Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 62 (1921)
- Issue
- Heft 14 (7.4.1921)
- Date
- 1921-04-07
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
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Geile 4. IS. iotata£MMn tätter." 7, April UM. mit der „Servizii Maritimi" u^u ÄoiJtröfl abzitschließen, zufolge meldjcm auch tut sere Deckpassagiere in geschiofsenelt Räumen nntergedrachl werden und ihnen Matratzen und Decke'.l äiir Velfüguilg stehen werden. Frauen und .Ander bekommen außerdem noch Betteil zugewiesen. Währerid der Ueberfahrt ist für gesunde, bekömmliche und ausreichende Kost gesorgt, welche von einem eigens dazu bestellten Koch in streng koscherer Weife zubereitet wird Die Passagiere, die, ans dein Osten tommend, Wien passieren, werden iit separaten Waggons nach dem Einschiffungshaseu Triest oder Venedig unter Begleitung eines kundigen Beamten dirigiert, woselbst sie bis zum Abgänge des Dampfers im. eigenen Heime untergebracht werden. Die „Siloah" hat ihrem Unternehmen eure SpeditionSabteilung artgegliedert, welche die Aus gäbe hat, den Warenverkehr mit Palästina irr rascher und kulantester Weise zu effektuieren. Wegen Auskünften wolle man sich an die Speditionsabteilung der „Siloah", Wien, II., Malzgasse 12a, weirdell. Wir wünschen dem neuen Utlternehmeu das beste Gedeihen. Zürich: Die „Jüdische Pressezeittraie" rneldet: Der Geschäftsführer der von der Aguo-as Jisroel mit dem Hauptsitze in Wien begründeten „Siloah" Verkehrs- und Transportgesellschaft, Pinkasfeld, weilte vorige Woche in Triest, rvo es ihni im Vereine mit dem hiesigen Vertreter der neuen Gesellschaft gelang, mit einer italienischen Schiffahrtsgesellschaft einen Vertrag abzuschließen, laut welchem sich diese verpflichtet, alle Paiastinafahrer zum ermäßigten Preise von Ost. 5,8 auf ihren eigelten modernen Dampfern in 10 Tagen von Venedig ttach Jaffa zu befördern. Jedem Passagier wird ein Bett mit Matratze lind zwei Deckelt zur Verfügung gestellt und überdies lverdeil beit Passagieren auf den Schissen eigene Küchen für die Zubereitung ritueller Kost überlassen. Der Konkurrenzkampf zwischen bcn beiden cm der palästinensischen Auswanderung beteiligten Schifsuhrts-Gesellschiften wird den Passagieren ebensalls nur znrn Rußen gereichen. Gründung des tsthecho-flovakisthen Landesverbandes der Agudas Zisroel. «.'Telegramm der.„Blätter".) Teplitz, 29. März. Die slowakische Landesorganisation wurde heute mit Rabbiner Katz-Neutra als Vorsitzenden gegründet. Nach dem Paiüftinareserat wurden 26 000 Kronen für den Kolonisationssoitd gezeichnet. ^Ausführlicher Bericht folgt.) Mols pappenheim Sei Herbert Samuel. Ans I e r u s a l e m lviro der „Jüdischen Presse" Wien berichten Herr Wolf Pappenheim, Präsident der Wiener Agudah-Zentrate, lvurde Mittwoch, am 28. Adar -3. Mürz), 10 Uhr vormittags, in einer Spezialaudienz vom High-Commissioner, Sir .Herbert Samuel, empfangen. In feiner Ansprache an ben High-Com- Utissioner drückte Präsident Papperlheirn in belvegten Worten seilte innige Freude darüber aus, daß es ihm noch im Hoheit Alter gegönnt ivar, die Stätte der Ahnen zu betreteil und eilten der größten Söhne unseres Stammes, heit ersten Noziw von Erez Jisroel kennen zu lernen. Er fühle sich glücklich durch die Wahrnehmung, mit welcher Sympathie Se. Hoheit dein orthodoxen Judcnkrtttte gegeirüberstehe. 5)err Pappenheim referierte hierauf über die Tätigkeit der Agudah, oik. in erster Reihe den unglücklichen Brüdern gegolten hat, die durch den Krieg gelitten haben, wodurch die Agudah bisher einen geringeren Anteil hallt an dkm Aufbauwerke in Palästina das ja einett 8er wichtigsten Programmpnnkte der Agudah öilde. Der .Hiah-Commissioner zeigte großes In teresse für die Tätigkeit der Agudah, über die er bereits seit längerer Zeit informiert ist xtitb drückte feine Freuds aus über die Ankunft ortho doxer Gruppen nach dcmLande der Väter, um sich aitf Basis der Thora und der Tradition att dent Auiüau Palästittas zu beteiligen. Sir Samuel versicherte Herrn Pappenheim seiner sowie der Unterstützung der Regieruitg bei der Tätigkeit der Agudah in jeder 5)in sicht und der Unterstützung des vom Präsidenten Pappenheim in Jerusalem organisierten Lokalkomitecs. Die Audienz dauerte ziemlich lange. Das Ergebltis der Unterredung lvar die Zusage des High-Commissioners in wichtigelt Fragen der Agudas Jisroel-Organisntion. Johel ha Gelili. Jerusalem. Der Wiener Aglrdahsührer Herr Wolf Pappenheim, sowie Herr Herbert Kruskal-Haag traten Ende Adar die Heitnreise nach Europa an. -um Tode Abraham Grünbaums Man schreibt uns aus Jerusalem, 7. Äoar 3: Ich habe Ihnen bereits mitget, ut, daß Abr. Grünebauin in Bantara (Grenze von Erez Jisroel) von einem Schlagansall getrosten, lebensgefährlich in Jerusalem ei na erraffen ist. Am solgenoen Schabbos hatte sich sein Zustand so gebessert, baß er das 'Spital verlassen wollte. Seine Freunde veranlaßen ihn, dorr noch zu bleiben. W. Pappenheim beriet mir ihm täglich über die Anliegen von Agudas Jisroel. , Ber unserem ersten Besuch erkundigte er sich anss lebtzaiteste nach Rabbiner Horoaicz, nach den Jnftttutwueu und Thoraanftalten der Pekidim, ob das Budget der Pekidim pünktlich eingeht, ob die Lehrer nicht Not leiden. Als ich lhn über alles beruhigte, erhob er seine Hände und sagce: avn nro daß Misere Institutionen so erfolgreich für Erez Jisroel wirken, daß wir die schweren Zeiten überwunden haben, vN.n ^V2, üatz wir unserer MeorgumsMlvn, die wir vor 15 Jahren in Angriff genommen und durch unsere würdige Pekidimvertretung so wertvoll vecnnrklichtrn, UNS nicht za icharnen habe,». n"2. Wir sind nitfvt pi schänden geworden. Seine letzte Tat für Eres Jisroel war seine Anordnung, die Webstühle der Bekidimwerkftätte, die zur Zeit nicht in Betrieb nnv, eiueu aus Litauen stammenden Weber leihweise auszusolgeu. Der Mann mit seiner 8 gliedrigen Familie befand sich in großer Not und war schon im Begriffe, nach Amerika auszuwandern. Nun bleibt er in Erez Jisroel mm wird voraussichtlich seinen Lebensunterhalt mit seiner Hände Arbeit verdienen. Als wir uns Dienstag von ihm verabschiedeten, waren wir alle von den Hoffnungen für Agudas Jisroel und für die Notwendigkeit der Amsterdamer Anstalten aufs innigste beseelt und gehoben. Am Mittwoch hat er noch sein Morgeugebet verrichtet, Tee getrunken und bald darauf bat er ganz nuberinittelt seltte reine Seele ausgebaucht. Ti: rasch herbeigeholten Acrzte konnten nur mehr den eiugetreteneu Tod konstatieren. Zwanzig Schüler der Pekidim schule „Doresch Zion" hielten Wache unter Rezitiernng der vorgeschAebenen Psalmen. Im Aufträge vonOberraböiner Sonneuseld wurde in allen Straßen die Lewajoh ansgerufen, die sich zu einer imposanten Kundgebung gestaltete. Tie Schüler der Pekidiwschulea folgten zweireihig der Bahre und fangen Qjn: \*m. Oberrabtuner Sonnenseld begann die 'Reihe der Hespedim. Rabbiwer Bergmann von Nürnberg schilderte in erschütternder Weise die große Bcderttung dss t mern Mannes für Klal Jisroel und insbesondere für jic thoratreuen Interessen i einer Gemeinde und der deutschen Judenheit. W. Pappenheim sprach noch für Agudas Jisroel, M. Blau für dm Landesgruppe Jerusalem, L. Kohen für die Wiener Jugendgrupp«. die Rabbiner Tukazinsky, Tanon, Wertheimer. Vorath (für die Pekidimschulen) Jadler und andere. Tukazinsky und Porath erinnerten an die bekannte Talmudstelle, daß Raw Huna nach Erez Jisroel zog und als inan sich für stinen Empfang vorbereitete, kam die erschütteride Nachricht, daß sein Oraun angekommeu sei. Tie Vertreter von Agudas Jisroel, Pekidim-Anstalten, Waad Hnir H.oaschkeuasi, Schaare Zedek-Hospital begleiteten die Bahre bis zrun Oelberg, wo er in d>?r Rabbinerabteilung zur letzten Rühe gebettet wurdl-. Nach Verrichtung der Hakofaus «aut Anordnungen von Rabbiner Sonnenseid verrichtete Rabbi Nachum Bergmann, efn Verwaubter des Verbtt'cheaen. das gwye Ka'oisch. Tie Pebidim haben angevrduet, daß in ihrer Rabbiuerschuli „Jeschiwas Zion" ' as Trarlerjahr für den teuern Verblichenen in üblicher Weisab gehalten werde. Sein Anderiken wird anch in Erez^ Jisroel ein gesegnetes bleiben. L . . l. Gpenbenlifle - Aguda-Hauptfond. Babenhausen: W. Seelvald 10. Baissingen: durch Abr. Erleb acher 750. SS er I in: Gesammelt 1250. Ca ssel: Ortsgruppe durch A. Stuthuer 309.. F r a n k s u r t a. Nt.: Listbmnnn Bär durch Tr. Rothschild-Tinslakeu 200. Frei bürg i. Br.: Rechts a uw alt Kassewitz 50. H alberstad t: Fanni Goldschmidts Sammelbuch 50, Kontorbüchse A. H. ü. S. 89, Familie Bachmann zum 12. Adar scheut 10. Halle a. S.: Halberstadts gratulieren Dr. Rothschilds zur kleinen Tochter 5. Leipzig: durch E. Staruß 16, durch dieselbe..Spielgewinne 17. München: durch Jelir Feuchtwanger von einem ital. Freunde 50. Pfungstadt: Moritz Mainzer statt Blumen zu Rosel Franks Verlobung,10, Derselbe 30. S ch lv e i u s u r t: Jacob Ullmann 30. SdrendliitgLn: durch Lcop. Kau,mann von Viktor Wols z. Geburt seines Erstgeborenen 30. Treysa: nach Tr. Herz Bortrag r. d. Jugendgruppe ges. 16. Wandsbeck: I. M. 5. Breslau: zu Hanna Goldschnstdts Herlobung 10. C ö l n: Fron Emanuel Katz anläßl. d., bestandenen Lehrerprüfung ihres Sohnes 35. Frankfurt n. M.: durch die Kinder mm Paul M. Aron 40. H a l b e r st a d t: Klara Bachmanu zum 7. Adar > 10, S. O. W. Blumenablösung 30. Cassel: Max Hahn 25. H alle a. S.: I. Halberstadt 10. M«rkmr-KrlöS: C a s i e l: B. Grünebalcm 80. Fürth: Jugendgruppe 60, dteselLe durch S. Landau 75. Guxhagen: Jrrgerrdgruppe (Berthvld Lichtenstsini 56, Jsak Katzenberg 50. Rhina: Leo Katzeustein 192. Trotz s a: Jugendgruppe 7,35. Für d»n Osten: Co ln: Bei der Hochzeit Emanuel Speiee-Giiphageu mit Betti Neumanu-Fürth von L. Sveier 100, gesamm. 86. Frankfurt a. M.: durch Zugendgruppe: Fntz Josef 20, CH. Liverhant 20, Frau Jülich 20, Gustav Schwarz 30, Leop. Oppenheimer 50, Perez Mosbacher 100, L. Berget 50, Herrn. Flörsheim 20, T. Homburger 25, S. H. Lsytzenstein 30, Siegmund Schwab 500, M. Jung 20, Harris Levtz 40, Leopold Schwab 100, Nsth. N. Bier 300, N. R. 25. Gustav Kaufmann 250, Katz 100, I. Rapp 100, Arnold Wreschner 12, Frau Tr. Buttenwieser 20, I. Schnerb 29, SwitizLtz 60, - S. Behersdorf 20, L. Fleischer 10, Oleine Spenden 423, zus. 2375. Oldenburg: I. Helberg 6. JngendorganisaLions-Fond: Oldenburg: I. Helberg 6. Jacob Schtvarz, Cöln .500. Durch S. Würzburger, Manny»im: Dr. Dzralowski-Leipzig dankt für di« Neberfendung eines Buches 10. Gesammelt bei der Hochzeit Bli^ln, Auß^nberg-Nürnberg 50. Jakob Michael, Berlin, 500. B. Kugelmann, Berlin-Wilmersdorf, 100. Durch "Frl. Drieslma, Berlin-WilmerSdors, 100. Gedenket unserer Fonds und sendet Beiträge an: der Aguda» Iisvsel in DenLschLand, Halverstadt Postscheckkonto Ke. 18 901, Kerlkr. Agudas Iloeoel Jugerrdoeganisatlon, Cola am Rhein Postscheckkonto Feih Gahen Ke. 6S LK4, Goln. KalLstinarenteale dee Agnda» Aioeoel sne Deutschland, Feankfnet a. M. Postscheckkonto Kiegfeied KSmenthal Me. 44 SSL, Feankfnet a. M. KereKomaifenfon-». Postscheckkonto Atvektion fax Diskonto Gesellschaft Me. 1S50, Keelin. Beranttv,etliche Reaktivu: Rabbiner vl-. P Kyhu, ve. S. Vhrmsnn, Zf. Sä ng rr. -- Druck von Rüp»st Banm üa ch, Krankfnct am Main.