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Der Israelit · 1884-09-04 · Heft 71 (4.9.1884) · page 12

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 71 (4.9.1884)
Date
1884-09-04
Page
– (sequence 12)
Language
German
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1190 Aufruf. Ein schweres Unglück hat wiederholt den hiesigen Ort, insbesondere die israelitische Gemeinde dahier» heimgesucht. Am 16. d. M., am nto ror, brach in einer Scheune in der Nahe unserer Synagoge Feuer aus, griff in Folge der vorangegangene» heißen Witterung und der reichen Nahrung, die es in den Borräthen der Scheune vorfand, mit Blitzesschnelle um sich uni» faßte so rasch unsere Synagoge, daß wir mit knapper Roth und nicht ohne Gefahr nur unsere heiligen Thorarolle» retten konnten. Unsere Gemeinde ist durch diesen Schicksalsschlag schwer getroffen. Die Synagoge war zwar so hoch, als gesetzlich zulässig. versichert, aber der Schadenersatz, de» wir erhalten werden, wird kaum 25°/0 dessen betragen, was der Aufbau eines neue» Gotteshauses. "auch wenn wir es noch so bescheiden angreisen wollen, kosten wird. Dabei besteht unsere Gemeinde auS nur zwölf mitlelmäßig begüterten Mitgliedern, von welchen zwei durch einen kurz vorangegangenen Brand an ihrem Vermöge» schwer geschädigt worden sind. Da nnsere Gemeinde ohnehin schon für die Erhaltung unserer Religionsschule schwere Lasten zu tragen hat» ist sie außer Stande, für den Wiederaufbau des uns von den Flammen geraubten Gotteshauses auS eigner Kraft etwas zu thun. In dieser Nothlage wenden wir uns an Ihren oft bewährten Wohlthatigkeitssinn, theure Glaubensgenoffm» Gemeinden sowohl als Vereine und Private, mit der Bitte: Helfen Sie nnS durch reichliche Gaben unser zerstörte- Gotte-hautvieder aufbauen, indem wir Sie auf die Worte des Propheten w (1, 4) verweisen, mit welchen er seine Zeitgenossen zum Wiederaufbau des heiligen Tempels ennuntert. . . Din nrn rvsm O3N33 n3Li? um O37 nyn ,.T - — •—: : “t : •.*•••▼ v“ v t —t „Ist es für Euch an der Zeit, daß Ihr in Euren Häusern geborgen sitzet, während dieses HauS zerstört ist!* Jenes war freilich der Tempel; ist aber nicht in der Zerstreuung nach den Worten unserer Weisen: „jede Synagoge ein mtkaasch mead, ein kleines Heiligthum Der reiche Segen, den der genannte Prophet denen verheißt, die seinem Rufe folgen» möge Allen zu Theil werden, die mithclfen, unser kleines Hciligthum wieder zu errichten, denn: „das Werk der. Wohlthätigkeit wird Friede sei»-. Di7tf npna mm rm lJesaias 32, n). t Itt: tt Zeitlofs (Bayem), im Monat Elul 5844. ' ' . . M. Morrrrper. D. Mt. GUVerrhrirrrrV. ^eisenjliüiöfpt. ' In diesem traurigen Falle wird sich hoffentlich die echt jüdische Frömmigkeit wieder einmal bewähren; der Unterzeichnete ist gerne bereit. Gaben in Empfang zu nehmen, weiter zu befördern und in diesem Blatte öffenüich zu quittiren. GerSfeld, im Monat Elul 5644. S. S. DistrictS - Rabbiner. Auch wir find bereit, Gaben entgegenzunehmen und weiterzubefördern. Die Expedition de- „Israelit". Ausküudigung. Für bevorstehende ä’wu aw wird für die isr. Gemeinde dahier ein mit guten Zeugnissen über seine Religiosität versehener und geübter nScn Sya bei entsprechendem Honorar hierfür und freier Station gesucht. Offerten beliebe man sofort an den Synagogenrath dahier zu richten. (4517 Mosbach a. N. (Großherzogth. Baden). Für die bevorstehenden Festtage em-j pfehlen wir: „Bibliothek jüdischer Kanzelrednervon Kayserling. 2 Bde. StattM. 12 j nur M. 4 Joel, „Pcstpredigten". M. 3. Silberstein, „Gelcgenheitspredigten.-s M. 1.50. (45221 Klcmpercr, „Festpredigten*. M. 1.20. | Breslau. Preutz Ä Jünger. jüdischer, tüchtiger und gebildeter ^2!^ Mann, welcher die Metzgerei und Biehhandel durchaus versteht, beides selbstständig führen kann, sucht Stellung in einer Metzgerei oder Viehhandlung zur Führung des Geschäfts oder auch als Gehülfe. 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