Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 75 (1934)
- Issue
- Heft 47 (22.11.1934)
- Date
- 1934-11-22
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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22. November 1934 Oer Israelit Nr. 47 Seite 13 Frankfurter Vereinskalender, Verein Alekor Chajim E. V. Freitag abend nach Schul: Mikro-Vortrag, Herr Adolf Bokor. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal: Dinim, Herr R.-A. Dr. E. Posen — 11 Uhr im Vereinslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr J. Soffer. — Mikroschiür des Herrn Rabbiner H. Mayer Schabbos 3/4 Stunde, vor Mincho im Vereinslokal. Samstag abend 8 30 Uhr, „Das Chanukawunder unhistorisch betrachtet", Herr Rabb. Mayer. Sonntag nachm. 6 Uhr Haftoraschiur, Herr Ch. Jakobowitz. Sonntag und Mittwoch morgens nach Schul, D*m "n Herr S. Schachnowitz. Sonntag vorm. 9 Uhr, im Vereinslok. „Mögen Awrohom" Herr R.-A. Dr. Schlesinger. Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Vereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. Dienstag (auch Donnerstag) abends 7 Uhr Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Jahrzeitsstiftungen. Schabbos, 24. November: Joseph Sänger-Stiftung. Sonntag, 25. November: Julius Mayer-Stiftung. Sonntag, 25. November: Siegfried Jeidel-Stiftung. Sonntag, 25. November: Betti Hirsch-Stiftung. Agudas Jisroel-Ortsgruppe. Daf Jaumi Sonntags. Ii—12 Uhr, Montag bis Freitag 12—1 Uhr,^ Samstag 12^4 Uhr, Herr Sofer. im Vereinslokale, Schwanenstr. 12. Liwjat Chen. Samstag nach Mincho präzis 4 Uhr findet der Vortrag im Hause von Frau Hedwig Cramer *>"xf Eschenheim.- Anlage 31a statt- Jüdische Frauen-Vereinigung und Agudistische Frauen-Ortsgruppe. Am Montag, den 26. November wird Herr Rabb, Assessor Dr. Elieser Posen im Hörsaal Friedberg.-Anlage 5, sprechen über: „Geistige Pflichten." Gäste, Damen willkommen. Jüdischer Turnerbund E. V. P r o gr amm 1 934 Herren: Sonntag 9-12 Uhr, Leichtathletik u. Sport Kl. Ostparkwiese, Donnerstag 8.30-10 Uhr Gymnastik u. Turnen S. R. H.-Schule, Tiergarten 8. Jugend: wie Herrenabteilung. Knaben: Sonntag 9-12 Uhr Leichtathlethik u. Sport Kl. Ostparkwiese. Sonntag 2-5 Uhr Fußballspiele nach Bekanntgabe. Montag 6-8 Uhr und Mittwoch 5-7 Uhr Gymnastik u. Turnen, S. R. H.-Schule- Mädchen: Gruppe 1 Mittwoch 2.30-3.30 Uhr Gymnastik und Turnen, S. R. H.-Schule. Gruppe 2 Mittwoch 5-30-6 30 Uhr Gymnastik u. Turnen, Gruppe 3 6.30-7-30 Uhr Gymnastik u. Turnen, Isr.' Volksschule. Damen: Mittwoch 8.30-10.15 Uhr, Gymnastik und Turnen dto. Frauen: Dienstag abend 8.45 Uhr, Isr. Volksschule, unter Leitung von Frl. Sitta Golde. Sdielergebnis: I. T. B. Schül. A gegen Schild A 2 : 2 I. T. B. Schül. B gegen Schild ß 0 : 2 Wir veranstalten am Sonntag, den 2. Dezember (1- Tag Chanukah) nachmittags 4 Uhr in der Israelit. Volksschule, Röderbergweg 29 für unsere Jugvndabteilung einen gemütlichen Chanukahnachmittag. Unsere jugendlichen Mitglieder sind herzlich eingeladen. Gebetzeiten. rtf>un nntp Freitag abend 4.10 Samstag HMwn 6.50 Samstag morg. 8.00 Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag abend 5.25 Wochengottesdienst: Morgens 6 45 Nachmittags 4.15 Tefillinlegen am Morgen 6.55 Personalien. Flörsheim, 18. Nov. Die beiden ältesten Frauen unserer kleinen Kehilloh wurden abberufen. Frau Bettchen Hirsch geb. Tobias im 70. Lebensjahre. Sie wurde in ihrer Heimat in Weyer zur letzten Ruhe gebettet. Am Grabe entwarf Rabbiner Dr. Laupheimer, Bad Ems, ein Lebensbild der Verstorbenen. Sie war eine gute Mutter, die im Leben viel Leid ertragen mußte, aber sich in innigem G'ttvertrauen immer wied-sr aufrichtete. Sie war eine gute hilfsbereite Frau und half jedem, soweit es in ihren Kräften stand. Ein Zeichen ihrer Beliebtheit war, daß die Kirchenglocken läuteten, als sich der Leichenzug in Bewegung setzte. Frau Rosalie B i r n z w e i g geb. Fuld starb nach einer Operation im' hiesigen Krankenhause im 77. Lebensjahre. Mit ihr ging eine fromme, schlichte fleißige Frau zu Grabe. Einer alteingesessenen Flörsheimer Familie entstammend, war sie eine treue Hüterin alter Flörsheimer Minhogim und Nigunim. Ueber 50 Jahre war sie Mitglied der Chewra Kadischa, und wenn es galt, den letzten Liebesdienst einer verstorbenen Schwester zu erweisen, war sie die erste. Am Trauerhause entwarf vor der großen, meistens aus Nicht juden bestehenden Trauerversammlung Herr Rabbiner Dr. Bamberger, Mainz ein Lebensbild der Verstorbenen und versuchte, den greisen Gatten, mit dem sie fast ein halbes Jahrhundert in glücklicher Ehe lebte, den Sohn und die Enkelkinder zu trösten. Möge dasrroi beider Frauen unsrer Kehilloh beistehen. .-rasj/i- Treuchtlingen, 14. Nov. Am Sonntag, den 4. Kislew, hielt Herr Rabbiner Dr. Mannes, Schwabach in der hiesigen Synagoge ein tiefgefühltes iDpn für den verewigten Kissinger Raw Seckel Bamberger b"xr. unter Zugrundelegung der laufenden Haftorah. Er schilderte das Leben und Wirken des großen' n*fi und auf eine Erklärung des Verewigten zu flinnVa b92 hinweisend, sagte er, Rabbi Seckel Bamberger war kein nnn^n wk, er liebte vielmehr den Frieden, aber nicht den Frieden um jeden Preis. Wenn er sah, daß das Recht unterdrückt wurde und die mw in Gefahr kam, dann wußte er zu kämpfen, und hier zeigte er sich als wahrer r.mn^a byi- Wahrheits- und Friedensliebe waren ihm gleich wichtige Dinge, aus der richtigen Erkenntnis heraus, daß weder nna ohne vbV' noch aibv ohne nnx existieren könne. Kippenheim, 18. Nov. In Breslau starb im Alter von 57 Jahren Emil W e i 11. Der Verstorbene entstammt unserer Gemeinde. Sein Hinscheiden erweckte hier allgemeine Trauer, denn der Verstorbene erfreute sich in seiner Heimatgemeinde großer Beliebtheit. Versah hier in früheren Jahren die Stelle eines Baal Tefilloh, beherrschte alle unsere alten, hiesigen traditionellen Nigunim. und war langjähriges Mitglied der von seinem sei. Vater gegründeten Chewra Kadischa. Mit den Hinterbliebenen des Herrn Emil Weill trauern zugleich alle, die ihn kannten. n'asan Familien-Nachrichten. Barmizwoh: Ludwig, Sohn des Herrn Adolf Schwarzschild, Ffm., Eschenheimer Anlage 19, 2. nap n>B?'l 'S Synagoge Friedberger Anlage. — Franz Samuel, Sohn des Herrn Eli Horenczyk, Ffm., Grünestraße 36, Synagoge Friedberger Anlage, awi 'a rüviiiiiiiauiiiigiiiiiiiiiiiiiii HERMON VERLAG G. M. B. H. FRANKFURT A. M., Rechneigrabenstraße 7 Postscheckkonto Nr. 39592 Es erseneint in unserem Verlage: HEIMKEHR INS JUDENTUM Von Bezifksrabbiner SIMON SCHWAB in Ichenhausen Etwa 160 Seiten Broschiert Mk. 2.50 Gebunden Mk. 3~ Vorzugspreis für Israelit-Abonnenten bei Vorausbestellung bis spätestens 1. Dezember 1934s Broschiert Mk« 2.— Gebunden Mk. 2.50 (Der Vorzugspreis erlischt am 2. Dezember 1934). Diese wichtige und hochaktuelle Schrift ist ein aufrüttelnder Mahnruf an die jüdische Welt, der k e i n e m denkenden Juden unserer Epoche gleichgültig sein kann. Aus dem Inhalt; Die große Abrechnung. — Wer gibt die Parole aus? — Um die Heimat. — Messianismus (Die Möschiach-Botschaft des Chofez Chajim). — G'tt und der Nationalismus. — Anti-Assimilation- — Kulturproblem. — „Lern"-Bewegung. — Unser Vortrupp. Zu beziehen (auch zum Vorzugspreis) durch jede jüdische Buchhandlung, evtl. direkt beim Verlag. Frankfurt am Main, Rechneigrabenstrasse 7 HERMON VERLAG G. M. B. H.