Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 30 (16.4.1885)
- Date
- 1885-04-16
- Page
- – (sequence 13)
- Language
- German
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Kefchrei-mig der <Feg-Neiöode der zu schachtende» Ächsachlrinder.*) «Aus der erschienenen Echrift: „ThicrLchntt nnd Mcuschcn Trutt" I ä a a j j m a n n, .Zranssnrl am Mainj von Rabbiner!>r. (Hmiiaun in IricrO BildJT. cjur Durchführung dieser ^egmethode sind vorerst eine Gurtenvorrichtnng, zwei ^nßleincn, zwei Flaschenzüge, sowie fünf Personen erforderlich. Das Gin- Hängen der Flaschcnzügc erfolgt in zwei starke circa ',z Met r von einander entfernte Halen, welche in der Dcäe oder einem etwa vorhandenen D.uerbaltcn angebracht sind. Lodann wird bcm Rinde die lV.nrlcnvorrichtnng (Bild ll), tvelche ans zwei ziemlich breiten Seitengurtcn (.X und ß), verbunden durch :mi Krenzgurtcn (<' und ln, besteht, angelegt und die zwei Gudringc je einer 3eitem\ut(c (l, 2, •<) in den entsprechenden A-laschenzng eingehängt. Weitere wird je eine mit einem Giscnringe versehene Vclitc nm die Vorder- und Hintersüße geschlungen und beide von einem Manne gehalten. Durch Anziehen der Ilaschenzugstcincn seitens je zweier Männer wird das Thier nm circa io Zentimeter gehoben, wonach bei gleichzeitigem Anziehen der Inßlcinen auf die eine Leite das Rind auf die entgegengesetzte Leite niedergelassen wird. Diesem Verfahren folgt daun das nach der bisher üblichen Wurfmethode vorzunehmendc Ansstellen deS .Zopfes auf die Hörner. Die ganze Manipulation vom Anlegen der tourte bis znm Siegel! des Rindes ist das Werk einer überraschend kurzen Zeit bei nicht größerem Aufgebote von Hilsspersoncu als dem beim Werfen ebenfalls erforderlichen. Der Postenpreis der Ilaichenzugliiib Gurtcuvorrichtung ist im Vergleiche zu ihrer Danerhaftigleit ganz belanglos, während der erzielte Zweck der Vermeidung von Verletzungen des Lchlachtthicrcs ein eminenter zu nennen ist. Die beiläufig 15 (5ciitimeter breiten, weichen, vorsichtshalber allenfalls leicht gepolsterten Gurten verchcilcn vermöge ihrer krenzweifen Anordnung den Druck und daS Ginfchneidcn in sehr erwünschter Weise. Die Einwendung von der Aeugstlichkeit des ThiereS beim Anlegen der Gurten und dem freien Hängen des Körpers, sowie von dem (5'iuschneiden der Gurten muß mit Rücksicht auf den geringen Grad und die verschwindend kurze Zcir des Ginflnsies als nicht stichhaltig bcnrtheilt^werdeu. ^Gelegentlich dcS im Leptcmber iss:: zu Wien abgehalteücn IX. Internationalen Thierschntz-Gongreffcs wurde bei den in Gegenwart der Gongrcß- Thcilnchmcr im Lt. Marxcr Lchlachthanfe vorgenommcnen ProbcfchlachLnngcn auch diese ^cgmethode angewandt. Dieselbe wird Leite 250 und 251 des Gcncralbcrichtcs des IX. Internationalen Thicrschutz-Gongrcffcs lobend bei dieser Gelegenheit erwähnt. Die praktische Verwendbarkeit dieser ^egmethode vorausgesetzt, — sie wird übrigens, wie von zuständiger Leite nntgcthcitt wird, schon seit vielen Jahren in Halberstadt ähnlich angewendet — bedeutet dieselbe jedenfalls eine erfreuliche Vereinfachung der Vorbercitnugcn für das Schächten. *) in sinder: rlnerarp ^osevh Zech a, Martldirccior in ^'icn.