Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 37 (14.9.1922)
- Date
- 1922-09-14
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Sette 14. Rr. 37 »Der Israelit- 14. September 18LL <Mr den Inseratenteil ist die Redaktion nicht verantwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen, für Gelegenheitskäufe in echt silbernen Verlobung*- u- Hochzeitsgeschenken wie: Schabbosu. Chanukkah- Leuchter, Kidduschbecher, Berchesteller, Besomimbiichsen, Awdolohteller Esrogdosen, Bestecke, Service u. 8. w. 7gw Preiswerterverkauf I Max Ebbe Wiesbaden Morltzstr.40, Telef.2832 NächsteNähed. Bahnhofs, u. ts"’ geschlossen. cimegmann Z«tl 39 tel. Hansa 3273 Bohnerwachs und sämtliche Putzartikel! Apotheker Schneemann. AUFRUF! Wir rufen die deutschen Juden dazu auf, bei der praktischen Behandlung der Ostjudenfrage tätige Hilfe zu leisten. Die Unterstützung ist erforderlich, um das erfolgreich begonnene Werk zu Ende zu führen. Im Einvernehmen mit den Staatsbehörden sind wir bemüht, die Ostjudenfrage durch soziale Maßnahmen zu lösen. Das Arbeiterfürsergeamt hat bisher folgendes geleistet: Erzieherin 23 A. alt.Mittellchulbldg. Klavier, (Befähtag. z. Anfänger-Unterr.) Beste Zeugnisse n. Referenzen sucht Stellung i.Ausld. (Schweiz bevorz.) Bedingung losch. Haushalt. Gest. Angebote unt. Chiffre 822t a. &. E. d. Bl. Das Ziel unserer Fürsorge ist: Die Erleichterung der Durch- und Rückwanderung. durch die sich die Zahl der in Deutschland befindlichen Ostjuden vermindert. Die Schaffung produktiver Arbeits* Möglichkeiten, für diejenigen, die — hauptsächlich infolge derEin Wanderungsbeschränkungen der früheren Aufnahmeländer — Deutschland nicht verlassen können DieBerufsumschichtungunproduktiver Elemente durch Ausbildung zu Handwerkern und gelernten Arbeitern. Fernhaltung von der Straße durch Gewährung von Unterkunft und Verpflegung in großzügig organisierten Flüchtlingsheimen. Die Hilfe bei Erledigung der Person alang elegenheiten. Soziale Fürsorge für Frauen und Kinder. Erteilung von Unterricht und Befriedigung kultureller Bedürfnisse. Große gebr. Suttoh sofort zu verkaufe« Sehnell, Allerheiligenstr. 45. Gebrauchtes, gut erhaltenes für neu zu errichtende gesetzestreue Synagoge zu fiü« MW. Angeb. m. Preis unt. 8270 au die Expedition dieses Blattes. SluMen, LiiiuW sie. auf Boden, Speicher, Kammer, Keller oder sonstig. Lagerraum befindlich, wird ans Wunsch von (Sr. Händler entsprechend vergütet und frei avgeholt. Angebote unter Chiffre 8251 an die Expedition dieses Blattes. Wollen Sie Glück haben mit An> u. Verkauf dann kommen Sie zu Immerglück Allerheiligenstr. 32 Gebrauchte Tasche« ««h Wanduhren, auch uichtgeh. Goldu. Silbergegenstände. Zahle die höchsten Preise. Zorn - Kippur- Kerzen 8. kl. Katzenstein Langestraße 25. Religiösen Leuten bietet sich wegen Vervollständigung des Minjan — Gelegenheit zu Erholungsaufenthalt, bis über Sukkoth, in landsch. schöner Gebirgsgegend Südüeutschlands gegen mäßige Pen» stonsberechtigung. Wegen Nähe der Feiertage umgeh. Benachrichtigung erw. ev. telegr. unt. Chiffre Fr. 8286 a. d. E. d. Bl. Es hat in der Zeit seines Bestehens über 50000 Ostjuden ins Ausland befördert. Dreiviertel derer, die Deutschland nicht verlassen konnten, fanden Beschäftigung als Arbeiter in der Industrie, dem Bergbau, der Landwirtschaft und als Handwerker. Die Lehrstellenvermittlung (Arbeitsgemeinschaft der Berliner Logen mit dem Jüdischen Arbeitsamt) förderte die Umschichtung der Jugendlichen zu handwerklichen Berufen. Ungelernte jüngere Arbeiter wurden zu gelernten Bauarbeitern.herangebildet. Während des ersten Halbjahres 1922 wurden allein in dem Berliner Flüchtlingsheim 46489 Betten ausgegeben und 33469 Mittagkarten verabfolgt. Aehnliche Heime bestehen in Duisburg und Frankfurt a.M. In der gleichen Zeit wurden in Berlin 1622 Personatangetegenheiten behandelt; das Büro wurde von ca. 5000 Petenten aufgesucht. Die Zahl der ein- und ausgegangenen Briefe betrug 8549. In gleicher Weise waren sämtliche Zweigstellen tätig. Das Arbeiterfürsorgeamt sorgt für Unterbringung in Mütter- und Kinderheimen, Es hat in Berlin ein eigenes Heim für psychopathische Kinder eröffnet. Bibliotheken und Lesehallen wurden geschaffen oder unterstützt, Vortragskurse eingerichtet. Jüdische Literatur wurde verbreitet. Die unserer Fürsorge unterstehenden Ostjuden werden davor bewahrt, sich einer unproduktiven und schädlichen Erwerbstätigkeit zuzuwenden. Schiebern und Kriminellen wird grundsätzlich die Hilfe versagt. Die Erfolge, die das Arbeiterfürsorgeamt auf allen Gebieten der geschilderten Fürsorgetätigkeit erzielt hat, kommen nach unserer Ueberzeugung in gleicher Weise dem deutschen Staats- und Wirtschaftsleben, dem deutschen Judentum, wie den hilfsbedürftigen Ostjuden zugute. Der Hinweis auf unsere, die produktive Arbeit fördernden Fürsorgemaßnahmen, hat auf alle gerecht urteilenden deutschen Mitbürger einen tiefen Eindruck gemacht. Unser Wirken, unsere Methoden und unsere Erfolge haben die Anerkennung der Reichs- und Landes behörden gefunden. Ein Versagen der deutschen Juden würde unser Werk zum Scheitern bringen und den Antisemitismus in den Stand setzen, die Ostjudenfrage von neuem zum Schaden des deutschen Judentums zu mißbrauchen. Unter den Ostjuden würde unendliches Elend, das wir mühsam gebannt haben, von neuem hervorbrechen. Die ungeheure Geldentwertung macht die Aufbringung besonders großer Mittel notwendig. Zu den bisherigen Fürsorgemaßnahmen kommt ejne Fülle neuer Aufgaben, die bisher aus Geldmangel zum Teil nicht in Angriff genommen werden konnten. Heime für Lehrlinge und Lehrmädchen sowie Lehrwerkstätten sollen errichtet werden; ungelernte Arbeiter sollen in größerer Anzahl durch Einrichtung von Abendkursen zu gelernten Arbeitern herangebildet werden. Wir halten diese Tätigkeit für besonders wichtig. Nur der wirklich gelernte Arbeiter kann hoffen, in absehbarer Zeit in den Ländern seines eigentlichen Wanderzieles — den Staaten Westeuropas, Amerika oder Palästina — Aufnahme zu finden. In diesem Jahre hat sich das für die Behandlung der Ostjudenfrage geschaffene Arbei terfürsorgeamt der j Üdische n O rgani sati o nen Deutschlands, in dem sämtliche großen jüdischen Spitzenverbände vereint sind (u. a. Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens. Großloge für Deutschland U. O.B. B., Hilfsverein der deutschen Juden, Jüdische Gemeinde Berlin, Zionistische Vereinigung für Deutschland), mit der Deutschen Zentralstelle für jüdische Wanderarmen fürsorge zu gemeinsamer Arbeit zusammengeschlossen. Damit ist die sichere Gewähr geboten, daß die gesamten Fürsorgeeinrichtungen auch den hilfsbedürftigen deutschen Juden in vollem Umfange zur Verfügung stehen. Schon in der kurzen Zeit ihres Bestehens haben sich die segensreichen Wirkungen dieser Arbeitsgemeinschaft bemerkbar gemacht. Umso eindringlicher muß an diejenigen, die bisher eine der beiden Organisationen unterstützt haben, der Ruf ergehen, auch in diesem Jahre mit der gleichen Bereitwilligkeit wie bisher, aber mit größer er Aufwendung von Mitteln, den vereinigten Organisationen ihre Unterstützung zu gewähren. Darüber hinaus wendet sich unser Aufruf an alle deutschen Juden. Keiner stehe beiseite! Alle mögen vereint ihre Kräfte daran setzen, um das große gemeinschaftliche Werk aufrecht zu erhalten, das der politischen Einsicht des deutschen Judentums nicht minder Genüge leistet, wie seinem sozialen Verantwortlichkeitsgefühl! Für die Arbeitsgemeinschaft des Arbeiterfürsorgeamtes der jüdischen Organisationen Deutschlands , und der Deutschen Zentralstelle für jüdische Wanderarmenfürsorge: Das Präsidium des Arbeiterfürsorgeamtes: Eugen Caspary Dr. Berthold Hasse Dr. Siegfried Moses Dr, Paul Nathan (Jüd. Gemeinde Berlin) (Centralverein deutscher Staats- (Zionistische Vereinigung (Hilfsverein der deutschen (Großloge für Deutschbürger jüdischen Glaubens) für Deutschland) Juden) land U. O. B. B.) Der Vorstand der Deutschen Zentralstelle für jüdische Wanderarmenfürsorge: Hermann Aron Sanitätsrat Dr, Wreschner UÜberweisungen erbeten auf Postscheckkonto Berlin 86415. Man benutze beiliegende Zählkarte. Geb. jung. Mädchen sucht Stelle in relig. Fam. als Haustochter beiFamilienanschl. Off. u. 8280 an die Expedition dö. Blattes. Für 2-3 kl. Kinder suche ich tagsüber od. für ständig eine zuverl. energische Person (auch alleinstehende Frau) die Liebe zu Kindern hat und mit Ktndem nmzugehen versteht. 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