Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 68 (1927)
- Issue
- Heft 29 (21.7.1927)
- Date
- 1927-07-21
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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21. Juli 1927 Der Israelit Nr. 29 Seite 13 VerMalie«. Zwolle, 10. Juli. Zu einem denkwürdGeu Festtag für die holländische Judenheit -gestaltete sich das 29jährige Aurtsjubiläum Herrn Oberrabbiners Hirsch-Zwolle am Sonntag, den 9. Tamus. Wer von auswärts kam und nicht Gelegenheit hatte, bisher die unendlich vielseitige liUlMkW MksMiW ffi m irem g«nM Umfangt Zu kennen, der konnte aus den Deputationen, die von nah und fern herbeigeeili waren, die gioße Wertschätzung erkennen, welche der verehrte Jubilar in allen Kreisen der holländischen Judenheit genießt. Die Gemeinde Zwolle, aber auch >die vielen Gemeinden aus dem Rabbinatsbezirk, die Lehrer, der holländische 'JlSftiilffFfffiolf? fine uniit)erjie^bore -galjiX oon WoX,liütlgkLitSiNstMÜMM MM W M nicht nehmen, in mnir men, zu Herzen gehenden Ansprachen Herrn Oberrabbtner Hirsch zu feiern. Das Delegraphenamt in Zwolle mußte (Da es Sonntag war) noch einige Hilfskräfte anstellen, um die aus Nah und Fern eintrefsenden telegraphischen Glückwünsche zu bewältigen. Wir behalten uns eine Würdigung des Herrn Obercabbtaer .S^irjd^ ber Sßorftijenber ber I>ottä.nbtfd)en ■ Qa.ru dssorganisallon der Agudas Jisroel in W Ägulrw blättern vor. Bad Nauheim, 12. Juli. Vergangenen Mittwoch nan 'i wurde unter großer Beteiligung und Anteilnahme aller Kreise der hiesigen Bevölkerung und vieler Kurgäste die toure Gattin des Herrn Lehrer Oppenheimer dahier öi’s&j MkMZM. Nllch huf ffißnioöu TllüM Der franl* heit ist fl? ln hohem Alter aus dem Krerfe SUfeMi, von der Seite ihres sie über alles schätzenden Gatten geschieden, um nach einem in wahrer, inniger Frömmigkeit verbrachten Leben reich an Arbeit einzugehen c>'2iv D”nb. Am Grabe sprach Herr Prov.-Rabb. Dr. H i r s ch f e l d Gießen, im Anschluß an die Segensworte ">21 -ans na von der Liebe^ Xreue und fjrömmigteit der SSerftorbenen. Möge rrapn den Zrautün&en, insbesondere dem tiefgebeugten, nun alleinstehenden Gatten seinen Trost spenden, ihr Andenken aber als segenspendendes Beispiel bei allen, die sie kannten, fortleben. ,i"anh. Vermischtes. Auwa, 11. gutt. Der Envcttecungsi«» Synagoge geht seiner Vollendung entgegen. Die Innenausstattung der Synagoge selbst, wie auch des neu angelegten Treppenhauses und einiger neu geschaffener Nebenräume ist geschmackvoll und künstlerisch ausgesührt. Die Anzahl der Plätze in der Männerwie in der Frauen- Synagoge konnte mehr als verdoppelt werden. Es ist Damit mm im örrnsÄn ffimttm mmirn?a unsere ©eHWih^ 4» Ä4K lötztM JahkWhllMN Mi gMltchr sen ist. Man rechnet mit der Einweihung am lanx N2v- Fulda, 13. Juli. Im hiesigen Landeskrankenhaus ist anläßlich des Neubaues einer Frauenklinik eine K o - s ch e r k ü ch e eingerichtet worden, durch die einem Uebelstand, der sich bisher häufig sehr unangenehm bemerkbar machte, für die Zukunft abgeholsen wird. In Zukunft wirb bas Essen in dsr Koscher küchle des Landeskrankenilsus?K jAfl nach gEllell AllZzKs» m MkZtö ZUstMst tet und braucht nicht mehr aus der Stadt dorthin gebracht zu werden. Die Küche ist mit allem Komfort, der Neuzeit und zugleich den Forderungen des Kafchrus entsprechenden Einrichtungen versehen. Sie steht unter Aufsicht des Rabbinats und wird von einer besonders geeigneten Persönlichkeit geleitet werden. Während bisher bie ^jäatienten oon hier unb aus ber näheren unb meäteren Umgebung wegen der Berpsteguä^ jüdische Krankenhäuser in den Großstädten aussuchten, wird dies in Zukunft nicht mehr nötig sein. Das Landeskrankenhaus steht unter der bewährten Leitung des Herrn Direktor Dr. Gunkel, zu dem viele ehemalige Patienten als zu dem Retter ihres Lebens und ihrer Gesundheit dankbar aufblicken. Es verfügt über 300 Betten und ist mit den modernsten hygienischen Einrichtungen ausgestattÄ. mid W MM Der neu MMM MMNNM!! eine UMS MM 111118U SIMI IfflD CITO SpeMlr Abteilung für Hals-, Nasen-, Augen-- und Ohrenkrankheiten. Die Eröffnung der Küche ist für Mitte August vorgesehen. Bierskadk-Mesbaden. 11. Juli. Die Gemeinde Bierstadt bei Wiesbaden kann aüf ein lOOjähriges Bestehen ihres Gotteshauses zurückblicken. Aus diesem Anlaß wurde das Gotteshaus unter großen Opfern seitens auswärtiger »TO WllMM LiMMikZ l?roifber flTn glreder zu mm seinem Range entsprechenden Räume hergerichtet. Auch die Frauen der Gemeinde trugen zur Verschönerung des Gotteshauses durch Stiftung eines Porauches bei. Am Samstag, den 9. Juli, wurde die W i e d e r e i n w e i h u n g feierlich begangen. Schon am <5 rei tag Aberib mürben bie Th ora ro II en feie r Di cf) unter Wn W -- rftr Ä MW MM gebracht. Am Sabbat fand ein Festgottesdienst statt, bei welchem der Bezirksrabbmer, Herr Dr. Lazarus, Wiesbaden, die Festrede hielt. Am Sonntag, den 10. Juli, fand dann die Hauptfeier statt. Verbunden mit der Feier war die Enthüllung einer Gedenktafel für die im Krieg Gefallenen unserer Semehtbe. Der Vorsteher. Herr G. Kahn, begrüßte die MW fit WwM lor(0 M QCDEF: W in öicten 100 Jahren Äas der Eememde steuer' ten sowie der Gefallenen und flehte Gottes Segen auf die Gemeinde herab. In einer großangelegten Rede schilderte offift Dr. S£ a^a r u s bie O^erfreubigfei-t und den AuiünflsMuben derjenigen^ die vor 100 Jahren das Gotteshaus errichtet haben, sowie aller derer, die in diesen 100 Jahren in diesem Gotteshaufe in Freud und Leid ihre Gebete gen Himmel richteten. Der Herr Land rat überbrachte die herzlichen Grüße der Behörden und ihre Anteilnahme an dieser Doppelfeier. Der -£>err Bürgermeister 3 r r g a rt g sprach für die politische $)ern?lnW wv&t WWni? <w;?&rU$lifljf ^3^ 2? ßffflfl GUS herkömmlicher Sitte bei solchen Gelegenheiten hier das Wort ergreife, sondern, daß es ihm ein Bedürfnis fei, das gute Verhältnis zwischen der jüdischen und nichtjüdischen Bevölkerung hier hervorzuheben. Dasselbe betonte auch der frühere Bürgemeister, Herr Hofmann, der rühmenb ermähnte, daß die jüdischen Einwohner Bier- \iaUs füll rll infüü GM stMöN. ffiß W ßflH, Osistr für die Gemeinde zu bringen. Der evangelische P s a r r e r überbrachte sreundschastliche Grüße seiner Gemeinde. Herr Justizrat Marxheim er beglückwünschte unsere Gemeinde im Namen der Hauptgemeinde Wiesbaden. Herzliche Worte sprach der Rabbiner der altisraelitischen Kultusgemeinde Wiesbadens, Herr Dr. A n s b a ch e r und erwähnte das stets gute EiGvklllkWkG W!Wü m ^belgemembe «nb ber Gememde, d-e er vertritt. Die Vorsteher der NellgiMsgesellfchaft Wiesbaden sowie der benachbarten Gemeinden Biebrich und Wallau überbrachten Grüße und Glückwünsche. Zum Schlüsse sprach der Lehrer der Gemeinde, Herr S. I. Rasende r g. Gesänge, vom Wiesbadener Chor unter Wtung m mm mm ümi mmmm?ie rrhöv4NLö Mer, « auj aüe üiii eiMMchru Emöruü machte. frankfurter Berichte TNartin Meyer ‘rsr Ein Jehudi von echtem Schrot und Korn, ein Mann im Sinne des w>x 12 -imm 'a -2, ist von uns gegangen; MfltiG icDßn in UIMI animn mumm mm lüM!" lo(m Bekennen dessen, was rhm Wahrheit wür, UUd dSM D ordern des Guren und Menschlichen, das er im viamen Gottes als Mtzwa vom Nebenmenschen heischte. 2lus R e n d sb u rg in Schleswig-Holstein stammend, wo er Jahrzehnte lang der damals noch blühenden Mittelgemeinde Vorstand und ihr gewissenhafter Wah^ der Trabidion unb Siorbilb in allem Äübijchen tuar, Jam Martin Äfistjer mit fsinvtr VVt mehreren fahren um die Administralion des Königswurter-Hospitales zu übernehmen. In mustergültiger Pflichttreue lag er diesem Amte-ob, immer bemüht, auch über seinen eigentlichen Ressort hinaus an der Erhaltung eines jüdischen Milieus in dem Krankenhaus mitzuarbeiten. Allein, die ganze ideale Kraft seines jüdischen Wollens konnte er erst entfalten, als er mit der Eröffnung des neuen Hospitales m her Gagernstratze in den Ruhestand trat und Herr seim M ßMFDiß. dFi QtaDliorte Jicß, ti MM, MMslllA von seiner ihm in Geist und Gesinnung ebenbürtigen Güttin, als ein ganzer W 0 h l f a h r t s v e r e i n; wo es galt, Erwerbslosen neue Existenz, Arbeitsuchenden Stellen zu schaffen, Nahrungsmittel den Hungernden, Kleider, Wäsche, Stiesel den Darbenden, Rat und Wegweifung den Berzweiselnden zu reichen. Kranke zur Genesung, Berrvahrlaste zur sittlichen Gesunbung zu führen — Überall tOflr ST QHT «fit 00m fruhlll Ml IH Diö Nacht hinein befand er sich in Bewegung, um seinen „Betrieb", dem sein ganzes Herz gehörte, auf der Höhe der Wirksamkeit zu halten. Unendlichen Segen hat er gestiftet und unendliche Segnungen begleiteten die schweren Tage seines Leidens ,die die letzten Monate feines fruchtbaren Lebens umschatteten. Wie verschwinden diese düsteren Monate erzwungener Ruhe gegenüber dem anprr D’p’Ti im inner MMslilMn LMGSKMMsM öas Wwußlssln hmvvn jmn ©amu uuD fetueu Muvein und Enkeln wahren Trost verleihM. Sonderveranstattungen der Agudas Iisroel- Iugendgruppe. Die Agudas Jisroel-Jugendgruppe hat für den Winter Großes vor, will aber schon im Spätsommer und im Herbst ihre Freunbe um ihre Fahnen scharen und durch gefJIge, mie VlriraglüMGftttllkrP« fÜF Miß 1®0O arbeit „warm halten". Am 14. August soll eine Dumpf e r f a h r t n a ch K 0 b l e n z und zurück stattsinden, und wird Gelegenheit geboten, aus Main und Rhein einen schönen Tag — doppelt verschönt durch geistige Genüsse, für die neben leiblichen reichlich gesorgt ist — in Gesell- MM Don srim M §ffinniMOfOfn?iien r Derleben. Es ist ZU ZwMö All 8MMI DüMMt ge; chartert, der sogar rituelle Küche mitführt. Der Preis ist mit Mk. 4.50 für Mitglieder sehr niedrig bemessen. Anmeldungen zur Teilnahme müssen jetzt schon, auf alle Fälle rechtzeitig (Herrn Walter Joses, Frankfurt, Waldschmidtstr. 74), ergehen. Der A u g u st weist noch zwei A u s s p r a ch a b e n d e (Mtt, llNH ftVOav fXftiitxooiiy 5>en 17. üb>er Oraani(tt tut(I tm* n„..; - ,«» * { t i o n,5 frag e n ua© einem Nesetrn von Dr. W. Ho fm a n n und Mittwoch den 24. August nach einem Referat von Herrn Heinr. Eise mann über das Thema: „Bon Kattornitz bis heute". Am 28. August findet die Treff- U W ft^tr MSÜW WH MW horten bekannt gegeben werden. Am 7. September soll ein Ausspracheabend über die Lage der Agudas Jisroel stattfinden (Referent: Herr Jakob Landau): ein musikalische k l a m a t o r i s ch e r A b e n d unter Leitung von Herrn Max N e u m a n n am 14. September, eine B e s i ch t i - auna Di§ alten ürteBDef g§ mm tjü^nng??n Herrn Simon Unna aM 18. SeptSMböV. AM AtzMÜ dieses Tages — es ist der erste S1 i ch a u s t a g, — soll in großem Rahmen ein E l u l v o r t r a g (Herr Redakteur S. S ch a ch n o w i tz) stattfinden, lieber S l ich a u s spricht am 24. September Herr Emil Gott lieb. Für Mittwoch den 21. September ist eine öffentliche tunöseöung MMMNi fff?f: a: au1 Tvr Jücvb Nsssnhsim spricht. Ueder emw iBoitragr* zyklus von Herrn Dr. Nathan Birnbaum wird noch Näheres bekanntgegeben. Das alles gewissermaßen als Auftakt und Vorbereitung für die Winterarbeit. Aus dem Winterprogramm heben wir jetzt schon hervor: Vortragsreihen über „Jüdische Denker der Gegenwart"; „Erez Jisroel" (Herr Dr. 8t §l|TfitWnn}j ^®Rmjort Sdaj>^a«t Hirsch unb feine Ideenwelt'' (Leitung'. Herr Jacob Nose'nheim); „Äus unseres Volkes Poesienschatz" (Leitung: Herr Redakteur S. Schachnowitz). Im Zusammenhang mit den letzteren Veranstaltungen ist auch an einen Ost jüdischen Abend mit Chor und Orchester unter Leitung des Herrn Neumann und mrn BMimm äjm Ä? f?lijten moHibev noch MiichM TDliö. Hort für jüdische Mädchen. Der Hort für jüdische Mädchen veranstaltet am Donnerstag, den 28. Juli, nachmittags 3.30 Uhr im Tivolrgarten. Darmstädter Landstraße 234 (Endstation der XramtoDMinte 4) eint Heine MluWin fmn ffmr spiele. Alle die sich dafür inMessMen (Erwüchse nutz Kinder) sind hierdurch höslichst dazu eingeladen. Ferienheim Seesen. Der Reichsausfchuß der jüdischen Jugendverbände eröffnet am 24. Juli 1927 das neuhergerichtete Jacobsonheim als Jugenderholungsheim für die Mitglieder der p 88PWHMM iBöFßonDe. Dm mm MlMGl Dkl Aussicht des Halberstädter Rabbinats. Der tägliche Pensionspreis beträgt nur Mk. 1.80 pro Person. Anmewungen und nähere Auskünfte bei der Agudas Jisroel- Jugendorganisation, Organisationsvorstand, Frankfurt a. M., Langestraße 18. ^ssssTUUsfurs im Darmftädter fianbesrnttfeum. Im Anschluß an die historische Ausstellung dieses Sommers „Alte Kunst am Mittelrhein" ist nunmehr auch eine Jüdische Abteilung eröffnet worden, welche jüdische Kunstwerke des Mittelalters und Abbildungen nach solchen aus dem Gebiet zwischen Worms und Koblenz uinfaßt. Am interessantesten ist eine Reihe kostbarer Handschriften des 13. bis 15. Jahrhunderts, neben dem berühmten Machlor aus der Wormser Synagoge 2 Machsorim mit Maturen. 2 WräM MM um tM, i und vor allem die ültöstö Njedttschkift Wr Mlnyngim von Jacob Levi aus der Frankfurter Stodtbibliothek. Vereinskalender. Verein Mekor Ehajim. Samstag vorm. nach^Schlutz der Synagoge, Herr Dr. Eliefer Posen. — nachmitt. PU Uhr. Herr Dr. Willy Hofmann. — 1 Std. vor Nacht im Hörsaale, Herr Joses Carleb ach. Sonntag (ebenso Mittwoch) morgens nach Schluß der Synagoge, tnx «n. Herr Red. SchachnoiMfi. DDini: Q7i Mk (888M L vor Nom), B*ms rBB M, ®txr I: ©ortet» — vorm. 9V4 Uhr (ebenso Dienstag 1 Stunde vor Mincho) «"nsZi, Herr Rabb.-Ass.G.Posen. Montag und Donnerstag morgens nach Schluß der Synagoge, r\wa, Mitgliederlernen. — abends 7 Uhr (ebenso Mittwoch) rnvi, Herr Rabb. Dr. Jos. Breuer. — abends 8lU Uhr (ebenso Donnerstag). una «am. Herr Dr. Eliefer Posen. Dienstag un^ mvWÜI THIüß der Synagoge» msrn» Herr Dr. Eliefer Posen. Jeden Abend 8% Uhr im Dereinsloßa! Lernen, Herr H. Halpern. Iah rzeits - Stiftungen: D oirn erstog, 28. Juli. Jettchen Stern-Stiftung. Agudas 3iskssl')ugsndgruppe. (Das Lesezimmer ist geöffnet: Sonntag nachmittag von 3-10 Uhr abends, Montag—Donnerstags abd von 1—10 Uhr, r>3tf vorm, von 10—1 Uhr, nachm, von 3 bis 10 Uhr). Sonntag. Tauroh mit Erklärungen, Herr Leop. Oupenhelmer. 8—9 Uhr norm., ebenso Mittwoch § m «fwte BÄKD. IL-MMM WllMll. Herr Ch.I a co b owiß. 2—3^/2 Uhr, ebenso Dienstag lhQ Uhr im Vereinslokal.