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Der Israelit · 1887-05-26 · Heft 41 (26.5.1887) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 41 (26.5.1887)
Date
1887-05-26
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XXVIII. Jahrgang. IwetteKeilage zu Ux. 41-es Israelit. Leitende^ Artikel. «Literarische Kotiz. Wir wolle» nicht versäumen, an dieser Stelle ans eine hervorragende literarische Novität ansmcrkiatn »lachen, die zu erwarten ist, wenri das Publikum derselben fördernd cntgegcnkomnit. Der in Frankfurt lebende bedeutende Gelehrte R. Iofua He schel Schars'"-.z hat eine'Reihe Schriften ail-i'gcarbcitet. welche druckfertig schon seit vielen fahren bei ihm liegen und der wohlwollenden Hilfe des für das jüdische Wissen sich intcrcssircnden Publikums harren, die allein die Veröffentlichung ermöglichen kann, llntcrdeß hat der Autor mit dem Drucke eines Theiles seiner Schriften begonnen, und die vor uns liegenden Aushängebogen von -ra und ts|? r.'zs legen lebendiges Zeugnis; für den Scharfsinn und die umfaffcndc Gclchrsamkcit des Autors ab und laffen es höchst wünschcnswcrth erscheinen, daß sich baldigst eine Reihe von Männern finde, die die vollständige Herausgabe der Werke durch Zeichnung von Beiträgen ermöglichen. Es wäre wirklich ein Verlust,' wenn die wissenschafHicheu Ergebnisse des Vers., dessen Bedeutung schon vor zwanzig Jahren von den hervorragendsten Männern, unter denen wir Malbim nennen, denen Mannscriple desselben Vorgelegen, schriftlich bezeugt wurde. Außer seinem eminenten Wissen auf dem ganzen talmudischcn Gebiete ist es ganz besonders eine höchst wichtige und interessante aber vielfach vernachlässigte Spezialität, in welcher wir den Bcrf. bewundern können. Tie oft dunkle Ehrouologie im Talmud hat er mit besonder»! Eifer zum Gegenstand seines Studiums gemacht und überraschende Aesultore erzielt, die vieles bis jetzt Unklare und Unverständliche klar legen und auch Helles Licht aus die oft dunkeln Paniccn der historischen Bücher der heilige«! Schrift werfen. Wo die größten Forscher bei Schwierigkeiten im Talmud sich nicht anders helfen konnten, als Interpolirnngcn auzunehmen oder sich zu Acnderuugcn von Lesarten gezwungen iahen, da wein der Vcrf. die Richtigkeit der alten Lesart nach, die nur bisher falsch verstanden und dcßhalb für falsch erklärt wurde. Man wird von den Argumenten überzeugt, es ist nichts Gekünsteltes, es löst sich an der Hand feiner ebenso klar wie interessant gehaltenen Nachweisungen alles befriedigend auf. Als Beispiel dafür möge nur die Nichtigerklärung des von Nascht und den ihm folgenden großen Eomnientatoren als interpolirt angesehenen Wortes rbr. in Ercchin 12 b n^n -t:n dienen. Wir bitten noch einmal zum Schluß, das Publikum möge cs sich angelegen fein laffen, den Druck der Werke des R. I. H. Scharf durch Gcldunterstüyung zu fördern. Zeitungsuachrichteu und Correfpondeuzen. Deutschland. Berlin, 22. Mai. Gestern starb nach schwerem beiden Frau Nanni Goldberger im erst jüngst vollendeten 60. Lebensjahre. Tie Verstorbene hatte sich durch ihr überaus wohlthätiges Wirken und die hingebungsvolle Betheiligung au allen humanitären Bestrebungen in den weitesten 5t reisen einen ehrenvollen Namen erworben. Sie wurde noch in ihrem lebten Lebensjahre von der .Kaiserin, der Protektor»! aller Wohlthätigkeits-Anstaltcn, durch Berleihung des Louiscnordeus ausgezeichnet. Zahlreiche Bedürftige aus allen 5to.'«fessioncu betrauern in der Hingeschiedenen eine stille und unermüdliche Wohlthäterin. Oesterr. -Ungar. Monarchie. Malta», 15». Mai. Nach einem fast rtjährkgeo Interregnum wurde endlich der hiesige Nadbinatsposlen wieder besetzt. Tie hiesige Geineinde hatte Sc. Ehrwürden; Herrn Tr. L. M. Wolf, bislang in Äißlitz in Mähren, berufen und auch — nach feiner glanzvolle«, Probcprcdigt acceptirt. Ain 2. Mai l. I. hielt derselbe seinen Einzug. Es waren große Borbercitungen zu seinem Empfange getroffen. Am Bahnhöfe empfing ihn der löbl. E. Vorstand, der Lehrkörper u««d eine große Arrzahl <^emeir«dcmitgliedcr. Am 3. Mai wurde der Rabbiner vom Vorstände in den hellerlcuchtcteu Tempel geführt und feierlich in sein Amt eingesetzt. Herr E. K. I. Porgcs hielt Namens der Gemeinde eine Ansprache, ebenso Herr Eantor Kramer olS Funktionär im ' Goncshause. Herr Moritz Lafchausky im Namen der Ebebra-5tadischah, Herr R. Fleischer bewillkommre ihn in Vertretung des EhorgesaugS- und

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