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Der Israelit · 1886-05-31 · Heft 43 (31.5.1886) · page 14

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 43 (31.5.1886)
Date
1886-05-31
Page
– (sequence 14)
Language
German
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762 Erklärung. In Nr. 34 der „Fürrskirchncr Zcimnq" . vom 29. vor. Msaar« bcfrrrLct sich crrr Jufcrar, das eine Lcr!earnduug meiacr Person enthalt, die ich zwar gerichtlich ahnden zu laffcrr gedenke, nichts dcstowcniger aber Ihren w. Lesern gegenüber zurückzuweisen mich verpflichtet fühle. Deshalb erkläre ich hiemit: „Es ist erstens nicht wahr, daß ich meinen Gläubigen verboten habe, bei dem Kaufmann L. F. überhaupt einzukaufen,- wie dies der Einsender des Inserats so gerne glauben machen möchte. Es ist daher selbstverständlich ferner nicht wahr/ daß ich dieses Verbot plakanren ließ. Es ist endlich nicht wahr, daß ich etwas unter Androhung eines Fluches verboten, ja,' das; ich mich jemals bei irgend einer Gelegenheit einer von dem Staats- und somit auch vom Neligions-Gesexe verbotenen „Androhung des vricstcrlichcn Fluches" bedient habe. Ich habe blos in meinem am Sabbat vor dem Peßachfestc in der Synagoge gehaltenen Bortrage meinen Zuhörern pflichtgemäß rnitgetheilt, das; nach dem „Schulchan Aruch," ans dessen Grundlage jede isr. Gemeinde sich zu constiruiren verpflichtet und jede orth. isr. Gemeinde in der That conftitnirt ist, sowohl Mehl und Kanditen als auch alle den Namen „Ehamez" tragenden Gegenstände, die am Pcßachfeste Eigenihnm eines Israeliten sind, auch nach diesem Feste als verboten angesehen werden müssen. Da nun der Kaufmann L. F. trotzdem seine „Ehamez" genärmten Bictualien auch an dem genannten Feste, an welchem alle hiesigen jüd. Kanfleutc ihre Mchlgcschäfte geschlossen hielten, öffentlich verkauft hat, wie er dies seit Eröffnung seines Geschäftes au jedem Sabbat gcthan -nnd-dahek-mein- Verbot dabin mißverstanden werden könnte, das; man ihm niemals diese Gegenstände abkaufen dürfe, so hielt ich mich für verpflichtet, durch ein in der Vorhalle der Synagoge angebrachtes Plakat den Mitgliedern meiner Gemeinde bekannt zu machen, "daß-sie blos die ersten zwei Monate nach dem Feste die genannten Gegenstände nicht von ihm kaufen dürfen, da »ach dieser Zeit angenommen werden kann, daß der Vorraih derselben, der sich am Pcßachfefte in seinem Besitze befand, bereits veräußert worden ist. Hogyüsz, den 3. Mai 1887. <£♦ M. Goiteirr, Rabbiner. Kestsni si!o« von Straus* Wiesbaden^ Mühlgaffe 4. Referenz: Herr Rabbiner vr.Kah «. (2925 Annonce. ■(vin religiöser, junger Mann (ledig), seminaristisch gebildet, schon mehrere Jahre in Stellung, tüchtiger Borbekcr und nt?, bewandert im Porsche», sucht, gestützt auf beste Referenzen von orthod. Radbincn, Stellung als r'chrcr, Cbasan und Schocher. Antritt nach Ncbcreintnnsl. r? sielten unter B. .4.?!r. 2>»87 an die Erped. d. Bl. Ein Lehrmödlhen von ordenllichrri oncril suche sofort für mein Trlicatrsjrtt - n„d Oolvuialwaarcn- Gejchnst. Sabbat ri»d Feicuagr fest ge schlotsrn. Freie Statioi» im .>>nnsr. «2. I ütfinlcv, 289it) .'{ ü l n, Mvisergaiic 19. HDD Bad Ems HDD Hotel Erommst (vorm. S. Löwenstein) - Hö 1 cl er strn Ranges. A «erkannt als streng koscher. Nesranraiion. Pension. In der Nähe der Brunnen und Bäder. Portier am Bahnhof. (2878 föin .rrnabe von 14 I. sucht Stelle als Mctzgcrlehrling, möchte gerne auch Wursunachcn rrl. Briese an W. ThieneS in Elberfeld unter .1. HWA erbc.eu. 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