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Der Israelit · 1901-02-28 · Heft 17 (28.2.1901) · page 40

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Journal
Der Israelit
Volume
42 (1901)
Issue
Heft 17 (28.2.1901)
Date
1901-02-28
Page
– (sequence 40)
Language
German
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bis »Lobst«» Januar wird sie voraussichtlich 60 betragen. Diese jungen Leute sind in der Stadt untergebracht bei solchen Meistern, die das grösste Interesse an ihnen haben, und denen man deshalb zu grossem Danke verpflichtet ist. Unsere Lehrlinge kommen beim Verlassen der Werkstatt Abends in die Schule zur französischen und Handarbeits - Stunde. Zur Ermuthigung bewilligt die Alliance Jedem von ihnen einen Monatsbeitrag von 5 Francs und Kleidung und Schuhzeug. (Fortsetzung folgt.) Handel und Gewerbe im heiligen Lande. (XIV. Fortsetzung.*) Sarnuka. Geburtsort des Amoräers Jose aus Sarnuka, und ähnliche Ortschaften, aus welchen Autoritäten', der talmudischen Epoche hervorg'egangen sind, und welche bis heute ihren alten Namen beibehalten haben. Die Bewohner dieser Dörfer sind arabische Bauern, welche trotz ihrer lässigen Bewirtschaftung mit ihrem Loose zufrieden sind. Wenn di^se L ute auch zuweilen über die unbegrenzte Höhe der Steuern und die Willkür der Verwaltungsbeamten klagen, so sind sie doch mit der Fruchtbarkeit des Landes und der Ergiebigkeit seines Bodens stets zufrieden. Die übrigen Städte des Landes, wie Dan, Kedescb, Ejn-Dor, Afek, Jesreel, Sana aria, Silo, Bethel, Gilgal in Judäa, Ejn Ge di, Ge da, Gibeon, Mizpah bei Ramah, Jabesch-Gilead, Machanajim, Ramoth-Mizpah und andere sind gänzlich verödet; ihre Spuren sind nicht mehr aufzufinden, und ihre Namen haben nur noch historische Bedeutung. Es erübrigt uns nur noch, die zwölf Handelsstädte zu beschreiben. Der Leser wolle gütigst verzeihen, wenn ich nicht im Stande bin, dieselben als anmuthig zu schildern, da der Ernst meiner Aufgabe mich zur Mittheilung der unges. hminkten Wahrheit verpflichtet, selbst auf die Gefahr hin, zuweilen das Missfallen des Lesers zu erregen. E. Die Handelsstädte Palästinas. I. Jerusalem. Jerusalem, die heilige Stadt und Residenz der Gottheit, ist heute noch der geistige Mittelpunkt des ganzen Landes. Die Hauptbedeutung derselben liegt auch jetzt nicht in Industrie und Handel, sondern in den religiösen Interessen. Juden und Christen, Mohammedaner und H^id*-n kämpfen in ihr um den Vorrang. *) ü. iNr. 762. Was sieh in Jerusalem ereignet, hat für Städte und Dörfer Palästinas die weittragendste Bedeutung. Der ganze rege Fremdenverkehr dieser Stadt bewegt sich lediglich um die religiösen Angelegenheiten. Wie die Araber einige Tage vor dem christlichen Osterfeste am westlichen Jordanufer an einem geheiligten Orte, .Grab des Propheten Moses“, ein grosses Wallfahrtsfest feiern (sie behaupten nämlich, dass das jedem menschlichen Auge früher verborgene Grab Mosis (5. B, M, 34, 6.) zufällig von einem mohammedanischen Priester entdeckt worden sei), so strömen jährlich Tausende von Pilgern nach Jerusalem. Kurz vor dem Weihnachtsfeste versammeln sich dort die Christen aus Deutschland, Frankreich, England, Russland. Oesterreich und Amerika Viele Schiffe mit Pilgern landen in Jaffa, von wo ihre Passagiere nach Jerusalem ziehen, um am Grabe ihres Erlösers zu beten. Alle Pilger wetteifern darin, ihre dortigen Glaubensgenossen in Nahrung zu setzen; und jede Konfession in Jerusalem ist eifrig bestrebt, recht viele ihrer Glaubensgenossen zur Wallfahrt dorthin auzulocken. Zahllose, vortrefflich ausgestattete Läden mit grossen, breiten Schaufenstern und geschmackvollen Musterauslagen von den Früchten und Industrieerzeugnissen des Landes, schmücken die Strassen der Stadt. Die Makler aller Zangen preisen die Waaren ihrer Landsleute mit pomphaften Worten an, und suchen die Pilger zu bewegen, in diesen Geschäften ihre Bedürfnisse und Andenken an das heilige Land zu kaufen. In der Nähe dieser Läden, welche an Glanz mit den geschäftlichen Etablissements von Paris und London wetteifern, befindet sich auch ein Lager von OJivenholzwaaren, welches über dem Schaufenster die unwahre englische Bezeichnung trägt: „Wohlthätigkeits- Genossenschaft für Israeliten“, mit welchem Lockmittel man den jüdischen armen Handwerkern etwaige Kunden entzieht. (Forts, folgt.) Druck der Joh. Wirth’schen Hofbuchdruckerei Actien-GeseUschaft, Maiuz.

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