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Der Israelit · 1887-01-27 · Heft 8 (27.1.1887) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
28 (1887)
Issue
Heft 8 (27.1.1887)
Date
1887-01-27
Page
– (sequence 20)
Language
German
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140 As Furcht Dor dm AMsenitisms. Als inlAttsange -des gegenwärtigen Jahrzehnts die Wogen des Amisemilislnus so hoch gingen, daß sie ganz Europa zu uberfluthcn drohten, stellte sich die königlich Niederländische Negierung den verwerflichen Bestrcbnugcn'dcllclbcn energisch entgegen, so da» in der Thal diese „Schmach für Deutschland" in den Niederlanden keine Stätte fand. Seine Majestät der >rönig selbst zeigte ostentativ bei jeder Gclegen- Iicit, daß er keinen ttl.terschicd mache zwischen seinen Iliiterthanen semitischer oder arischer Abstammung, und diesem edlen Beispiele folgten sämmtliche Rcgicrungsorgane und auch die communalcn Behörden. Als in Amsterdam der Besitzer eines Kaffeehauses an den Thüren seines Lokals durch eine Afsiche aiikündigte, daß Wurden dasselbe nicht betreten dürften, wurde er von der Behörde auf das Unpassende und Aufreizende dieser Ankündigung aufmerksam gemacht und sic zu cutfcrncn veranlaßt. Zu der Zeit, als die Niederländischen Behörde» »och nicht Gelegenheit gehabt hatten, gegen den AntisrnlitismuS Stellung zu nehmen, wurde von der Acgicrung beschlossen, in der Verwaltung Ersparnisse mitteten zu lassen. In Folge davon wurden viele Beamte, die man für überflüssig erachtete, aus dem Ticiisle entlassen. Ein Minister ialdeamtcr jüdischen Glaubens sah zn seinem Schrecken, daß viele seiner Kollegen ihren Abschied erhielten. Er sprach seiner Uran gegenüber die Befürchtung aus, daß er als Jude noch viel eher der Gefahr ausgesetzt sei, verabschiedet zu werden. Das edle Ehepaar beschloß, sich raufen zu lassen. Die Taufe wurde mit großem Vomp in Scene gesetzt, und sämmtliche Minister wurden zu dem feierlichen Akte cingcladcn. Als am andern Morgen der Beamte sein Bureau betrat, fand er seinen Abschied auf seinem Pulte. Entsetzt eilte er zum Minister, um nach dem Grunde zu fragen. „Mein Lieber." sagte S eine Ercellenz mit freundlichem Lächeln, „Sic standen schon lange auf der Liste der zu Verabschiedenden; allein, wir nahmen bisher davon Abstand, um nicht des Antisemitismus verdächtig zu erscheinen. Da Sir aber nicht mehr Jude sind, so stand Ihrer Verabschiedung nichts mehr im Wege." — Sprach» und winkte gnädig urit der Hand zuur Zeichen, daß die Audienz beendigt sei. Cor res p o » de» z. ~1 Posen. Der Bericht über die Inschrift des Lcichensteins des v« *c~jr *1 pon in der „Bclletr. Beilage" zu Nr. Uv vor. Jahres ist nicht ganz zutreffend. Die Inschrift lautet vielmehr: i 3*B ir* topy ‘im ' *.1 T2J>; trpiya ppr l tcrs P72» Bei dieser Gelegenheit wird auch die Miuhcilung von Iutcressc sein, daß der Leichcnstein des .12' '2112 ‘1. Verfasser des srcb, sich ebenfalls auf dem hiesigen dr<y rra bcnndct. Derselbe trägt die Inschrift: z 2-yv ns* rsr ns* *2112 n*c T2» pun srsrfr nr zrr Wnemotechnifche Motiz. Die 7 noachrdischcn Gesetze <nr '22 rrsc *1) kann mau sich so merken: die 3 bekannten 1) r: 2) ITC* 3) rjr Die andern 4 beginnen mit den ersten 4 Buchstaben des hebr. Alphabets 4) n"v 12» 5) ‘1 rcra 6) Vs i 7) cm Für die 5 raca rracn gilt als Merkmal r£*s ncm jscn» 1) wen “61 2) n mtsn- 3) n272 nno * 4) 1NX27HS2N1 5) nrar map M. Schweitzer. Lehrer, Al«rn»r «. 11. 5 chrrs-Ztäthskl. 2m «hatten wirst Da »ich 2m Sommer oli crl&ancn. 'SSein Laut belehret Dich» Da mich wirst caöauauj Lcrantwonliche Rtdacrioa: Pr. Lehman» in SRainj. — «jpebitio« tzroße Striche Sr. 4S. Druck und Bertaa von Cittt Lehman» in Mainz.

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