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Der Israelit · 1933-01-19 · Heft 3 (19.1.1933) · page 13

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Journal
Der Israelit
Volume
74 (1933)
Issue
Heft 3 (19.1.1933)
Date
1933-01-19
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Die Woche. Zur Jahrzett von S. R. Hirsch Anläßlich des Jahrzeitstages von Rabbiner Hirsch findet am Dienstag, den 24. Januarabends 8,30 Uhr, im großen Saal der Frankfurt-Loge, Efchersheimer Landstraße 27, im Rahmen der Rabbiner Hirsch-Gesellschaft ein Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. Josef Breuer über das Thema: „Zion und Jerufcholajim in der Gedankenwelt Rabb.iner Hirschs" statt. Auch Nichtmitglieder (Damen und Herren) sind hierzu Höst, eingeladen. Geschichlsvarlrag über „Irvmksurler Taanis". Am Sonntag ist Frankfurter -mum zum Andenken an den Ghettobrand vom 24. Zemes 1711. Aus diesem Anlaß findet abends 6 Uhr in den Räumen des Mekor Chajim, Langestr. 18. ein Geschichtsvortrag des Herrn S. Schach nowitz statt über den historischen Hintergrund der drei Frankfurter (Ghettobrand, Fettmuchaufstand, Beschießung durch die Franzosen) statt. Gäste willkommen. Generalversammlung im Verein „Mekor Chajim". Am 15. Januar fand im Vereinslokal die diesjährige, ordentliche Generalversammlung statt. Der Vorsitzende, Herr Fritz Stern, eröffnete um 5 Uhr die Sitzung und erteilte dem Schriftführer das Wort zum Jahresbericht. Der Schriftführer, Herr Jos. R 0 s e n t h a l, verlas den von ihm verfaßten Geschäftsbericht, der ein lebhaftes Bild der mannigfaltigen Tätigkeit des Vereins zeigte. Der größte Teil der veranstalteten Schiurim erfreut sich nach wie vor guter Beteiligung. Insbesondere haben auch in diesem Jahr die beliebten Sonntagnachmittagvorträge ein großes Publikum gefunden, namentlich infolge der Mitwirkung promrnsnter Redner, die sich dieser Veranstaltungen gerne zur Verfügung gestellt hatten. (Der Geschäftsbericht wird demnächst an dieser Stelle noch veröffentlicht.) Anschließend wurde der Kassenbericht erstattet. In der Debatte wurde bemängelt, daß bei dem Mitglieder-Mischnalernen an den Wochentagen öfters Herren yorlernen, die schwer verstanden werden. Die Verwaltung versprach, in dieser Beziehung den Wünschen der Zuhörer Rechnung zu tragen. Außerdem wurden einige Anregungen gegeben, die bei der weiteren Ausgestaltung des Programmes Berücksichtigung finden sollen. Bei der anschließenden Wahl wurden die turnusmäßig ausscheidenden Herren Dr. Marcus Hirsch und Jacob E d i n g e r wieder in den Vorstand gewählt; ebenso wurde Herr Fritz Stern erneut zum Vorsitzenden wiedergewählt. Als Jugenddelegierten wurden auf Vorschlag der Verwaltung die Herren Max E s ch w e g e und Isaak Schwab gewählt, und beabsichtigt der Vorstand gerade in Bezug aus die Propaganda in jugendlichen Kreisen weitere Maßnahmen unter Anpassung des Lehrprogrammes zu unternehmen. ' Mit Dank an die Erschienenen schloß der Vorsitzende die Versammlung. Die Schneider'sche Jeschiwah. Das Kuratorium der Jeschiwah Taurus Mauscheh, Ostendstr. 18 (früher genannt: Schneider'sche Jeschiwah) sieht sich infolge der Zeitumstände genötigt, wieder einmal an die deutsche Judenheit einen Appell um rege Unterstützung ihrer Bestrebungen zu richten. Nach rabbinischem Urteil darf eine bestehende Thora- Institution nicht aufgelöst werden, bezw. dürfen rabbinische Lehrkräfte nicht entlassen werden. Durch Abbau und sonstige wirtschaftliche Misere war es uns in den letzten Monaten schon sehr erschwert und nur unter größten Opfern möglich, den Lehrbetrieb aufrecht zu erhalten. Weitere Existenz und Ausbau sind nur garantiert, wenn baldigst tatkräftige Hilfe geboten wird. Die Anstalt steht unter Leitung des langjährigen N2'v', des allbekannten und anerkannten Rabbiner Mosche Karpel '"2 und bietet nicht nur tagsüber ihren Bachurim Gelegenheit, eifrigst dem Thorastudium zu obliegen, sondern auch gewerblich Tätigen ist die Möglichkeit gegeben, sich in den Abendstunden in den jüdischen Disziplinen fortzubilden. Regelmäßige Monatsbeiträge sowie einmalige Spenden werden dankend entgegengenommen auf Postscheckkonto: Dr. Hermann Hirsch. Vereinskasse Ffm. 65149. Aliersjubiläum. Am 6. Januar beging Frau Hannchen R 0 s e n b l a t t geb. Bachmann in der hiesigen Versorgungsanstalt für Israeliten am Räderbergweg 77 die seltene Feier ihres 9 7. Geburtstages. Die Jubilarin erfreut sich n*a< noch einer besonderen geistigen und körperlichen Rüstigkeit. Durch ihr bescheidenes und zuvorkommendes Wesen ist sie sehr beliebt, versäumt keine Gebete und fastete am 2".i' noch ganz aus. -rw Mädchenklub. Am 5. Februar läuft zu Gunsten des Mädchenklub iin Roxy-Palaft um 11 Uhr früh der Kulturfilm „Rom, die ewige Stadt" und „Grock", ein Künsilerlsben. Karten zum Preise von —.50, —.75 und 1.— erhältlich im Vorverkauf im Mädchenklub, Langestr. 3, Frau Clem Cramer, Fellnerstr. 7, Frau Irene Darmstädter, Hammanstr. 10 und an der Tageskasse. — Ferner ist zu berichten, daß am 29. Januar, abends 8.15 Uhr, in den Räumen des Mädchenklubs, Langestr. 3, 1. Herr Pros. Karl Darmstädter, Mannheim über das Thema „Die jüdische Frau im Wandel der Zeit" spricht. Gäste willkommen! Heim des Jüdischen Frauenbundes in Neu-Isenburg. Am Donnerstag, den 26. Januar, findet abends 20.30 Uhr in der Frankfurt-Loge, Efchersheimerlandstr. 27 ein Konzert zu Gunsten des Heims statt, zu welchem sich namhafte Frankfurter Künstler zur Verfügung gestellt haben Briefkasten. Silldlrat St. in Z3. S. Eine Artikelserie unter dem von Ihnen bezeichneten Titel ist bei uns nicht erschienen. Familiennachrichken. 70. Geburtstag: Herr Hermann Faust, Fürth, am 25. Tewes (73. Januar). Frankfurter Vereinskalender. Verein Mekor Chajim. Freitag abend nach Schul im Hörfaal: Mikrovortrag, Herr Dr. S. Ehrmann. — abends 8 Uhr bei Herrn I. Lewin, Uh.andstr. 58 III, Chumifch mit Rafchi. Samstag morgen nach Schul im Hörfaal: Dinim, Herr R.A. Dr. E. Posen — nachmittags 3/4 Stunde vor Mincho - im Bereinslokal Herr Dr. W. Hofmann. — 4 Uhr im Vorelnslokal (ebenso Sonntag morg. 8 Uhr) Gemoro, Herr I- Soffer- — 8^2 Uhr abends S)en Dr. M. Lange. Sonntag morgens nach Schul im Hörfaal (ebenso Mittwoch), cm "ri, Herr S. Schachnowitz. Sonntag abends 6 Uhr, Geschichtsvortrag des Herrn Red. S. Schachnowitz über: „Die Frankfurter Fasttage und' - ihre Geschichte." Montag morgen nach Schul (auch Donnerstag): Mischna- Mitgliederlernen, abends 7 Uhr im Bereinslokal (auch Mittwoch) Gemoro Herr Rabb. Dr. I. Breuer, abends 8l/4 Uhr im Bereinslokal (auch Donnerstag) Gemoro, Herr R.-A. Dr. E. Posen. Dienstag (auch Freitag) nach Schul: Mischna. Herr R.-A. Dr. E. Posen. Sonntag, Dienstag und Mittwoch abends 8.15 Uhr, im Vereinslokal Schaßlernen. Herr Herz Halpern. Jahrzeilsskiftungen. Sonntag, den 22. Januar: Hermann Lehmann-Stiftung. Sonntag, den 22. Januar: Jacob Seelig-Stiftung. Mittwoch, den 25 Januar: Samson Raphael Hirsch Süftung. Mittwoch, den 25. Januar: Selig Goldschmidt-Stistung. Mittwoch, den 26. Januar: Jsaac Eschwege-Stiftung. Agudistische Frauenorlsgruppe. Am Montag, den 23. Januar abends 8.45 Uhr wird Herr Dr. S. Ehrmann im Hörsaal der I. R. G. Friedberger Anlage 5 einen Vortrag halten über die Jüdische Gegenwartslage. Gäste, tarnen herzlich willkommen. Agudas Jisroel-Orlsgruppe. Schiurim des Herrn Herz Halpern: Täglich von 9-12 Uhr: Lernen jeglicher Art. 12—1 Uhr:Daf Jomi — Am anschließend am Das Jomi agadischer Vortrag. Liwjalh Chen. Samstag nach Mincho, 4.15 Uhr, im Hörsaale Friedberger Anlage, Vortrag des Herrn S Schachnowitz, „Namen." (Die Bedeutung des Namen--pwv im Achtzehngebete . Agudas Jisroel Jugendgruppe, Schwanenftratze 12. Hebräische Arbeitsgemeinschaft *13^1 tw* Am 21. ds. Mts j 20 30 Uhr spricht Herr cand. jure Hermann Cohn, Hamburg.Jerusalem, über: Der Einfluß veränderter Zeitverhältnisse aus die Galligkeit der Halacha Gäste, willkommen! "*nsn VW" onipn jiwV nasn*? |nxn v"n na k->x-p 20.30 njwn »mm 's p"w 'X2ivv rinnn ■nrw nsswn :xwiin Vy t&snT-Ji‘VQ»n Jyvn rv"i8-i dnitix -ro^nn m^n bv Ortsgruppe des Jüdischen Frauenbundes Frankfurt a. M. Donnerstag, den 26. Januar 10 Uhr vormittags, Langestraße 3: Arbeitssitzung. — Samstag, den 28. Jan. abends 20.30 Uhr: Ortsgruppenabend bei Frau Irene Darmstädter, Hanauerlandstr. 10. Referent: Herr Dr. König über Der jüdifche Krieg. Gäste willkommen. Gebetzeiten. vivw vvw Freitag abend 4.36 Samstag noDvn 7.00 Samstag morg. 8.00 Predigt Samstag nachm. 1.00 und 4.00 Samstag abend 5.50 Wochengottesdienst: Morgens 7.00 Nachmittags 4.30 Hörsaal 1.15 Tefillin-Legen am Morgen 7.00 Jeder, der gezwungen ist, aus irgend welchen Gründen diät zu leben, um seine Arbeitskraft zu erhalten, weih, wie schwer es ist, eine richtige Diät abwechslungsreich zu gestalten. Das Diabetiker-Haus S t e y e r, Frankfurt a. M., Große Bockenheimerftr. 6 (s. Inserat) ist ein Spezialgeschäft für zeitgemäße Ernährung für Zuckerkranke nach ärztlicher Vorschrift. Dort bekommt der Zuckerkranke alles, was für seine Ernährung notwendig ist, preiswert und nach ärztlicher Vorschrift. Ganz besonders sei auch auf das Buch „DasRätfelderZucksrkrankheit und seine Lösung", mit einem Vorwort von Dr. Gössel, hingewiesen. Dieses Buch ist für die Diabetiker-Küche von größtem Wert, da es einen sehr reichhaltigen Anhang mit den wunderbar leicht und sehr billigst herzustellenden Speisen enthält. Es zeigt den Zuckerkranken den Weg für eine schmackvolle und abwechslungsreiche Ernährung. Eine weitere sehr wichtige Möglichkeit ist dem Kunden obiger ^Firma dadurch gegeben, daß dieselbe für den überaus' billigen Preis von Mk. 7.70 einen leicht selbst zu bedienenden Apparat verkauft, der es ermöglicht, innerhalb weniger Minuten Gewißheit übe: den Prozentsatz an Zucker im Urin zu verschaffen. Was der deutsche Teetrinker wissen sollte: Wie aus der deutschen Einfuhrstatistik ersichtlich, scheint es manchen Käufern und Beziehern ausländischer Teemarken noch nicht bekannt zu sein, daß für diese seit einigen Monaten ein erheblich höherer Zoll erhoben wird. Hierzu gehören auch vom Ausland eingehende Poststücke. Wer nicht Mk. 1.57 jo kg zuviel zahlen will, wähle die zum niedrigeren Zollsatz, von deutschen Firmen eingeführten und verpackten deutschen Marken-Tee'n. Er unterstützt hiermit deutsche Arbeitnehmer, zu derem Schutz der erhöhte Zoll auf im Ausland gepackten Tee geschaffen wurde.

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