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Der Israelit · 1921-12-08 · Heft 49 (8.12.1921) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
62 (1921)
Issue
Heft 49 (8.12.1921)
Date
1921-12-08
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 3. Sk. 81. heit und die Direktiven für die weitere Tätig^- keit Alt besprechen. Das transsylvanische Arbeitskomitee, an dessen Spitze in nimmermüdem Arbeitseifer und unentwegtem Zielbewußtsein Frau Therese UZmann in Oradeamare steht, hat bisher in kurzer Frist Großes geschaffen. Es wurden zrvei große Däuser erworben, das eine in Oradeamare, das ai'dere in Bethlen. Beide Objekte werden unverzüglich zweckmäßig adaptiert und zur Ausnahme der Kinder bereitgestellt. Zn der mit Herrn Ko hu stattgehabten Aussprache wurde fest-gelegt, daß es die nächste und dnngendste Arbeit des transsylvanisthen Knmirees sein müsse, eine Delegation nach Ki schillern zu entseudeu. Dieselbe soll in Gemeinschaft mit dem Oberrabbiner Zirelsohn von Kischinew, dem Präsidenten der dortigen Aguda, der auf dem Gebiete der Waisenversorgung selbst .Hervorragendes leistet, eine Auswahl unter den leider in so großer Zahl vorhandenen Waisen auf Grund der von dein -Oberrabbiner aufgestelllen und nach Oradeamare übermittelten Liste vornehmen. Die Delegation wird sich an Ort und Stelle über den Umfang der noch zu leistenden Arbeit informieren. Der traurige Augenschein wird alten Mitgliedern der Delegation sicherlich ein Ansporn zn energischer Arbeitsleistung sein. ZugendgruppenVerzeichms. l dlnrich: Verein „Montefivre",' Lehrer Gvldfchmidt. 2. A n r i ch; Ivan Wolfs, Eschen-Allee. 3. dl ii t w e r p e n : I. Ehrenfeld, Stovmstraät 11. 4. A l s f e l d : Lehrer Kahn. .1. dl in jterd a in : Agoedas Jisroeil Jengdgroep, Pl. Middeiilaan -17. (>. B erli n N. 24, Fritz Levy, Oranienburgerstr. 39. 7. Pasel (Schweiz): Adrian Blnm, Schweizergasse Ar. 43. 8. Basel: Bella Nordmann, Kornhausgasse 8. 9. Burg p rep p ach (Utfrk.): Meta Traub. itt. Breslau: Helene Silberberg, Sonnenstr. 18. 11. Bratislava (Tschecho-Slowakei): Tnrnergasse 14/16. 12. Baden b. Wien: Jacob laommeth, Marchettgasse 31. 13. Barg ha ns (Hessen): Lehrer Strauß. 14. Birstein (Hessen): Anna Lorsch. 13. Brückenau-Stadt (Bayern): Rvsi Schuster. 16. Cassel; Blancn Dannenberg, Bahnhosftr. 9. 17. CS ii l n a. Rh. Chewras Liminnd Thauro, Dinkel, Lindenstr. 64. >8. Dar in stad t A. I. I. Arthur Dernbnrg, Schloßgartenstraße 69. 19. Emden: Frau Grete v. d. Walde, Bentinksweg 21. 20. E s ch w ege: snm Wolf, Wendische Mark. 21. Frankfurt a. M.: A. I. I. O. Hanauerlandstraße 17. 22. Frankfurt a. M.: Mekvr Chajim, Langestraße 18. 23. Fürth i. Bayern: Siegm. Landau, Blumenftraße 32. 24. Fürth, i. Baeyrn): Jenny Fellheimer, Maxftraße 14. 26. F l e h i n g e n i. Baden: Lehrer Rabinowitz. 26. Flieden b. Fulda: Lehrer Freudenberger. 27. Fischbach b. Augsburg: Frau Klara Mayer. 28. Fulda: Josef Stern, Edetzetlerweg 42. 29. (9 i e ß e n : Tr. Klein, Bahnhofstr. 54. 30. Gers selb (Rhön): Leopold Wahlhaus. 31. (tz n r h a g e n b. Cassel: Betti Katz. 32. Groß trotze nbn.rg (Kreis Hanau): Siegfr. Münz. 33. Homburg b. d. H.: A. Feuchtwanger, Weinbergweg 30. 34. H albe r ft a d t: H. Eichelberg, Rvonstr. 13. 36. H n l b e r st n d t : Bekn Ullmann, Bakenstr. 28. 36. H e i l b r v n n (Neckar): Nnbb. Dr. Ansöachcr.' 37. Altona (Elbe): Jenny Heilbitt, Goethestr. 10. 38. Hers selb: Lina Bncharach, Bahnhofstr 3. 39. H a n a u : Erika Joshua, Katharina Belgieastr. 5. 40. H a ß f n r l a. Main: Klara Lonnerstädter. 41. .n a r l s r n h e : Frieda Reichenbauch, Zirkel 19. 42. m a r l s ruhe: Ehinoch Ncorim, Leopold Schwarz, Kaijerstr. 103. 43. K itzingen (Utfrk.): Moritz Cohn, Wnrzbnrgerstraße 5. 44. si o p e n h a g e n : Heimann, Rerre Fnrimagsgadc 64. 46. L a n g e n s e l b v l d (Kreis Hanau): Lehrer Ehrenreich. 46. Lübeck: dl. I. I. Ernst v. d. Walde, Unter Trave 66. 47. L a n g e n f ch w a l b a ch : Lehrer Spier. 48. Luzern (Schweiz): A. I.'I. £>., Bruchstr. 26. 49. Lnuterbach i. Hessen; Lehrer Stern. „81 fit t et." 50. Leipzig: Hirsch Merkin, Gottschedstr. 9. 61. Mainz: Rechtsanw. Dr. Oppenheimer, Hintere Bleide 57. 62. Nt a i n z : Frau Rabb. Dr. Bvndi, Bahnhofstr. 5. 63. M a r k t ü r e i t : Bernhard Ettlinger. 64. Tettelbach (Utfrk.): Lehrer Mannheimer. 65. Marburg a. Lahn: Ralf Berger, Schulstr. 7. 66. Bad- M e rge » thci m 1. W,: Nnbb. Dr. Kahn. 67. Nt ü n ch e n : Dr. Fenst, (Rechtsanwalt), Königmstraße 2. 68. Mannheim: (Lerngrnppe Jeschnrun), Otto Simon, C. 7. 11. 69. R ü v ii b e r g : (Chewras Bnchnrim), Raben Beatus, Nadlersgasse 5 Hl. 60. N ü r n b erg: Anna Lustig, Zickstr. 6. 61. N i e d e r a n l a (Hessen): Lehrer Gans. 62. d( v r den: Aschendorf. 63. Odenkirchen: Dr. Theo Hehmann, Bahrchofstraße 40. 64. P v s e n : Ruth Ephraim, Am Gvethepark 3. 65. P v p p c n l a n e r (Utfrk.): Lehrer Berlinger. 66. Riga: (Zerrei Agudas Jisroel), Postfach 31. 67. R h i n a (Hessen): Max Blnmenthal. 68. S ch w ä b i s ch Hall: Moses Herz. 69. S t u t t g a v t: Karl Kahn, Augustenstr. 17. 70. S t r a ß b n r g i. Elsaß: Oskar Eisenberg, Sebastopolstr. 4. 71. Dreyla (Bez. Cassel): Lehrer Oppenheim. 72. T r e n cf) 11 i tt q e n b. Nürnberg: Lehrer Fnlder. 73 B alle n d a r a. Rh.: Felix Löb. 74. W ü st e n s a ch s e n (Rhön) Max Bnxbaum. 76. W i c n : A. I. I. O., Obere Donaustr. 69. 76. Wien 11: Helene Baumgarten, Henniengasfe 13. 77. W ü r z barg : Sirnon Sichel b. Benetz, Untere Johannitzergasse 16. 88. Zürich: Irma Rothschild, Clausiusstr. 40. 79. Zürich: M. D. Löweristein, Gerechtigkeitsgasse 30. 80. München: Louis Leimiger, Rindermarkt 17. 81. W i e n e r - N e n st a d t: N. Koppel sun. Auder Bewegung. Gederah, 30. Nov. Nachdem die Regenzeit eingesetzt hat, hat die Arbeit aus der von der Agudas Jisroel erworbenen Tabaksplantage bereits begonnen. Es werden ca. 10 jüdische Familien dabei ihre Beschäftigfung finden. Tiberias, 1. Dezember. Die hiesige Agudah- Grnppe trägt s ich mit dem Plan, das Stück Land, aus welchem!d-as Beth Hamedrasch des Schlo Hakodesch stand, und welches heute im Besitz der griechisch-russischen Kirche ist, anzukaufen. Chewron, 1. Dezember. Laut bon Rußland eingetroffener Nachricht hofft man, "Rabbi Joseph Schnersohn, den jetzigen Führer der Chabad-Chassidim dort zum dauernden Aufenthalt in kurzer Zeit begrüße» zn können. Mit Hinblick auf die augenblicklich leerstehende Jeschiwah, welche der Familie Schner- Ivhii gehört, verspricht man sich mit der Niederlassung Rabbiner Schnersohns einen Aufschwung des Thorastndiums in Chewron, umsomehr als ein großer Teil der hiesigen Judenschaft zu den Chabad-Chassidim gehören. Wien, 1. Dezember. Die „S o z i a l e F ü r - s o i g c" der „WQuba* Jisroel" gibt ein künstlerisch ansgestattetes Flugblatt heraus, das mit Zeichnungen Uriel Birnbaums geschmückt ist. Das Flugblatt enthält in kurzen Daten ein Resümee der Tätigkeit der „Sozialen Fürsorge". Die Ausspeiseaktion betrug 445. Portionen, in den Tagesheimstätten wurden 2860 Personen versorgt, die Vermittlungssektion versorgte 1823 Personen mit sabbatfreien Posten, die .nrankenfürsorgesektion hat .11.429 Personen unterstützt. Die Gewerbeförderiing 158 Arbeitslosen Werkzeuge und Rohstoffe versorgt, die Kinderaktion hat 2132 Kinder ins Ausland nntergebracht; das Rechtsschntzbureau in 1454 Fällen interveniert; Barunterfttttzinigen sind monatlich 300.000 Kr. bis 400.000 verteilt worden. Das Flugblatt schließt mit einem eindringlichen dlppell an die Oesfentlichkeit, diese Wohttätigkeitsorgciirisatiiiir nach besten Kräften ansbanen und fördern zn helfen. Luzern, 1. Dezember. Die dl g »das - Jisroel - I n g e ii d g r u p P e Luzern hielt eine außerordentliche Generalversammlung ab. Dieselbe wurde zwecks Reorganisation unserer Gruppe einberusen. Nach Verlesung des Protokolls erfolgten die Berichte der Delegierten über den Delegiertentag des Schweizerischen Landesverbandes der Agudas-Jisroel in Basel, die verdankt wurden. Im Anschluß daran fand eine allgemeine dlussprache statt. Einige Resolutionen wurden gefaßt und dem geschäftsleitenden Ausschuß des Zentralraies der Agudas-Jisroel das Vertrauensvotum ausgesprochen. Bei den hierauf folgenden Wahlen wurde der bisherige Vorstand, bestehend aus den Herren Josef Erlanger, Präsident, Moritz Benjamin Aktuar und Bela Grünwald, Kassier, für ein neues Amtsjahr bestätigt, dllsdann wurden die verschiedenen Kommissionen für Raiisch-Chaudesch - Jeschiwoh- Spenden ete. organisiert und können nun ihre Tätigkeit ansnehmen. Unsere Gruppe, trotzdem die Zahl der Mitglieder sehr gering ist, hat in unserer Versammlung gezeigt, daß sie gewillt ist, an den Zielen der Agudas-Jisroel tatkrästig mitznwirken. 8. Dezember 1921 Zürich, 1. Dezember. I n g e n d g r u P p e A g u - d a s I i s r o e l. Letzten Mauzcei Schabbos, den 26. ds., hielt unsere Gruppe eine außerordentliche Generalversammlung ab. Herr D. Rosenzweig. Vertreter unserer Jngendgruppe am letzten Telegiertentag in Basel, referierte über den Verlaus der Tagung. In der darauf folgenden Diskussion waren hauptsächlich dic Jugendgruppen betreffend Arbeitsfragen, Stofs längerer Debatten. Besonders die Frage über den Ausbau der Rausch-Ehaudesch-Spende-Aktion. die bisher einen guten Erfolg gezeigt hat, war Gegenstand längerer Verhandlungen. Um die in Basel gefaßten Beschlüsse betreffend Jeschiwaiis, Keren Hajischuw und Kriegswaisenfond bald hier in Zürich durchzusühren, wurde folgende Kommissionen, deren Aufgabe es ist, die , Vorarbeiten für die vorgenannten Aktionen auszuführen, ernannt: Die Vorstände der Jugend- und Mädchengruppc, die Rausch-Cbaudesch-Spende - Kommission, die Herren Krauß, D. Rosenzweig und F. Eisenmann. Das weitere Traktandum brachte die Neuwahl für die zurückgetretenen Herren H. Cohn (bisheriger Präsident) uno Herrn Lehrer M. Anim an n (bisheriger Vicepräsident). Unser neuer Präsident wurde Herr Lehrer Lieber und Herr Lehrer M. Antmann nahm zn unserer großen Freude seine Wiederwahl als Vice^Präüdent an. Der Vorstand wurde gleichzeitig in Anbetracht der vielen Arbeiten von 5 auf 7 Mitglieder erhöht, und als weitere Beisitzende die Herren M. Rubinfeld und R. Goldschmidt gewählt. Unter dem letzten Traktandum „Diverses" brachte unser Mitglied Herr M. D. Lewenstein den Antrag ein, gleich'wie die bereits bestehende und mit Erfolg arbeitende Klein-Mädchengruppe, eine Klein-Jngendgrnppe ins Leben zu rufen. Infolge vorgerückter Stunde, wurde nach einer kurzen Debatte beschlossen, gemeinsam mit dem „Chewras Bachurim" über diese Angelegenheit zu verhandeln. Um die Frage, ob eine Klein-Jugendgruppe gegründet werden soll, näher zn erörtern, wurde nachstehende Kommission gewählt: Die Herren Dr. T. Lewenstein, Rabbiner A. Kvrnfein. Lehrer Lieber, Lehrer Antmann, Frl. F. Lewenstein, Frl. D. Wurm, und ein vom „Chewras Bachurim" zn wählender Beisitzender. Uni 12 Uhr schloß unser neuer Präsident, Herr Lieber, den sehr lebhaften Abend. Zürich, 26. Oktober. In der hiesigen Ortsgruppe der Agudas Jisroel hielt am vergangenen Donnerstag Herr Dr. Lewenstein einen Vortrag über das Thema: ,^Wo halten wir?" Der Redner beleuchtete die Entwicklung der Agudah seit der Züricher Tagung. Die Weltorganisation hat seitdem eine große Ausbreitung erfahren und in vielen Ländern Fuß gefaßt. Auch die Schlanme Emmuno in Polen ist ein Zweig der Agndah und wird nunmehr auch ihren Namen annehmen.. Neuerdings hat die Agndah auch in England und Amerika sich ausgebreitet. Der extensiven Ausdehnung entspricht die intensive. Der Redner gab interessante Mitteilungen über das Schulwesen 'der Agndah, das nicht nur die herkömmtichen Jeschiwos, sondern auch zahlreiche Volksschulen umfaßt, welche die Jugend in allen profanen Fächern unterrichten und ihnen gleichzeitig jüdisches Wissen im Geiste der Agndah nbernntteln. Solche „Vvlkschadorim" finden sich namentlich in Polen und Litauen. Sie stellen eine bedeutsame Neuerung im Leben der jüdischen Orthodoxie dar. Der Redner wandte sich dann Palästina zu. Mit lebhaften Worten forderte er auf, das jüdische Siedlungswerk wirtschaftlich und geistig zn fördern. Man lvolle keinen lüdischen Staat, aber man wolle eine möglichst starke jüdische Siedlung. Die Natur des „Keren Hajischub" wurde erläutert, der ein Boden kau fsfonds ist, dessen Erwerbungen den Geldeinzahlern verbleiben. 'Palä- . ft i n a und o st jüdisches Hilfswerk wurden als derzeitige Brennpunkte der Agndah dargeftellt. Die Frauen- und Jugendgruppen der Organisation in anderen Ländern wurden besonders erwähnt. Die Agudas Jisroel, so führt der Redner aus, wolle der Körper sein, welcher die Gesamtheit des Judentums nach und nach erfassen solle. Ihr Wirken fei Klal Jisroel gewidmet. Lemberg, 1. Dezember. Der in Wien wohnende Czortkower Großrabbiner Friedmann richtet anläßlich seines Besuches in Lemberg einen ftanimenden Aufrut für Agudas-Jisroel an die galizischen Inden, worin er zur Bildung von Orts- und Jugendgruppen auffordert. Bei der großen Verehrung, welche dem Czvrtkower Großrabbiner entgegengebracht wird, ist es begreiflich, daß sein Aufruf in allen Kreisen Ostgaliziens ein starkes Echo gefunden hat. Einen deutlichen Beweis hierfür, liefert der Verlauf einer imposanten Agndah-Versammlung in Lemberg, am Sonntag, den 20. November, welche von Hunderten von Teilnehmern besucht, den Auftakt einer großzügigen Propaganda in Ostgalizien darstellt. Berofzheim, 25. Septbr. Aus eigener Initiative tat sich unter Vorsitz des Herrn Mar Hirsch eine lgudas Jisroel-Jugeiidgruppe gebildet. Sie ist bestrebt, den Agudahgeist auf dem Lande in den kleinen mittelfränkischen Kehilloth zn pflegen. Herr Artur Rathhaus - Nürnberg hatte die Liebenswürdigkeit, unsere Ziele dadurch zu fördern, daß er uns einen Vortrag hielt: „Agudas Jisroel, die jüdische Bewegung". Die zahlreich versammelten Gemeindemitglieder, die an unseren Bestrebungen regen Anteil nehmen, nahmen den begeisterten Bortrag dankbar auf. Herr Lehrer Hirsch schloß sich der Mahnung des Redners

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