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Der Israelit · 1934-05-09 · Heft 19 (9.5.1934) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
75 (1934)
Issue
Heft 19 (9.5.1934)
Date
1934-05-09
Page
– (sequence 13)
Language
German
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9. Mai 1934 Der Israelit Nr. 19 Seite 13 IMe Fränkfü IM?' —- Zweiter Erez Jisroel-Vortrag^der Agudistischen Gruppen. J ' ©Penstag, den 15. Mai,, abends,rß.3C).,Uhr, findet im gro||||i Saale des Saalbaües, Jüngnbfstraße; eine Versandung, statt,■ in der R.-A. Dr.;"Jsaak B r e u e r und Ja^öf Rosen he i m über dasv 'Th'ema: „Orthodoxie unc]j|gErez Jisroel" sprechen. Unkostenbeitrag: RM. 0.3QgJ).50 und 0.75. Der Vorverkauf1 der Karten findet im *pKiro der Palästina-Zentrale, Schwanenstraße 12 (Tef||on 47324}, der Buchhandlung S, Neumann, Bömgstr. 27, bei Fotograf Arno Katz, Sandweg und im SÄfe Grünebaum, Hanauerlandstr. 4 statt. i$A Moritz Merzbach ^''ST* . $||ie große Trauergemeinde fand;sich am Montag iiaqjianittag auf dem Friedhofe der Israelitischen Re- HgÄttsgesellschaft ein, um dem. .vielverehrten Moritz M§§fzbach das letzte Geleite #ü geben. Moritz Merlach, Seniorchef der hiesigen. Bankfirma A. Melbach und der früheren Berliner Firma Gebr. Mefffiach, war Frankfurter Kind,,und wurde, seitdem er }v$r drei Jahren sein Domizil wieder nach Frankfurt^. M. verlegte, von' der.Gemeinde,.in der er seine Bil$$ing und Ertüchtigung, als 'Mensch und Jehudi erhärten hatte, mit Stolz als der ihrige betrachtet. A. Berzbach hatte noch S. R. HirschVxt und Direktor Mendel Hirsch V"xr zu Füßen gesessen, und der Geist, deri*yon diesen Männern und aus. jenem an Thora unä^lldüng orientierten Milieu, ausging, beseelte ihn seij^Leben lang, wurde der Geist,;der in ihm und austfgihm heraus wirkte zur Ehre seiner Gemeinde uni||pemeinschaft, zum Segen seiner' nahen und weiler#j$f Umgebung. Seine Geschäftsfreunde rühmen ihm edj&i Charakter, Vornehmheit in Gesinnung und Tat un^^roße Kenntnisse nach. Aber man mußte nicht erlfe£Geschäftsfreund von A. Merzbach;: sein, um diese Eigenschaften' und noch viele andere in höchster harm^'i^cher' Vollendung bei ihm zu "erkennen und zu be$i$jndern. Er war die verkörpertet Ehrlichkeit und Gewissenhaftigkeit in allen täglichen Dingen, aber 6a$£ß besonders in religiösen AhgelVgenheiten, ein nri$£ pnpnn. den sich Alt und Jung'zum Muster nehme^? konnten. Ein jüdischer Bankier, der es wie selteÄ^einer verstand, auch jedem " rv:n j?3K, jeder noch soaSjcheinbaren Nichtachtung des Sabbat in weitestem Bögfen aus dem Wege zu gehen. Seine ängstliche Bescfei^fdenheit trat nur dann zurück, wenn es für ihn ga|^ seine Person oder seine Mittel für Andere einzuheizen. Dann scheute er keine Mühe noch Arbeit, kef^ weiten Wege, um zu helfen, etwa einem jungen Mel&chen eine Existenz unter Wahrung des Sabbat zu&Sesorgen. Alles, was aber Andere seiner Ansicht na^S' ebensogut oder noch besser machen konnten und oe]3R* machten, überließ er Andern, Abhold Ehren und A^Htern leitete er, gewissermaßen Yom Verborgenen au^seine Hilfsarbeit, ohne davon zu . sprechen, ohne zu^tulden, daß Andere davon, sprachen. Moritz Merzbaffös religiöse Genauigkeit, 'seih Sört '«v -Charaktefewird sprichwörtlich bleiben, -er zfejgte^kh^no^ch^ am Sabbat vor seinem Tode, als er den Wunsch äußerte, man möge, wenn der Tod heute noch eintrete, alles vermeiden, was auch nur einer indirekten Sabbatentweihung gleichkomme. Ihm, dem großen Sabbatfreund, dem Musterjuden mit dem Sabbat im Herzen, war noch ein Sabbat gegönnt. Am Sonntag hauchte er seine reine Seele aus, 72jährig. Die große Trauergemeinde um seine Bahre legte Zeugnis ab, wie sehr wir auch in Frankfurt, obwohl er in all den Jahren Berlin zum Schauplatz seines Wirkens hatte, Moritz Merzbach gekannt, geliebt und verehrt hatten. Der Trauer in Frankfurt gab . unser Gemeinderabbiner, Herr J. Horowitz, mit packenden Agadastellen beredten Ausdruck. Nach ihm entwarf Herr Dr. Moses Auerbach, Berlin, ein getreues Bild vom Leben des Heimgegangenen und seinem Wirken innerhalb der Adaß Jisroel-Gemeinde in Berlin. Ein Bruder, Herr Leopold Merzbach, sprach im Namen der Familie schmerzerfüllte Worte und dankte dem Bruder auch im Namen der Firma. Ein ganz kurzes ergreifendes Abschiedswort des Sohnes, Herrn Rabb. Dr. Merzbach, Darmstadt (der zweite Sohn ist der bekannte Arzt und Wissenschaftler, Dr. Arnold Merzbach, Frankfurt a. M.}, und wir trugen den geliebten Freund zur letzten Ruhe. Möge aus dem frischen Grabhügel, der so viel Liebe und Güte einschließt, Trost erblühen für Gattin und Söhne und unsere ganze Gemeinde. rraxan Sofer Elimelech Beer ^"XT- Im Alter von 76 Jahren verstarb der Sofer Elimelech Beer, eine in der Kolonie der östlichen n"n ' bekannte Persönlichkeit. Ueber 40 Jahre übte er den heiligen Beruf des Thoraschreibers in der Israelitischen Gemeinde aus und zeichnete sich durch Korrektheit, kunstvolle Schrift und vor allem durch eine religiöse Gewissenhaftigkeit und Zuverlässigkeit aus, die ihm das vollste Vertrauen aller auch außerhalb seiner Gemeinde eintrugen. Ein großer a^nv *n'» lebte er still seinem heiligen Handwerke und verbrachte die Mußezeit in nrnsi miiv In diesem Geiste erzog er auch seine Kinder, wobei ihm die nun verwitwete Gattin tapfer zur Seite stand. Auf dem Friedhof der Israelitischen Gemeinde gab ein großes Trauergeleite dem Heimgegangenen die letzte Ehre. Herr Gemeinderabbiner Dr. Hoffmann zeichnete in ehrender Ansprache die Pflichten und die Aufgaben eines Sofer und' schilderte Elimelech Beer als Muster seines heiligen Standes, Möge '"Pn der Witwe und den Kindern seinen Trost angedeihen lassen. •rraxan Jüdischer Volksliederabend. Der bekannte Bassist Heinrich Bornstein gibt am Montag, den 14. Mai, 20.15 Uhr, im großen Saale der Frankfurt-Loge einen eigenen Abend, den er vielfachen Anregungen aus Püblikumskreisen Folge leistend, speziell dem jüdischen Volkslied widmet. Die Begleitung liegt in Händen von Dr. Willy Salomon. Karten zu RM. 1.— und 0.75 in den bekannten jüdischen Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse. Verein Linas Hazedek. Am Dienstag, den 15. Mai, p'B rrn. kann das Beth- Hamidrasch des Vereins „Linas Hazedek", Hans Handwerkstraße 31, auf ein 20jähriges Bestehen zurückblicken. Der Bet- und Lernsaäl dieses Vereins erfreut sich auch heute noch, dank derumsichtigen Leitung des Vorsitzenden, Herrn Ch, Klausner, welcher dem Vorstande seit der Gründung angehört, eines sehr starken Zuspruchs. In diesem Bet- und Lernsaäl kann man heute noch wie vor 20 Jahren zu jeder Tageszeit Gruppen von Baale Batim und jungen Leuten antreffen, die sich dem Thorastudium widmen. Dem Vorstande gehören an: die Herren Ch. Klausner, Dr. Langermann, J. Jsaak, M. Hasenkopf, H. Stimler. Da die Gemeinde dem Verein „Linas Hazdeek" seit deren Gründung eine jährliche Subvention erteilt, ist zu hoffen, daß dieser im Zentrum gelegene beliebte Bet- und Lernsaal auch in der Zukunft uns erhalten bleibt. Sommerfahrpreise nach Palästina. Wie bekannt, verlangen die englischen Konsulate auf Grund der neuesten Bestimmungen von Passagieren, die in der 2. und 3. Klasse als Touristen nach Palästina reisen, ein Depot resp. eine Garantie von einer Bank über Mk. 800.—, um das Visum zu erhalten. Dieser Betrag muß von der zuständigen Devisenstelle freigegeben werden. Um die Formalitäten zu vereinfachen, reist eine große Anzahl Passagiere in der I. Klasse, und werden vom 1. Mai an für Abfahrten von Europa nach Palästina die Sommerfahrpreise in Kraft treten. Für die Rückreise von Palästina nach Europa werden allerdings die ermäßigten Preise erst Ende Juni eingeführt. Bei Benutzung der Touristenlinie A von Neapel nach Haifa und rückkehrend von Haifa nach Neapel mit der Touristenlinie B stellt sich der Sommerfahrpreis auf Lire 2.555.— Mk. 562.10 + Taxen Mk. 8.35, total Mk. 570.45. Es ist hier der Fahrpreis ab Neapel angegeben, da die Passagiere von der italienischen Grenze bis Neapel die 70prozentige Ermäßigung auf den italienischen- Bahnen genießen können, die bis zum 28. Oktober verlängert wurde. Näheres zu erfahren beim Lloyd Triestino, Agentur Frankfurt a. M.____ Familien-Nachrichten. Barmizwoh: Jona, Sohn des Herrn Rabbiner Kunstadt, Fulda, imna nao. — Hermann Reinhold, Tipm im rav, Synagoge der Israelitisch. Waisenanstalt. 9 5. Geburtstag: Frau Sofie Kahn geb. Butzel Fürth i B., Theaterstr. 36. Isr. Altersheim, 10. Mai 34. Briefkasten. A. F. in M. Der 9. Juli 1888. Mi L. in B- Der Fall ist für unsere Zeit bemerkenswert, doch ist er nicht SO wichtigi daß darüber berichtet werden müßte. H. J. Gr. Str. Der Geburtstag fällt auf den 10. Januar 1935. mx» m auf den 12. Januar sa 's. Znhrrtneta Ecke ßörnejfr. , rafirga«e aCiKonjfabler Wache JSäm ■m m ü m &w iitä iViii m >*'>SE m m m m. (Sie kaufen doch Inder DROGERIE SCHNEEMANN? ISchillerstr. 2 I Telefon 22273 I Versteigerungen - Taxationen üSä ...... Art:;Nachlässct Geschäftsu. Haus" hsltungs - Auflösungen übernimmt unter <3$j^ntie höchstfachraännischer Ausführung. WB&OB. HBJHOF, ZEIL« Gerichtlich vereidigter Sachverständiger. UD AFRIKA EXPRESS VON EUROPA NACH SUDAFRI 14% TAGE . AUSKÜNFTE. BUCHUNGEN DURCH ITALIA-FLOTTE RIUNITE Frankfurt am Main,Kaiserslraße ZO Telefon 23754 Telegramm-Adresse: Triestino Frankfurtmain, ' sowie alle bedeutenden Reisebüros Tragen Sie „die gute CARSCH -Kleidung" Auf Wunsch rituelle Verarbeitung Denken Sie bei Drucksachen verneh. an die Hermon -Druckerei Schützenstrasse 12 Für die Feiertage! Frische Siedeier 10 stück88^ steJj£i' Jhe8 Bauernbrot 3 Pfund 38^ billigst EIERHAUS OSTEND Inn. ERNST NICOL ♦ HANAUERLANDSTR. 41 _ gegenüber RflckertstraBe _ . FAMILIEN VERSORGUNG KIN DERVERSI CHE RUNG ALTERSSCHUTZ durch FAKtllilEKS CHVTZ Gemeinnütziger Verein für Hlnterbllebenenfürsorge der Mitglieder jüdischer Gemeinden e. V. Empfohlen durch: Den Preußischen Landesverband Gesetzestreuer Synagogengemeinden Die Freie Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums, Frankfurt a. M. Den Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten Die Jüdische Gemeinde zu Berlin FAMILIENSCHUTZ Gemeinnütziger Verein für Hinterbliebenenfürsorge der Mitglieder jüdischer Gemeinden e. V. Berlin W 8, Tauhenstraße 35 Telefon: Flora A 2 4417/18

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