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Der Israelit · 1884-03-20 · Heft 23 (20.3.1884) · page 19

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Journal
Der Israelit
Volume
25 (1884)
Issue
Heft 23 (20.3.1884)
Date
1884-03-20
Page
– (sequence 19)
Language
German
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413 M'crubens genossen! Nur noch im äußersten Nothfalle können wir uns entschließen. Euch zur Milbe und Mithülfe aufzurufen, und dieser Fall tritt jedesmal ein, wenn das ke sachfest mit seinen Anforderungen sich nahet. Dieses Fest, welches für die Glaubensgenossen anderwärts das Fest der Befreiung und der Erlösung ist, bietet uns nur Tage des Kummers und der Sorge. 120 Familien und Einzelpersonen befinden sich in unserer so armen und herabgekommenen Gemeinde, die den Anforderungen der religiösen Feier gemäß unterstützt werden müpen. Es sind Flüchtlinge aus Rußland, welche die Roth, die Verfolgung, die Hoffnung auf Beförderung nach anderen Landen: hicrhergetricben haben; cs sind Wittwen und Waisen, deren Ernährer entweder hier verstorben sind, oder aber anne Frauen mit ihren Kiudem, die hier verblieben, während die Männer weiter gewanderr sind, um ihre Familien spater nachzuholen. Wir thun wahrlich, was wir können, um diese Unglücklichen das Jahr über nicht Hungers sterben zu Iqjen; auch zu diesem Fest wird unter uns immer eine ziemlich bedeutende Summe aufgebracht; allein diese Summe reicht kaum hin für einen Tag, geschweige denn für die acht Tage des Festes. Brüder! Zm Gefühle der Erlösung, in Anerkennung des göttlichen Segens ruft ihr an: Seder-Abende aus: „Jeder Hungrige komme und esse, jeder Durstige komme und feiere Pcsach!" Hier sind Hungrige, hier sind Durstige, die nicht wissen, wo sie zu cpen sinder: und wie sie Pessach feiern sollen. Helfet uns bei der Unterstützung dieser Unglücklichen und wir dürfen Euch heute schon das Wort des Seder- Schlusses entgegenrufen: „Geh, iß dein Brod mit Freuden und trinke deinen Wein mit frohem Herzen, den«: langst hat Gott dein Werk gefällig ausgenommen." .Memel, in der Purim-Woche Aas ständige KAfs ßomttee für die Nothstände russischer Israeliten. Rabbiner Dp. Ralf. 8. »lock. 3*. 3Iargnlies. Leiser Lewy. J. 31. 8cliapl.ro. Jj. HiÜelgolm Die gesammelten Gaben beliebe man an den mitrmterzeichneten Rabbiner Pr. RiHf zu richten. Sammlern, Spendern und Sendern Dank und Gotteslohn! Aufruf! Frau Wittwe Hanna Malbim befindet sich noch immer in äußerster Roth. Eine kranke schwacheweiß sie nicht, wo sie Brod für den nächsten Tag hernehmen soll. Edle Brüder und Schwestern.! Laßt sie nicht verhungern, steht ihr bei, um des großen ManncS willen, dessen treue Gattin pe war und fein nci wird auch Euch beistchen. Gaben ivolle man gefl. richten an Judet Zalek, Zaradzegasse für Wittwe Hanna Malbim, Moskau, Russland. Auch die Erpedition dieses Blattes ist bereit. Gaben entgegenzunehmen und weiter zu befördern. (1592 Die neueste 8. Auflage von Rebekka geb. Hernemann Kochbuch für isr. Frauen ist billigst zu beziehen durch 1629) A. J. liofmann, Frankfurt a. 9)1., Allerheiligenstr. 87. Ojär mein Produkten-, Eisen- und Bank- O geschäst suche ich per sofort od. Ostern einen Lehrling aus achtbarer Familie. Kost und Wohnung im Hause. Heiligenstadt i. Thür. 1628 Joseph Grunsfeld. Hotel Cassel. (Sät deS Friedrich Wilhelms- und Ständeplatzes und unmittelbarer Nahe des BahnhofS. Das mit 70 Fremdenzimmer versehene und mit allen: Eomfort eingerichtete Hotel hält sich all«: resp. gleisenden bestens empfohlen. Zur Abhaltung von Hochzeiten ist dasselbe vollständig eingerichtet und werden alle Speisen und Getränke nach streng ritw llen Vorschriften verabreicht. Der Besitzer hat zu diesem Zwecke eine gewissenhafte jüdische Köchin engagirt und zugleich die Fürsorge getroffen, daß nach den Hochzeiten das koschere Geschirr sofort wieder unter Verschluß genommen wird. Eivile Preise. (1648 Besitzer: €/. Iserloll. um baldigen Eintritt wird in 'einem kleinen Haushalt ein zuverlässiges Mädchen gesucht, die Küche und Hausarbeit versteht. Zeugnisse nebst GehaltSanfprüche zu richten an 8. Flataa, Neuß. (1645 HDD Auf bevorstehenden Peßach empfehle mein!Lrgerrn Butter, Honig.Kartoffel-!mchl, div. Backobst, Klümpchen, Chocoladen, dopp. rect. Spiritus,! E s s i g. selbst sabriclrte Liqueure, Meth^ Muskat und llngarweine, sowie sämmtliche Eolonialwaaren mit iro? . Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiner D r. Feilchenfeld von hier zu billigsten Preisen. (1651 Louis Kaatz, Posen, Judenstr. 11. JbjäW Spezereiwaaren, siinster Trester- I Branntwein, Eisig, Essia-Effenz, hochleine gcbr. Kasjee'S eigener Brennerei eu.psiehlt Heinrich llerzhelmcr, 1631) Mawz> Clarastraße. Attest: Herr Rabbiner Dr. L e h m a n n. Ein religiöses Mdchrv, welches tüchtig im Kochen und Hausarbeit ist, wird für eine kleine Familie auf gleich oder zum jüdischen Ziel gesucht. «0. ISirnSmuiii, 1639) WormS ©in israelitisches Mädchen gefetzten Alters 'S wünscht eine Stelle als Haushälterin oder als Köchin zu einer kleineren Familie oder auch zur Besorgung und Pflege von ' 1—2 Kindern, gegen anständigen. Lohn'und gute Behandlung. Osseiten unter Nr. 1649 befördert die Expedition d. Blatter. . Msdes. - Für eia junges Mädchen wird in einem Putz- und Modewaarrngeschäfte. welches an Sabbat und Feiertagen geschlossen hqt, Lehrstelle gesucht. Offerten b. liebe man zu senden an M. WH $gens4 einer, 1614) Crefeld. i Eine tüchtige, streng religiöse Kschm gejucht. Offerten unter Nr. 1635 befördert die Expedition d. Bl. (Tim junger Mann, der seine Lehrzeit in 'ä' einem Manufaktur- und Kurzwaarengeschält en groB beendet hat, ein weiterer Jahr in einem Kurzwaarengeschäft ou gros als Reisender thätig, sucht Stelle als Reifender oder Commis. Gest. Offerten unter Z. 1650 an die Erpedition dieses Blatter.

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