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Der Israelit · 1886-05-24 · Heft 41 (24.5.1886) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
27 (1886)
Issue
Heft 41 (24.5.1886)
Date
1886-05-24
Page
– (sequence 12)
Language
German
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lilaii darf hoffen, das de» Betheiligten »olle (Merrdjtiflfeit ividersahren wird, und das; die Maßnahmen der Local-Behörden und die den Schuldigen;neriheilte Strafe, dergleichen sonst in Palästina seltene Unruhen i» Inknnsl veihindern iverde». England. London. Par vierzehn Tagen starb dahier Herr Louis Nathan, der innerhalb der jüdischen Gemefflde eine bedeutende Nolle spielte. In .der Geineindeverwaltnng sowohl als in vielen wohlthaiigen Instilnken und Vereinen war er iin Vorstände, wo er stets eine rührige Thätigkeit entfaltete. In ivohlthätigen Iwecle» hinterliest er lätnt L..St, N n st l a n d. Petersburg. Professor Bolkin wachte dm >. Marz in seiner Medizinischen Vorlesung seinem Auditorium eure NM merkwürdige Mittheilnng. Seit langen Jahren^ sagte er, fj^e er die Beobachtung gewacht/ dchst die Schwindtüchtige» jüdischer ffonfession fast immer weit über die Iest hinaus ani Leben bleibe», die ihnen ans Grund Kr tvissenschaftliche» medizinischen Erfahrungen prognostizirt wird. Tie Frage nach der ,11 ifndjc, dieser Erscheinung liest er offen, doch glgiibe er sicher, dost in der ffovstiiniion der Bekenner des Indenthnins ein Element vorhandenlei, das der SchN'indsncht langer Bffideistand zu leisten vermag. NZarschan. Zwei der hervorragendsten Nabbjner Polens, die in den iveiteslen Preise» beliebt ftiTb und grasten Einst»st besitzen, die Herren Iehosia ans Lnttno und Wals ans Pietrokviv sind vor einigen Tagen nach dem heiligen Lande abgereist, um die bestehenden Kolonien daselbst in Augenschein zu nehmen und Ihre Bedürfnisse zu prüfen. Ferner wollen sie ans die Vermehrung der cnnnN- Felder bedacht fei», damit, die jährlich von den griechischen Händlern geübten Ausbeutungen anshören. Kiew, l-t. Mai. Im Jahre IS84 liest sich eilte verheirathete jüdische Frau ans Minsk von einem Nichtjuden verführen, ihren Gatten und ihre Kinder zu verlassen, mit ihrem Buhlen zu entfliehen und znni Christenthnnt überzntreten. Von Nene erfaßt löste die Frau später das sündige Verhältnis^ und wollte wieder Jüdin werden, was jedoch »ach russischen Gesetzen auf das Strengste' verboten ist. Die Frau wurde in einem hiesigen Kloster internirt, von wo aus sie ein Bittgesuch au Ihre Majestät, die .Laiserin, richtete Der hiesige, ehrwürdige, |)m inane und tolerante Metropolit befimvorletc die Petition der unglücklichen Frau, unK-Tp ist denn dieser Tage der Allerhöchste Bescheid hierhergelaugt, das; es der Frau gestattet ist, znni Jndenthnine zn' rnckznkehren. Jeder, der die Verhältnisse „äher kennt, weist, wie wichtig' dieser Entscheid ist, „,,d wird die große Huld und Gnade, die unsere erhabene Monarchin hierbei bewiesen,' dankbar alierkennen. Türkest Konstantinopclj >6. Mai. Ilnser Ehachai» Basch! hat soeben folgende. Kundgebung - erlassen,, die ich Ihnen Jedoch, da die Post nach Varna schon in de» nächsten Stunden abgeht, nur tut Auszüge miltheilen werde: „Es ist zur Kenntnis; der kaiserlich türkischen Negierung gelangt, daß viele .in Nnmänieu . lebende Inden ans Irrthnin bei der jüngsthin iw türkischen Neiche statigesnndenen Volkszählung eine Teskakeh Ssnianieh' (Matrikelatiszng) erhalten haben, in der sie' als türkische llnterthanen erklärt werde», und erhielten sie in Folge, dessen auch einen lürkisehen Paß. Die rnniänische Ae giernng ihrerseits erklärte jedoch diese Pässe im Mull und nirhtig und bat sie zugleich die Hohe Psorie, solche Pässe nicht wehr' ansfolgen zu lassen. Aach Anhörung des StagtsratheS «hat die kaiserlich tiirkische Negierung nun entschieden, das; nur jene rumänischen Inden als türkische' Staatsangehörige betrachtet werden dürfen, die »och vorder Erhebung Nninäniens zu einem selbstständigen Itönigreiche im Besitze eines türkischen Passes odcr ciiter Teskareh Lsmanieh waren. Auch müssen dieselben nach der erwähnten Erhebung eine längere Ieit in der Türkei gelebt haben. Das hohe kaffe» lichc Justiz.- und EnlinSminiftersiiiii hat nun dic Lanzlei des Ehacham-Baschi hier von diesemEntschlüsse der Hohen Pforte mit der Benierkung verständigt, daß eine Ilebertretung dieser Vorschrffi mit den für einen solchen Fall iniIj. .'!•> über das türkische Paßwese» ^geschriebenen Strafen gealpv det 'werden würde. Nebst dem Ehacham-Baichi ivnrden auch die sonstigen kaiserliche» Behörde», denen die Ertheilnng von Pässen znsteht, von diese!» nencsten Entschlüsse der kaiserlichen Negierung benachrichtigt.!" .

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