Der Israelit
- Journal
- Der Israelit
- Volume
- 26 (1885)
- Issue
- Heft 7 (26.1.1885)
- Date
- 1885-01-26
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Nekrolog*. Müllheim (Baden), 14. Januar. Unsere Gemeinde hat einen großen, unersetzlichen Verlust erlitten. Letzten rxsv's nipn:z* ist nach nur kurzen! und unerheblichem Leiden im Alter von 81 Jahren sanft verschieden unsere lhcure Glanbensgcusssiu Esther geb. Gült; bürg er n"y, Witlwe des Vorstehers und Bczirksälieste» I o s. Mayer jun. iat und Tochter y-nj isu* 21122 3lDHC1 81C-1D 2^2 12' mnurjt m '222 2*311282 in -irr icd v"2 2*21 22 "3?2'2 Wie die Verewigte in Allem das Ebenbild ihres großen Vaters war, so beruhte auch ihre ungewöhulichc Frömmigkeit aus dem festen Grunde verständnißinnigcr und lebendiger Uebcrzeugung, weßhalb auch ihr Einfluß ans ihre ganze Umgebung stets ein in hohem Grade fesselnder und belebender war, und wie von Mose, gilt auch von ihr: f»nl 23 Nil “73? 2222 8l. — Das Muster einer Gattin, hat sie cs in seltener 'Weise verstanden, die würdige Ergänzung ihres vor 13 'Fahren von hinnen berufenen wackeren und frommen Gatien zu bilden. Ihr Haus galt als ein solches von ausgesuchtester Gastfreundlichkeit und Mildrhätigkeit, und wahrhaft patriarchalischer Ehrwürdigkeit; und wie sie ihren Gatten in seiner mehr als 40jährige» Praxis als Snw mit uneigennützigstem Pflichtgefühl und nimmer rastender Bcrufstreuc unterstützte, so war sie auch eine würdige Genossin in dem edlen 'Wetteifer für alles Gute und G '«gefällige. — Es wäre ermüdend, sich im Einzelnen über die vielen Werke gemeinnütziger Liebe;u verbreiten, welche diese V*?; rax zeitlebens ausübte und wohlverdient ist die seltene Liebe und Verehrung, ist die fast sprichwörtliche Voltsthnmlichteit, deren sich die Verewigte erfreute, denn: 2132 2122 *?3? 2^3? 281. Mit Fug und Recht klagen daher Alle, Alle über ihren Verlust: 2123? 2^03, „gefallen ist die Krone unseres Hauptes," das Muster eines Weibes, das Ideal einer Jüdin, eine Königin an Geistes- und Herzcnstiese. — Und vollends die Armen itnd Dürftigen, die Wittwen und Waisen, ohne Unterschied deS Glaubens, denen ein reicher C.ueU werkthätiger Liebe so rasch ist versiegt, sie mischen ihre Thränen mit denen der Hinterbliebendn, wehklagend: ^nC8 2pl21r »genommen ist uns Esther, ^»81L'-2 2di, eine Mutter in Israel!" Ihre Söhne und Töchter hat die selig Errtschlascue im 'Verein mit ihrem Gatten "zu gottesfürchtigen Jehudirn erzogen und mit wahrhaft kindlicher Liebe und Verehrung blickten dieselben stets zu ihr auf wie;u einer wahren Priesterin des Herrn. — Ter Allgülige hat die Verewigte denn auch in den letzten Wochen noch die beglückende Freude erleben lassen, einen ihrer Söhne als Rabbiner eines der schönsten Bezirke des Heimathlandes erwählt zu sehen, dem cs nun vergönnt sein möge, im Sinne seiner frommen Mutter rjTHfctnll 2112 1-1321. — Entsprechend dem hohen Ansehen, in welchem die Verblichene stand, war auch, wie nicht anders zu erwarten. die Theilnahme an dem Leichcnbegängilisse eine großartige und erhebende, und trotz der Ungunst der Witterung bestrebte sich Alles, Jung und Alt, Hoch und Nieder, Jude und 'Nichtjude, der theurcn Verklärten die letzte Ehre zu erweiseu. Dem allgemeinen Schmerze über den großen Verlust gaben theils im Sterbehause, theils auf dem no in tiefempfundenen Worten Ausdruck: Se. Ehrwürdcn Herr Bezirksrabbtner Treyfus von Salzburg, der obengedachte Sohn, Bczirksrabbiuer I)r. M ayer von Buhl, sowie der Unterzeichnete. 2-2122 -2lö “12 18 22^22 1228 28 21l2'2 -2l .-28 ^812" “p3? 12 13?21 “,'32 1Z?2 22-lG 8221 r“o*3*3"n (419) Isak Mayer, I. S. Ails die Annonce cvzrn sind die eingcgangencn Beträge leider so geringe gc- »vcscn, das; ich nochmals an die rryc-m « appelliren muß; cs ist wahrlich keine geringe tw£o, diese blutarme Waise zu verhcirathcn. Schnelle Hilfe thut Roth, da die Hochzeit sehr nahe ist. Landsberg (Ostpreußen). 428) fSür mein Manufaktur- und Eisenwaaren- O geschält suche per sofort oder später einen CommiS. Freie Station im Hause. Ojscncn sind GehaUsansprüchc und Zeug- Ch. D. Roseubcrg. t<antor und Religionslehrer. niste beiznfüge«. Gleichzeitig strche einen mit gntenSänilkenntnisien versebenenLehrliug. Philipp I. Nutzbarem, 42« K a t t cn n o r d h e i m (Feldadahn.) Wir bitten unsere geehrten Abonnente n, welche den „Israelit" nicht binden lassen, uns Nr. 91 eventuell gegen Vcrgüttlng giftigst zu übersenden und sich unseres Tankes im Voraus versichert halten zn wollen. Tie Expedition des „Israelit". 8 Rcligionslehrer-, Vorbeteru. Schächicrsteüe ist bis zum 1. April c. zu besetzen. Reflectircnde wollen ihre Zeugnisse baldigst an den Unterzeichneten einsenden. Ter Iahresgehalt 600 M. nebst freier Wohnung uud WO—400 M. Rebeneinkünfte. Rüsten und Polen bleiben unberücksichtigt. Kirchberg (Reg.-Bcz. Eoblenz). Ter Eultusvorsteher 431) B. Benedikt. 3 .sto* -*yV - r> i ■ j>um 1. September c. wird die Stelle eines rO Lehrers, Schächters und Borbeters, verbunden mit einem Gehalt von 900 Mk. und 600 Mk. Rebeneiukommen in unserer Gemeinde vacant. Deutsche, geprüfte Männer, welche auch Vm sein müssen, wollen sich mit Zeugnissen und Referenzen melden. Heilsberg (Ostpreußen), im Jan. 1385. Ter Vorstand der Svnagogen-Gemeinde 4591 M. Hrrschberg. •VnVr^-’ - ree Sy nemne upero Pflaumen, Birnen, Aepfel, Kirschpflaumen, sowie Slibotvitz (Pstaumeugeift) osterirt billigst Moritz Prager, Sobrau (O.S.). Backobft-Geschäft en gros. Referenzen: Herr Dr.Teutsch.Rabb.hier. Bei Einsendung von 4 Mk. versende als Mustersendung 5 Kilo Äackobsr franco. (454 lüD Unterzeichneter empfiehlt feilten selbstgezogene» und selbstbehandelten, von ganz vorzüglicher Onalität, 1884er Hörsteiner Wein aus Ostern pr. Liter zu 80 Pf., pc. Flasche 1881er IM. ' (42S M. (Srünebaum, Hörstcin, Unterfranken. <^ür ein Provmzial-Bankgeschäft, Eabbat- O Festtage geschloste», wird ei» mit der Brattche vertrauterund in der Buchführung bewanderter Eommis, der selbstständig zu arbeiten versteht, zum baldige» Eintritt gesucht. Ostcrteu unte 0. .V 437 befördert die Expedition dieses Blattes.