Mannheim
Compact Memory

Der Israelit · 1924-09-18 · Heft 38 (18.9.1924) · page 13

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Der Israelit
Volume
65 (1924)
Issue
Heft 38 (18.9.1924)
Date
1924-09-18
Page
– (sequence 13)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/2446951-2450286-2450323--71561-2528884
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

1$. : 132$. ■M! Persynaliep. . sKabhinWj Ir. Nathan Lahn als Mensch. n-’rt '■ ■■■■"* ' '■ Berlin, 5. September. , - Ein -Fresund und Studiengenosse des Rabbiner Dr. Nathan-Cah n-i>"»r schreibtuns: Die kaum glaubliche Kunde vom Hinscheiden Nathan Cahns hat im Kreise seiner persönlichen Freunde einen jäheWSchreck-verbreitet, und obgleich man noch niedergeschniettertttan diesem frischen. Grabe nach Worten ringt, drängt--es-gerade den Studienfreund, ihm einige Worte des Gedankens zu widmen. -Im Kreise der Gleichaltrigen sogar war,.-ihm -gegensiber die Grundstimmung Hochachtung: wie groß erst muß der Respekt seiner Gemeinde vor ihm gewesen sein! Als er im Trauerjahre nach seiner Mutter öfters in Gießen am Omud betete, spürten selbst die uurelegiösesten von ihnendie.tiefe Andacht aus dem Klange seiner Stimme. Mit zartem Takt, wie er nur der felsenfesten Ueberzeugung, eigen ist, vertrat er im vielfältig gemischten Kreise der Mitstudierenden den jüdischen Standpukt zu wissenschaftlichen Problemen, selbst die heiklen Fragen der Gemeindegestaltung konnten in seiner Gegenwart nur sachlich,. tmö nur in unserem Sinne besprochen werden. Allem politischen Getriebe hielt sich sein Denken fern. Sein Lebensideal war, seinem Vater »rar es nachzutun an-jüdischer Lebensbemeisterung. Daß er nur mit halber Freude dessen Wirkungskreis verließ, hat er Freundeneingeständen. Gewiß war er hinausgezc>gey, um. ein..ähnliches zu schaffen, wie es der heimatliche. Art. .unser r.seiyem Pater, ^ewordyn war... Der Allgütige .aber /hyt/ möhl die Zeit noch nicht herbeiführen wollen^ ip der das ganze, Israel zu Gott, heimfindet, und so nahm Sein unergründlicher Ratschluß uns diesen hoffnungsvollen jugendfrischen Führer. Wir wollen ihn-als den Menschen schildern, aber auch als Mensch feuchtete er uns fiihreraleich voran. Schon/das/ Äeußere, die Haltung,-verriet die Synthese von- -jüdischer. Würde und Modernem Schwünge, von „Thora'!»und ■ --Größe an einem Orte". Selbst die schaM)^geistreiche und doch niemals,/ verletzende oder derbe' Wize feiM Scherze konnte vorbildlich wirken, besonders für diejenigen unserer Mitstreiter, über deren banale Spottesstraden er schon damals geradezu Schmerz empfaniu./ .u Ganze s,rfüllt vom Glauben an die hohe Persönlichkeit seines Vaters» ward er selber, zu einem Charakter, der Jedweden zur Anerkennung unbewußt zwang. Und niemand fühlteIfichMonHm als minder ausgereifter Charakter behandelt. Man empfand zugleich den.Adel seines Stammes und den seiner Seele, seine Würde und seine Freundschaft. Und so verliert man an ihm zugleich ein ideales Vorbild und einen Freund. , Verstummt ist der Freundesmund, gebrochen die Macht - des.. beratenden Wortes und des. sichtbaren Führers... Anstelle. des freundschaftlichen Gedankens dMngDifiMM Fünfer? Herz fassungsloser Jammer; eine Zeder des Libanon, ein junger, emporschießender Setzling,...ist nidergestürzt. /Ja,: in stneist, sorgloser Sicherheit und Ruhe floß das- - gesegnete Erdenleben unseres, vollendeten Freundes dahin., Und wir, denen Gottes Gnade beschert hat, müssen seinem Beispiele folgend, mitten im Leben, in Whltenfreude und Ruhe diese Gottesfurcht und -liebe in unserem Lande zu pflegen. Möge das Sechus urstexes.-zurfrüh .dahingegangenen/ Freundes uns und der V ganzen.Judenhett-unseres Landes und der Welt dazu ^verhelfen. V» C. Königsberg i. Pr., 10. September. Am 7., d. M. verstarb infolge eines Unglücksfalles .Bankdirektor Idols Reich mann. Die Kunde von seinem plötzlichen und tragischen Tod rief in der, ganzen Stadt innigte Teilnahme, in/unserer Gemeinde (Adaß Israel) tiefe Träüer. he,rvyr/ 'Gehörte doch Herr Reichmann fast 30- Jahre? lang unserer Gemeinde an, davon 15 Jahre dem. Vorstand. Seine H^zensgüte, sein vornehmes liebenswürdiges. Wesen, sem edler Charakter, seine innige Frömmigkeit und sein warmes Interesse für alle Fragen... des. üblerlieferten Judentums machten ihn zu einer sympötifchsten Erscheinungen in unserer Gemeinde. Die Lücke, die sein Tod gerissen, wird kaum auszufüllen sein. Die gestaltete sich zu einer Trauerkundgebung, die, von der allgemeinen Beliebtheit und Wertschätzung, deren sich der Verstorbene in weitesten Kreisen zu erfreuen,hatte, beredtes Zeugnis ablegte. Im TrauexhHuse. sprach" Gemeinderabbiner Dr. Lewin, aus dem Friedhöfe Gemeinderabbiner Dr. Jakobovits. Bankdirektor Schröder dankte namens der Direktion und der Angestellten der Deutschen Bank für die treue 30jährige Mitarbeit. Die Zöglinge des hiesigen Waisenhauses, dessen . Vorsitzender^ der Verstorbene war, verrichteten das VNj?-Gebet. rrasan ., Mlost. L. September. Herr Rabbiner I. I. P e r i tz, eist, 'Schstfer des ältehrwürdigen Jefchklvoh zu Prehburg, würde an den Montefiore-Verein in Wien als Rabbiner berufen, und erwarb sich durch seine Rednergabe und seinen lauteren Charakter -rasch die Sympathien seiner Gemeinde. Der Ritus und die innere Einrichtung des Bethgufes entsprechen der orthodoxen Richtung. Herr Rahbjner Peritz. stellte aber die Forderung an seine Gemeiüdemitglieder, daß sie zumindest im Bethause dem Schulchan Aruch in allen Details Rechnung trägen. Sö verlangte er, haß. man nicht im zusammengelegten Talis und am Jom Kipur nicht-in Lederschuhen zur'Thauro ausgerufen werde. Vom Din abgesehen, glaubte er dies auch auf-Grund der bei seinem Engagement gemachten Versprechungen des Vorstandes, das Bethaus auf streng orthodoxer Basis M führen, verlangen zu 'dürfen. Trotzdem oppomerte der Vorstand dagegen und verharrte in D e;r Israelit seiner Opposition auch als der Rabbiner die Wichtigkeit seiner Forderungen auf der Kanzel begründete. Auch dem Verlnagen eines großen Teiles der Mitglieder, die auf Seiten des Rabbiners stehend, eine Klärung der strittigen Fragen durch eine Generalversammlung forderten, trug der Vorstand in keiner Weise Rechnung. Der Rabbiner zog daher die Konsequenz, die ihm sein Gewissen vorschreibt und verzichtete auf sein Amt. Die Verehrer des Herrn Rabbiners im Vereine bedauern seinen Abgang lebhaft. Er selbst wird gewiß Gelegenheit finden, sich dort zu betätigen, wo fester Charakter und tiefe Frömmigkeit mit Gesinnungstüchtigkeit gepaart, als wichtigste Postulate an einem geistigen und geistlichen Führer nach ihrem vollen Wert geschätzt werden. Vermischtes. Lübben (N.-L.), 12. September. Der Synagogenvorstand der hiesigen Gemeinde erläßt einen Aufruf zur Erhaltung des jüdischen Friedhofes in der verlassenen Gemeinde Friedland in der Niederlausitz bei Frankfurt a. O. Dieser Ort war sächsisch und wie die Akten ergeben, durften nur dort Juden wohnen,und, wie die Chronik nachweist, wohnten dort über hundert jüdische Familien, welche erst nach Aufhebung des Edikts 1840 in anderen Städten und Dörfern der Niederlausitz sich niederlassen konntenso daß alle alteingesessenen Juden Sachsens heilitzes Interesse an diesem Friedhöfe haben. Da seit ungefähr 50 Jahren in Friedland kein Jude wohnt, ließ man vor ungefähr 26 Jahren von amtswegen die sehr alte, große Synagoge abreißen, da der Grund und Boden, worauf das Gebäude stand, nicht Eigentum der Gemeinde, sondern nur auf Erbpacht errichtet war und die jeweiligen Eigentümer nicht zu bewegen waren, den Tempel bestechen zu lassen. Auch der Konservator der Mark Brandenburg erachtete die Erhaltung für nicht gegeben. Seit 1914 gehört die Synagogengemeinde Friedland, obgleich dort kein Jude ansässig ist, formell zu Lübben. In Friedland blieb aber der mehrere hundert Jahre alte Friedhof, auf welchem die Verstorbenen bis zur Leipziger und schlesischen Grenze bestattet werden mußten. Er ist ungefähr 450 Quadratmeter groß und mit einer 2 Meter hohen massiven Mauer umgeben, die dem Verfall nahe ist, wenn nicht schleunigst eine große Reparatur vorgenommen wird. Die alten verwitterten Grabdenkmäler, welche zum großen Teil umgesallen und zerbrochen, bieten ein trauriges Bild, noch mehr als die alten Inschriften Zeugnis von dem Umfang des großen Bezirks und Ortschaften, aus welcher die Toten nur dort bestattet werden durften, geben. Der um den alten Friedhof vielverdiente Vorsteher der Synagogengemeinde Lübben N.-L., Herr Wilhelm Wolfs, wendet sich nun an edle Glaubensgenossen des In- und Auslandes, an dem edlen Werk der Pietät mitzuarbeiten, damit der alte Friedhof erhalten bleibt. Spenden sind zu richten an den Genannten oder Postscheckkonto 34588 Berlin, Wilhelm Wolfs oder an den Unterzeichneten. Frankfurter Berichte. Die Beratungsstelle für ostjüd. Flüchtlinge, zu Frankfurt a. M. Von Georg Lubinski, Syndikus der Beratungsstelle. Die Ostjudenfrage ist feit den großen Debatten der Jahre 1921 und 1922 in Parlament und Presse fast völlig aus der öffentlichen Diskussion verschwunden und ließ so bei dem Fernstehenden den Eindruck aufkommen, als ob eine solche Ostjudenfrage überhaupt nicht mehr existierte. Dies ist einmal darauf zurückzuführen, daß die schlechte wirtschaftliche Lage Deutschlands nicht nur keine Zuwanderung, sondern eine starke Abwanderung von Östjuden herbeiführte, das andere Mal ist es eine Folge der systematischen Arbeit der Arbeiterfürsorge- und sonstigen Hilfsstellen, von denen die Beratungsstelle für ostjüdische Flüchtlinge in Frankfurt a. M. mit zu den ältesten und größten in Deutschland gehört.! Worin besteht die Arbeit der Beratungsstelle? •- Unsere Arbeit gliedert sich in Durchwandererfürsorge und Dauerfürsorge für ansässige Ostjuden. ■ Die Durchwanderefürsorge bezweckt und erreicht in erheblichem Umfange die Bestimmung der Richtung des Durchwandererstroms, die planmäßige Weiterleitung der- ■jeriigen, deren Beruf und deren Legitimationspapiere eine Lösung der Existenzfrage für sie in dem Zuwanderungsland erhoffen lassen, die Heimleitung der Rückwanderer -sind endlich die Zurückweisung aller derjenigen, bei denen hie persönlichen oder paßrechtlichen Voraussetzungen für das Zuwanderungsland nicht gegeben sind.; Die Hilfsmöglichkeiten der Durchwandererfürsorge sind das Bereitstellen von Fahrkarten für die Weiterreise, die Verschaffung. von Legitimationspapieren und Sichtvermerken, die vorübergehende Aufnahme der Durchwanderer zum Uebernachten, Essen, ärztliche Untersuchung, Baden in dem eigens dazu eingerichteten Flüchtlingsheim in der Einhorngasse 4. Die Einrichtung dieses Heims erfolgte unter den größten Schwierigkeiten und unter der höchsten finanziellen Anstrengung. Es ist mit seinen Abteilungen Arbeiterabendheim, Lehrlingsheim, Arbeitslosenwohnheim und Durchwandererheim eine der wenigen Neu¬ Nr. 38 Seite 13 schöpfungen der Frankfurter jüdischen Wohlfahrtspflege, während der Nachkriegszeit.! Vergegenwärtigen wir uns einen Augenblick, was! geschehen würde, wenn wie es jetzt zu befürchten ist,! diese systematische Durchwanderefürsorge aufhören würde. Die Durchwanderer, die ja nicht irgendein pathologischer Wandertrieb, sondern die reine Not zum Auswandern zwingt, würden tagelang in einer Stadt wie Frankfurt herumirren, von Tür zu Tür müßten die das Betteln nicht gewohnten Menschen ziehen, um das Geld für die Weiterreise zusammenzubetteln, niemals sicher vor der Polizei, jederzeit in Gefahr, jetzt kurz vor dem Ziel eingesperrt und zurücktransportiert zu werden. Arbeiter, die ihren Lebensunterhalt bisher immer durch schwere körperliche Arbeit verdient haben, und die ja nichts anderes suchen, als Arbeitsgelegenheit, würden so allmählich zu Bettlern erzogen, unfähig sich selbst und ihre Familie zu unterhalten. Diejenigen, die aus Deutschland nach der Heimat zurückkehren wollen und so dem hiesigen Wohnungs- und Arbeitsmarkt entlasten würden, würden gegen ihren Willen hier festgehalten, weil ihnen ja die Mittel zur Rückreise fehlen. Nicht gesprochen ist dabei von dem Elend der Frauen und Kinder, die oftmals die Männer begleiten, die aller Hilfsmittel bar und obdachlos die Stadt durchziehen würden. Die Wartesäle auf den Bahnhöfen, im Sommer die Anlagen, würden von den Unglücklichen ausgesucht werden, um dort die Nacht zuzubringen. Schmutz und Krankheit würden unter ihnen erschreckend zunehmen, wenn man ihnen die Möglichkeit der Reinigung und des Ausruhens: unser Heim nehmen würde. Die Hilfe, die der Einzelne leisten kann, würde nicht dem Bedürftigsten zuteil werden, sondern wahllos diesem und jenem, vor allem dem, der sein Elend am eindringlichsten schildern kann. Wahllos würde auch denen weitergebolfen werden, . für die keine Möglichkeit besteht, in dem Emwanderungslande zu bleiben, während diejenigen umkehren müßten, bei denen noch ein kleines Hindernis zu beseitigen ist,; das sie von ihrem Ziele trennt. Aber auch die Lage der hier ansässig gewordenen Ostjuden würde sich unendlich verschlechtern: jetzt schützt , sie die Beratungsstelle vor unbilligem Vorgehen der Be«: Hörden, jetzt hat sich bei allen Behörden dank unserer Arbeit die Erkenntnis durchgesetzt, daß es eine Möglichkeit gibt, das Gastrecht mit den Lebensnotwendigteiten des eigenen Volkes zu vereinbaren. Die Behörden haben - zu uns das Vertrauen, daß wir unsere Hand nur über diejenigen halten, die des Schutzes würdig sind. Fällt unsere Arbeit, so ist wieder jeder etwaiger Willkür Tür und Tor geöffnet. Unsere Brüder, die von: den eigenen Glaubensgenossen im Stich gelassen und so gleichsam aufgegeben worden sind, werden recht- und schutzlos sein. Jetzt können wir Legitimationspapiere und Pässe für jeden besorgen, wir stehen in dauernden Beziehungen mit der Polizei und den fremden Konsulaten, die den Bedürftigen die Gebühren für die Ausstellung der Legitimationspapiere auf unsere Empfelung hin weitgehend ermäßigen oder gänzlich erlassen, ja sie oftmals selbst an uns verweisen, damit wir die Ermäßigung befür- Worten. Fällt unsere Arbeit, dann werden nur noch die Wohlhabenden sich die nötigen Papiere verschaffen können, die Armen werden sich in Furcht vor der Polizei scheu herumdrücken, weil sie keine Papiere haben. Jetzt können wir dank unserer Mittags- und Abendspeisung diejenigen, die arbeitslos sind, vor dem Verhungern und dem Verbrechen bewahren. Diejenigen, die die Miete für ihr Zimmer nicht bezahlen können, können wir jetzt in unserem Arbeitslosenheim, ebenfalls in der Einhorngasse, aufnehmen. Fällt unsere Arbeit, so werden diese Menschen, die die ja keinen Anspruch auf die Erwerbslosenfürsorge und auf das Wohlfahrtsamt haben, die ja nur auf unsere Hilfe angewiesen sind, in aller Furchtbarkeit das Wortes vor das Nichts gestellt und für m anchen wird das Gefängnis seinen Schrecken verlieren gegenüber der Trostlosigkeit seiner Lage. Jetzt kann unsere Abteilung „Jüdische Lehrlingsfürsorge" junge ungelernte Leute zu Handwerkern ausbilden lassen, sie gewährt den Mittellosen unter ihnen freie Wohnung, freies Essen und freien Unterricht, verschafft ihnen Stellen, auf denen sie in künzerer als der regelmäßigen Lehrzeit einen Beruf erlernen, der sie befähigen wird, dereinst für sich und ihre Gemeinschaft produktiv zu schaffen. Das ist alles jetzt und das alles wird nicht sein, wenn die Arbeit der Beratungsstelle aus Mangel an Mitteln fallen müßte. An der Gründung der Beratungsstelle haben sich vor vier Jahren alle jüdischen Gruppen und Richtungen beteiligt und sind durch dieses Werk auf einem Gebiet zur Einheit zusammengefaßt worden. Die Solidarität aller jüdischen Gruppen Frankfurts hat ein Werk geschaffen, das auch eine Brücke geworden ist zwischen Ostjuden und deutschen Juden. Bisher haben die Juden Amerikas zu diesem Werk beigesteuert. Es wäre ein nie wieder gut zu machendes Unrecht gegenüber unseren ostjüdischen Brüdern, das unsere deutsche Umgebung nie verstehen würde, wenn der Wegfall der amerikanischen Gelder das Ende eines Werkes bedeuten sollte, das viele Menschen vor Rechtlosigkeit und Not bewahrt hat. Mit kleinen Beträgen kann das Werk allerdings nicht gehalten werden. Es bedarf der Anstrengung aller dazu. Nicht nur von seinem Ueberfluß soll jeder geben, sondern auch von dem, was er selbst zum Leben ge-

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.