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Der Israelit · 1885-12-31 · Heft 102 (31.12.1885) · page 20

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 102 (31.12.1885)
Date
1885-12-31
Page
– (sequence 20)
Language
German
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stündlich ihre Boten, um diese Armen mit süssen Worten zu überreden, Zuflucht bei ihr zu nehmen, um alles mögliche Gute von ihr zu erhalten. Noch widerstehen die Unglücklichen und sind taub für diese Sirenentöne. Aber dürfen wir es riskiren, sie noch weiter in dieser Lage zu lassen? Es ist ohne Zweifel die Pflicht eines jeden Israeliten, diese Armen zu unterstützen. Darum bitten und flehen wir alle edlen Glaubensgenossen an, bald, recht bald Spenden zu sammeln und hierher zu senden. Besonders bitten wir Herrn Rabbiner Dr. Salvendi in Dürkheim, der schon so viel für diese armen Glaubensgenossen gethan, auch weiter es möglich zu machen suchen, dass in dem Bau der Häuser für die Flüchtlinge fortgefahren werden kann. Die Namen der edlen Spender, wie deren Gaben, werden wie bisher in den „Spenden-Verzeichnissen“ desselben veröffentlicht werden. --Sk-ech.- Schreiben von dem Vorstände des Vereins "BTnn 7NW,,. Jerusalem, 12. Marcheschwan 5645. Geehrter Herr Rabbiner! Wir beehren uns, Ihnen den Empfang der uns übersendeten 300 Mark für die arabischjüdischen Flüchtlinge zu bestätigen; wir werden diese Summe gewiss auf das Beste verwenden. Ihr Name soll auf einem Steine an einem der zu errichtenden Häuser eingegraben werden. Aus der "nb2Cn„ werden Sie ersehen, dass der Grundstein bereits gelegt und mit dem Bauen begonnen ist; in einem Monate hoffen wir fertig zu sein, und die unglücklichen Familien können dann endlich ein sicheres Obdach Anden. Wir bitten Euer Ehrwürden dringend, uns in der weiteren Erreichung unseres Zieles helfend zur Seite zu stehen, denn unser Verein ist jetzt von Mitteln ganz entblösst, und doch pocht die Noth täglich und stündlich an unseren Pforten. Was sollen wir thun, um die Armen und Niedergedrückten, sowie die von der Missions-Gesellschaft und deren Colonie „Artaf“ Entronnenen, die fortwährend uns um Hilfe anflehen, zu unterstützen? O, geehrter Herr! eilen Sie uns zu Hilfe; schicken Sie uns das etwa für uns vorräthige Geld, denn die Noth ist gross. Senden Sie uns gütigst alle vierzehn Tage., oder doch jeden Monat das, was Sie unterdessen gesammelt haben, damit wir immer etwas vorräthig haben, um die grösste Noth zu lindern. Möge der Allgütige Sie belohnen und Ihnen die Erfüllung- Ihrer Herzenswünsche gewähren! (Folgen die Unterscüritten.) Ich habe dem Verein seitdem wiederum 700 Mark zugehen lassen; was aber bedeutet diese geringfügige Summe in Anbetracht der zahlreichen Nothrufe, die von allen Seiten an denselben, ergehen! Die überaus segensreiche, alle Schichten von Nothleidenden in der jüdischen Bevölkerung Jerusalems umfassende Wirksamkeit des Vereins ist aus den monatlich erscheinenden Rechenschaftsberichten in herzerhebender Weise zu ersehen; möchten darum die Gaben für denselben reichlichst fliessen. Dürkheim, '; Dr. A. Sälvendi. Druck von Davtt LsuiL 83*191* Mardetma

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