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Der Israelit · 1933-10-19 · Heft 42 (19.10.1933) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 42 (19.10.1933)
Date
1933-10-19
Page
– (sequence 13)
Language
German
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19. Oktober 1933 Del s t at I i! Nr. 42 Seite 13 Vermischtes. Berlin, 15. Okt. Das Patenschaftskomitee für bas Schulwerk Adaß Jisroel Berlin veranstaltet zu Gunsten seiner Fürsorgefonds am Sonntag, Len 22. ü. M. um 8 Uhr abends in der Aula Siegmunüshof 11 einen Vortragsabend mit musikalischen Illustrationen über das Thema „Der Frühling in der Musik". In den Dienst der guten Sache haben sich gestellt: Herr Kammermusiker Max Rosenthal, ehemaliges Mitglied der Städtischen Oper Berlin, Primgeiger und der Klaviervirtuose Herr Hans Freyhan. — Es werden nur 300 Karten a Mk. 1.— vom Büro Siegmundshof 11 ausgegeben. Der Vortrag wird für Jugendliche am Montag, den 23. d. M. um 7 Uhr abends wiederholt. Eintrittspreis Mk. 0.50. Hamburg, 10. Okt. In der Reuen Dammtor-Synagoge veranstaltete die Jüdische Gesangvereinigung „Hasomir". Hamburg, eine dem Andenken des kürzlich verstorbenen Oberkantors Josef Rosenblatt n~y, gewidmete musikalische Feierstunde. Der Chor unter Leitung seines bewährten und tüchtigen Dirigenten, Oberkantor Hermann Lieber, brachte stimmungsvolle Chöre von Lewandowski, Nofenblatt, Finkel und Lieber zu Gehör, während Oberkantor Lieber mit klangvoller Stimme und warmem, tief verinnerlichtem Vortrag einige der schönsten Nigunim Josseles darbot. Die Feierstunde hinterließ bei den zahlreich erschienenen Gästen einen nachhaltigen Eindruck. I. M. Bocholt, 15. Okt. Die Arbeitsgemeinschaft jüdischer Lehrer am Niederrhein tagt am 22. d. M. 16 Uhr im israelitischen Gemeindehause zu Mülheim (Ruhr)-Epinghosen, Löhstrahe 53. Lernen: pp tyrn und *rp 'o ns’p 'n über nsinn i>in. Lihingen, 14. Okt. Am dritten Tage des Sukkoth- Festes feierte. unsere Gemeinde das 50jährige Bestehen ihrer Synagoge. Aus diesem Anlaß fand in der Synagoge ein feierlicher Festakt statt. Nachdem der Synagogen-Chor unter Führung des Herrn Josef Schächter zusammen mit Herrn Kantor Naftali' B am b e r ger „Ma Tauwu" und „Lecho daudi" zum Vortrag gebracht hatten, fand ein feierlicher Umzug mit sämtlichen Thorarollen statt. Nun ergriff Herr Bezirksrabbiner Dr. Josef Wohlgemuth das Wort zur Festpredigt. Eingangs schilderte er die Geschichte der jungen Gemeinde und betonte die Opserfreudigkeit und den weitausschauenden Blick ihrer damaligen Führer, denen es zu verdanken ist, daß die Krtzinger Gemeinde ein so großes und schönes G'tteshaus besitzt. Die Ansprache klang in den Dank an die derzeitige Vorstandschaft aus. Straßburg, 15. Okt. Vor mehr als drei Monaten war Hier, unter Anregung und Leitung des Grandvabbin E. Weill, Colmar, einem langgehegten Wunsche desselben entsprechend, die Straßburger gegründet worden. Wenn man auch bei ihrer Gründung nicht an die weitere Oeffentlichkeit getreten war, so kann man doch nun mit umso größerer Genugtuung auf die in der kurzen Zeit ihres Bestehens bereits erzielten Erfolge zurücksehen. Als Abschluß der dreimonatigen Ferienkurse fand zwei Tage vor usa oi» in Anwesenheit verschiedener Rabbiner und Dalmudgelehrten eine Prüfung statt. Sämtliche 30 Hörer konnten beträchtliche Fortschritte aufweisen. Für jeden, der mit der Geschichte unseres jüdischen Volkes einigermaßen vertraut ist, wird es eine besondere Freude sein, zu sehen, wie sich somit in den Gegenden, wo einst Raschi und die Tossasisten lehrten, und wo noch vor knapp 100 Jahren bedeutende rnr» bestanden hatten, wieder ein neues Thovazentrum bildet. Inzwischen ist es m. G. H. auch gelungen, ein einer ru-sr würdiges Gebäude zu finden. Die baldige Eröffnung eines Internats, das den heutigen Zeitverhältnissen entsprechend einen besonders billigen Lebensunterhalt ermöglichen soll, ist geplant. Für ausländische Hörer sollen spezielle französische Sprachkurse engerichtet werden. Auch sonst wird es an Entgegenkommen von seiten der Straßburger orthodoxen Jugend nicht fehlen. Anmeldungen sowie irgendwelche Anfragen empfiehlt ' es sich mit Rücksicht auf den baldigen Beginn des Wintersemesters möglichst bald an Grandrabbin E. Weill, 7 Bd. du Champ de Mars, Colmar (Haut Rhin) zu richten. Bewyork, 15. Okt. Bon der German-Jewifh Congregabion wird uns mitgeteilt, daß sie einen großen Vorrat guter Kleidung für Männer, Frauen und Kinder besitze. Bedürftige können sich an sie wenden. Um jedoch zu vermeiden, daß die Sachen zu Hanüelszwecken verbraucht werden, sei darauf aufmerksam gemacht, daß ein Schreiben des Ortsrabbiners oder Lehrers «als Bestätigung beigefügt werden muß. Die Sachen werden als Liebesgaüen- Pakete portofrei an den Adressaten gesandt von der genannten Organisation Newyork City, Rabbi Max Malina. Jerusalem, 9. Okt. Das Kreisgericht von Haifa hat zwei der wegen des Bombenanschlags gegen den jüdischen Kolonisten Jacoby in Nahallal angeklagten Araber zum Tode verurteilt. Em Angeklagter wurde freigesprochen, zwei mangels von Beweisen freigelassen. Die Witwe des Ermordeten verzichtete auf die Auszahlung der von ihr aus formalen Gründen geforderten Entschädigungssumme von 400 Pfund. Die Angeklagten hatten versucht, ein milderes Urteil dadurch herbeizusühren, daß sie erklärten, sie hätten die Tat aus politischen Motiven begangen. Im Verlauf ihrer Vernehmung machten sie bemerkenswerte Angaben über eine terroristische arabische Organisation, der sie angeblich angehört haben und deren Mitglieder es sich zum Ziel gesetzt hätten, Juden zu ermorden. Es kam auch ein Polizeibericht zur Verlesung, in dem mitgeteilt wird, daß anläßlich einer Haussuchung in dem bei Nazareth gelegenen Hauptquartier dieser arabischen Geheimorganisation eine schwarze Liste von Namen jüdischer Persönlichkeiten gefunden wurde, die in nächster Zeit Anschlägen zum Opfer fallen sollten. U. a. enthielt diese Liste den Namen des Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Haifa Lewin. Die Terrororgamsation wurde im letzten Jahre gegründet und umfaßte 90 Mitglieder. Der Gerichtshof kam zu dem Beschluß, daß ungeachtet dieser Tatsachen die Ermordung des jüdischen Kolonisten und seines 10jährigen Sohnes nicht als politisches, sondern als gemeines Verbrechen zu beurteilen sei. Sie sichern sich beste und prompte Erledigung Ihrer Inseraiaufträge wenn Sie dem wirklichen Fachmann diese übergeben Außer der Generalvertretung des „Israelit" für Frankf. Geschäftsanzeigen übernehme auch Aufträge für die Frankfurter Zeitung und allen anderen Tages- und Wochenzeitungen zu Originalpreisen. ANNONCEN-BURO JULIUS SCHMIDT FRANKFURT-M., OSTENDSTRASSE 83 TELEFON 45866. Familiennachrichken. Barmizwoh: Walter, Sohn des Herrn Emil Rosenberg, Momberg, Bz. Kassel, 28. Oktober VV- — Hermann, Sohn des Herrn Dr. Oscar Dgialowski (Rofenak), Leipzig, Lessingstr. 9, m 's nav, 21. Oktober. Silberne Hochzeit: Herr Musiklehrer Moritz Hainebach und Frau Camilla geb. Hoffmann, Ffm., Weberstc. 21. — Cantor I. M. Tykoschinski und Frau Minna geb. Sieradzkt, Leipzig, Blücherstr. 18, pvniv snn B?tn. Briefkasten. S. M. in K. Berichte über interne Vorträge in den Agudagruppen pflegten wir nie zu bringen. Gruß. Ios. j.. in Karlsruhe. Wir haben die Rußlandhilfe unseren Lesern schon wiederholt ans Herz gelegt und enthielt auch der Leitartikel zu Sukkoth einen wirksamen Appell. Krau Zt. in W. Wir sind für absehbare Zeit mit Beiträgen dieser Art versorgt. Besten Dank! A. M. in Sir. ffs. 50.- für Abonnement eingegangen. S. W. Für Abonnement fs. 50.— und Spende fs. 100.— für angegebene Zwecke verbucht. Die Woche. ♦‘rmn dvd Der bekannte, alljährlich — jetzt zuin 16. Male — stattf'mdende VnAn oro wird dieses Jahr nena rr or •rxm kvi. Sonntag, den 29. Oktober in den Lokalitäten des „Mekor C h a j i m - Be r e i n s " , Hans Handwerk-Früher Langestr.) 18 abgehalten. Beginn präzise 3 Uhr nachm. Für den pw ist Herr Rabbiner M. Karpel — der kurz darauf Frankfurt verläßt — gewonnen worden. Die Veranstaltung soll somit zugleich den Abschiedschavakter für den verehrten Rabbiner tragen. In Anbetracht der sehr kurzen Zeit bis zum Sijum und des beschränkten Raumes können Anmeldungen nur bis späte st ens Dienstag, den 2 5. Oktober, Berücksichtigung finden. Teilnehmerkarten für das Sijum- Essen sind zum Preise von RM. 1— in sämtlichen hebräischen - Buchhandlungen und im Papiergeschäft B. Rachelsohn, Sandweg 6c erhältlich. Besondere Einladungen ergehen nicht. Hesped auf den Chose; Chajim im Belh Hamidrasch Oskendsirahe 18. Am Sonntag, den 22. Oktober, ' nachm. 5.30 Uhr (5.15 Uhr vnw) wird Herr Rabbiner Karpel nn »"Tva Ostendstr. 18 einen navn auf den ^"st wm pan halten. Im Anschluß daran wird Herr Rabbiner Karpel. der leider in einigen Tagen Frankfurt verlassen muß, Worte des Abschieds an die Mitglieder seines »"rra richten. Gefchichtsvorlrag über den Chose; Chajim. Im M e k o v Chaji m (Langestr. 18) beginnen diesen Sonntag um 6 Uhr die Geschichtsvorträge mit einem Vortrage des Herrn Red. S. Schachno - w i tz über „Wer war der C h o f e z C h a j i m u n d was lehrte er?" Im Einvernehmen mit der Jüdischen Frauenvereinigung hat die Verwaltung des Mekor Chajim beschlossen, versuchsweise zu den beliebten Sonntag- Rachmittagsvorträgen, die bisher nur für Herren stattsanden, soweit die jeweiligen Themata und die räumlichen Verhältnisse es angebracht erscheinen lassen und sofern nicht die Jüdische Frauenvereinigung an den betreffenden Tagen eigene Vorträge veranstalten sollte, auch Damen einzuladen/ Zum Vortrage an diesem Sonntag haben Damen Zutritt. Jüdische Irauenvereinigung e. B. In diesem Jahre werden die Agudistische Frauenortsgruppe und die I ü d i f d) e Frauenvereinigung e. V. auf geistigem Gebiet gemeinsam arbeiten. So wird Herr Studienrat Munk seine Samson Raphael Hirsch-Vorträge fortan für die Frauen beider Vereine halten. Am kommenden Montag um 8.45 Uhr findet der erste Vortrag dieses Winters im Hause des Herrn Stuüienrat Munk, Sandweg 3, statt. Herr Rabbinats-Asiesior Dr. Schlesing e r hat sich freundlicher Weise bereit erklärt, uns über D i n i m zu belehren. Ebenso haben die Herren Redakteur S ch a ch n o w i tz , Rektor Ochsenmann und Nervenarzt Dr. Arnold Merzbach in bekannter Liebenswürdigkeit übernommen, aus ihren Gebieten uns' Interessierendes vorzutragen. Die Ankündigung hier-, über wird aus Ersparnisgründen nur in den jüdischen' Wochenblättern und durch Anschlag in der Synagoge veröffentlicht. Vom Liwjath Chen. Die S a b b a t n a ch in i t t a g v o r t r ä g e des Herrn . S. Schachnowitz finden im Hörsaale Fried-' berge r-Anlage, jetzt im Anschluß an Mincho in der Synagoge, um 4.15 Uhr statt. Gäste sind willkommen. Zu den Obliegenheiten des Liwjath Chen gehört es ' bekanntlich, daß in Trauerfällen l?"~i im Hause vom. Dozenten unter Beteiligung der Mitglieder ein täglicher Lernvortrag abgehalten wird. Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörsaal: Mikro-Vortrag. Herr Dr. S. Ehrmann. Samstag morgen nach Schul im Hörsaal.- Dinim, Herr N.A. j Dr. E. Posen — nachmittags 3U Stunde vor Mincho im; Vereinslokal Tehillim, Herr Rabbiner H. Meyer. — ' 4 Uhr im Vereinsiokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr). Gemoro, Herr I.' Soffer- Sonntag und Mittwoch, ms ->->n, Herr S. Schachnowitz. Sonntag 9 Uhr im Vereinslokal: vnia« pv, Herrn R. A. Dr. Schlesinger. — nachm. 6 Uhr im Vereinslokal, Vortrag des Herrn S. Schachnowitz über: „Wer war der Chofez Chajim und was lehrte er?" Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, — abends 7 Uhr im Vereinslokal(auch ' Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. Dr. I. Breuer. Dienstag (auch Donnerstag) abends 6 Uhr Gmoro, Herr R.-A.Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. — abends V29 Uhr im Vereinslokal, Gemoro, Herr I. Soffer. Jahrzeilsstifkungen. Sonntag, 22. Oktober: Benny Isidor Benjamin-Sitftüng. Sonntag, 22. Oktober: Meir Selig Goldfchmidt-Stiftung. Agudas Iisroel-Orlsgruppe. Schiur des Herrn Rabbinatsaffeffors Dr. Schlesinger, Samstag nachmittags von 3.15 — 4.15 Uhr und Donnerstag abends von 8.45—10 Uhr, Schwanenstr. 12 II. Das Jaumi Sonntags, 11—12 Uhr, Montag bis Freitag 12 bis 1 Uhr, Samstag 12J/4 Uhr, Herr Safer, im Vereinslokale des Mekor Chajim, Langestr. Agudistische Schulungswoche. Programm der Veranstaltungen: (Änderungen Vorbehalten) Donnerstag, den 19. Oktober abends 8.45 Uhr im Lokale des Mekor Chajim, Herr Jacob R 0 s e n h e i m. „Agudas Jisroel und ihre Arbeit." Schabbos abend, den 21. Oktober abds. 8.45 Uhr im Lokal Mekor Chajim, Herr Dr. S. E h r m a n n. „Agudas Jisroel und Erez Jisroel." Sonntag, den 22. Oktober abds. 8.45 Uhr im Lokale des Mekor Chajim, Herr Rabbiner I. H 0 r 0 vitz. „Aufgaben der jüdischen Jugend." Montag, den 23. Oktober abds. 8.45 Uhr im Lokale des Mekor Chajim, Herr Redakteur S. S ch a ch n o w i tz. „Der Organisationsgedanke im Judentum." Dienstag, den 24. Oktober abds. 8 Uhr im Lokale des Mekor Chajim, Herr Dr. Arnold M e r z b a ch. „Psychotechnische Untersuchungen an Kindern " Mittwoch, den 25. Oktober abds. Dr. Isaac Breuer. „Thauro im Derech Erez Jisroel." Donnerstag, den 26. Oktober abds. 8.45 Uhr im Lokale Mekor Chajim, Herr Rabb. Dr. M e r z b a ch. „Das

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