Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 67 (1926)
- Issue
- Heft 2 (7.1.1926)
- Date
- 1926-01-07
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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F." Januar 1926. D e r' I s r a e l i t Nr. 2 Seite 13 Anti-Schechikä-Bewegung m der Türkei. Türkei Konstantinope l, 28. Dezember. In der großen türkischen Presse wird jetzt eine Propaganda gegen die jüdische rituelle Schächtung betrieben. Es wird mit dem Argument gearbeitet, daß jetzt moderne sanitäre und technische Einrichtungen für die Viehschlachtung bestehen und daß das „rückständige jüdische Ritüal" deshalb abgeschafft werden müsse. (I. T. A.) Anierikn. Eröffnung der Session des amerikanischen Senats. Washington, 17. Dezember. Zum ersten Male seit dem. Bestehen des Senats der Vereinigten Staaten wurde heute die Session des Senats durch einen Gebetsspruch eines Rabbiners eröffnet. Bisher haben evangelische Geistliche die Gebetzeremonie vollzogen. Der Rabbiner, der diesmal die Segensformel sprach, ist Rabbi E. Jack aus Little Rock in Arkänfäs, einer der Führer des Roten Kreuzes in Amerika. Der Wife-Sturm. N e w - P o r k, 2. Januar. Im Gebäude des jüdischen theologischen Seminars „Schechter" fand eine Rabbinerversammlung statt, der mehr als 200 Rabbiner aus New-Iork und anderen Städten Amerikas beiwohnten. Die Versammlung beschloß, an Rabbi Dr. Stephen S. Wise einen Appell zu richten, er möge öffentlich erklären, daß der Inhalt seiner Predigt von der Presse falsch wiedergegeben worden sei ulld. daß er die Aussprüche, die ihm zur Last gelegt werden, nicht getan habe. Durch eine solche Erklärung werde die Angelegenheit zufriedenstellend erledigt sein. hat der Präsident der Zionistischen Organisation Amerikas und Mitglied der Zionistischen Weltexekutive Louis Lipsky in dem offiziellen Zionistenorgan „The New Palestine" einen AAell an die Mitglieder des Nationalkomitees für den Palästina-Drive gerichtet, das Rücktrittsgesuch ihres Präsidenten Dr. Stephen S. Wise nicht anzunehmen und die Stellungnahme des Rabbinerverbandes gegen Wise als grausam und ungerechtfertigt zu erklären, da Dr. Wise nicht gehört worden war, bevor ein Urteil über ihn gesprochen wurde. Ein Rücktritt von Dr. Wise, so schließt der Appell, wird dem Zionismus in Amerika sehr schaden. (Siehe Leitartikel.) , New-Park, 3. Januar. Die Exekutive der Zionistischen Organisation in Amerika und das Vereinigte Komitee für die Palästina-Kampagne hielten heute Sitzungen ab, in denen mit 71 Stimmen gegen die Stimme des Herausgebers des konservativen „Jiddischen Togblatts", Gedalja Bublick, ein Beschluß angenommen wurde, laut welchem Dr. Stephen Wise aufgefordert werden soll, die Präsiden tschaft der Palä-sti na-Kampagne beizubehalten. Die Exekutive der vereinigten Kampagne zur Aufbringung von fünf Millionen Dollar für den Palästina-Aufbau nahm ihrerseits mit 59 gegen 9 Stimmen einen Beschluß an, mit welchem die Kenntnisnahme des Rücktritts des Dr. Wise von der Präsidentschaft äbgelehnt wird mit der Begründung, daß die Ekrlärung von Dr. Wise über den wirklichen Sinn seiner Predigt im Tempel Emanuel vollkommen befriedigend sei. In einer weiteren Resolution wird die große Arbeit von Dr. Stephen S. Wise für das jüdische Volk rühmend anerkannt und an die Oeffentlichkeit appelliert, die Einigkeit zu wahren. Personalien. Hellen, lautersten Töne zum Lobe des Schöpfers entquillen zu lassen! Neuhaus war ein treuer Diener Gottes und von seinen Verpflichtungen gegen dessen Gebote erfüllt. Das Gotteshaus war seine liebste Stätte und sein ganzes Leben war wahrer Gottesdienst. Am Grabe rühmten Herr Dr. Herz -Fulda, Lehrer K a tz -Salmünster und Lehrer F r eu d en b erg er-Flieden die Tugenden des Verstorbenen und schilderten den großen Verlust der trauernden Familie, der Gemeinde und der Stadt. Möge dem Dahingeschiedenen für sein edles, gewissenhaftes und selbstloses Streben und Wirken der schönste Lohn in der lichten Himmelshöhe zuteil werden. Fr. Vermifchkes. Frankfurt a. IN., 1. Januar. Ein Herr Oskar Slattner aus Berlin hat sich Mitte November von uns das Recht erschlichen, neue Abonnements zu sammeln und auf diese neuen Abonnements die Gebühren für zwei Quartale einzukassieren. Die ihm erteilte Vollmacht lautete ausdrücklich bis zum 15. Dezember. Slattner hat unser Vertrauen in schwindelhafter Weise mißbraucht und die an ihn gezahlten Beträge unterschlagen. Wir bitten, ihm vorkommenden Falles, Vollmacht und Ouittungsbuch abzunehmen und uns telegraphisch zu benachrichtigen. Darmstadt, 6., Januar. Interessenten werden davon in Kenntnis gesetzt, daß am Sonntag, den 10. Januar, vormittags 11% Uhr in den Räumen des Mozartsaales, Darmstadt, Schulstraße 8, eine Feier veranstaltet wird zu Ehren des in den Ruhestand getretenen Lehrers Herrn I. L e b e r m a n n. Die Veranstaltung erfolgt durch ehemalige Schüler und Schülerinnen. Den musikalischen Teil hat Herr Siegfried May übernommen, die Festrede hält Herr Zahnarzt Dr. Sally Lehmann aus Frankfurt a. M. Sprechsaal. Berichtigung. Die in dem Artikel „Auflösung orthodoxer Bezirksrabbinate in Baden" aufgestellte Behauptung, der Herr Bezirksrabbiner habe die Aufsicht über die ntpnp in Gailingen niedergelegt, entspricht nicht den Tatsachen. Lehrer Hes-Gailingen. Dr Stephen S. Wise erklärte darauf, die Zeitungen, die über seine Predigt berichteten, hätten seine Worte entstellt. „Ich als jüdischer Rabbiner und Lehrer, sowie als Zionist," schloß Dr. Wise, „kann solche Ansichten, wie sie mir in den Mund gelegt wurden, unmöglich geäußert haben." Hs Lleiti oi^umarlen, oh liteje SrMäüunj qhJ) non der Union orthodoxer Rabbiner als. genügend erachtet werden wird, um den Zwischenfall als beigelegt zu betrachten. . ,; Inzwischen wird aus Warschau berichtet, der Ausschuß des Rabbinerverband.es in Polen habe einen Beschluß angenommen, in welchem die Stellungnahme der Union orthodoxer Rabbiner Amerikas gegen Dr. Wise gebilligt werde. Von zionistischer Seite wird aber Wise gedeckt. So Salmünster, 4. Januar. Nach kurzem Krankenlager verstarb im 75. Lebensjahre der in weiten Kreisen bebekannte Kaufmann Michael N e u h a u s. Eine große Anzahl von Verwandten und Freunden war aus nah und fern herbeigeeilt, um dem lieben Entschlafenen die letzte Ehre zu erweisen. Michael Neuhaus war noch ein Jehudi vom alten Schlage. Im Vereine mit seiner ihm MMslNMll Mltlst mu Der er W ÖO gllyreM Wir iiajer Che lebte. Mne er ein WiMMes Hüus. in mei* chem Thora und Jiroh noch eine Heimstätte hatten. In diesem Sinne erzog er auch seine 8 Kinder, von denen eine Tochter bereits in jungen Jahren von hinnen schied. Gleich unserm Stammvater Jakob hatte er die '»sr, alle seine Kinder in seinem Sinne wandeln zu sehen. 25 Jahre lang versah Neuhaus in mustergültiger Weise das schwierige Amt eines Synagogenältesten. Der Umbau des Frauenbades und die Anlage des oVur ma sind seiner Initiative entsprungen. Der Verewigte versah auch mit Vorliebe die Funktion eines nax Wie verstand er es, noch vor wenigen Wochen seiner Kehle die Berichtigung. (Israelitische Lehrerkonferenz Hessens.) Bei der Veröffentlichung unseres Konferenzberichts in Nr. 52 1925 des „Israelit" ist ein sinnstörender Druckfehler vorgekommen. Statt: Es wurde seit Kriegsende an Schulstellen aufgelöst: im Vorsteheramtsbezirk Fulda von 15 Stellen 62.3"/» muß u höißsn' - öött 15 Stellen 1 ßm. Brieflasten. Z. W. Betrag Frs. 20 eingegangen. i Jacob M. Ka. Betrag für Abonn. erhalten. L. A. in Ettlingen. Die Challogelder wollen! Sie aus Postscheckkonto 9553, Frankfurt a. M., Deutsch Holland. Palästina-Verwaltung überweisen. M. Z. Stuttgart. Der Junge wird am 'S . Der 19. Juni 1924 war der 17. Siwan.; Extra-Preise Im Crepe de chine 98 —ioo cm breit Ia Kleiderware, in. allen neuen Farben, Meter 8.80, 6.95 STEINWEG 8 I. Stock Spezialhaus für - «O Seiden-Damassfe halbseid. Qualitäten u. prächtigen Farben, Meter 5.40, 4.60 STEINWEG 8 I. Stock und Kleiderstoffe 3 20 Seidenstoffe, Samte Kein Laden und keine Schaufenster per 1. Februar für ni/iM > Schwägerin, 23 Jahre alt, in streng orthodoxen Haushalt mit^amilienänschluß- Dieselbe, ist im Aochen und sämtlichen Hausarbeiten perfekt. 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