Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 66 (1925)
- Issue
- Heft 3 (15.1.1925)
- Date
- 1925-01-15
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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15. Januar 1925 Der Israelit Nr. 3 Seile 13 sein, des zum Frankfurter Berichte. Chanukafeier'im Hort für^jüdische Mädchen. - Wie alljährlich versammelten sich wiederum an einem der Chanukahtage in der Turnhalle der Israelitischen Volksschule die Vorstandsdamen des Horts und der Jüdischen Frauenvereinigung, die Mütter mit den Hortkindern und die Hortleiterinnen. Nach einer Ansprache der Vorsitzenden, Frau Henriette Be st ho ff, die aus die Entwicklung des Horts, der vor 12 Jahren mit 40 Kindern begonnen habe und nun 100 umfasse, hinwies, und die den Leiterinnen für ihre aufopfernde Tätigkeit und den Damen, die sich um das Gelingen der Feier in hingebendster Weise bemüht hatten, ihren Dank aussprach, gingen theatralische und gesangliche Darbietungen in bunter Abwechslung über die Bühne. So freudig die kleinen „Künstlerinnen" bei der Sache waren, so warm war der Beifall der Anwesenden. Die Bewirtung der Kleinen stand wieder aus der Höhe; Kakao und Kuchen waren reichlich gespendet worden. Ganz besondere Verdienste haben sich aber die Freunde des Horts durch ihre Sammeltätigkeit erworben, die sich aus alle nur möglichen nützlichen und schönen Dinge erstreckte, die ein Kinderherz erfreuen können, so daß die Kinderschar reichbeladen und beglückt heimgehen konnte. All den Firmen, die in so liebenswürdiger Weise uns Kleiderstoffe, Wäsche, Spielsachen usw. für die Chanukah- Beschenkung zur Verfügung stellten, sei hiermit wärmstens gedankt. In weit höherem Matze noch würde der Hort seine Aufgabe erfüllen können, wenn uns die geeigneten entsprechenden eigenen Räume zur Verfügung stünden. Es ist dies ein Wunsch, den wir im Interesse unserer Hortkinder schon längere Jahre hegen. Wir hoffen, daß sich Menschenfreunde finden, die uns helfen, diesen Wunsch zur Wirklichkeit werden zu lassen. Agudas Jisroel-Mädchengruppe. Es mögen etwa einhundert junge Mädchen gewesen die sich letzten Sonntag Abend auf Einladung Vorstands in den Räumen des „Mekor Ehajim" gemütlichen Zusammensein trafen. Für reichliche Bewirtung war bestens Sorge getragen; doch auch an geistiger Nahrung sollte es nicht fehlen, hatten doch Herr Jacob Rosenheim und Frau Schenirer (Leiterin der großen apy n'2--Bewegung der Agudas Jisroel) ihr Erscheinen zugesagt. Nach einer kurzen Begrüßung der Anwesenden durch Herrn Gerson Schnerb ergriff Herr Rosenheim das Wort zu einem ausführlichen Referat, in welchem er — ausgehend von einer Rede des unvergeßlichen Aron Markus auf der Gründungstagung der A. I. in Kattowitz 1912 — auf. die außerordentliche Wichtigkeit der Mädchenerziehung im Osten im Sinne der min hinwies und berichtete, welch' wirklich schöne Erfolge die Orthodoxie gerade in letzter Zeit auf diesem Gebiete zu verzeichnen hat. Redner erörterte, daß trotzdem gerade in dieser Richtung noch recht viel zu arbeiten sei, vor allem durch Aufbringung erheblicher Summen die zur Erhaltung der nunmehr gegründeten vierzig Schulen benötigt werden. Die Worte des Redners und die zündende Rede, die auch Frau Schenirer teilweise in Form einer „Unterhaltung ostjüdischer Mädchentypen" an die Versammelten richtete, wurden mit reichem Beifall ausgenommen. Der Abend, der diesem großen Arbeitsgebiete der Agudas Jisroel durch Zeichnungen einen größeren monatlichen Beitrag der Frankfurter Mädchengruppe sicherte, kann als wohlgelungen angesehen werden, und es bleibt zu hoffen, daß auch die am Abend nicht Anwesenden ihr Scherslein diesem Tätigkeitszweig zur Verfügung stellen, wenn in den nächsten Tagen Mitglieder unsrer Mädchengruppe bei ihnen vorsprechen werden. Ein Gemoro-Schiur im Beshamidrasch. .Im Beshamidrasch Ostendstraße lernt allabendlich von Sonntag bis einschl. Donnerstag von 9—10 Uhr Rabbr Mosche Karpel vor einem. größeren Kreise einen HV'v in mma Jungen Leuten und D’na ’Vm ist hier Gelegenheit geboten, an tiefgründigem Lernen teilzunehmen. A.-J.-Jugendgruppe. Der Zyklus „Jüdische Literatur" unter Leitung des Herrn Dr. Harry Abt wird ab Samstag den 17. Februar 25 abends pünktlich 9.30 Uhr wieder regelmäßig stattfinden. Gäste, Damen und Herren, herzlich willkommen. Synagogal-Konzert. Das für nächste Woche geplante Synagogalk o n z e r t kann wegen Behinderung des Dirigenten vorerst nicht stattfinden. Hermann Kander bn- Eine außergewöhnlich beliebte und liebenswerte Persönlichkeit ist in den Abendstunden des Montag dem Kreise der Eesetzestreuen unsrer Stadt entrissen worden; ein Mann von schlichter, bescheidener Lebensart, in redlichem Pflichternst tagsüber ganz seiner Berufsarbeit zugcwandt, hat Hermann Kander doch durch den Zauber seiner einfachen, selbstverständlichen Menschenliebe, in der er vym v'vrmi mxa nachjagte, die Herzen gewonnen und sich reichste ni’ar erworben. An der Seite seiner unvergeßlichen, edlen Gattin, der vor grade einem Jahre allzufrüh heimberufenen Lina Kander, hatte er mit dieser sich ganz in die Wohlfahrtsarbeit hineingestellt und wetteiferte mit der rastlos Tätigen in der durchdachten Fürsorge für einen weiten Kreis von Hilfsbedürftigen aller Art. Tief in einem Herzen voller v'vv nun' wurzelte dieses Liebeswirken; glücklich war er, wenn er vor dem timt in süßem Wohllaut den Schöpfer preisen und sich selbst wie die Gemeinde stärken konnte für den Gottesdienst des Lebens. Dieses Gottvertrauen hielt ihn aufrecht, als den körperlich schon stark Geschwächten das Furchtbarste, nie Erahnte traf: der Tod der um so viel jüngeren geliebten Gattin. Erholt hat er sich nicht von diesem Schlags. In inniger geistiger Gemeinschaft mit der Heimgegangenen Geliebten hat er dieses Jahr verlebt und ist ihr nun in Sehnsucht und Treue rasch nachgefolgt in die Ewigkeit. monn Personalien. Das Ehepaar Louis und Pauline Gellhorn, jetzt in Frankfurt a. M., kann am 19. d. Mts. das seltene Fest der diamantenen Hochzeit begehen. Als Inhaber eines Bäckereibetriebes hat der Jubilar unter treuestem Beistand seiner Gattin sein Geschäft zu hoher Blüte gebracht. Seine Heimatgemeinde zeichnete den in großem Ansehen stehenden, stets bescheidenen und gottessürchtigen Mann verschiedentlich durch Ilebertragung von Ehrenämtern aus. Der 86 jährige. Bräutigam und die 89 jährige Braut sind von seltener geistiger Rührigkeit und körperlicher Frische. Sie haben ein Zimmer im Gebäude, der Israelitischen Krankenkasse, Rechneigrabenstraße 20, inne und werden an ihrem Jubeltage von Kindern, Enkeln und Urenkeln umgeben sein. Wir wünschen dem rüstigen Paare, das auf streng religiösen! Boden steht, auch weiterrhin Glück und Segen. -D"V Vereinskalender. Ierein Wekor Hhajim. Freitag abend nach Schluß der Synagoge im Hörsaal Friedberger Anlage „Mikro" Herr Lehrer K. Ochsemann. Samstag vorm, nach Schluß der Synagoge „Dinim"; Herr Rektor Falk, — 12V* Uhr in der Frauensynagoge der Klaus niDtf "piD; Herr Professor A. W eyl. — nachm. 31/4 Ubr im Vereinslokale Langestratze, „T efilokur s"; Herr Dr. Hofmann. — abends 1k9 Uhr Vortrag Dr. Ehrmann über „Chassidismus". Sonntag und Mittwoch früh nach Schul rri2ß DEM; Herr Red. Schachnowitz. — Sonntag vorm. 9lU Uhr und Dienstag abend ö Uhr „Gemoro"; Herr R. A. G. Posen. — abend 6 Uhr im Vereinslokale, -Etwas über den Frankfurter Minhag", Herr Dr. W. Hofmann. — Montag und Mittwoch abend 7 Uhr „Gemoro" , Herr Rabbiner Dr. Jos. Breuer. — Montag abends 83/4 Uhr (auch Donnerstag) „Gemoro", Herr Dr. Eliefer Posen. — Dienstag und Freitag früh nach Schul „Mischnah", Herr Rektor Falk. — Allmorgendlich nach Schul M i s ch n a - Mitgliederlernen. Jeden Abend 9 Uhr v"V-Lernen. Alltäglich von 2—7 Uhr mittags: Gelegenheit zum Lernen jeglicher Art (auch Schiur-Lernen). Dozent: Herr Herz Halpern. Jahrzeits-Stiftungen: Dienstag. 20. Jan. Hermann Lehmann-Stiftg. — Jacob Seeleg-Stiftung. ' Freitag, 23. Jan. Samlon Raphael-Hirfch-Stistg. — Selig Goldschmidt-Stistg. — Jsaac Eschwege- Stistung. Agudas Iisroet-Augendgruppe Alltäglich von 8-12 Uhr vorm.: Gelegenheit zum Lernen, von 12—1 Uhr „Das Jaumi". Herr Herz Halpern. Sonntag, 8 morgens Chumisch mit Raschi; Herr Leopold Oppenheimer. — 2 Uhr mittags, Mitgliederlernen "N- — abends 8 Uhr „Sanitätskurs". Montag, ll29 Uhr abends (auch Donnerstag), „Gemoro", Herr Herm. Hirschberg (Hegelstraße 13. — 7*9 Uhr ab »18 "N (Mitglieder). — if29 Uhr ab „Gemoro". Herr H. Halpern (auch Donnerstag). — 3U9 „Mifchna", Herr Dr. Rothschild. — 9 Uhr ab „Dinim", Herr G. Schnerb. Dienstag, 7?9 Uhr abends „Gemoro", Herr Dr. W. Hofmann. Mittwoch, 729 Uf)r abends -Gemoro" (Mitglie der). — 8 Uhr Aussprache. Donnerstag, Vaö Uhr abends nviip Dienstag, abends 7*9 Uhr, „Dinim". Herr Dr. W e g e r. M i t t w och, abends 7-9 Uhr, Aussprache. Donnerstag, abends 729 Uhr. „19 Briese". Freitag abend nach Schul, „Sidro". — 8 Uhr abends gemütl. Zusammensein, Hanauerlandstr. 17. Samstag. 721l Uhr „Tillim". Herr Louis Kahn. — 11 Uhr nm i-vjb, Herr H. Frankenthal. — 4 Uhr nnn, Herr Lehrer Hirschberg. NesyamidralÄ, Hkendstraße 18. Allabendlich zwischen Mincho und Maariw »18 "N sowie Samstag morgen 11 Uhr „Aus der Sidra". Herr Rosenzweig. Freitag abend nach Schul sowie vor Sabbatausgang halbstündiger Dortrag des Herrn B. Rachelsohn über jnff tiidSi. Gmoro-Schiur des Herrn Dr. Isaak Breuer, Sonntag 7*9 Uhr vorm., Dienstag, Mittwoch und Donnerstag abends i/29 Uhr. Lirvjaly ßyeu-Aerein. Samstag nach Mincho, Hörsaal Friedberger Anlage: „Midrasch"; Herr Red. S. Schachnowitz. V"V Tiian- Allabendlich von Sonntag bis Donnerstag Ostendstratze 18, 6—7S Uhr abends Gemoro Megilla", Rabbi Salomon Weber. am 'all Lernoerein Unterlindsu. (Vereinsräume Unterlindau 231. Jeden Freitagabend unmittelbar nach dem Gottesdienst Vortrag des Herrn Rabbiner Dr. May. Montag und Dienstag abends 87s Uhr: v'nvs D». Herr Rabbiner Dr. Horovitz. Mittwoch abends87sUhr: ü’iibno a'8'21 (Königsbücher). Herr Dr. May. In Vorbereitung: ein tupw für Damen. M. I. A. (Frankfurt a. M.) 1. V. I. A.-iip'V* Samstag abend 674—774, Sonntag morgens von 7a8—9 Uhr und Donnerstag abends von 8—9 Uhr rQ'Er», Friedberger Anlage 4, Zimmer 4. Leiter Bbr. Dr. Ehrmann. 2. Jüd.-medizinischer Kurs bei Bbr. Dr. Hofmann, Efchersheimer Anlage 1. Donnerstag abends 81/2 Ubr. Thema. 3. Arbeitsgemeinschaft: Jüdische Weltanschauungssragen. Sonntag abends 87» bei Bbr. Dr. I. Posen, Am Tiergarten 42 III. 4. Stellenvermittlung. Es besteht Niederlassungs- Möglichkeit : für einen orthodoxen Augenarzt. für einen orthodoxen Zahnarzt. Herr M. Kurzweil. — 9 Uhr abends „Dinim-, Herr Gerson Schnerb. Freitag, abend nach Schul „Sidro-Vortrag"; Herr B. Rabinowitz. — 8 Uhr gemütliche Zusammenkunft in den Räumen des Mekor Ehajim. Samstag, 10 Uhr morgens „Gemoro", Herr Dr. I. Posen. - „Kizzur", Herr Louis Kahn. — 11 Uhr *pn, Herr Dr. W. Hofmann. — 7,128. Herr H. Frankenthal. - *pm Herr H. H alpern. - 12 Uhr „Gemoro", Herr H. Halpern. — „Mifchna". Herr Lehrer Hirfcyb>rg. — 2 Uhr „Raschi", Herr M. Novak. - 743 Uhr „Gemoro". Herr Dr. W. H 0 f m a n n, tnx "n> Herr M. Novak. „Gemoro", Mitglieder. - 4 Uhr aiK v»n, Herr H. Halpern. Agudas Aisroet-Wädchengruppe. Sonntag abend 8 Uhr, Sanitätskurs. Herr Dr. Rothschild. Montag, 9 Uhr abends. „Newiim", Herr Lehrer Unna. Es sucht Stelle: 3. Dr. chem., der 17» Jahre in einem Laboratorium tätig war. h. Ein Assistenzart. c. Ein Kinderarzt. Takmud-Nora-Aerein. Vereinslokal: Gemeinde-Synagoge Börneplatz. Freitagabend: nach Schluß des Gottesdienstes Vortrag. Herr Emil Gottlieb. Samstag. 11—12 Uhr jrrtw; Herr S.Unna. — 374 Uhr: zum Wochenabschnitt. Herr Rabb.-Ass. Lipinsky. — s/4 Stunden vor Nacht 81?», Herr S. Unna. — S onntag, 97s Uhr vorm. mm; Herr S. Unna. — nach Mincho ä'8'23; HerrS. Unna. — abends 6 Uhr im Hörfaal Vortrag des Herrn Dr. Ernst Simon über „Thoralernen und Berus". Montag: 674 Uhr abends. npy> p?, Agadische Stellen aus dem Talmud. Herr S. Unna. Mittwoch: 674 Uhr abends, W1D' n^on, Herr Dr. Braun. Donnerstag: 872 Uhr abends, m»l, Herr S. Unna. S chiur für Damen: Mittwoch: 6'fi Uhr abends, qijh» HerrS.Unna. Von Sonntag bis Freitag morgens nach Schul bezw. *piy 7N?V. Herr Oberkantor E. Groß bezw. Herr S. Unna. Fortbildungsunterricht für junge Leute. Knaben und Mädchen täglich mehrere Stunden; Anmeldungen an Ad. Dorf za un, Am Tiergarten 52 (H. 4878). Schiurim in der Synagoge „Hermesweg". Von Sonntag bis Freitag morgens nach Schul .11V» bezw. *pis; Hevetzeiten. 711»V 712V Freitag abend 4.30. Samstagmorgen 8.— Samstag nachmittag 4.— Samstag abend 5.45. wocheng ottesdienst: Morgens 7.—. Nachmittags 4.30 Tefilin-Legen am Morgen 7.—. Famil iennachrichtey. Geburten: Einen Sohn: Adolf Nissenbaum und Frau geb. Lion. Waldschmidtstraße 26. Gestorben: Michael Lion, 64 Jahre alt. Waldschmidtstratze 26.