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Der Israelit · 1929-07-04 · Heft 27 (4.7.1929) · page 10

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Journal
Der Israelit
Volume
70 (1929)
Issue
Heft 27 (4.7.1929)
Date
1929-07-04
Page
– (sequence 10)
Language
German
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Sekte 10. Nr. 27 Der I s r a el.1t Vorsitzende, der so -tatkräftige undunermüdliche Joel Sänger der auch die ganze Versammlung mustergültig leitete, sagte -Untersuchung und Abstellung zu. — Gegen 22.30 Uhr schloß der Vorsitzende den so wertvollen Abende Lebhaft diskutierend standen Gruppen noch lange zusammen. ' . . . Der große und so zeitgemäße Gedanke, der dem A. B. A. I. zu Gründe liegtj gewiynt an Boden ,Den Skeptikern zum Trotz, allenzum Nachdenken, — und zur Revidierung ihrer Auffassung empfohlen! Den Anhängern zum Ansporn, nun gerade nicht locker lassen! Trauerfeier für Liebmann Baerb"8F Zu einer Kundgebung der Liebe für den Mann der großen Liebe fand sich eine große Gemeinde am letzten Sonntag Mittag im Israelitischen Männerhe i m e zu B a d Na u he i m, in demsich Liebmann Baer ein -ewiges Denkmal gesetzt, zusammen. Der große Bet-- und Speisesaal wie die anliegenden Räume waren voll besetzt von Kurgästen, die zur Zeit -im Heime wohnen, und geladenen Gästen, unter ihnen der Gemeindevorstand von Bad Nauheim und Mi-tgliieder -der Verwaltungen aller drei jüdischen Heime in Bad Nauheim. Nach dem Mincho-Gebete eröffnete Herr Provinzialrabbiner Dr. H i -r s ch s -e l d, Gießen, als zuständiger Rabbiner von Bad Nauheim die Gedenkseier mit herzlichen Worten der Würdigung und des Dankes. An ein Midraschwort anknüpfend, das das Verhältnis zwischen Hiob und Abraham behandelt, charakterisierte der Redner Ltebmann Baer als einen- Abraham und Hiob in einem, einen großen Dulder., den -der abrahamitische Wohltätigkeitssirm, trotz Krankheit, Leid und Prüfung, ausrecht erhielt bis Zuletzt. Herr Rabbiner Dr. Jacob Horowitz, Frankfurt, stattete letzten Dank ab im Namen der Jüdischen Wohlfahrtspflege, forme des Frauen- und Kinderheimes, nicht zuletzt im Namen des Heimes in Marburg. Ein „Boas", isa> ein Mann der Kraft, der Energie und Liebe ist mit Liebmann- Baer in -die Ewigkeit eingezogen zun: Feste, das uns mit dem Buche Ruth die innerste Bedeutung der Thora als Lehre der Liebe erfassenläßt. Daraus hielt Herr Redakteur S. Schachn-o wi-tz, Frankfurt a. M., eine Gedenkrede im Rahmen eines Referates über Wesen und Bedeutung der jüdischen Wohltätigkeit im Großen und im Kleinen. Bei allen- WohL fahrtsbestrebungen könne nur dann- Großes und Ganzes erreicht werden-, wenn die Hilfe eine jüdische Zd-oko und Sache des H-erzens bleibt. Nur darin, lag das Rätsel der Persönlichkeit Baers und die Grundbedingung für das Gelingen all seiner humanitären Unternehmungen —- weil sie alle einem großen jüdischen- Herzen entsprungen waren. Der ehrenamtl-iche Anstaltsarzt, und hochverdiente Mitarbeiter in der Verwaltung, Herr Dr. Mai, sprach noch schlichte, herzliche Worte des Gedenkens, und teilte mit, daß die Verwaltung zum Zeichen der Trauer ein Jahr hindurch die Stelle des Vorsitzenden unbesetzt lassen wird. Es soll auch -im Jahre und je am Jahrzeitstage im Hause Kadd-isch für ihn gesägt-werden. Zuletzt fand noch der Dank' der zur Zeit im Haufe weilenden- Kurgäste aus dme Munde des Herrn K a tz kurzen und kräftigen Ausdruck. Herr Nelken, der Vorbeter des Baerschen Minjangottesdtenstes in Frankfurt, schloß die Gedenkfeier mit einem wonn ui» ^-Gebete. Eine Sljmnseier in der Israelitischen Waisenansialk. In der Israelitischen Waifenan-stalt, wo die Jungen auch tüchtig lernen, waren schon längst diverse Sijumfeiern fällig. Man ließ aus praktischen, vielleicht auch aus Sparsamkeitsgründen, vi-er Traktate zufammenkommen. So waren , wir am Sonntag abend Zeugeneines virefachen. Festes. V-r-er -Gruppen lernten unter Leltun,g der -ehrenamtlichen Dozenten (der Herren Jaitob Becker und Pun), ihre irmaon aus, und zwar -die Traktate N2io ,pvii'p ,pvä >w>s» «ai* ' Darauf hielt Herr Rä -- chelsohn einen Hadran, der Nach Ausbau- und Gedankenfülle auch eines größeren Kreises voll würdiggewesen wäre. Nach Mincho ging man an geheckte Tafel, wobei man den liebevollen Ester der Frau Marx, neben den altbekannten. Leistungen des. Waisenivaters-, Herrn Marx, bewundern konnte. Wer hier die Schar vonprächtigen, gesunden, körperlich wie geistig bestens gepflegten Jungen in ihren Sabbatkleidern mit ftrahlieniden Gesichtern sah, ahn-te, welche unermeßliche Fülle von Kraft, Arbeit und Liebe -in diesem Hause hinter diesem Werke steckt. Diese Leistungen wurden auch -gebührend inschönen, -thorareichen Tischreden gewürdigt. Es sprachen nach der Begrüßungsrede des Herrn Marx die- He-rrn-e Rabbiner Dr. Jacob H o f f m a n n, Dr. Jacob H o r o o i tz und Rabbi M. K a r p e l, die Herren Direktor Dr. Fink, Direktor Dr. Elias und Em-il G o l d f ch m t d t. Um -die Mitdernachtstunde -trennte man sich von diesem Feste, das in gleicher Weife ein Fest: für die Kleinen- und Gro-- tzen, für den Vater und feine Kinder war. Dekh-Hamidrafch. Ostendstraße 18. Am niv hielt Herr Rabbiner Mofcheh Schreiber '"2 p'i der Stadt Erlau in Ungarn, Sohn des Obervabbiners Schimon Schreiber '"2 Erlau-, eine inhaltsreiche nsm in r.-nxi n^n die die sehr zahlreichen- .Zuhörer begeisterte, und spricht ihm der Vorstand des *i"»m öffentlich herzlichsten niv" aus. E. K. Israelitische Kinderheilstätte jn Bad Uauheim. In dem schön gelegenen Vad Nauheim, an d-en Ausläufen des Taunus, mit seinen Sol-, Thermal- und Sprude-lb ädern, liegt etwas abseits der Stadt, inmitten eines großen, parkartigen Gartens die Israelitische Kinderheilstätte, ein Heim für herzkranke und erholungsbedürftige Kinder. Ein herrlicher Frühlingstag, das erste Grün der vielen Bäume, d-ie ersten Frühlingsblumen von den hübsch angele-giten Beeten -lockendie große Kinderscha-r, Buben und Mädels von 14—15 Jahren, ins Frei-e. In Gruppen e-mgeterltz, von Kindergärtnerinnen und Schwestern betreut, ist Turnstunde. Rhythmische Uebungen, -ein Wiegen und Biegen und lustig ge-hts zum Spielen über. Ein Jauchzen und Schwatzen ist hörbar, in der Sandkiste dis Kleinen, beim Ball- und Rinig-elspiel die Großen. Ist Badeta-g> so gehts hierauf, nach eingenommenem Frühstück, eingeteilt. zu zweien mit fröhlichem Gesang undfrohem Schritt in die städtischen Heilbäder. Angenehm. ermüdet kehrt man zurück. Ein Gong ertönt, alles -eilt zur Speifeha-lle und mit frischem, gutem Appetit wird gegessen, was Küche und Keller bietet. „Ruhestunde!" ertön-ts aus Tan-tens Mund, in bequemen Liegestühl-en ruht die Schär, bis der Gong zum Vesper ruft. „Trara-, die Post ist da!", erschallts aus vielen Kehlen und „ich und ich, ich habe Post, auch ein Paket ist wohl dabei!" Gedanken tauschen hin und her, freudvoll und Leid-voll sieht man manches Kind, bis zu Tanz und Spiel sie alle wieder fröhlich sind. Fühlt sich zwischen der großen- Kinderschar mal ein Kind nicht wohl, so ist es der gütige Freund unserer Kinder, Herr Sainitäts'rat Dr. Hirsch, der dem Km-de schnell wieder aus die Beine hilft. Neigt der Tag sich dann dem Ende zu, so Negt bald das ganze Haus, welches tagsüber von fröhlichem Kinderlärm widerhallt, in friedlicher Ruhe da-. 4. Just 1929 Frankfurter ÄereimMender. N2v morgen nach Schul zDinim^ Herr Dr.; <& Posen. — s/4 Stunde vor nm» im Vereinslokal Langestraße 18 „Mikro- , Herr Dr. W. Hosmann. Im Anschluß daran-nni». —ft Ttüyde vor Nacht, im Hörsaal : „ MidraschLew Paul Aron. . : Sonntag morgen nach Schul; (ebensä Mittwoch) öl# «n, Herr Red. Schachnowitz, vorm 8^ Mr (auch Samstag eine Stunde vor Näctzi)Gemorö, Herr I Soser. — vorm. 9l/4 Uhr (auch Dienstag eine Stunde vor Mincho) Gemoro, Herr R. A. G. Posen. Montag morgens nach Schul ((ebenso Dännetstüg), Mifchna, Mitgliederlernen. Abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) im Vereinslokale, Gemoro, Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — 8»/4 Uhr abends (ebenso Donnerstag), Gemoro, Herr Dr. E. Posen. Dienstag morgen nach. Schul, (ebenso- Freitag), Mifchna, Herr Dr. E Posen. Von Montag bis einschließlich Freitag jeden Morgen nach Schul im Sitzungszimmer Friedberger Anlage, Gemoro, Herr Dr. S. Ehrmann. Von Sonntag bis einschließlich Donnerstag abends 8% Uhr im Vereinslokale, Schaslernen des Herrn Herz Halpern. Jahrzeitsstiftung. 6. Juli. Liebmann Stern-Stiftung. Montag, 8. Juli. Jette Kanmann geb. Moses- Stiftung - - Dienstag, 8. Juli. Joseph Erlanger, Luzern-Stistg. Mittwoch. 10. Juli. Leopold Wallerstetn-Stiftung. Donnerstags Li. Juli. David Freund-Stiftung. Azudas Iirroei-Ivgendzrvppe. Sonntag. 8 Uhr vormittag (ebenso Mittwoch 9 Uhr abend) CHUmisch. Herr Leopold Oppenheimer: Montag. 9 Uhr abends (ebenso Mittwoch) Mifchna. Herr Rechtsanwalt M. Katz. — 9 Uhr abends, (ebenso r>2D nachmittag 3 Uhr) Gemoro. Herr Emanuel Wolf. —9 Uhr abends (ebenso Donnerstag) Gemoro.^ Herr Gerfon Schnerb. Dienstag; »/49 Uhr abends (ebenso nntf SU5 Ub > Gemoro. Herr Leo Schnerb. — 3/49 Uhr (ebenso rinN 3 Uhr nachmittag) Gemoro. Herr Dr. W- Hofmann. — &IS Uhr abends (ebenso rnw 8/*io Uhr vormittags) Gemoro. Herr Dr. Is. Posen. (Alle Schiurim wie üblich.) - Liwjalh Ltzen-Vereln. Samstag mittag nach Mincho (5^/4 Uhr) im Hörsale -Friedbergeranlage, Vortrag des Herrn Red. S. Schachnowitz über „Die Riesen von Hebron." Gebetzeiken. Freitag abend 7.45 Samstag 6.30 Samstagsmorgen 7.45 Samstagnachmittag 1.— und 5.— Samstagabend 9.35 U)c>chengottesdieirst: Morgens 6.15 Nachmittags 7.15 Tefillin-Legen am Morgen 2.50 g’l^eifuhik-SflnsV- Marmeladen. Jl-,L- 'IDochenpf legerin ärztl. geprüft, Ia Referenzen, streng rituell, empfiehlt sich: Schwest. Lina Mayer, Ober-Lustadt (Pfalz) *-»1» 4für das Internat der Jeschiwah Uylll;n Montreux (50 Bachurim) zum 1. August 29 eine durchaus tüchtige, angenehme, liebevolle, streng.orthodoxe die schon ähnlichen Posten bekleidet hat. Off. mit Zeugnissen, Referenzen sowie Gehaltsänsprüche sind zu richten an Frau R, Botschko, Villa Bella, Montreux (Schweiz). Infolge des Ablebens unserer Oberin suchen wir zum baldigen Eintritt zur Leitung des israelit. Schwestern- und ICrankenheims München eine Obevin Ferner für die Führung und die Kontrolle des Wirtschaftsbetriebes eine Wirtschaft« leiterin Bewerberinnen wollen Gesuche mit eingehender Angabe ihrer bisherigen Tätigkeit, sowie mit ausführl. Angabe des Lebenslaufs senden an die Vorstandsehaft zu Händen des Herrn J. Basch, München, Widenmayerstraße 16/3. Für ein gutgeführt., Heiner. Hotel einer Kurstadt, wird streng orthodoxe perfekte Köchln gesucht, die bereit ist, auch die Aufsicht über Kaschrus zu übernehm. Bewerb.woll. Refer. m. Zeugnisabfchr. u. Gehaltsansprüchen einretch. unter 2172 c an die Erped. Sucfie per 15. Bug. für mein Knabenpesionai ein frommes Fräulein, das in Küche und Haushalt erfahren ist, als Frau Klibansky Frankfurt a. M. Trutz 47 Mel Verdienst Kultusbeamte(in), Lehrer (in) etc., welche in ihrer Gemeinde gut eingeführt sind, können sich durch Mitwirken bei einer großzügig, für das Allgemeinwohl unentbehrlichen Sache, gute Nebenverdienste schaffen. Off. unt. 2071c an die Exp. Kaufmann in ungekiindigter Stellung, 27 Jahre, ledig sucht Tofttion mit größerem Wirkungskreis. nav geschloffen. Off. unter 2169c an die Gxped. Für mein v-'i geschloss. Manufakturwaren-Geschäft suche per sofort einen kräftigen und . geweckten tekrkng Kost und Logis im Häufe. Bewerb. ».Lande bevorzugt Jacob Ullmann, Tiefenort. Aronime» Fräulein tüchtig iu Stenograsi: und Schrerbmafch., sowie sonst' Büroarbeit bei. Mitbetätigung im Haushalt, nicht unter 18 Jahre, per 1. Aug. Kost und Logis im Haufe. Simon Sänger, Fürth/Br Hebräische Buchhandlung §abbat-Anfaiig mul Ausgang roty Ort Anj Uhr ang Min. Datum Ausgang Uhr iMin. Frankfurt a. M. . 7 45 6. 9 40 Lerlin. 7 30 Juli 9 30 München .... 7 15 1929 9 06 Köln. 7 50 28 9 50 Stuttgart.... 7 30 ]V0 9 25 Breslau . . . . 7 30 9 04 Nürnberg.... 7 15 9 19 Hamburg .... 8 00 9 57 Würzburg . . . 7 30 9 30 Jsr. Mädchen sucht Steile in einem Haufe, wo sie sich im Haushalt noch bester ausbilden kann gegen Vergütung,. Off.u. 2150c a. Exp. Jüngeres Streng frommes^ junges Mädchen zur Mithilfe, für die Küche per sofort gejucht. Israelitisches Kurhospiz Rabv Dr. Bamberger . Bad Kiffingen.« Mädchen aus streng fromm. Haufe für die Küche g. e f u ch t. Hausmädchen, vorhanden. Frau Rechtsanwalt Dr. Edmund Meyer, Köln, Riehlerstraße-66.' 3sv. Mädchen fueßr Sfeffe bei anfpruchsl. Herrn um den Haushalt zu führen Off.-unt. 2181c an die Exp- Es ist ausschließlich Sache der Leser» die Im 2nseralenleil enthalleuen Empfehlungen riluetler Waren oder sonstige Angaben religionsgesehliche« Charakters auf ihre Iuoerlasfigkett zu prüfen.

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