Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 27 (1886)
- Issue
- Heft 86 (4.11.1886)
- Date
- 1886-11-04
- Page
- – (sequence 12)
- Language
- German
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scheu. Festtage, welche das Patmfesl . flcimimt luetbon im'o iui der grösue Theil unserer Bcvöllernng israelitisch ist, so werde»! zehn Tage mrgefälir die l^eschäste im Mgememen ein wenig ruhig verlanscu. Tie Festtage werden gefeiert zum xHUbcnfcit tiu den Auszug der Hebräer aus Ggyptcn und chrcs Aufenthaltes in der Wüste. In jedem Hause herrscht die Gewohnheit, sich eine Hütte aus )){ohr zu erbauen, unter der dann die Familie ihre Mahlzeiten ciunimmt und lua? noch besonders zu bemerken ist, jedes junge Mädchen, da» in dieselbe cindringt, darf hoffen, aus erwählt zu sein, um die Mutter des erwarteten Messias zu werden." Tiefe Absurdität tischt mm die offizielle Turbine" ganz uugeuirt ihrem ^escpublkum auf. Möge die „Alliance Israelitc" die Aufmerksamkeit der Hohen Pforte, au deren Toleranz und Gerechtigkeit gegen ihre Nnierthancn nicht zu zweifeln ist. auf diese „intcreffanlen Aachrichteu" ihres Amtsblattes lenken, damit dasselbe in Zukunft nicht jeder Absurdität über die Juden Aufnahme in feine Spalten gewähre. Ueberhaupt fängt dieses Blatt in der neuesten Zeit an, ein wenig auch im Antisemitismus zu machen und so dieses christlich-germanische Produkt von der Spree an den Bosporus zu verpflanzen. Mit vorzüglichster Hochachtung Ihr hiesiger Korrespondent P l o n i A l m o n i." 5rvnstantinvpel. Tie vor .sturzem dahier stattgchabte Zählung ergab unter **715«:» Ginwohncrn *M5tii Israeliten. Am c r i k a. New Orleans. Im Alter von 102 Jahren starb am Mittwoch im Tonro Infirmary Joseph Roscnberg, ans Alt-Breisach, in Baden, gebürtig und seit ir*',2 ein Bewohner dieser Stadl. Obgleich er sich während der letzten I o Jahre in dein obigen Institut befand, so war er bis zu fernem Tode im vollen Besitz feiner Geisteskräfte, wobei fein körperlicher Zustand ebenfalls derart war, das: er mir Vorliebe allerlei kleine Ticustc verrichtete und sich ans mancherlei Weist nützlich zu machen suchte. Wie scharf sein Gedächmist war. gehr daraus hervor, das; er von der Flucht seiner Glrern mir ihm, dan.'ats r» Jahre alt. ans der Hcimach zu erzählen wrrstte. als dieselbe von französischen Truppen belagert wurde. Als er in das Mannesalrer eingelreten war, wurdeer unter Aapoleon 'Bormparte Soldat, und mrichte als solcher den denkwürdigen Zug nach WulUanb mit. (5t hintcrläfjt drei verheirathete Töchter. Afrik a. lgier. Am Vorabend des Verfohunngstages hatte eine beträchtliche Anzahl jüd. Soldaten unter heftigclt Aliftritten gegen den hiesigen Tberrabbuter Drohungen ausgesprochen, weil sie glaubten, dast derselbe bei der Militärbehörde ihre Tispensirung vom Tienste am Feste nicht beantragt habe. Tie Polizei musste chifdircttcu, um die Ordnung wieder herzustelletk. Tie Soldaten waren im Unrecht. Tie ^ocalblättcr veröffentlichen Tags darauf den vom Generalcommando an den Obcrrabbincr gerichteten Brief, in welchem rechtzeitig und deutlich die Beurlaubung der jüdischen Soldaten am Versöhmmgstag ansgefpro chen war. M a r o c c o. Fc.z. Ter Sultan hat den Befehl ertheilt, dast die Familien der drei Inden, welche in Folge der Grcepe vom 2:;. Mai als Gefangene nach Marakefch gebracht wurden, den sie trausporrirendeu Soldaten eine gewisse Summe zu zahlen haben; im Falle der Zahlungsunfähigkeit ist die jüdische (5>emeinde dafür hcranzuzichen. Ter Gouverneur von Temnat , Hady Gillali, setzt seine Schreckensherrschaft über die Inden des TistrictS fort. Rennens hat er eine große Anzalä derselben zu einer Reise nach Marakasck, dem jetzigen Aufenthalt des Sultans, beordert, welche dem Fürsten ein aus ihren Mitteln zufammengebrachtes bedeutendes Geldgeschenk überbringen sollten. A u ft r a l i e ». Auckland. (2kcnsce!and.) Ter dahier verstorbene David Rardan. bar verschiedenen jüdischen Wohlrhätigkc.'tsanstalrcn und Schulen in London nun»!2. und denen in Anckland l 120 hintcrlaffen. X\itUfu|c rörunrjcu fantofcn ein: <;i:IuiC'6car.ucx A. S üvidiobn in ' »rrdsöerg. 2- --*<* tu l'lKtvI-ert:. Tanict T rcuiiit in ll'tbOtn. V*-*: rtc’cnow tu rockiuy. Äfaac in i^rcnle.