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Der Israelit · 1884-12-08 · Heft 97 (8.12.1884) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 97 (8.12.1884)
Date
1884-12-08
Page
– (sequence 17)
Language
German
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wr Beilage zum Zsraelit. Central-Versicherrmsis- und Pensionskasse für 9l»ch nicht zwei »»Ile Jahre sind verflossen, seitdem wir zum Gedächtnisse der silberne» Hochzeit unseres verehrten Kronprinzlichen Paares die Ccntral-IJcrIidjentngs- und Pcnsionskasse für jüdische Gemcindebeamte in Denlschiand unter dem uns gnädigst bewilligten Namen Friedttch-Milhelm-Viclotta-Mstung begründet haben, und schon besitzen wir, Dank der Liberalität unserer deutschen Glaubensgenossen, ein Capital von 85000 Mark, und bereits ist cs durch unsere Stiftung ermöglicht worden, daß zu Gunsten unserer Beamten und deren Hinterbliebenen bei der altbewährten Versicherungs-Gesellschaft „Victoria" eine Summe von mehr als 200 000 Mark versichert worden ist. Außerdem sind viele Beamte durch Beihilfe unserer Stiftung Mitglieder der Provinzialhilfskaffen geworden. Welch ein Segen! 200000 Mark werden über kurz oder lang kärglich besoldeten, meist vermögenslosen Beamten resp. deren Hinterbleibcnden als Eigenthum zur Verfügung stehen. So erfreulich dieser gute Anfang für den Menschenfreund ist, so wolle» wir doch nicht vergessen, daß es eben,nur ein Anfang ist. Die nüchterne geschäftliche Betrachtung der Angelegenheit belehrt uns, daß, um unser Ziel zu erreichen, nämlich alle bedürftigen jüdischen Beamten Deutschlands auch nur in bescheidener Weise versichert zu wissen, obiger Capitalfonds mindestens seine zehnfache Höhe erreichen muß. Glaubensgenoffen, helfet uns! Wenn wir allesammt mit redlichem Willen und warmem Herzen an diese große Aufgabe gehen, so wird uns mit Gottes Hilfe der Erfolg nicht fehlen. Lasset uns für Channckah, für jenes liebliche Fest, das Licht und Freude in die Familien bringen soll, unseren Gemeindebeamtcn! durch Sammlungen in ganz Deutschland eine Festgabe aufbringen. Ihr Gemeindevorsteher! Wirket für diese Sache. Zhr kennt am besten die Noch unserer Beamten. Zhr Prediger! Belehret von der Kanzel herab Eure Gemeinde über die Wichtigkeit unserer Stiftung und erwärmt sie mit Eurem guten frommen Wort zu diesem Werke der Wohlthätigleit. Zhr Lehrer! Sorget für die Verbreitung unserer Sammellisten und erwäget, daß Euer Eifer der Ehre Eures Standes und dem Wöhle Eurer Familien zu Glkte kommen wird. Zhr Glaubensgenossen alle! Spendet nach Eurem guten Herzen! Ob Zhr kleine Summen gebet, ob Zhr mit größeren Zuwendungen die Stiftung bereichert, thut es nur nach Liebe und nach Kräften. Denn cs handelt sich nicht blos um eine jüdische, sondern mehr noch um eine patriotische Sache. Es gilt, jenem Stande die Arbeitskraft und die Arbeitssreudigkeit zu mehren, welcher unsere Glaubensgenosseir zu guten, treuen uikd nützlichen deutschen Bürgern heranbilden soll. 3» Berlin, im December 1884. J Der RusjiüuA und die Delegirten des Detttscü-Iscaekitifcüen \_m » 1 fl t -

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