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Der Israelit · 1907-03-21 · Heft 12 (21.3.1907) · page 1

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Journal
Der Israelit
Volume
48 (1907)
Issue
Heft 12 (21.3.1907)
Date
1907-03-21
Page
– (sequence 1)
Language
German
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S " IHWtrWMMMMWM>MMWW?WWWMMDi??soW» stausgabc nur dsteN. Jttserasffr 80 Pfennige Kr die sech-gespaltene Tolonel-Aeik; Rabatt nach Tarif. JnseratenannahSre nur Lurch HaaseNfteip ». Pogler K^G. .W « «. Postsparkasse «Reu No. 79605. Frankfurt a. M. und deren Filialen. ToMa bet *e» «. P-stsParkaffe»a»t BuLapest »o. Unsere Verehr!. Pollabvvnente» bitte« wir rrmrechtzettige Erneuerung des Abonuemruts -um 1 April er. Wieder zch Habe« ----- Kam«« »{pxdpytn zum Ausbewahren derJsraekit-N ymmeru gegen Einseuduug von Markl—, zuzüglich Porto. rzsLjLrrLSLri»Lzrrr»rrr»zrrrr jC jt jl jl jC ÜT jC jt jT jKT .WI>- e^M «l* WIM MHM MHM ,WHM - MHM MHM Wzir i« Ieniralem. Aus demBureaudesGroßrabbinats der türkischen Israeliten in Konstantinopel Ke^ht uns Mit der Bitte um Berösfentltchung von, 'dem!. Kaimaikam- Mdtz. -eine Äe- KeWWche^MWnGfW; folgend, nüHMm yevräischen Originale im folgenden iuhyltlich wiederaeben. Der Erlaß wird gleichzeitig auch in Jerusalem bekanntgegeben. Nekau«tmachu«g. In den weitesten Kreisen der gesetzestreuen Judercheit haben die Streitigkeiten, die sich in der heiligen Stadt an die Wahl des Chacham Baschi knüpften, das schmerzlichste Bedauern hervorgyrsiftn, und eure leHaste Wtrüstung üb« die zur HerbeisührungjenerWahl arPewandteu Mittel hatte bei allen Wöhldenkendettwie zahlreiche an uns geloingke Zuschriften zuberläffiger Männer beweisen, Matz Die' Kaiserlich §M-mcmische RMieri sich daher veranlM gesehen^ alle Wahlen, jmmß aus Mt ertt*|nte SBeife unter dem Mmfing. -dK^Gckiym-M'DttffMüWtten - zustande Wey snK MMgMrg M Mären, de»t duM W Wahl und Afchkenastm, sich auf einen Mann einigen werden, dessen Schultern würdig und fähig sind, das hohe Amt mt Geiste unserer heiligen Lehre und der staatsbürgerlichen Pflichttreue zu tragen, in der Erlvägung ferner, daß im Falle weiteren Zuwartens die wirtschaftlichen Nachteile für die heilige Stadt sich noch weiter Hrs ungemeffene steigern würden, habe ich es für meine Pflicht gehalten, eine Entscheidung zu treffen. Ich habe daher den Herrn Rabbiner Elijahu Mosche Panisel, der, weil von Jerusalem abwesend, den Parteiungen während der Zeit der Streitigkeiten vollkommen ferngestanden hat, mit Genehmigung der Kaiserlich Ottomanischen Regierung zum Chacham Baschi der heiligen Stadt Jerusalem ernannt. Wir erwarten, daß diese Entscheidung Seiner Majestät des Sultans mit der gebührenden Ehrfurcht ausgenommen und daß sich niemand unterfangen wird, ohne Zustimmung des ueuernannten Chacham Baschi irgend welche Einmischung in Gemeindeangelegenheiten zu versuchen, bis die fephardischen und aschkenasischen Gemeinden sich auf einen allen Parteien genehmen, in Weisheit und Gottesfurcht hervorragenden Mann geeinigt haben werden, den sie mit Genehmigung der Staatsbehörde sich zu« Ohachat» BHchi erwählen. . Ich vertraue auf die UntrrtanentrrÄMkÄnüL? Brüder in Jerusalem gegenüber Sr. Majestät dem Sultan, die sich noch immer bewährt hat. An alle Edlen Israels in allen Ländern der Zerstreuung aber ergeht meine herzliche Bitte, sich über die Armen der Jerusalemer Gemeinden zu erbarmen, über ihre Witwen und Waisen, die der Not preisgegeben sind und insbesondere über, die bisher schwer geschädiäten A r m en d e r s e p h a r bischen Gemery-oe< Die für diese bestimmten Gaben sindanden Vorsitzenden des Administrations- Ausschussesder siÄhardischen Gemeinde, Herrn Chaim Ahron Valero zu richten. Konst'antinopel, am 22. Ädar 5667. -- ' Der Kaiser!. Oberrabbiner der jüdischen Gemeinden im türkischen Reiche. ’ : Morse Levy. Aus dieser offiziellen Bekanntmachung ergibt sich, daß picht nur die aus ungesetzliche Weife zustandegekommene Wayl des bisherigen Chacham Bja sHP! wnnurliPt Wird> fü>n>dern, daß eultcher Weise B öffentlich ist dieser Herr von dem ahne nun geheilt, daß er, weil Alliäncevertreter, berufen sei, seine ünjüdischen Ideale einer ganzen Gemeinde aufzuoktroyieren. Wir schließen uns dem Wunsche an, daß nunmehr die, dank der Gerechtigkeit und Festigkeit des türkischen Oberrabbiners, zu ihrem Rechte gelangte Partei Mäßigung üben und alles ausbieten wird, um die Beruhigung der Geisterund ein einträchtiges Zusammenwirken zum Wähle der Gesamtheit der palästi neu fisch en Ju den h erbeizusühren. mmt, wie weit i$t’$ in der llachl? Düstere Golusnacht hat sich über unsere Brüder im Zarenreiche ausgebreitet. Ketzr Schimmer des Lichts deutet daraus, daß die Morgenrote einer besseren Zeit rm Anbruch begriffen fei. „Wächter, wie weit ist's in der Nacht?" so entringt fich's unserer Brust. Doch kein Zeichen kündet uns Antwort ans diese Frage. Nur eines wissen wir: daß es nicht besser geworden ist. Den Hoffnungen, die man überall an die Befreiung des Muffenvolkes geknüpft, war keine Erfullrms befchieden. Kein die der ooeM^ Msamte dtzs eiches' an die ntzüe Duma gerichtek Wt, bietet eine Aussicht auf Erlösung auch der Juden von ihren Sklavenketten. All den anderen Stämmen, die das große Rußland umfaßt, winkt eine bessere Zeit. Nur den Juden nicht. Wenn die Herrschenden es weigern, die Vertreter des Volkes werden ihnen nicht helftn können. Denn wer sind sie, die Abgesandten der Untertanen des weißen Zaren? Ein Wink und der Sturm fegt sie hinweg wie ihre Vorgänger. Und wenn sie auch käme, die Befteiung vom Joche der Sklavengesetze, wäre die Not, wären die Leiden zu Ende? Hierüber täusche man sich nicht. Wir haben zwar seit Monaten kein Bialystok und kein Siedlce erlebt, aber es wäre verhängnisvoller Wahn, zu meinen, daß im ganzen. Ruhe und Friede eingekehrt sei bei unseren russischen Brüdern. Wohl sind die Vorgänge, die während der Wahlen in Odessa, und die jetzt in Elifabetgrad. .sich abspiekten, an Furchtbarkeit nicht zu vergleichen mit den Schlächtereien der vergangenen Jahre. Doch das beweist nur, daß der Femd eine Zeit lang die ofssne Feldfchlacht vermied ihre-Stelle.ist aber ein nicht ' und viMeicht yöch .t: minder aüsrei-

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