Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 10 (5.3.1925)
- Date
- 1925-03-05
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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>-j.s d -Persöm liem ■ tL .?J ■ .0 n j>? tz >' ■■, p t-1- ..;: -'-, .;■ v — ■• ■ * - r , u ^Rahbi;mv Mahkin VST. ,r, J5jjraii,.4. Würz.. > Von qinery..schweren Schlagiss unsere Gemeinde wiedas lettische und litauische Judentum getrostM MMn. ^RabW I-M- Matz kin ist nach schwerer. Krankheit von . uns gegangen, ein halbes Jahr üachdem ' ims das ' Glückzuteilgeworden war/ ihn als öisseren. tzWgen Fühter zu 'besitzen. Viele Jahre wirkte R8bbi''Klätzkin in: der großen; altberühmten litauischen Gemeinde Nossieni und kam von dort gegeii Sommersende nach Libau, wo er-gleich von der tückischen KraykheitbesallLnwurüe.^Die Gemeinde, die oan dem Berliner Professoren über den gefährlichen Zustand ihres Rabbtunterric^twar,su ihm die letzten leidvollen Wochen nach Möglichkeit zu verschönern. Die TrauerkundgebüngberderVestattuttg machte:auch auf die christliche 5 Bevölkerung einen gewaltigen Eindruck. Auf dem Wege zum Friedhof wurden in drei Synagogen ergreifende Hespedim gehalten. Wie aus Rossteni gemeldet u.ird> hat dort die Kunde vom Ableben des Rabbi Klätzkin, der die gebannte Gemeinde-über Ein Jahrzehnt mit Liebe und Aufopferung geleitet hat, unbeschreibliche Bestürzung ausgelöst. Am Dienstag wurde dort in der großen Synagoge eine öffentliche Trauer-Kundgebung abgehalten, zu welcher Zeit alle Geschäfte geschlossen hielten und alle Arbeit ruhte. ' n-ran Stadt Brückenau, 3. März. Am Purim feiert unsere allverehrte Bürgerin, Frau Hannchen S). Stern, ihren achtzigsten Geburtstag. Frau Stern besitzt n-2 noch ihre volle geistige und körperliche Rüstigkeit, um in gewohnter Weise n-»r zu üben und sich keine Mizwohtat entgehen zu lassen, «r»*. . Briefkasten. H. H. m F r. Sie verweisen uns auf eine Notiz im „Züd fchen Wochenb altevom 20. Febr., die übrigens den I. T. A -Berichten entnommen ist und lautet: „Das Weltbüro der Agudas Jisroel hat den berühmten Rabbiner Choim Mosche Grodzenski. Verfasser des Werkes „Chofez Chaim". eingeladen, nach Gens zu reisen, um den Standpunkt der Agudas Jisroel in der Frage der Kalenderresorm vor der Dölkerbundkommission zu vertreten" und fragen uns, ob das stimme? i „Jamit einigen Abweichungen: 1. Einen berühmten Rabbiner Chajim Mosche Grodzenski gibt es nictt. Der berühmte Rabbiner hcitzt Chajim Os er Grodzenski. 2. Dieser Rabbi CH O. Grodzenski ist nicht Verfasser des uChofez Chajim", sondern das Werk hat. wie jedes Kind heute weiß, Rabbi Israel Meir Hakohen zum Verfasser. 3. Weder Rabbi Chajim Oser noch der wahre Chofez Chajim sind in Kalendersachen nach Genf gefahren, sondern die Herren Rabbiner Fürst Wien und Lewen st ein, Zürich haben den Standpunkt der Orthodoxie in der Frage der Kalenderdeform in Gens vertreten.— Sonst stimmt alles ganz genau... - Im übrigen scheint sich der Herr Verfasser der Notiz schon zwei Wochen vor Purim im Zustande -es /IST 'VT U'? befunden zu haben. .. M. P. in Wien. Das Werk ist bei Oberxabbiner Grünwald in Uzhorod (Slooakei) erhältlich S. H. in L. und Andere. Daß Sie den Schlußärtikel des .Leipziger Allerlei" in der letzten Nummer vergebens gesucht haben, tut uns leid. Er Kam. wir wissen selber nicht wie. aus die vierte Seite der beiliegenden ..Blätter" der A. I. zu stehen und steht wohl jetzt noch dort,, unter der Ueberschrift..Leipziger Völker sch lacht". Falls Sie den Teil noch besitzen, raten wir Ihnen, die Lektüre bei der P uri mi eud 0 h noch vachzuholen. Ihre Purimstimmung wird darunter nicht leiden. S. L in Baltimore. Erhalten und sofort an die tichtige Stelle weitergegeben. L. K. in Freudenberg (Bez. Trier). Der Barmizwotag ist> der 20. Februar 1926. Die Barmizwo-Sidrah n»mr> D- Sprecksaal. Zur Betriebssicherheit der Schechitah. . Von der Schechita, bezw. deren Ausübung, gilt das Wort der Weisen s. A.: rr^rr nssVja nrx sie ist nicht eine mechanische Arbeit, sondern eine Kunst. Die peniblen Vorschriften für die praktische Ausübung der Funktion erheischen nicht nur strenge Gewissenhaftigkeit seitens des Funktionärs, sie stellen auch in hohem Maße Anforderungen an dessen gesunde Sinne und körperliche Rüstigkeit, an Gewandtheit und praktisches Geschick. Je mehr wir diese Anforderungen stützen und schützen können, desto besser, desto begrüßenswerter vom Standpunkte unserer hl. Religion aus, nicht minder auch im. Hinblick auf die persönliche Sicherheit des Schachet. Keiner, der in der Praxis des Schechita-Amtes'steht, wird leugnen, daß auch Gefahren mit der Ausübung dieses Berufes verknüpft sind. Wir möchten uns deren Aufzählen hier schenken. Es ist vollkommen in Ordnung und berechtigt, für den Schochet die Unfallversicherung ftaatlicherseits zu verlangen. Religiöse Momente und Forderungen allgemein menschlicher Natur weisen uns also darauf hin, die Betriebssicherheit der Schechita, d. -h. des eigentlichen e.r I <rü e l i .... ..... .... ........ .. ,... Nr 10 Seite 17 ^chächtakchsimmer-mehr. äuszubauen - und zu größtmöglichster Vollkommenheit zu führend In diesem Sinne glaube ich Kollegen auf einen sogenannten Kopfhalteraufmerksam machen ^zu sollen, der neuerhipgs..konstruiert wurde und-ebenso praktisch'leicht zu hünohaben als billig ist. Derselbe ist von einem Mrtzgermeister: /'Nack ' in c. Mainstockkeim bei - Kitzingen (Bayern) 'iw! Gemeinschaft mti dem dortigen Schmiedemeister Kesstlrmg erdacht und ausgeführt./ Er besitzt Gabelform mit bequemem Handgriff, feststehende Bügel mit gerundeten Enden zum Umklammern der Hörner. Durch eine sinnreiche Vorrichtung Ist der verschiedenen Größe des Kopfes Rechnung getragen. Parallel Mit dem gebogenen Ende des einen Bügels läuft eine Leiste, mit einer Flügelschraube befestigt. In einer Viertelminute ist diese gelöst, falls eine größere Weite der Gabel erwünscht ist, wenn es sich um ein .stärkeres, Schlachttier .handelt. Zu diesem Vorteil kommt die leichte, rasche Handlichkeit und die Tatsache, daß ein mittelstarker Junge in der Lage ist, mittels des Hebelgriffes den Kopf des Tieres eisenfest zu halten. Gewiß hat die Abwehr der Angriffe auf unsere hl. Schechita auch schon zur Konstruktion verschiedener Kopfhalter geführt. Allein auch hier ist Stillstand Rückschritt und das Bessere stets der Feind des Guten. Der Apparat ist um 13 Mark von dem Schmiedemeister Kesselring selbst in Mainstockheim zu beziehen, franko Station dortselbst. Wir glauben so manchem Kollegen einen Gefallen zu erweisen, wenn wir auf diesen trefflichen und billigen Apparat aufmerksam machen, nicht zuletzt aber auch vielleicht damit ein wenig beizutragen, Reibungsflächen verschiedener Art zu verhüten oder zu vermindern. Dettelbach. A. Mannheimer. frankfurter Berichte. Trnuerfeier in der Synagoge Friedberger Anlage. Die Trauerfeier in der Synagoge der israelitischen Religionsgesellschaft Friedberger Anlage hinterließ in ihrer einfachen Schlichtheit einen nachhaltigen Eindruck. Zwischen dem Mincho- und Mariw-Gebete war eine Stunde dem ehrenden herzlichen Gedenken gewidmet, einfach und natürlich, wie aus der täglichen Andacht herausgewachsen. Schon das Minchogebet des Herrn Oberkantor Peiffachowitsch verbreitete die für die Stunde nötige gehobene Stimmung. Dem Tachnungebete schloß sich dann eine Psalmenauslese an, von Vorbeter und Gemeinde vorgetragen. Darauf bestieg in Vertretung des abwesenden Herrn Rabbiner Herr Rabbinatsassessor G. P 0 s e n die Kanzel, und er fand äußerst warme Töne für die Feier der Stunde. Das reine Olivenöl, das die kommende Sidra für die heilige Lampe vorschreibt, ist nach Midraschdeutung das Symbol für das jüdische Volk, welches wie die Olive getreten und gestoßen wird, um sein reines Licht zu verbreiten. An das bevorstehende „Sochaur" anknüpfend, besprach nun der Redner das Gedenken des Tages und seine Trauer. Als der Redner nun bei den vielen Toten auch den einen großen Toten, den Reichspräsidenten erwähnte, erhob sich die ganze Gemeinde spontan und hörte die ehrenden, herzlichen Worte, die in dem Talmudsatz ausklangen vr c^iv-i nms n’on Nan pbn anb stehend an. Es folgte bas „Iksk 0 r", eine lange, lange Reihe von Namen, dis ebenfalls stehend und in atemloser Stille angehört wurden. Mancher bekannte Name streift das Ohr und heiße Tränen treten ins Auge. Angehörige stehen erschüttert da. Ein „Kel Mole Rachamim", vom Herrn Oberkantor stimmungsvoll vorgetragen, beschließt die traurige Liste und wird von der ergriffenen Gemeinde mit eintzm vielhundertstimmigen Omen begleitet. In fein und weihevoll abgetöntem Chorgesange erhebt sich das „Schiwissi" und Herr Kantor Steinberger stimmt das Mariw-Gebet an. Damit ist die Feier zu Ende, ohne Prunk und ohne unnötigen Aufwand, natürlich und ergreifend vom Anfang bis zum letzten Ausklange. ArWina-Zentrale dee Agudas Jisroef * Der in der letzten Nummer der Blätter durch einen Druckfehler mit 22 Piund angegebene Preis für den zum Verkauf angkbotenm Boden in Emek Isreel ist wie für jeden Kenner selbstverständlich 22 Dollar pro Dunum. Frankfurt am Main fafäfrina - Zentrale ’ > Agudü? Ilsroel Ortsgruppe. Herr Prof. Dr. Josef Unna aus Nürnberg hält nächsten Samstag, den 7. März a. c., abends 8J4 Uhr in der Aula der Realschule am Tiergarten einen Vortrag über das Thema: Rabbenu Saadja Ga0n. Gäste, Damen und Herren, willkommen. Hespeauf Obcrrabb'ner Diskin; Die Agudas Jisroel Ortsgruppen A u. B und die Agudas Jisroel Jugendgruppe veranstaltet Sonntag, den 8. März., nachmittags 5 Uhr in der Aula der Realschule/ Tiergarten 8, einen Hesped auf den in Jeruscholajim soeben Heimgegangenen nsn nsn Jizchok Jerucham Diskin * Trauerredner ist Herr B. R a ch e l - fohn. Die einladenden Gruppen erwarten angesichts der großen Bedeutung des Verewigten eine recht starke Beteiligung? Mincho' wird vor Beginn der Veranstaltung gebetet. Midrafchvorkrag über Megillas Esther. Die Vereine Mekor Chajim und Liwjath Ehen haben für diesen Samstag einen gemeinsamen Vortrag über „Midrasch und Agada zu Metz illas Esther" angesetzt. Redner Herr Redakteur S. Schachnowitz. Der Vortrag findet Samstag eine Stunde vor Nacht (6 Uhr) im Hörsaale Friedberger Anlage statt. Der übliche Liwjath-Vortrag nach Mincho fällt diesesmal aus. Das Purimfest der Agudas Jisroel. Das Festkomitee übermittelt uns folgende Meldung der Telegraphenagentur der Agudas Jisroel: Schuschan, den 5. Adar: Hamans Anschlag auf Juden Schuschan durch Mordechai glücklich vereitelt. Mordechai vom König als Reichskanzler ernannt. Feierlicher Amtsantritt am 15. Adar (11. März) im Palais „Zoo". Wegen des zu erwartenden Andranges bei den Feierlichkeiten werden Karten ausgegeben, die, soweit Vorrat reicht, bei nachstehenden amtlichen Verkaufsstellen in beschränkter Zahl noch zu haben sind: Fräulein Selma Schlenker, Windeckstraße 60 (H. 5059), Herrn Fritz Strauß, Sandweg 5 (H. 1987) sowie bei den hiesigen jüdischen Buchhandlungen. Das Purimfest des JsraelMfchen Handwerkervereins. . Der „Verein selbständiger israelitischer Handwerker und Gewerbetreibende E. V." zu Frankfurt a. M. hält am Dienstag, den 10. März, in sämtlichen Räumen des Zoologischen-Gartens ein Purimfest im Stile der alten Judengasse ab. Der Vergnügungsausschuß gibt sich alle Mühe, die Frankfurter alte Judengasse in historischer Treue entstehen zu lassen. Nicht nur das: auch die alten bekannten Gestalten werden da sein. Von den großen komischen Figuren des Ghetto wie Baron Amfchel v. Rothschild bis zu den Dr. Lifgens. genannt Kannix — ausgehauen am Frankfurter Rathaus — und der „sauberste" Mann der alten Judengasse, der Seifenhändler Davidsborsch — ebenfalls am Frankfurter Rathaus verewigt — erscheinen. Die Festleitung und dekorative Ausstattung liegt in den Händen der Herren Malermeister Meier, Schreinermeister Schlesinger, Tapezierer Halber st adt und anderer bewährter Mitglieder. Purimfeier in Wiesbaden. In Wiesbaden wird am Sonntag, den 15. März, eine Wohltätigkeitsveranstaltung mit vorzüglichem Programm, unter anderem „Esther" nach Racine vorbereitet. Der Ueberschuß dieser Veranstaltung fällt Waisenhäusern zu. Da großes Interesse für die Feier gezeigt wird, ist es ratsam, sich bereits mit Eintrittskarten zu versehen. — Eintrittskarten sind zu haben in Wiesbaden: im Schuhhaus Neustadt, Langgasse, Zigarrenhaus Frankel, Hänergasse; in Frankfurt bei Frl. Selma Schlenker, Windeckstratze 60; in Mainz bei Frau Nabb. Dr. Bondi, Bahnhosstrahe 5. Arbeitsnachweis. Der Arbeitsnachweis der weiblichen Fürsorge, Langestraße 30, teilt mit, daß er ab 1. März außer seinen üblichen Sprechstunden noch jeden Donnerstag von 7% bis 9 Uhr eine Abendsprechstunde abhalten wird. Unentgeltlicher Arbeitsnachweis. Wir suchen dringend Lehrstellen zu Ostern für mehrere Lehrmädchen mit höherer--» Mittel- und Volksschulbildung (Büro, Lager und Verkauf). Außerdem einige Lehrstellen für Schneiderei und Weißnähen in Samstag geschlossenen Geschäften. Verein israelitischer Gehörloser E. V. Frankfurt a. Al. Wegen nationaler Trauer mußt» die Purimfeier auf Samstag, den 14. März, verschoben werden. Bereinskalender. (Wegen Raummangels verkürzt.) Aerei« Mekor Hvaftm. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge .Dinim"; Herr Rektor a l k. - 12*-'« Uhr in der Frauensyna^oge der Klaus itqk Herr Professor 25 Weyl. — nachm Uhr im Vereinsiokale Langestraße. „Mikroh": Herr Dr. Hofmann. — eine Stunde vor' Nacht im Hörsaale Friedberger-Anlage: „Megillas Esther".