geb. Moritz, Mosbach/Baden, BHp fDP 83 's. 7 0. Geburtstag; Leopold Nelkenstock, z. Zt. Fulda, Heinrichstr. 4 a, 5. Februar 1936. Briefkasten. N. N. Schweiz, fs. 5.— für angegebenen Zweck verbucht. A. F. bei M. W. Die gewünschte Adresse ist Frankfurt a. M-, Schillerstr. 19. — Mit den anderen Fragen wollen Sie sich bitte an die Palästina-Centrale der Agudas Jisroel, Frankfurt a. M-, Schwanenstr- 12, wenden- D. Ph. Schi., Rosch Pinah. 1)' Ihre Bemerkung trifft zu und haben wir sie dem Leiter der Vin zur Kenntnis gebracht. 2) Wir besprechen alle Neuerscheinungen in deutscher wie in hebräischer Sprache, so uns ein Rezensionsexemplar vom Verlage zugeht. Von den neuhebräischen Verlagen in Palästina erhalten wir aber selten Bücher zur Besprechung. Gruß.

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