Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 44 (1903)
- Issue
- Heft 79-80 (5.10.1903)
- Date
- 1903-10-05
- Page
- – (sequence 39)
- Language
- German
- Belongs to
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1765 Landsleuten finden wir die Mediziner: Born, Pappenkeim, Baginsly, Ehrlich, H. Cohn, Ebstein. Schlvckow. Traube; Naturforscher: L. Grätz (Prof. i. München), Lunge, Pringsheim, Sachs; Schriftsteller und Dichter: Biberfeld, Freyhan, Sittenfeld, Samosch, Lubliner, , Freudenthal, Weigert, Singer, Mor. Cohn, . Lomnitz, Beerel, Kalisch, Loewenstein, Ring, Kuhn, Laster, Beit Jos. Lehmann; Musiker: Hollaender. Mosztowski, Friedländer; Juristen: Silbergleit, Laband, Wiener; Philologen, Historiker: Speier, Geiger, G. Munk, Caffel; Nationalökonom: Löwenthal; Politiker: Lassalle; Theologen: Landsberger, Löwe, Sachs, Orientalisten: S. Munk, I. Deutsch, Zedner, Friedenthal; Maler: Muhr. Kalender 5664. Dev „Ilnion-Kalender". Soeben erschien der neue Jahrgang 6664 (1903/4) des von der „Oesterr:- Jsraelitischen Union" herausgegebencn „Kalenders für Israeliten". .Auch dieser Jahrgang weistwesentliche Verbesserungen und Ergänzungen auf. Dem kalendarischen Theile wurde die größte Sorgsalt gewidmet. Der schematische Theil-erweist'sich durch die Vollständigkeit und Aktualität der Daten betreffend die österr.- ungarischen Kultusgemeinden, ihre Vorstehungen, Funktionäre und rituellen Institutionen als ein unentbehrliches Hilfs- und Nachschlagebuch, dessen gründliche Bearbeitung die vollste Anerkennung verdient. Auch dem jüdischen Vereinswesen wurde die größte Sorgfalt gewidmet. Neu ausgenommen erscheinen die politischen Jsraeliten-Gemeinden Mährens mit ihren Funktionären und alle zionistischen Vereinigungen Oesterreichs. Der litterarische Theil bringt höchst interessante Reiseerinnerungen des jüngst nach Wien berufenen Rabbiners Herrn Dr. D. Feuchtwang, unter dem Titel „Holländisches Judenthum", und eine spannende Erzählung' „Josua Dorn," aus der alten Gbettozeit vom Direktor des Wiener Vlindeninstituts, Herrn S. H e l l e r. Die handliche Form und die elegante Ausstattung des Kalenders werden auch diesmal gewiß volle Anerkennung finden. Der billige Preis (Kr. 1.60) ermöglicht auch den Minderbemittelten die Anschaffung. - * Der Kalender ist durch das Bureau der ..Oesterr.- Jsraelit. Union", Wien 1, Dorotheergasse 12, sowie' durch die Buchhandlungen zu beziehen. Braudeis' illustrirter jüdischer Vollskälender (Verl. I. I. V r a n d e i s-Vreslau) ist diesmal als der erste unter seinen Mitbewerbern auf dem Plane erschienen. Außer einem vollständigen Kalendarium mit genauer Berücksichtigung aller spezifisch-rituellen Einzelheiten sind dem Jahrbuche.einige recht interessante litterarische Beigaben zugefügt. Auch" das Faksimile eines Briefes von Ottolenghi, demjetzigen italienischen Kriegsminister, dürfte für Biele Interesse Haben.. , Süd r s che M u f i r. Tchirce Hcichol. Psalmen und Gebete im Urtexte.. In Musik gesetzt von David Rubin. Eigenthum des Komponisten. Den verschiedenen hübschen Werken, die uns der Komponist bisher zur Verherrlichung des Gottesdienstes geboten, reihen sich obige Psalmen würdig an. Rubin hat so recht die zu Herzen gehenden Töne gefunden, die dem Sinne des Textes sich anschmiegen und den Zuhörer in die weihevollste Stimmung versehen. Nicht unerwähnt aber wollen wir lassen, daß besonders Psalm 130 nicht ganz frei von der Richtung des modernen Kunstgesanges ist, gegen den gerade in jüngster Zeit öfters Stimmen laut wurden. Es äußert sich dies hier in der Anhäufung gesucht schwieriger Intervallen, die gerade nicht zur Erleichterung des Studiums dieses Werkes beitragen. . H u irr o r r ft r r a. Hirsch-Album. Vorträge und Parodien in jüdischer Mundart von W. D a l a t k e w i c z. Vierte Auf-. läge. Pr. 1 Mk. 39 S. Berlin. Theaterverlag Eduard Bloch. (Spezialitäten-Theater Nr. 1.) jüdisches Possentheater. Deklamationen und Parodien in jüdischer Mundart. (Spezialitäten-Theater Nr. 7.) Pr. 1 Mk. 44 S. Berlin W. 8. Theater- Verlag Eduard Bloch. - Unter jüdischer Mundart ist hier nicht der Jargon,, sondern die Art verdorbenes Deutsch verstanden, das mit Interjektionen und Ausrufen wie Nu! Nu! Gott der Gerechte! u. s. w. durchspickt ist. Diese Spezies des Vortrages ist ja leider in Deutschland bei nichtjüdischen Veranstaltungen sehr beliebt und wird, was noch mehr zu bedauern ist, auch in jüdischen Kreisen einer unverdorbenen Aussprache vorgezogen. Trotzdem steckt hier in den beiden Büchlein ein gutes Stück lebendigen Humors, der wohl gelesen zu werden verdient. I. L. Ueu etrtpganggne Bischer. (Besprechung Vorbehalten.) Versöhn, Mathias. Hervorragende jüdische Kunstdenkmäler Polens. Mit Abbildungen nack photographischen Aufnahmen des Verfassers. 3.. Aust. (In polnischer Sprache.) 29 S. Warschau 1903.Plotpa L a s k a u e r a i. S. ki Swietokrzyka 11. Versöhn, Mathias. Tobias Kohn. 53 S.Krakau. Tri et sch, Davis. Die jüdische Orient-Kolonisationsgesellschaft. Die Vorgeschichte und Entstehung Berlin. Großbecrenstr. 75.1903. v Ebstein, Dr. W. Die Medizin im neuen Testament und im T a l m u d. 338 S. Pc. M. 8—. Stuttgart, F e r d t u a n d E n k e 1903.-