Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1934-09-21 · Heft 38-39 (21.9.1934) · page 15

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 38-39 (21.9.1934)
Date
1934-09-21
Page
– (sequence 15)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/2446951-2450807-2450844--80730-2538580
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

21. September "1934 D e Israelit Nr. 38/39 Seite 15 Die Frankfurter Woche. Ein neuer Denkstein für dein „Pne Jehoschua". Nach einem kampfreichen Leben hat Rabbi Jakob Josua Falk, der Größten aller Zeiten einer, im Jahre 1756 in der Rabbinerreihe auf dem alten Frankfurter. Friedhof am Börneplatz seine letzte Ruhe gefunden. Der Grabstein war nun verwittert, die Schrift unleserlich geworden. Ein nichtgenanntseinwollendes Mitglied der Gemeinde und des „Vereins zur Erhaltung der alten Gräber" stiftete einen neuen Stein, dem der Bildhauer Leo Horovitz aus rotem Sandstein in voller Anpassung an den alten und mit derselben hebräischen Inschrift hergestellt hat, und am Montag, den 17. September nachmittags, fand auf dem alten Friedhof die feierliche Enthüllung statt. Vor einer stattlichen Versammlung hielt Herr Gemeinderabbiner Dr. J. Hoffmann eine längere Gedenkrede, in der er Werdegang, Geschichte und Wirksamkeit des großen Mannes schilderte und die Bedeutung des Werkes „Pne Jehoschua" in allen Talmudschulen auf dem Erdenrunde kennzeichnete. An die biographischen Angaben schlössen sich einige passende Schrifterklärungen und Mahnungen zur Ehrung der Großen durch Beherzigung und Nachahmung ihrer Lehren an. Herr Oberkantor Groß sang stimmungsvoll das Vas-Gebet, worauf die Besichtigung des neuen Grabmales erfolgte. Verein Mekor Chajim. Wir veröffentlichen an anderer Stelle unser JVDID" Programm, auf das wir ausdrücklich hinweisen. Das Hauschano-Rabbo-Lernen findet, wie alljährlich, Samstag abend 9 Uhr in unserem Vereinslokal statt. Da uns in diesem Jahre eine geeignete Sukkoh nicht zur Verfügung steht, kann Gebäck nicht verabreicht werden. Wir sehen daher von der Erhebung eines Kostenbeitrages ab und erwarten zahlreiche Beteiligung. Am jinn rinne? findet auch in diesem Jahre n»3t2?n~ G'ttesdienst statt, und zwar um 6.15 Uhr im Vereinslokal, Hans Handwerkstr. 18. Es ist wieder vorgesehen, sämtliche Teilnehmer aufzurufen. Mit ir>E7K~i3 beginnt unser Winterprogramm. Die Reihe der Mikrohvorträge, die jeweils Freitag abend nach Schul stattfinden, wird durch Herrn Redakteur S. Schachnowitz eröffnet. Weitere Veröffentlichungen erfolgen in der nächsten Nummer. Frau Bella Michel n"J7- Im Alter von bald 81 Jahren ging Frau Bella Michel von dannen. Sie entstammte der altadeligen Familie L e|v i s in Karlsruhe, aus der sie all die guten Traditionen für ihr späteres Leben und ihr eigenes Haus mit hinübergenommen hatte. Als Gattin des als seltener min ams und D'nt? st in unserer Erinnerung lebenden Maximilian Michel ^>"si, war sie ihm treue Helferin bei all seinen idealen Bestrebungen "und bei der Erziehung der Kinder für Treue zur Thora. Auf dem Gebiete des n»aj hatte sie aber ihre eigene Note und ihre eigenen Verdienste, hatte sie doch 36 Jahre lang in der Frauenchewra, lange auch als Vorstandsmitglied, eifrig und anspornend, Liebesdienst an heimgegangenen Schwestern geübt. Die Freuden und Leiden einer Mutter hat sie bis zur Neige ausgekostet. Es ist uns allen noch in frischer Erinnerung, wie die Familie gleich zu Beginn des Krieges ihren blühenden Sohn, Sally Michel ^"ST, der sich damals schon eine führende Stellung in der orthodoxen Jugendbewegung errungen hatte, als eines der ersten Edelopfer hergeben mußte. Wie die frommen Eltern diesen Schicksalsschlag damals trugen, erregte aller Bewunderung und gab uns ein Muster echten Glaubensheldentums. Aber ihr Witwendasein war zuletzt auch von Strahlen des Glückes und der Freude besonnt. Sah sie doch alle drei Töchter an der Seite von frommen Männern echt jüdische Häuser führen, durfte sie doch einer großen Enkelschar, die in heißer Liebe und Verehrung zur Großmutter hinaufschaute, stets das leuchtende Wappen der Familie entgegenhalten, sah sie sich doch geliebt und verehrt im Mittelpunkte eines großen Verwandtenkreises. So ging die fromme ehrwürdige Greisin in den Tagen der mfH« nri'^o dahin, und so wird sie in unserer Erinnerung fortleben. Die Bestattung fand Sonntag nachmittag unter überaus großer Beteiligung auf dem Friedhofe der Israelitischen Religionsgesellschaft statt. Im Trauerhause hielt Herr Redakteur S. Schachnowitz im Auftrage des Liwjath Chen, in dem der Gatte der Heimgegangenen lange Jahre oft bei Lernvorträgen den Dozenten vertrat, einen warmen Nachruf. .rraxan Henriette Besthoii-Hort für jüdische Mädchen. In stiller Geborgenheit, abgeschlossen von der Außenwelt brachten in diesem Sommer unsere 100 Hortzöglinge ihre Ferien zu. Wohlwollende Gönner, denen wir auch an dieser Stelle unseren innigsten Dank aussprechen, hatten einen großen und doch lauschigen Garten zur Verfügung gestellt, in dem sich das heitere-Ferienleben unserer Kinder, recht oft von Sonne begünstigt, abspielte. Wenn wir auch heute, den schweren Zeiten entsprechend, Trambahnspesen vermieden haben und die Aufwartung bescheidener als früher gestalten mußten, so ist es doch dank der guten Verpflegung seitens der I s u p a eine wirklich segensreiche Erholung gewesen, die die Kinder genossen haben, und die sicherlich Kräfte für den kommenden Winter aufgespeichert hat. Diese Erfrischung, die allgemeine Gewichtszunahme (durchschnittlich 3 Pfund) hat die Mühe gelohnt, die unsere Leiterinnen mit der lustigen Schar gehabt haben? und ist der schönste Dank für all die treuen Freunde, die uns auch dieses Jahr wieder die Mittel gespendet haben. Aber bis auf den letzten Pfennig haben wir alle Einnahmen aufgebraucht. Wer hilft uns weiter?! Auch im Herbst und Winter brauchen wir den Hort, dessen sozial-pädagogische Aufgabe mit der Not wächst. Möchte uns das Sechus unserer teuren Gründerin, Frau Henriette Besthoff s. A., beistehen, möchte ihr Andenken unsere, ihre Freunde anspornen, ihr Lieblingswerk weiter zu erhalten! (Henriette Besthoff- Hort für jüdische Mädchen Postscheckkonto 6645). Schomre Schabbos-Stellenvermittlung. Eine am Schabbos und Jomtow geschlossene D r u c k.e re i sucht einen Schriftsetzer im Alter von 18—25 Jahren (Ledige bevorzugt). Interessenten wollen sich mit der Schomre Schabbos-Stellenvermittlung, Frankfurt a. M., Schwanenstraße 12, schriftlich in Verbindung setzen. Das Anschaffen von Herrengarderobe ist wegen des zu beachtenden Kaschrusgesetzes in den letzten Jahren für den Mittelstand zu einer schweren Sorge geworden. Daher ist es sehr anzuerkennen, daß (siehe Inserat) Herr Diplom-Schneidermeister A. J. Neugebauer, Uhlendstr. 57, das Seine dazu beiträgt, diese Schwierigkeit zu beheben. Es hat sich durch seine große Gewissenhaftigkeit in der 1 v 3- Verarbeitung schon häufig .ergeben, daß man ihn in Zweifelsfällen zu Rate zog. Angefertigt werden genau so preiswert als Mäntel und Anzüge aller Art auch Barmizwoh-Anzüge. Ueber die Qualität der Arbeit sind erstklassige Referenzen vorhanden. MODISCHE NEUHEITEN •^pos^mmmi nu#- uvn;? * ' % K %u NEFuL+ttig*- 'HORNÄ^ Sabbat-An fang und Ausgang mtp »"nin hnty Ort AnJ Uhr ang Min Datum Ausg. UhrjMin. | j Datum Anfan| Uhr|Mip Ausg. UhrjMin Frankfurt a- M. 5 55 22. 7 10 1 1 29. 5 40 6 55 Berlin 6 00 Sept. 6 49 Sept. 5 45 6 32 München 5 50 1934 6 51 1934 5 45 6 37 Köln 6 15 7 15 1 6 00 7 00 Stuttgart 6 00 13. 7 05 | 20." 6 00 7 00 Breslau 6 00 ■nttm 6 30 1 nwn 5 45 6 15 Nürnberg 6 00 rrmn 6 55 j n"2nn 5 45 6 40 Hamburg 6 05 7 06 1 5 50 6 49 Würzburg 6 00 7 05 1 5 45 6 50 rnisa S. HOLLÄNDER FRANKFURT AM MAIN Eckenkeimerldstr. 127, Telefon 52014 Großes Lager fertiger Grabmäler Versand nach allen Plätzen ZISELEUR UND BILDHAUER LEO HOROVITZ TALMUD sTORA SCHULE, BURGPREPPACH Ufr. Priv. Bürgerschule d. Talmud-Tora Vereins. Beginn des Winterhalbjahres am 3. OKTOBER 1934 Wir suchen billig zu kaufen: 1 gebrauchte Sefer-Tauro "1U?3i von einem zuverl. Saufer geschrieben 1Keser4auro,fr,"*is„ Offerten erbeten an Israel. Gemeinde Lugano (Schweiz). UHRMACHER Ä Spezial-Reparatur Werkstätte für alle Arten Uhren Bill. Bedienung HUGO SIMON, Frankfurt-M. Hanauerlandstrasse 22 ■ Telefon 47973 Leidenheimer's Pralinen Teegebäck Kaibächergasse 5 * Tel. 29174 Etien vermittelt ein nur in den besten in- und ausländ. Kreisen eingeführter Herr bei strengster Diskretion. Anbahnungen mit näheren Angaben und Rückporto erbeten unter F. M. 323 an die Expedition d. Blattes. SCHÜTZENSTRASSE 12 LIEFERT ALLE IHRE DRUCKSACHEN Damen- und Herrenfriseur H. SCHWEDT Königswarferstraße 2 Wasser-u. Fönwellen, Scheitel-Frisieren Für herrschaftlichen streng rituell. Haushalt in Großstadt Belgiens wird per sofort perfekte saubere Köchin mit Erfahrung und erstklassig. Zeugnissen gesucht. Lichtbild erw. Zuschr. 1013c Exp. Israelitische Kuranstalten Sayn für Nerven & Gemütskranke. Für Stellungssuchende Stellungsuchende werden darauf aufmerksam gemacht, daß es unzweckmässig ist, den Bewerbungen auf Chiffreanzeigen Originalzeugnisse beizulegen. Zeugnisabschriften, Lichtbilder usw., die den Bewerbungen beigegeben werden, müssen auf der Rückseite Namen u. Anschrift des Bewerbers tragen. Verlag des Israelit G.m.b.H. Anzeigen-Abteilung. Junglehrerin oder Kindergärtnerin zu 3 Kindern i rit. Haush. nach Frankfurt-Main gesucht. Off.u. 1025c a.d.Exp. 1-2 sch. möbl. Zimm zu vermieten. Baumweg 38, 2. St. Ord. AlleinmadcHen in gl. Haufe p. sof. gel. Emil Stern, Frankim., A.Tiergart.44,T.24282 In str. rel. Haushalt Slelle als Haustochter z. Erlernung d. Küche ges. Ang.u. 1016cExp. Für Verwandte, 23 jähr. geb. junge Dame mit 15 Mille, suche streng fromm. Gatten Ang. unt. 1008c Exp. Schöne neue rnin iso billigst zu verkaufen. Off. u. 289c a. d. Exp Privat Unterricht in hebr. wie auch in Talmud erteilt zu ganz maß Preis. I. TAYER Ostendstraße 18 II. Bei ■ Einkäufen etc. bevorzugt die Inserenten des Israelit ■ Sie verlangen Höchstleistung in Ihrem Büro!? Dann aber bitte die modernste Schreibmaschine, m. leichtem Anschlag Setztabulator und andere zeitspar. Vorrichtung5 A. HIRSCHBERG Frankfurt am Main Rhönstr. 5 - T. 47709 H O L Z und KOHLEN liefert prompt sowie alle sonst. Brennmater.auch Kartoff. billigst. KI MAN, Seilerstraße 9 UHREN Goldwaren u. Reparaturen Tragen Sie „die gute C ARSC H"Kleifiuir,9" Auf Wunsch Extra Anfertigung in ntl^D Verarbeitung •mjj '■£) 'H -t jap iipisjnv Jajnfl iwapp) j-'uilj 'jdiqia'A ipeiuaps 'n 'tuaiß z}ndfps}3g^ aSissnr j puesiiaiiaips 'aajopnaajs ui pnBsndjias '.saAindnajias 'ajiasjatnnps 'aajiasiua^f J3H31SJ3H moA } JJ 3 Jt I p Ü3SI3JJ soizuajjnrnoq hz jBi;iBnö -lajqoiajjann m jaAjndiaisB^ n3)se d43i5«g iL seil 1907 ZEIL 38 Laden naV geschlossen Zur gefl. Beachtung! Esistausschließl. Sache der Leser, die im Inseratenteil enthalt. Empfehlungen ritueller Waren oder sonstigeAngaben religionsges.Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen. Gebt Arbeit einem frommen jüd. Schneider, der es dringend nötig hat. Bitte Postk. schreiben komme sofort. Slorz, Sandweg 83 (M ALLEN STADTTEILEN im 3 Prozent Rabatt SUKKAUS in LOCARNOSU Pension Villa MONTANA 1 Haus I. Ranges. Aller Comfort 10 Tage PAUSCHALARRANGEMENTS incl. aller Nebenspesen bei bester Verpflegung. Fr. 120.— und Fr. 130.— Es empfiehlt sich Frau F. Kahn.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.