Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1934-10-05 · Heft 40 (5.10.1934) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 40 (5.10.1934)
Date
1934-10-05
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2446951-2450807-2450845--80759-2538626
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

5. Oktober 1934 Der Israelit Nr. 40 Seite 15 Die Frankfurter Woche. Sefer-Einweihung in der Religiönsgesellschaft. Das anläßlich des Synagogenjubiläums von den Mitgliedern der Israelitischen Religionsgesellschaft gestiftete S ef er ist nunmehr fertiggestellt und soll seinem heiligen Zwecke zugeführt werden. Das Zuendeschreiben des Sefer findet am Sonntag, den 14. Oktober, statt und in Verbindung damit ist ein geselliges Beisammensein vorgesehen. Durch Festsetzung eines ganz minimalen Kostenbeitrags ist jedem Mitglied die Möglichkeit gegeben, an der Feier teilzunehmen. An dem' darauffolgenden Freitag abend "fr "fr '3 wird die Einführung des Sefer in die Synagoge mit einem Akademischen Festakte-erfolgen. Näheres wird noch an dieser Stelle wie durch Anschlag in der Synagoge bekanntgegeben. Semesterbeginn im Mekor Chajim. Die Mikrohvorträge finden jetzt wieder am Freitag abend nach Schluß des G'ttesdienstes im Hörsaale der Friedberger Anlage statt. Am Sabbat nachmittag spricht jetzt im Vereinslökale eine halbe Stunde vor Minchah Herr Rabb. H. Meyer über Thillim. Da für die Abhaltung der so äußerst beliebten und stark besuchten Sonntagnachmittag- Vorträge eine polizeiliche Genehmigung -noch nicht zu bewirken war, werden diese Vorträge vorerst versuchsweise am Samstag abend im Vereinslokale stattfinden. Wir hoffen, daß das Stammpublikum, dem diese Vorträge geradezu zum Bedürfnis geworden sind, uns auch für diese Zeit treu bleibt und in reicher Zahl erscheint. Selbstverständlich bleibt die Verwaltung bemüht, auch diesen Winter den Sonntagnachmittag für die Vorträge mit behördlicher Genehmigung nutzbar zu machen. Für die Geschiehtsvort räge sind mit Rücksicht auf das Rambamjahr mehrere Vorträge über Maimonides, sein Leben, seine Werke, seine Philosophie und Lebensanschauung vorgesehen. Schon der erste Geschichtsvortrag in diesem Semester ist der Lebensgeschichte des R a m - b a m gewidmet, dessen achthundert jähriger Geburtstag in diesem Winter in der gesamten jüdischen Welt gefeiert wird. Dieser Vortrag, den Herr Red. S. Schachnowitz übernommen hat, findet für Herren und Damen am Samstag, den 13. Oktober na'sabends 8.30 Uhr im Vereinslokale statt. Marta Cropveld geb. Marcus Große Trauer löste die Kunde vom plötzlichen Ableben der Frau Marta Cropveld geb. Marcus aus. Ein Frankfurter Kind, Tochter des auch als Mohel weitbekannten Hermann Marcus ^>"t. gehörte sie zu denen, die den guten Frankfurter Geist auch nach auswärts verpflanzten. In Rotterdam, wo sia an der Seite des gleichgearteten Gatten ein echt jüdisches Haus führte, gründete sie eine Agudistische Mädchengruppe, in der sie die Töchter bei Schümm j sammelte, "die sie selber mit größter Sachkenntnis gab. War sie doch selbst eine gehämmerte Jüdin mit starken geistig-religiösen Interessen und reichem Wissen. Eine Freundin des jüdischen Buches, als welche sie sich zwanzig Jahre lang in der Buchhandlung J. Kauffmann, Frankfurt a. M. bestens bewährt hatte, suchte sie nun mit Hilfe ihres ebenso frommen und geistig interessierten Mannes in Rotterdam von ihrem Wissen und ihrem religiösen Charakter auf Andere zu übertragen. Ein unerbittlicher Ratschluß hat dem Leben und Streben der rastlosen jungen Frau ein jähes Ende gesetzt. Die Teilnahme am schweren Leide der Mutter, die erst vor wenigen Jahren einen so wertvollen Sohn verloren hat, ist allgemein. Möge das ms? der Heimgegangenen dem Gatten, der Mutter und der ganzen Familie beistehen. rrasjri Der Noar Agudati in Frankfurt a. M. Die letzten Festtage bekamen in der Israelitischen Religionsgesellschaft dieses Mal noch eine eigene Note, man darf sagen eine Jugendnote durch die Tagung des Noar Agudati, die etwa fünfzig junge Menschen orthodoxer Gesinnung zum größten Teile Chaluzim und Chaluzoth aus verschiedenen Hachscharahpunkten, in Frankfurt zusammengeführt hat. Oie Unterbringung der jungen Gäste in den einzelnen Familien ging mit einer Raschheit und Leichtigkeit vor sich, d^e der Gastfreundschaft in unserer Gemeinde das schönste Zeugnis ausstellen. In den Räumen der A. J.-Jugendgruppe und im Chaluzimhause Schwanenstraße 12 wogte aber das frohbewegte Leben von morgens bis in die späte Nachtstunde hinein ohne Unterlaß. Eine Reihe hochwertiger Vorträge wurden gehalten, in ausgiebigen Aussprachen wurden laufende Fragen der Erez Israel-Arbeit, der orthodoxen Jugendbeewgung wie des Hachscharahwesens geklärt, gesellige Veranstaltungen brachten die jungen Menschen einander näher und spornten zu gemeinsamer Arbeit an. Zu manchen Vorträgen und Veranstaltungen war der Andrang von einheimischen Gästen so groß, daß man die. Türen sperren mußte. Ein ausführlicher Bericht über die Tagung, ihre Verhandlungen und Beschlüsse wird in einer der nächsten Nummern folgen. Wir verteilten . . . Zur Linderung der Not hat die Notstandsaktion der I. R. G. bis heute an 170 Familien des ehemalig guten Mittelstandes monatlich verteilt: 22 000 Pfund Weizenmehl, 13 000 Pfund Kristallzucker, 6500 Pfund Erbsen, 6400 Pfund Bohnen, 6000 Pfund Linsen, 2200 Pfund Grünkern, 4400 Pfund Gries, 8700 Pfund Reis, 3400 Pfund Haferflocken, 1400 Pfund Tomor, 2050 Pfund Kakao, 1250 Pfund Graupen, 1200 Pfund Mischobst, 4650 Tafeln Fett, 1000 Päckchen Tee, 19 000 Stück Suppenwürfel, 3200 Dosen Oelsardinen, 2500 Schachteln Käse, 5200 Stück Eier, 4200 Pakete Nudeln. Der hübsch aufgemachte kurze Bericht, der dieses mitteilt, schließt: „Helfen auch Sie uns durch Ueberweisung einer Spende, damit wir in der Lage sind, unser positives Liebeswerk weiter zu führen!" Gruppe berufstätiger Frauen im Jüdischen Frauenbund. Innerhalb der Frankfurter Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes hat sich eine Gruppe berufstätiger Frauen gebildet, die zweimal im Monat abends Zusammenkünfte hat. Die nächste Zusammenkunft findet statt am Dienstag, den 9. Oktober, 20.30 Uhr in den Räumen des Jüdischen Mädchenheims, Hans Handwerkstr. 3, 1. Berufstätige Frauen können sich zum Eintritt melden bei: Dr. Martha Bauer- Kettenhofweg 70. Jüdischer Turnerbund E. V. (I. T. B.) Im I ,T. B. fand am Dienstag, den 2. Oktober, abends 8 Uhr im Cafe Grünebaum, Hanauerlandstr. 4 für die Schülermannschaft, die im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft durchgeführten Fußballwettkämpfe die Meisterschaft errungen hat, eine Siegerehrung statt. Gleichzeitig wurde an diesem Abend die durch Anwachsen der Schülerabteilung notwendig gewordene 2. Schülerfußballmannschaft konstituiert. Beide Mannschaften werden sich sofort nach den Feiertagen eifrig an Pflicht- und Freundschaftsspielen beteiligen und besteht für die I. T. B.-Mannschaft infolge des vorhandenen guten Spielermaterials die gute Aussicht, auch im Winterhalbjahr Erfolge zu erzielen. In den anderen Abteilungen findet das Training bis auf kleine Abänderungen wie bisher statt und verweisen wir auf das an anderer Stelle dieses Blattes veröffentlichte Programm. Anmeldungen sind auf dem Turnboden oder bei unserer Geschäftsstelle (Rückertstraße 47, Adolf Fiebermann) gerne erwünscht. Der Kreidekreis. Der zur Zeit im Frankfurter Neuen Theater über die Bühne gehende „Kreidekreis" des frühverstorbenen Dichters K 1 a b u n d ist ein nachdenkliches Stück, das in seiner Problematik vielfach auch Fragen streift, die das Judentum aufstellt und beantwortet, so die der Nachsicht mit dem zwischen Schuld und Schicksal schwer ringenden schwachen Menschen. Eine bestrickende, in allen orientalischen Farben glitzernde Schlußszene erlebt man wie den Traum von der letzten ausgleichenden g'ttlichen Gerechtigkeit, und sie ist zudem eine Parodie oder gar eine Interpretation des biblischen Kapitels vom Salomonischen Weisheitsurteile zur Feststellung der wahren Mutter im Streite der Frauen um das Kind. Das derzeitige künstlerisch hochstehende Ensemble stellt Typen auf die Bühne, die für alle Zeiten einprägsam bleiben. Das Publikum lauschte mit Andcaht den fast klassisch geschliffenen Weisheitssätzen des in China spielenden, aber tief in die menschlichen Bezirke auch unseres Lebens allüberall schürfenden Stückes. Die Erstaufführung der neuinszenierten Lessing'- schen „Minna von Barnhelm" findet diesen Samstag abend statt, bei der zu dem einheimischen Künstlerstabe noch Käthe Dorsch als Minna hinzukommt. Höchste Leistung niedrigste Preise! ,-a-, 3 Damen «Strümpfe, künstl. Seide VMeinm aschig und elastisch V, Fubenda's „Reklame" „Sensation" „Trumpf" -.95 1.25 1.45 „Fubenda-Eck" Foucar & Bender RoBmarkt 10 inh. Leo Buschhoff Zuverlätt., kinderlieb Mädchen in str. orth. Haushalt n.Würzburg gesucht Völlig. Fam.-Anschl u. angem. Vergütung Öff.u. 1040c a.d.Exp r e r f. Chefköchin für Hotel in der ScWiiz gesucht Off.u. 1029c a.d.Exp Suche für meinen elf- Sff Pension in str. orthod. Hause in Frankfurt-M. Angebote m.Preisang. an Herrn. Oppenheimer Hungen(Oberhessen) Gießenerstr. 16 Suche für Verw., 19 jähr, hübsch, str. fr. Mädchen mit Vermögen, im Haush. u. Gesch. sehr tüchtig, passende Partie im In- oder Ausland. Gefl. Angeb. mit genauen Angaben unter 1045c an die Exped. Für unsere Gemeindevolksschule jüngerer oder auf Wartegeld gesetzter LEHRER zum sofortigen Antritt gesucht; Verlangt wird streng orthodoxe Lebensführung und besondere Befähigung zum hebräischen Unterricht. Bewerb. mit Zeug nisabschriften erbeten an die Schulkommission der Hochdeutschen Israeliten-Gemeinde, Altona. Breitestr. 15 Für Stellungssuchende Stellungsuchende werden darauf aufmerksam gemacht, daß es unzweckmässig ist, den Bewerbungen auf Chiffreanzeigen Originalzeugnisse beizulegen. Zeugnisabschriften, Lichtbilder usw., die den Bewerbungen beigegeben werden, müssen auf der Rückseite Namen u. Anschrift des Bewerbers tragen .Verlag des Israelit, G. m. b. H. Anzeigen-Abteilung. Ein Inserat im Israelit hat Erfolg m m m m Fabrikant, Konfektion, H tf^l f£l Y Mitte 30, einige 100000 ■ ■ RM.Vermögen,behagl. Eigenheim, sucht solide, nette, gesunde, vielseitig interessierte, streng religiöse Frau. Bildofferten unter Angabe des Alters etc. Anonym zwecklos. Oif. unt. 1044c a. d.Exp. Ein in den allerersten, vornehmsten u. hochangesehensten Familien des In- und Auslandes wohleingeführter Herr, der infolge seiner Reisetätigkeit erste, glänzende Beziehungen zu allen Kreisen hat, vermittelt streng diskret u, coulant unter Verschwiegenheit nur seriöse, gute und reiche Partien In der Schweiz, Frankreich, Belgien, Holland, Italien, Tschechoslovakei, Ungarn, Palästina und England ganz besonders bekannt. Ausführliche Offerten mit Rückporto unt. „Massel IT' an die Exped. d. Bl. Rechneigrabenstr. 7 Ausländsdeutsche? sucht f. sein.Tochter, 20 J., frisch., hübsch. Mädel mit 1000.- Pfd. Sterl.Vermög., streng rel. Gallen. Anfr. mit Bild unt. Chiffre Y 9135 K an Postfach 192Kreuzlingen Schweiz. Diskr.zuges. Die neuesten u. elegantesten Modelle in Damen- Herren- und Kinderschuhen t-At finden Sie im \^ Concentra - Schuhveririeb Nur SchHfergasse 17 Mitglied der Israelitischen Gemeinde Frankfurt am Main. rethncl» nun tot i 4 i 3 1 1 4 LS 6 i 4 3 7 t i? s? 1 i Wie rechne ich miff*n££ und sicher! Vertag Dr. Weller s Co. KOIn/Rheln Das OßlGiNAL- Dr. Fcrrftl tch* Neue .tt«<hn<iii9iv*tf*hr«rv ■ in steht Lehrbriefen^ - '? Technische Hochschule, Berlin (1914) . . . Dr. Ferrol geht der Ruf eines „Königs der Rechenmeister" voraus, aber er verdankt denselben nicht etwa besonderer Befähigung, sondern einzig und allein seinem ingeniösem Verfahren, das vom Gedächtnis ganz unabhängig und so einfach ist, daß selbst Kinder schon ä tempo die Resultate vielstelligcr Rechenoperationen (Multiplikationen, Additionen, Wurzeln usw.) anzurufen vermögen. Berliner Tageblatt: .....Dr. Ferrols Rechenmethode ist dazu berufen, in der Geschichte des Rechnens Epocne zu machen. Die von Dr. Ferrol überall gemachte Erfah- Stark ermäßi gier Die anerkannt beste Rechen-Methode der Weif! Spielend leicht! Das Original-Dr. Ferrol'sche neue Rechnungsverlahren in 6 Lehrbriefen rung bestätigt sich auch diesmal: Wir alle rechneten lebhaft mit, riefen die sich so erstaunlich rasch einstellenden Ergebnisse erfreut aus. Es mutet wie Zauberei an usw. Weit über Deutschlands Grenzen hinaus klingt heute der Name Ferrol und tausende dankbarer Elternherzen feiern ihn begeistert als Befreier ihres Kindes vom Fluche angeblicher Unfähigkeil". Neue Züricher Zeitung: „. .. Was uns Herr Dr, Ing. Ferrol brachte, war wirklich mehr, als man in kühnsten Traumen erwartet hatte usw." Die Weltfirma Siemens-Schuckert bezeichnet das Original-Dr. Ferrol'sche neue Rechnungsverlahren „als einen Fortschritt von geradezu gewaltiger Bedeutung". (17. 8. 1914). Hamburg, Höhere Handelsschule: „. . . Herrlich! Großartig! Wer hätte das gedacht!" (16. 3. 1928). Ingenieur-Akademie Oldenburg i/O. Stadt. Hindenburg-Politechnikum: „. . . Herr Prof. Dr. Ferrol hielt vor unseren Studierenden einen zweistündigen Vortrag über sein neues Rechnungsverfahren. Der Vortrag fand begeisterten Beifall bei Dozentenschaft und Studierenden, denen er eine ganz neue Welt der Zahlen offenbarte". (14. 3. 28). Wiesbaden, Oberrealschule: „...Eine ganz neue Welt tut sich einem auf, eine Welt von unvergleichlicher Schönheit und Folgerichtigkeit! Meine Mathematiker sind entzückt!" (26. 11. 27).] IhrWeg'zumAuffiieg! Preis des Werkes RM. 4.85 Spielend leicht! tH' 1 sli i JTT 418 6 2 ZI 4i3? h»| rs UV* 1 1 Ii) Wie rechne ich i£ftffijUnl£ und sicher! Vorlas Dr. Weiler a Co. KOIn/Rheln Dit Brüske zum Erfolg! Ol! ORIGINAL- . Dr. Ferrtl'uh» Heue ..Bacrinmtgmthrtrvn . lnstfti«l«hrbn«f«n! : ' — Herz-Jelu-KloIterSteyl: „ .. Unfere Schüler reden nichts anderes, als von Ihnen! Ich danke Ihnen nochmals im Namen der ganzen Schule 1" (10. 4. 1928). Flensburg, Oberrealschule I: . Sie haben uns in ein Wunderland geführt, dessen zauberhafte Schönheit unsere Jungen zu nützen wissen werden" usw. (12. 9. 28). Warten Sie nicht müder?%ste,kTe9inrdiese.be teilen Sieunsu'o um9ehend. „Es ist mr Vorteil!" Verlag Dr. Weiler & Co., Köln-Rhein, Jakordenstr.5 Postanschrift: Köln-Rh. 1, Schließfach 776. (0185

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.