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Der Israelit · 1885-07-30 · Heft 60 (30.7.1885) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
26 (1885)
Issue
Heft 60 (30.7.1885)
Date
1885-07-30
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XXVI. Jahrgang. Zweite Anlage zu Nr. 60 des Israelit. Leitender Artikel. Die Verbreitung der Juden im Deutschen Hteich. Einer unter diesem Titel bei Puttkammer und Mühlbrecht in Berlin soeben erschienenen Broschüre von Friedrich Bosse entnehmen wir Folgendes: Die Volkszählung vom 1. December 1880 ergab eine Gesammtbevölkerung des deutschen Reichs von 45,234,061, hierunter 561,610 Inden oder 1,24 Procent der Gesammtbevölkerung. Von den Staaten des deutschen Reichs weist im Vergleich zur Gcsammtbevölkerung die sreie Stadt Hamburg die meisten, nämlich 3,54 Procent nach, während die beiden anderen freien Städte weit geringere Procentsätze Nachweisen, Lübeck nur 0,89 und Bremen nur 0,49. Rach dem Staat Hamburg kommen verhältnißmäßig die meisten Juden im Großherzogthnm Hessen vor, nämlich 2,86 Procent der Gesammtbevölkerung (Rheinhessen 3,41, Oberheffen 2,87 und Starkenburg 2,46). Es folgen Elsaß- Lothringen mit 2,51, Baden mit 1,74, Waldeck mit 1,51, Preußen mit 1,33 Proceut (die meisten in den Provinzen Posen 3,32 und Hessen-Nassau 2,66, die wenigsten in den Prnvinzen Schleswig- Holstein 0,31 und Sachsen 0.29), ferner Bayern mit 1,01 Proceut (die meisten im Reg.-Bezirk Unterfranken mit 2,43, die wenigsten im Reg.-Bez. Niederbayer» mit 0,02). Werden von den weiteren Staaten die kleineren außer Betracht gelassen, dann machen den Schluß Württemberg mit in dem Lande ziemlich gleichmäßig 0,67 und Sachsen mit 0,22 Procent. Die übrigen 15 unerwähnt gebliebenen Staaten des deutschen Reichs schwanken zwischen 0,86 (Lippe) und 0,02 (Sachsen-Altenburg). Von der Siädtebevölkerung kommen 2,59, von der Landbevölkerung 0,51 Procent auf die Juden. Von den 163 Städten des deutschen Reichs mit mehr als 16,000 Einwohnern beläuft sich nur in 31 Städten die Zahl dcr Juden auf mehr wie 3 Proceut der Gesammtbevölkerung, wie dies aus nachstehender Uebersicht erhellt. Städte mit mehr wie Einwohner¬ Zahl der Inden Procenten der Einwohnerzahl. 16000 Einwohner. zahl. 1 Posen 65,713 10,75 2 Fürth 31,063 10,72 3 Frankfurt a. M. 136,819 10,12 9,58 4 Beuthen i. Ob.-S. 22,811 5 Mannheim. 53,465 7,56 6 Thorn 20,617 7,42 7 Ratibor . 18,373 7,24 8 Breslau . 272,912 6,43 9 Worms . 19,005 6,39 10 Memel 19,660 , 6,17 11 Bromberg. 34,044 5,55 12 Gr.-Glogau 18,630 5,42 13 Mainz 60,905 5,19 14 Graudenz . 17,321 5,16 15 Berlin 1,122,330 4,81 16 Hamburg . 289,859 4,45 17 Würzburg. 51,014 4,45 18 Stolp 21,591 4,44 19 Colmar 26,106 4,35 20 Bamberg . 29,587 4,29 21 Königshütte 27,522 3,71 22 Königsberg i. Pr. 140,909 3,61 23 Gießen 16,855 3,60 24 Heilbronn . 24,446 3,56 25 Offenbach . 28,449 3,45 26 Mühlhausen i. E. 63,629 3,43 27 Karlsruhe. 49,283 3,38 28 Straßburg i. E. 104,471 3,37 29 Köln. 144,772 3,12 30 Darmstadt. 40,874 3,09 31 Nürnberg . 99.519 3,05 Bei der Volkszählung vom l. December 1871 war die Anzahl der Inden 1,25 und bei derjenige» vom 1. December 1880, wie bereits erwähnt, 1,24 Procent der Gesammtbevölkerung des Deutschen Reichs. Es kamen auf 10,000 Einwohner im Ganzen nach der früheren Zählung 125 und nach der 9 Jahre späteren Zählung nur 124 Juden. Mithin hat die verhältnismäßige Zahl der Juden von 1871 bis 1880 um ein Geringes abgenommen. Die Broschüre gründet sich auf Veröffentlichungen der staatlichen und städtischen statistischen Bureaus und auf von denselben erbetene» Mitthei- - )

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