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Der Israelit · 1887-07-18 · Heft 55 (18.7.1887) · page 11

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 55 (18.7.1887)
Date
1887-07-18
Page
– (sequence 11)
Language
German
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.1,1 der Thierschutzvereine und eine definitive völlige Rettung unserer heiligen ric-ntr - Institution zu cnoartcn fei, hat fich durch das Ergcbrriß der inzwischen gehabten Verhandlung im Reichstag bestätigt. 3. Subventionen an lchrbcdürftige kleinere Gemeinden, Fürsorge für rw-nw und ntffpa in unbemittelten Gemeinden, für Lehrer und Schüler. Es kamen seither 3t Gesuche uni Subventionen für Besoldung von Lehrern und trsrr.r, für Unterhaltung von msip2, für Unterstützung von Lehrern und Lchrbcflisscnen zur Bcrathung und Erledigung urrd in ihrer Mehrzahl zur Bewilligung von Subventionen, zunächst als einmalige Unterstützung. Scheinen auch die dergestalt bcivilligten Beträge mit einem Gcsammtbclrage von 2250 Mark im Eknzclnen zum Theil nicht hoch, so erreichten sic doch fast sämmrlich die Höhe der von den begutachtenden Herren beantragten Summen, so das; bei den überwiegend prccairen Berhältnisicn der kleinen Gemeinden auch mit diesen Beiträgen wirklich Gutes gestiftet wurde. Zur Ermöglichung der Fortsetzung erfolgreich begonnener Ausbildung znm Rabbiner bezw. Lehrer würden seither fünf Stipendien gewährt. Tic betreffenden jungen Leute geniesten ihre Ausbildung in dem unter Leitung des Herrn Rabbiners Tr. Plato stehenden isracl. Lehrer-Seminar zu Köln, in der unter Leitung des Herrn Tlstrikts-Rabbiners Bambergcr stehenden LehrerbildungS - Anstalt in Würzburg und in dem unter Leitung des Herrn Rabbiners Dr. Hildesheimer stehenden Rabbiner- Seminar zu Berlin. 4. Weitere Subventionen. Ter israelitische Milirairvcrköstignngsvcrcin zu Frankfurt a. M., welcher die jüdischen Soldaten hiesiger Garnison nicht nur am Pcßach-Fcste, sondern während des ganzen Jahres mit versorgt, hat sich mit der Bitte um Subvention an die Bereinigung gewandt, da die erforderlichen Ausgaben zu einer durch die regelmäßigen Einkünfte des Vereins nicht mehr zu deckenden Höhe sich steigern. Mit Berücksichtigung des hochwichtigen Zweckes .und in Betracht, daß diese Wohlthat fast ausschließlich den Söhnen auswärtiger Gemeinden zu Gute komme, wurde dem Vereine eine Subvention zugewandt. Zürn Zwecke der Erhaltung der einzigen gcsetzcStrcn geleiteten Spciscwirthschaft in einem besuchteren Badeorte in Oesterreich wurde dem dortigen Restaurateur auf dessen Ansuchen eine angemessene Subvention für das laufende Jahr gewährt, da der Fortbestand derselben durch besondere Umstände gefährdet erschien und die cingezogenen Erkundigungen daS Bedürsniß und die Zweckmäßigkeit dieser Subvention bestätigen. 5. Tie Fürsorge fürUnterbringung von Stellesuchenden in solcheStellen, welche ihnen die Heilighaltung des SabbatS und der Festtage gestatten, hatte der geschäft-führende Ausschuß stets im Auge behalten. Tie zunächst mir einem dahier bestehenden Bereine cingclcitetcn Unterhandlungen zur Ausführung dieser in den Staturen vorgesehenen Aufgabe haben nicht zum Ziele geführt. Der geschäftsführeude Ausschuß hat daher diese Angelegenheit selbst in die Hand genommen und zwar durch eine aus seiner Mitte dafür gebildete Commission, welche die Herren Theodor Homburgcr und Rechtsanwalt Tr. Hirsch dahier übernommen haben. Ihre Bemühungen um diesen hochwichtigen Zweck haben bereits mehrfach zu erwünschten Resultaten geführt. — Tic Vermittelung erfolgt unentgeltlich. — Tie Mitlhcilungcn schließen mit der erfreulichen Nachricht, das; der Bereinigung von einem unge- . nannt bleiben wollenden Mitglied eine hochherzige Gabe von 1000 Mark zugcwcndct worden ist. Bei diesem kurzen Ucbcrblickc der Wirksamkeit der freien Vereinigung seit der kurzen Zeit ihrer Gründung geben wir unS mit den Erstattern des vorliegenden Berichts der Hoffnung hin, daß hiermit der Keim zu einer segensreichen Zukunft gelegt worden ist, und die Bereinigung durch stete Zunahme der Zahl der Mitglieder und der Mittel unter Gottes Beistand in immer größerem Umfange für das vorgcstcckle Ziel — durch gemeinsames Zu- . fammenwirken Gleichgesinnter die Lösung der Aufgaben zu fördern, welche das gcsctzcstrcuc Judcntdmn feinen Bckcnnern stellt — sich segensreich bewähren werde. — Wir begleiten diese Hoffnungen mit einem innigen^ ‘n -ex* p p« und werden über jede Verwirklichung derselben an dieser Stelle eingehend berichten. Baden (Schweiz), e«. Zeitungsnachrichten und Correspondcnzeu. Deutschland. Jnowraelaw, 6. Juli Ter seit einigen Monaten in unserer Gemeinde vacantc Klausrabbiner- Posten soll nun endlich in kürzester Zeit wieder besetzt werden, und ist für denselben Herr E.Lichtcnstcin, gegenwärtig Rabbiner in Wronke, ausersehea.

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