Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 45 (8.6.1885)
- Date
- 1885-06-08
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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748 Bekanntmachung. Mit dem l. Juli d. I. soll die israelitische Mädchcnwaisen- Anstalt dahier, die von einem in Nürnberg wohnhaften edlen Gönner des hiesigen isracl. Waisen-Instituts gegründet wurde, eröffnet werden. Inländische israel. Mädchen, die das 6. Lebensjahr zurückgelegt und das 1l. noch nicht überschritten haben, elternlos oder väterlicherseits verwaist sind, können ausgenommen werden und sind diesbezügliche Bewcrbungsgesnche innerhalb 4 Wochen portofrei anher cinzusendcn und folgende Zeugniffe beiznschlietzen: 1) ein Gebnrts-, Domizils- und Leumnndszcugniß mit besonderer Angabe, daß die Bewerberin einer legitimen Ehe entstammt; 2) ein Gcsnndheitszeugniß; 3) ein Schulzcngniß; 4) ein Vermögenszeugniß; 5) ein Jmpfzengniß. Der von Herrn Jacob Cramer dahier für die obige nengcgrnndcte israel. Mädchenwaiscnanftalt gestiftete Freivlatz soll ebenfalls beseht werden nnd sind dcsfallsige Gesuche unter Beischlntz obenerwähnter Zengnisse bis znm obigen Termine anher einzusenden. Fürth, den 1. Juni 1855. Die Administration 3020) der israelitischen Waisen-Anstalt. Aufruf! Wohllöblichcr Shimgogtilrath! Höchst ungern haben wir, die Unterfertigten, uns entschlossen. nnS mit der Bitte um Unterstiitznng an unsere Glaubensgenossen Badens zu wenden, da wir wohl wissen, wie sehr das mildthätige Herz derselben, namentlich in fetziger Zeit, in Anspruch genommen wird nnd doch drängt unS die höchste Noth hierzu. — Unsere Gemeinde besteht auS 17 Familien, die zum Theil gering bemittelt, theils aber auch arm sind. Nun wurde uns von zuständiger Behörde bereits anfgegeben, unsere längst baufällige Synagoge sofort zu schließen und dieselbe binnen längstens 4 Wochen vollständig abzubrechen. — Der Neubau unseres Gotteshauses erfordert einen Aufwand von wenigstens 17,000 M.. ein Aufwand, den unsere kleine, wenig bemittelte Gemeinde, ohne mildthätige Hilfe, aus eigenen Mitteln anfzubringrn, nicht vermag. Wir sind deshalb auf die Unterstützung unserer Glaubensbrüder nothgedrungen angewiesem. — Im Vertrauen nun auf jenen allbewährten, nie vergeblich angerufenen Wohlthätigkeitssinn unserer israel. MUbrüder, wagen wir es hiermit, ergebenst zu bitten, uns ihre Hilfe resp. Unterstützung nicht zu versagen und Spenden entweder dem Vorstände dahier oder auch unfcrm ehrwürdigen Herrn Dczirksrabbiner Weil in MoSbach einsendcn zu wollen. Großei cholzheim, Amts Adelsheim, im Juni 1885. Der S y n a g o a e n r a t h: Salomo« Hobach, Vorstand. Isaak Löb Wcsthcimer. Napya.el Wcsthcimer. (D. 8.) Zur Beurkundung: Bachert, Bürgermeister. Auch wir sind bereit, Gaben entgegenznnchmen »rnd weiterzubesördern. 3011) Expedition de« „I«rnellt“. <"£iir meine Metzgerei- und Wursiwaaren-1 erzogenen Lehrling unter günstigen Beö Fabrik, Sabbat n. Festtagen geschlossen, I dingungen. suche zum baldigen Eintritte einen religiös j 3937 Otto Friede, Bayreuth. Ein hervorragender 2-n t:1»?, Rabbiner in einer sehr kleinen Gemeinde Deutschlands, hat seine Tochter mit einem sehr achtbaren jungen Manne verlobt, der derselben eine sorgenfreie Zukunft zu bieten angethan ist. Leider fehlen jedoch dem Vater die Mittel zur Mitgift und Ausstattung und würden die Edlen, die demselben dazu verhülfen, eine sehr edle Thal vollbringen. Die Herren Rabbiner Dr. I. Hildesheimer, Berlin. Rabbiner Dr. Lehman«, Mainz, und BezirksrabbinerDr.Salvendi in Dürkheim, die die Sache wärmstenS empfehlen, sind bereit, die Spenden in Empfang zu nehmen und weiterzubesördern. (3063 (Vn der hiesigen Gemeinde soll am 1. Juli <0 d. Z. die Kultusbeamtenstelle von einem Inländer, resp. Raturalisirten besetzt werden. Derselbe soll z»r>, ne, p*a Religionslehrer und ^2 sein, nN'nn mrn haben und Vorträgen zu halten im Stande sein. Gehalt 1200 M. und etwa 600M. Nebenrinkommen. Meldungen werden bis zum 15. d. M. angenommen. Reisekosten werden nicht vergütigt. Lessen W. Pr., den I. Juni 1885. Ter Synagogen-Borstand 3019 M. I. Moses. Morgengcdet für Kinder: in) Ton nnd ':x rmo in Plakat-Form, sauber ausgesührt. sehr bequem zur Selbstübung für die israel. Jugend, in Hebräisch nnd Deutsch, versendet gegen Einsandt von 1 Mark 10 Stück, franco. I. Rund in Kattowiv (^ber - Schlesien.) -i»= Bad Homburg no fjotfl KmWÄ 3028) Hotel 1. Range«. 'catpoe» Fleifchextract aus \\LJggj Dr. Papilsky's Fabrik in Posen, billigstes nnd bequemstes Mittel zur augenblicklichen Herstellung, beliebigen 'Verbesserung und als vorzügliche Würze aller Brühen, Suppen, Saucen/ Gemäße. Depot in Frankfurt a. M. bei 3(. Metzger, Bornheimerstr. (3052 £Eiir mein Manufaktur- und Eonfections- O Geschäft suche auf sofort oder 1. Juli einen tüchtigen Eommis, der auch kleine Touren zu machen hat. Samstag und Feiertage geschlossen, Kost und LogiS im Hause. Diserten nebst Photographie und AlterSangabe, sowie Gehaltsansprüche sind unter A. Z. 3020 an die Expediton dieses Blattes zu richten.