Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 61 (1920)
- Issue
- Heft 48 (2.12.1920)
- Date
- 1920-12-02
- Page
- – (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/2446951-2450088-2450133--68599-2525746- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
. UV.**'« 2. Dezemver 1980. , Der JSraltt. __ _Sk. 48. Seite 11. Für den Inseratenteil ist die Redaktion nicht vefahtwortlich; insbesondere ist es ausschliesslich Sache der Leser, die im Inseratenteil enthaltenen Empfehlungen ritueller Waren oder sonstige Angaben religionsgesetzlichen Charakters auf ihre Zuverlässigkeit zu prüfen» Aufruf! Brüder und Sciiwestern! Hunderte vernichteter Existenzen aus dem östlichen Kriegsschauplatz, hunderte bedauernswerter polnischjüdischer Flüchtlinge kommen täglich durch unsere Stadt, um an überseeische Plätze zu gelangen. x Jammervoll ist der Anblick der seelisch und körperlich erschöpften Männer und Frauen, der vielen hilflosen Kinder und Säuglinge, die meist seit Wochen unterwegs sind und nun hier auf Bahnsteigen und in Warteräumen Tage und Nächte hindurch lagern. Bruderpflicht gebietet, ihnen in jeder erdenklichen Weise zu helfen, den einen durch größere Barmittel zur Weiterreise, anderen durch Beschaffung von Obdach während der Zeit unfreiwilligen Wartens auf Erledigung der erforderlichen Papiere, allen durch Darreichung von Speise und Trank. Ein Bahnhofshilfsdienst zur Ausübung dieser mannigfaltigen Aufgaben und eine streng rituelle Küche ist bereits eingerichtet worden. Der nahende Winter steigert den Bedarf, verdoppelt unsere Pflicht zur Betätigung unserer Nächstenliebe. Spendet Alle! Geldspenden erbeten auf: Pogtscheck-Könto 66275, Cölii, „Hilfsausschuß für jüdische Durchwanderer“ oder: A. Schaafhaiisen’sclierBäiikvereinA.-G.,CöIn* *Konto „Hilfsausschuß für jüd. Durchwanderer“ Hilfsaasschuß für jüdische Durchwanderer, Cöln. Die zenfrälikierten Jüdischen Wohltätigkeits-Vereine, Glockengasse 7, Cöln. 21927 □= n"3 Die glückliche Geburt eines gesunden* Jungen zeigen an Rechtsanwalt Dr. MARCUS BIRNBAUM u. Frau IDA geb. Katz Berlin NW., renn wpa b'> Hansa-Ufer 4, 30. Nov. 1920 Die Verlobung mit Herrn ALTMANN aus TARNOW ist meinerseits aufgelöst. FANNY BUCHSBAÜM Frankfurt a. M. Statt Karten. Clärchen Hei mann Emanuel Frei mar k Verlobte. Köln, Gürzenichstr. 24. Aub. Montabaur. Marktheidenfeid FELIX ARNHEIM JENNI ARNHEIM geb. Cohn Vermählte Kopenhagen, Riglusgade 5. Statt Karten. SIEGFRIED MEYER MINA MAYER geb. Altmann Vermählte, TKEUCHTLINGEN. KARLSRUHE. Trauung Dienstag, 7. Dezember Würzburg, Bahnhof-Hotel. Unerwartet entriß uns der Tod unseren allverehrten Dozenten Herrn Dr. 8. Eppenstem Der Verstorbene stand nns nicht nur als Lehrer nahe, seine warme Anteilnahme an all unseren Sorgen und unserem Schaffen, seine bereitwillige Hilfe, seine Herzensgüte, seine vorbildliche Frömmi.keit werden sein Andenken in unserer Mitte fortleben lassen. iraxan Die Hörer des Rabbinersemmars. n"a Statt Karten. Zu der am 7. Dezember (naw'a Dl») in Köln inf „Hotel Goldner Stern“'mittags 2 Uhr stattfindenden TRAUUNG ihrer Kinder R0SA und LOUIS beehren sich hierdurch alle Verwandte* Freunde und Bekannte einzuladen Gottf. Loewonstein u. Frau Köln, Pantalfeonatr. 28 HIrsoh Gradmann, Ichenhansen (Bayern) ■t Unsere Vereinigung beklagt den Verlust dreier ihrer besten Mitglieder. Herr W Al. Salomon sind' uns nun in kurzer Reihenfolge hintereinander plötzlich durch denv Tod entrissen worden. Wie selten andere erkannten sie die Bedeutung des B. J. A, Sie wußten, , was' der B. J. A. für das traditionelle Judentum zu leisten hat. Nur dadurch war es möglich, daß sie in hohem Mäße unsere Ziele förderten und immer regen Anteil an unseren Bestrebungen nahmen. Als Menschen, als echte V'-H.i' und Verfechter der Gottesidee werden sie uns für alle Zeiten leuchtendes Vorbild sein. Was sie als Bundesbrüder geleistet' haben, wird im B. J. A. nie vergessen; werden. 'n*jy D*OT n"ajtwi Vereinigung jüdischer Akademiker zu Berlin (im B, J. A.) Simon Bamberger. Heute entschlief sanft unser innigstgeliebter Vater und Großvater Herr JAKOB ADLER im 77. Lebensjahre. Tiefbetrübt zeigen dieses an: Haßflirt, 25. November 1920. Im Namen der Hinterbliebenen : Hermann u. Isidor Adler. Hierdurch geben wir zur Kenntnis, daß Herr MAX GOLDBERG nach langem schweren Leiden verschieden ist. Derselbe war ein treuer, pflichterftillter Mitarbeiter unserer Firma, dessen frühzeitiges Ableben in der Blüte der Jahre wir aufrichtig bedauern und dem wir stets ein ehrendes Gedenken bewahren werden. Frankfurt a. M., den 28. Nov. 1920. J. A. Schwarzschild Söhne Bankgeschäft. ■ Am 8. Kislew (19. November) ist uns nach kurzer, schwerer Krankheit Rabbiner Dr, Simon Eppensteiny* Dozent für jüdische Geschichte, Litteratur und Exegese, allzufrüh entrissen worden. Ans unserem Institute, dessen ^Tendenzen er als Rabbiner in Briesen durch nahezu Zweieinhalb Jahrzehnte in Charakterfestigkeit und Treue vertreten, hervorgegangen, war er seinen Hörern ein pflichterfüllter Lehrer von tiefgründigem Wissen, seinen Amtsgenossen ein hilfreicher Mitarbeiter an der Heranbildung gesinnungstüchtiger Schüler, der Verwaltung ein verständnisvoller Berater. Ihnen allen aber, und hierüber hinaus weitesten Kreisen, war er ein herzlich zugetaner Freund, ein Vorbild selbstloser Bescheidenheit, das Muster tiefüberzeugter Frömmigkeit. Er war ein Gerechter, dessen Andenken nicht schwinden wird... Rabbiner-Seminar zu Berlin. I 4531