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Der Israelit · 1884-05-01 · Heft 35 (1.5.1884) · page 17

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 35 (1.5.1884)
Date
1884-05-01
Page
– (sequence 17)
Language
German
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XXV. Iah rgang. Zwrite Scilage zu Ar. 35 -es Israelit. Zeitungsnachrichten und Korrespondenzen. D e n l s ch l a n d. WürzbnrA. Deni Jahresbericht Ves Israel. Lehrervercins für die drei-fränkischen Kreise Bayerns vom vierten Jahre seines Bestehens entnehmen wir: Nachdem die rcvidirsiu Statuten die Genehmigung hoher Königs. Negierung erhallen, konnten wir auch auf dem Titelblatte dieses Berichtes schon andcnten, daß der Verein mit Anfang 1884 über die Grenzen der „fränkischen Kreise" heraustreten und Israelitischer Lehrerverein für das Königreich Bayern sich nennen werde. Wir geben hiermit unsrer Befriedigung über das Gelingen dieser Aenderung Ausdruck; ist doch dadurch manchem Wunsche verehrter Kollegen und unsrem eigenen Herzenswünsche endlich entsprochen', ist doch dadurch der Beitritt so manches wackeren Stanvesgenopcn ermöglicht, dessen Sympathie wir bereits seit Bestehen unseres Vereines besitzen; und was eine Hauptsache ist, es. ist hierdurch dem Wohlthun ein größeres Wirkungski eis eröffnet, und . viele rheuere Kollegen können nunmehrdie Segnungen des Vereins mitgenicßen, durch Selbsthilfe für die eigene Zukunft.und die der geliebten Angehörigen zu sorgen Damit hiervon auch in ausgedehntester Weise Gebrauch gemacht werdewurde gleichzeitig der Beitritt zu unsrem Vereine erleichtert, indem das Einrrittsgcld jünger» Lehrern bis zum 22. Lebensjahre ganz erlassen und das tür ältere .Kollegen gegen früher ermäßigt wurde, so daß wir zu der .Hoffnung wohl berechtigt sein dürften, aus unsrem fränkischen Lehrervcrcine wird nicht nur dem Flamen nach, sondern auch thatiächlich ein „bayrischer Lehrcrverein" sich entwickeln. Daß unser Verein auch im neuen Gewände seinen früheren Grundsätzen stets Iren bleiben wird: die Interessen de ) isr. Lehrcrstandes zu vertreten, dienstunfähige, ordentliche Mitglieder und die Hinterbliebenen ordentlicher Mitglieder zu unterstützen, gleichzeitig auch durch gegenseitige Anregung auf . Lchule und Lehrer bildend cinzuwirken, das wohl brauchen wir nicht erst zu betheuern. Am 26. März tagte in Würzburg eine außerordentliche Generalversammlung unsres Vereines, an der sich 2l Kollegen bctheiligtcn. Der Tagesordnung entsprechend, wurde der vom Vercinsvorstande — als Neserenten — vorgclegte Lchrplansentwurf für die isr.. Religionsschule eingehend besprochen und in all seinen Theilen gutgeheißen. Die Resultate jener Versammlung sollen der nächsten. Generalversammlung mitgetheilt werden. War nun die außerordentliche Generalversammlung nur dem idealen Vereinszwccke gewidmet, so konnte sich diesmal die ordentliche — am 15. August ebenfalls in Wnrzburg abgehalten.—-.nur mit Geschäftlichem befassen. Eine Statutenrevision erwies sich nämlich als noth- .. wendig.. Der Verein mußte, um ans eigenen Namen sein Vermögen anlegcn zu können, darauf bedacht sein, gerichtlich anerkannt zu werden. Hierzu waren einige, wenn auch unwesentliche Aenderungen seiner Satzungen nothwendig. Wir beschlossen daher einen diesbezüglichen Entwurf,der Generalversammlung vorzulegen, der gleichzeitig — wie schon erwähnt — die Ausdehnung unsres Vereines ans ganz Bayern und eine neue Regelung der. Höhe der Eintrittsgelder ermöglichen sollte. Außerdem war diesmal wieder die .Wahl der Lereinsvcrwaltnng vorzunchmen, sowie auch die Höhe eines Uutcrstützungstheiles der im Jahre 1886 zur Bcrtheilnng gelangenden -Unterstützungen zu bestimmen. Obwohl wir nun sämmtliche ordentliche Mitglieder aus die Nothwendigkeit reckt zahlreichen Erscheinens vermittelst Eirculärs aufmerksam machten, war doch deren Betheilignng bei der Generalversammlung nicht ausreichend, die Statutenrcvision erfolgreich durchzuführen. Ans einstimmigen Beschluß traten die Anwesenden, an 10 ordentl. Mitglieder, dennoch in die Berathung derselben ein, genehmigten den vorgelegten Statntencntwnrf und beauftragten die Vereinsverwaltung, durch schriftliche Erklärungen die Zustimmung lämmtliaier ordentl. Vcreinsmitgli'eder einzuholen, welche denn auch thatsächlich später erfolgte. Die Einnahmen erreichten säst die Höhe von dritthalbtansend Mark, eine Einnahme, wie sie in den Vorjahren nicht erzielt worden. Wohl infolge des erleichterten Eintritts hat sich unser Verein in. diesem Jahre durch den Beitritt von neun jungen Kollegen vergrößert. Dkurz im April. Die wegen Verdachts der Theilnahmc an dem Morde des Knaben Eybnla in

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