Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 63 (1922)
- Issue
- Heft 10 (9.3.1922)
- Date
- 1922-03-09
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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„Der Israelit" Nr. 10. Seite 13 9. März 1922 ,'Ä Zst M UGcksMsk «AMt w@fm»tworfctes toi&e§@iKPi@?® ist m sussEMGUsKM Siehe tief Leser« M« m G>®ttalteߣB Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetilichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prSfega, B e k ä n n t in a ch n n g. Hunderte frommer Geschäftsleute bereisen Deutschland das Jahr über. An den meisten Orten können sie nicht koscher essen. Eine Woche, auch Wochen lang tragen sie ununterbrochen harte Entbehrungen. Bei erhöhter körperlicher und geistiger Anstrengung ist ein solches Opfer doppelt schwierig; und viele sind an der tagtäglich neu herantretenden Versuchung denn auch gescheitert. Dieser Not kann dadurch gesteuert werden, daß an allen bereisten Orten, wo es kein zuverlässig und sauber geführtes Speifehaus gibt, KOSCHER-KONSERVEN bereit stehen. » : * ■*.••• •* Da es sich um Tausende von deutschen Plätzen dabei handelt, ist die Ausgabe groß. Gelöst kann sie aus die folgende Art werden: 1) Zunächst können die interessierten Kausleute selber uns Helsen; sie mögen uns die Orte bezeichnen, die für sie in Betracht kommen, und daselbst möglichst je einen ordentlichen Haushalt erkunden und uns nennen, in dem Konserven hinterlegt und verabreicht werden können. 2) Sodann möchten alle diejenigen Leser dieser Mitteilung, an deren Wohnort eyre ausreichende Speisegelegenheit nicht vorhanden ist, sich bei uns zur Verabreichung von Koscher-Konserven bereit erklären oder uns ein geeignetes Haus am Platze oder in der Umgebung namhaft machen. Die Adressen werden gesammelt, zunächst in den Zeitungen veröffentlicht, Ansragern brieflich mitgcteitt und später in Buchform den Interessenten zugänglich sein. Um religiösen Zweifeln vorzubeugen, wird der Reisende gut tun, sein Besteck mit sich zu führen. Aus dem selben Grunde sollten die Konserven grundsätzlich (statt mittelbar in Wasser) unmittelbar aus Gas, Spiritus oder auf dem Herd (mit nmgedrehtem Herdring) angewärmt werden. Ten freundlichen Berabreichern erwächst die Mühe, die Tosen zunächst bei uns, dann fortlaufend zur Depot-Ergänzung bei der liefernden Firma zu bestellen (in der Regel erfolgt der Versand unter Nachnahme oder nach Vorauszahlung) und die Dosen wärmen und ans nett gedecktem Tisch mit Brot und Salz servieren zu lassen. Vom Gaste einzuziehen ist der Originalpreis der Büchsen nebst einer mäßigen Gebühr für Wärmen, Brot und Wäsche-Abnutzung. Tie Konserven sind erprobt gut. Hergestellt sind sie unter Aussicht des ehrwürdigen Herrn Oberrabbiners von Altona. Ter Mühe Preis wird den gütigen Wirten außer dem meist angenehmen, unterhaltenden und oft wertvoll belehrenden Verkehr mit den Gästen das Bewußtsein werden, die abrahamitische Edelsitte der selbstlosen Gastfreundschaft, Hachnossas vrchrm, zu üben; und die Dankbarkeit derer, die ans Ueberzeugnng ihrem Gotte fortgesetzt Entbehrungsopfer bringen und darin nun eine kleine Erleichterung erfahren, sei ihr, der Bewirtenden, Lohn. Halberstadt, im Schwat 5682 Gruppenverband der Agudas Jisroel in Deutschland Seit sechs Jahrzehnten steht die SmfliWie!M>Ml»>Wi>Wi. QHißGurg das einzige jüdische Seminar in Süd- und Mitteldeutschland, im Dienste der jüdischen Lehrerbildung. Der Anstalt verdanken viele Hunderte von jüdischen Gemeinden in fast allen Gegenden Deutschlands die Jngendbildner, welche in religiöser Ueberzengungstreue und begeisterter Hingabe an ihren Berns die jüdische Jugend dem Bäterglanben zilfübren, desgleichen auch die Heranbildung thorakundiger und berufstüchtiger Kantoren. Die Einrichtung des Seminars für die theoretische und praktische Ertüchtigung zu der vom jüdischen Kultusbeamten zu übenden Meleches Schomajim haben in jüngster Zeit wiederholt di e Anerkennung antorativer Beurteiler gefunden. Mit dem ideellen Strebegange hat die wirtschaftliche Sicherstellnng der Anstalt nicht gleichen Schritt gehalten. Die Rechnungen der letzten Jahre schließen regelmäßig ab mit einem Fehlbeträge der Ende 1931 auf 14.00O.— Mk. angewachsen ist. Für das laufende Iah« ist ein Betrag von natzezu 300.0m— Mk. im wesentlichen ans freiwilligen Beiträge» zn decken. Die ständig steigenden Forderungen an die Anstaltskasse, hervorgerufen durch die beispiellose Teuerung unserer Tage, können im Rahmen des bisherigen begrenzten Gönnerkreises nicht mehr befriedigt werden. . Dabei ist mit der Möglichkeit zu rechnen, daß eine durch organisatorische Aenderungen in der allgemeinen Lehrerbildung bedingte Erweiterung der Anstalt eine nockweitere Verteuerung des Betriebes mit sich bringen dürfte. Die Tatsache, daß der Fortbestand der Anstalt für das Judentum in zahlreichen Gemeinden eine solche Lebensnotwendigkeit darstellt, daß selbst der Staat sich veranlaßt sah, der Anstalt ideelle und materielle Förderung ange-> deihen gr: lasse», sollte der Gesamtsudenheit Deutschlands die Ehrenpflicht zur finanziellen Sicherstellung der als Tüorastätte bekannten Lehrerbildungsanstalt in Wüezbneg zum Bewußtsein bringen. Im Hinblick auf das nahe Purimfest, dessen religiöse Stimmung Herz und Hand leichter öffnet, wenden wir uns an den bewährten Opfersinn unserer Glaubensgenossen mit der Bitte, um Zuwendung namhafter Spenden für die Erhaltung und Sicherung des Würzburger Seminars. Helfe ein jeder, dem die Zukunft unseres Judentums am Herzen liegt, durch Zuweisung entsprechender Beiträge nnd dnrch Zuführung weiterer Gönner mit an dem Werke, dem deutschen Judentum eine Anstalt zu erhalten, die für die religiös-sittliche Bildung unserer Jugend und de» Fortbestand des jüdischen Lebens in den Gemeinden dnS Fundament legi. Spenden nnd Beiträge erbeten unter Postscheckamt Nürnberg, Ar. 142 71 für die Israelitische Lehrerbildungs-Anstalt in Würzburg. Das &nvat0vwm dev Anstalt: I. A.: Der Seminarvorstand: Rabbiner Dr. Hanover. Einige gebrauchte In erhaltene Thora-Rollen hat abzugeben D. N. 25702 an die Expedition dieses Blattes. Sefer Thora zu kanfen gesucht. Vermittlung durch Lehrer etc. wird honoriert. (25729 L, Skorra, Nürnberg, Heugasse 10. llklMMMg offeriert alle Sorten Weine nnd Spirituosen. (3690 nüzh Aufruf! «nsere Arbeit steht im Dienste der jüdischen Insassen der staatlichen Heilnnd Pflegeanstalt in Lohr a. M. Jüdische Nerven- und Geisteskranke ans allen Teilen des Reiches können dort untergebracht werden und wurden schon m großer Zahl dort untergebracht. Sie werden durch unseren Verein rituell verpflegt. Ihnen ans dem Gelände der Anstalt ein eigenes Heim zu schaffen, ist unseres Strebens Ziel. Nur dann, wenn es gelingt, in lveiten Kreisen Verständnis und Mitgefühl für die jammervoüe Lage jener zahlreichen Kranken wachznrufen, denen es nicht möglich ist, in einem kostspieligen Privat-Sanatorinm unterznkommen, werden wir unser Ziel erreichen. An Alle, die sich in das Unglück einer jüdischen Familie hineinversetzen können, die nicht in der Lage ist, einem nervenkranken Angehörigen entsprechende Unterkunft zn verschaffen, wenden wir uns der Bitte: Unterstützt unser Fürforgewerk mit reichen Spenden! Sendet uns namhafte Betrage die der heutigen Geldentwertung angepasit find! Fördert eite Werk, in welchem sich die Interessen religiöser Fürsorge mit den edelsten Aufgaben der Nächstenliebe begegnen! Zürsorge-Verein für israelitische Aerven- und Geisteskranke e. V. Dr. Breuer, De. Stet.», Distrikts-Rabbiner, Aschaffenbnrg. Distrikts-Rabbiner. Schweinfnrt. Zahlungen werden unter Nr. 3837 an das Postscheckamt Nürnberg erbeten« Zum 9urimfeft! Vas <Bücj) öftrer Uebersetzl und mit einer Einleitung versehen von Prof. Br, A. Sulzbach Mit Illustrationen und dem Abendgebet am Purimfeste Preis geh. Mk. iJ. -, geb. Mk. 12. — zuzüglich 30üj0 Teuernngszusifitag ' ffl. ßejjrbergev & Co., I Frankfurt a. M„ Schillerstr. 19 Gargüm Schmiß <Ducb öftrer Uebersetzl‘ und mit Anmerkungen versehen von Prof. Dr.A. Sulzbach Preis geb. 31k. 20. — zuzüglich 30°l0 Teiierungszuschlag Jampel, ‘Das ‘Du(fr öftrer auf seine Geschichtlichkeit kritisch untersucht nebst einem Anhänge: M. Diculafog, Die topographische Beschreibung des Ahasveros-Palastes im Bache Esther und die Burg zu Sasa Preis Mk. 20.— zuzüglich 30% Teiierungszuschlag. J. kauffmann ‘Verlag, Frankfurt a, M., SvhiUerstr. 19